Das Phänomen der Fake News. Eine Manipulation der politischen Meinungsbildung?


Seminararbeit, 2018

27 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Entstehung und Verbreitung

4. Motive für die Verbreitung

5. Erfolgsaspekte und Folgen
5.1 Medienvertrauen
5.2 Echokammern und Filterblasen
5.3 Social bots

6. Einfluss auf die politische Meinungsbildung

7. Wirkungseffekte.

8. Diskussion und Ausblick

Anhang

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Medienvertrauen steigt, Lügenpresse-Hysterie ebbt ab

Abbildung 2a: Vertrauen in einzelne Medien stabil – Internet stürzt ab

Abbildung 2b: Vertrauen in einzelne Medien stabil – Internet stürzt ab

Abbildung 3: Die Debatte um Fake News und Hasskommentare zeigt Wirkung

Abbildung 4: Glaubwürdigkeit der Medien (in Prozent) .

Abbildung 5: Wichtigstes Medium zur Information im Wahlkampf (in Prozent)

1. Einleitung

„Und die Fake News Gewinner sind…“ (Trump, 2018). Mit diesem Tweet veröffent- lichte Präsident Donald Trump im Januar eine Liste von namenhaften amerikanischen Medien, an die er den „Fake News Award“ verliehen hat. Hierbei handelt es sich um einen Negativpreis für aus seiner Sicht falsche und voreingenommene Berichterstat- tung (Kampf gegen die Presse, 2018). Seit der US-amerikanischen Präsidentschafts- wahl im Jahr 2016 besteht eine langanhaltende öffentliche Debatte über das Thema Fake News, die spätestens seit der Bundestagswahl 2017 auch in Deutschland fortge- führt wird (Sängerlaub, 2017a).

Der Begriff „Fake News“ umfasst jede Art von Falschmeldungen, die meist absichtlich erstellt und überwiegend über Webseiten und soziale Netzwerke verbreitet werden (Klein & Wueller, 2017). Falsche Berichterstattungen sind keineswegs ein neues Phä- nomen (Schuh, 2017). Seit jeher werden sie vor allem bei politischen Strategiezügen verstärkt eingesetzt (Schneiders, 2017). Doch im heutigen Zeitalter des Internets, in dem unwahre Informationen mit einer höheren Geschwindigkeit von jedem Nutzer über Mediennetzwerke verbreitet werden können, besteht die Sorge, dass die inten- dierte Verbreitung von gefälschten Nachrichten zunimmt und zu einer Manipulation der politischen Meinungsbildung der Bevölkerung führt (Müller & Denner, 2017).

Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit das Einflusspotenzial von Fake News. Nachdem zu Beginn eine definitorische Eingrenzung des Begriffs erfolgt, wird im nachfolgenden Kapitel die Entstehung und Verbreitung von Fake News be- schrieben. Hieraus wird insbesondere die aktuelle Relevanz der Thematik deutlich. Anschließend werden in Kapitel vier die zwei Hauptmotive für die Verbreitung inkor- rekter Nachrichten geschildert, wobei vor allem der politische Bezug herausgearbeitet wird. Das fünfte Kapitel untergliedert sich in drei Teile und beschäftigt sich mit den Erfolgsaspekten von Fake News, die anhand des Medienvertrauens, Echokammern und Filterblasen sowie social bots analysiert werden. Hierzu werden unter anderem wissenschaftliche Studien herangezogen. Im darauffolgenden Kapitel wird der Bezug zur Politik erneut aufgegriffen und mithilfe verschiedener Studien detailliert erläutert, wobei insbesondere auf die potenzielle Beeinflussung der letzten Bundestagswahl ein- gegangen wird. Das letzte Kapitel widmet sich der Zusammenfassung und der Diskus- sion der behandelten Thematik. Dabei werden methodische Limitationen bisheriger Forschungen kritisch debattiert und weitere Ansätze für zukünftige Forschungsaktivi- täten aufgezeigt. Durch diese Vorgehensweise soll abschließend die Forschungsfrage beantwortet werden: „Manipulieren Fake News die politische Meinungsbildung der deutschen Bevölkerung?“

2. Definition

Der englische Begriff „Fake News“ bedeutet übersetzt gefälschte Nachrichten. Es han- delt sich sonach um Meldungen mit inhaltlich falschen Informationen, die als wahre und seriöse Nachrichten dargestellt werden (Królikowski, 2017). Der Terminus be- zeichnet sowohl Fehlinformationen, die versehentlich verbreitet werden, als auch Des- informationen, die bewusst erstellt und lanciert werden. Hierzu zählen nach Wardle sowohl unersichtliche Satirebeiträge als auch irreführende, betrügerische bis hin zu erfundene Inhalte (Wardle, 2017). Somit werden mit Fake News „jede Form von prob- lematischen medial verbreiteten Inhalten bezeichnet.“ (Müller & Denner, 2017, S.6). Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit Falschnachrichten, die ge- zielt zum Verbreiten von unwahren Informationen eingesetzt werden. Im weiteren Verlauf werden Fake News daher als Falschmeldungen definiert, die absichtlich und interessengeleitet online in Umlauf gebracht werden (Müller & Denner, 2017).

3. Entstehung und Verbreitung

Seit der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 wird das Thema Fake News öffentlich breit diskutiert (Schmidt, Merten, Hasebrink, Petrich, & Rolfs, 2017). Dabei sind Falschmeldungen nicht nur ein Phänomen der heutigen Zeit. Seit Jahrzehn- ten werden Massenmedien dazu genutzt, Propaganda und Falschnachrichten zu ver- breiten. Insbesondere werden in Bezug auf Wahlkämpfe politische Berichterstattungen immer wieder manipuliert (Schneiders, 2017). Verändert hat sich hingegen, auf wel- chem Weg und mit welcher Geschwindigkeit Fake News verbreitet werden. Falsch- meldungen werden heutzutage vor allem über soziale Netzwerke lanciert, worüber sie sehr schnell eine deutlich größere Reichweite erzielen als über klassische Medienka- näle (Marx & Fischer, 2017). Durch das Internet sind die allgemeinen Zugangsmög- lichkeiten zu Informationen enorm gestiegen (Gapski, Oberle & Staufer, 2017). Da inzwischen der Großteil der Bevölkerung in Besitz eines Smartphones ist, besteht zu- dem ein Ausmaß der Vernetzung, in der Mediennutzer permanent online und somit auch für jederlei Nachrichten erreichbar sein können. Aus diesem Grund breiten sich Meldungen innerhalb kürzester Zeit aus (Müller, 2013).

Neu ist allerdings nicht allein die schnellere Verfügbarkeit von Falschinformationen, sondern auch das Risiko, dass Falschmeldungen leichter erstellt und veröffentlicht werden können. Denn in den traditionellen Massenmedien ist die Zugänglichkeit zur Öffentlichkeit eingeschränkt. Sogenannte „Gatekeeper“ entscheiden im Journalismus darüber, welche Meldungen die Öffentlichkeit erreichen. Im heutigen Online-Zeitalter werden Nachrichteninhalte jedoch nicht ausschließlich von Journalisten aufbereitet und veröffentlicht, sondern es besteht für jeden die Möglichkeit, Fake News zu ver- fassen und diese online zur Verfügung zu stellen. Zudem ist es mittlerweile einfach, selbst eine Website anzubieten oder an öffentlichen Kommunikationen teilzunehmen. Infolgedessen ist durch das „social web“ die Anzahl an Beteiligten gestiegen und viele Formen und Inhalte der Kommunikation entstanden (Neuberger, Jo von Hofe & Nu- ernbergk, 2011). Im Hinblick auf die politische Meinungsbildung bedeutet das, dass sich sowohl die Angebote, sich politisch zu informieren, als auch die Optionen, selbst politisch tätig zu werden und die öffentliche Meinungsbildung mitzugestalten, verän- dert haben. Dies hat zur Folge, dass Nutzer mit einer enormen Anzahl an ungeordneten Informationen überflutet werden, weshalb diese ihre Selektions- und Recherchefähig- keiten erneuern bzw. anpassen müssen (Gapski et al., 2017). Das Internet setzt somit die Zugangsbarrieren in den Fake-News-Markt erheblich herab (Werner, 2017).

4. Motive für die Verbreitung

Der häufigste Grund, weshalb Fake News produziert werden, ist die Erzielung von Geldeinnahmen (Lossau, 2017). Hierzu werden eigene Webseiten erstellt, die allein dem Zweck dienen, unwahre Artikel zu lancieren. Um möglichst echt zu wirken, wer- den diese Seiten so betitelt, dass sie legitimen Nachrichtenorganisationen ähneln (All- cott & Gentzkow, 2017). Den Umsatz erzielen die Fake News-Seiten über Werbean- zeigen verschiedener Firmen, die sie neben den Artikeln platzieren. Einem Bericht zufolge hat ein Herausgeber solch einer Seite mit frei erfundenen Meldungen bezüg- lich der US-Wahl, vor allem mit Lügen über Hillary Clinton, bis zu 7000 Dollar pro Artikel verdient (Werner, 2017). Um möglichst viele Werbeeinnahmen zu generieren, ist eine hohe Anzahl von Klicks bzw. eine große Reichweite von Nöten. Dies wird am schnellsten durch spannende und aufmerksamkeitserregende Themen erreicht, weshalb völlig überzogene Geschichten ausgedacht werden (Lossau, 2017). Demzu- folge haben sich Fake News mittlerweile zu einem Geschäftsmodell gebildet, resultie- rend aus den Konsequenzen des digitalen Kapitalismus (Morozov, 2017).

Neben wirtschaftlichen Interessen, stehen auch politische Motive im Fokus (Sänger- laub, 2017a). Es werden inkorrekte Informationen sowohl von Parteianhängern, als auch von Kommunikationsberatern gezielt veröffentlicht, um die politische Berichter- stattung zu ihren Gunsten zu beeinflussen (Schneiders, 2017). Die grundlegende Mo- tivation besteht darin, mit erfundenen oder absichtlich falsch formulierten Darstellun- gen, die Meinungen von Personen zu beeinflussen (Meier, 2016).

Vor allem über Facebook werden politisch orientierte Fake News vermehrt verbreitet. Eine Analyse der US-Website BuzzFeed News stellte fest, dass sich die erfolgreichs- ten Falschmeldungen über den US-Wahlkampf auf Facebook stärker verbreiteten, als die Top-Beiträge von den 19 größten US-Nachrichtenagenturen, wie die New York Times (Silverman, 2016). Dementsprechend erlangten Fake News in der Zeit vor der Wahl zwanzig Prozent mehr Interaktion als Nachrichten von seriösen US-Medien. Das bedeutet, sie wurden häufiger kommentiert, geteilt oder geliked (Fake-News sind auf Facebook erfolgreicher als seriöse Nachrichten, 2016). Auch in Deutschland sind in- tendierte politische Desinformationen auf Facebook ein weitverbreitetes Problem. Er- gebnisse einer weiteren Analyse von BuzzFeed News zeigen, dass Fake News über Angela Merkel eine höhere Interaktion erzeugen, als wahrheitsgetreue Artikel klassi- scher Medien. Die Analyse betrachtete einen Zeitraum von fünf Jahren und stellte fest, dass sieben von den zehn erfolgreichsten deutschsprachigen Artikeln gefälschte Nach- richten sind, die oft mit Lügen gegen die Bundeskanzlerin hetzen. Unwahre Meldun- gen über die Kanzlerin erreichen sogar mehr Interaktion, als alle anderen Artikel jeg- licher Art der deutschen führenden Medien, wie etwa FAZ und Spiegel. Besonders falsche Berichterstattungen über Flüchtlinge lassen sich über Facebook leichter ver- breiten als die wahren Berichte traditioneller Medien (Schmehl, 2017). Ihnen werden Gewalt und Diebstahl unterstellt, mit der Absicht, die Bevölkerung zu verunsichern und Angst und Hass zu verbreiten. Dies kann einen enormen Schaden für ganze Per- sonengruppen zur Folge haben (Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, 2018). Derartig manipulative Aussagen werden daraufhin überwiegend von rassistischen und rechtspopulistischen Medien ohne Überprüfung geteilt und sogar inhaltlich verändert bzw. ausgeschmückt (Schwarz, 2017). Bei solch einer hohen Interaktion im Netz stellt sich daher die Frage, ob Fake News einen er- heblichen Einfluss auf die politische Meinungsbildung in Deutschland aufweisen und mithin auch Wahlergebnisse beeinträchtigen können (Marx & Fischer, 2017). Einige Politiker äußerten bereits große Bedenken und befürchten, durch unwahre Meldungen schlecht dazustehen und potenzielle Wähler zu verlieren. Es scheint so, als könnte der Wahlkampf im Internet gegenwärtig kaum noch kontrolliert werden (Zittel, 2017).

5. Erfolgsaspekte und Folgen

Um herauszufinden ob tatsächlich eine Beeinflussung der politischen Meinungsbil- dung besteht, muss zunächst untersucht werden, von welchen Aspekten der Erfolg von Fake News abhängig ist. Diese werden im Folgenden differenziert analysiert.

5.1 Medienvertrauen

Eine wichtige Rolle spielt das Medienvertrauen. Rezipienten müssen sich darauf ver- lassen können, dass die Medien ihnen die richtigen Informationen zukommen lassen. Das Vertrauen in die Medien geht allerdings immer mit einer gewissen Skepsis einher. Demzufolge entsteht aus dem Misstrauen gegenüber traditionellen Medien eine Auf- geschlossenheit der Mediennutzer hinsichtlich neuer Informationsquellen (Schneiders, 2017). In den letzten Jahren hat sich das Internet verstärkt als alternative Bezugsquelle herauskristallisiert, weshalb ein Großteil der Gesellschaft Desinformationen wahllos ausgesetzt ist. Nach einer Umfrage im Auftrag von Bitkom nutzen insgesamt 63 Pro- zent der Deutschen das Internet als Informationsquelle für aktuelle Geschehnisse. Bei den 14 bis 49-Jährigen sind es bereits über 70 Prozent, die sich online informieren (Weber, 2017). Wie erfolgreich Fake News sind, hängt folglich davon ab, ob sie die Skepsis gegenüber etablierten Medien bedienen (Schneiders, 2017). Doch wie groß ist das Vertrauen bzw. die Skepsis gegenüber den Medien hierzulande wirklich?

Eine Langzeitstudie des Instituts für Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universi- tät Mainz untersuchte genau diese Thematik. Befragt wurden 1.200 Deutsche ab 18 Jahren im November und Dezember 2017. Die Befunde zeigen, dass zwar nur 42 Pro- zent der Deutschen den Medien „eher“ oder „voll und ganz“ vertrauen, das Misstrauen im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr hingegen grundsätzlich von 22 auf 17 Prozent gesunken ist. 41 Prozent konnten sich auf keine eindeutige Richtung festlegen und stimmten mit „teils teils“ ab. Die Untersuchung gibt zudem darüber Aufschluss, dass das allgemeine Vertrauen in die Medien in den letzten Jahren wieder angestiegen ist (Vgl. Abb. 1). Der Studie zufolge vertrauen die Deutschen am Meisten in das öffent- lich-rechtliche Fernsehen (72 Prozent), dicht gefolgt von den Tageszeitungen (66 Pro- zent). Dagegen ist das Vertrauen in das Internet von 24 auf 10 Prozent erheblich ge- sunken (Vgl. Abb. 2a). Besonders misstrauisch ist die Bevölkerung gegenüber Nach- richten auf sozialen Netzwerken (Vgl. Abb. 2b). Die Forschung legt die Vermutung nahe, dass die Debatte um Fake News und Hasskommentare die Ursache für den Rück- gang des Vertrauens gegenüber dem Internet ist. Über 70 Prozent der Befragten sehen Fake News und Hasskommentare als eine „echte Gefahr für die Gesellschaft“ und eine große Mehrheit (69 Prozent) erwartet, dass der Staat Gesetze für die Bekämpfung die- ser Phänomene festlegt (Vgl. Abb. 3) (Schemer et al., 2018).

Diese Ergebnisse passen auch zu den Daten des Edelman Trust Barometers 2018: In 20 von 28 untersuchten Ländern überwiegt das Misstrauen gegenüber den Medien, was hauptsächlich dem Vertrauensverlust in die Internetplattformen zuschulden ist. Auch diese Analyse sieht den Grund in der Verbreitung von Fake News, welche eine Verunsicherung der Bevölkerung zur Folge hat. Dagegen verzeichnen klassische Me- dien auch hier wieder ein stärkeres Vertrauen. Dennoch kann die aufstrebende Ent- wicklung der Glaubwürdigkeit klassischer Medien nicht eindeutig positiv bewertet werden. Denn eine Konsequenz aus manipulierten Nachrichten und Falschinformatio- nen ist, dass sich die Allgemeinheit immer weniger über aktuelle Geschehnisse infor- miert. Die Befunde zeigen, dass global 50 Prozent und in Deutschland 67 Prozent der Befragten weniger als einmal pro Woche Nachrichten rezipieren. Hinzukommend löst diese Problematik nicht mehr nur Unsicherheit, sondern auch ein Gefühl von Bedro- hung aus. Weltweit geben sieben von zehn Personen an, dass sie vor Fake News Angst haben. Hierzulande sind es bereits 61 Prozent. Darüber hinaus äußerten mehr als die Hälfte der Befragten, sowohl global als auch in Deutschland, dass sie unwahre Nach- richten nicht von seriösen Beiträgen unterscheiden können (Edelmanergo, 2018).

5.2 Echokammern und Filterblasen

Fake News sind ebenfalls erfolgreich, wenn sie die Denkweise einer hohen Anzahl von Medienkonsumenten bestätigen. Dahinter verbirgt sich das Bestreben, die eigenen Grundhaltungen und Ansichten mit dem Verhalten in Einklang zu bringen, um innere Spannungen, sogenannte kognitive Dissonanzen, zu reduzieren. Dies erreichen Rezipienten, indem sie Informationen selektiv auswählen und dahingehend interpre- tieren, dass ihre eigenen Überzeugungen bestärkt werden (Schneiders, 2017). Dieses Verhalten bestätigt auch das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie. Nutzer selek- tieren und teilen meistens die Inhalte, die zu ihrem Weltbild passen, wobei die restli- chen gegenläufigen Informationen völlig ignoriert werden (Del Vicario et al., 2016). Daher werden unwahre Nachrichten insbesondere in Kreisen mit ähnlichen Einstel- lungen verbreitet (Müller & Denner, 2017). Folglich haben Menschen das Bedürfnis, sich sowohl in der realen als auch digitalen Welt, mit Gleichgesinnten zu umgeben. Infolgedessen befinden sich Nutzer im Internet in einheitlichen „Echokammern“ von Personen, die sich gegenseitig in ihren Überzeugungen bekräftigen. Die daraus resul- tierende dauerhafte Bestätigung der eigenen Meinung kann dann zu einer einseitigen und mithin verzerrten Ansicht der Realität führen (Zweig, Deussen & Krafft, 2017).

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Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Das Phänomen der Fake News. Eine Manipulation der politischen Meinungsbildung?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Veranstaltung
Kommunikation und Medienmanagement
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
27
Katalognummer
V504407
ISBN (eBook)
9783346049551
ISBN (Buch)
9783346049568
Sprache
Deutsch
Schlagworte
phänomen, fake, news, eine, manipulation, meinungsbildung
Arbeit zitieren
Jessica Loos (Autor), 2018, Das Phänomen der Fake News. Eine Manipulation der politischen Meinungsbildung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504407

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