Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries

René Descartes' "Regeln zur Ausrichtung der Erkenntniskraft" und sein Verständnis von Intuition

Title: René Descartes' "Regeln zur Ausrichtung der Erkenntniskraft" und sein Verständnis von Intuition

Term Paper , 2019 , 14 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Michael Schubert (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit René Descartes' "Regeln zur Ausrichtung der Erkenntniskraft" und seinem Verständnis von Intuition. Zunächst wird erklärt, was allgemein unter Intuition zu verstehen ist und wodurch sie charakterisiert wird. Es folgt ein Überblick über den Wandel des Intuitionsverständnisses in den traditionellen Erkenntnislehren. Danach befasst sich die Arbeit mit Descartes' Erkenntnisziel und -methode sowie seinem Verständnis von Intuition.

René Descartes gilt als Begründer des von der Vernunft des Menschen überzeugten modernen Rationalismus. Sein vernichtendes Urteil über das herrschende Bildungsideal und seine heftige Kritik über das Wissen seiner Zeit führten ihn zum "Prinzip des methodischen Zweifels". Descartes forderte ein Universalverfahren für jede Art der Erkenntnis und die Beschreibung von festen Regeln zur Lenkung des Geistes. Er formulierte seinen bekannten Grundastz "cogito, ergo sum" - "Ich denke, also bin ich" nach radikalen Zweifeln an der eigenen Erkenntnisfähigkeit als unfehlbares Fundament.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: Fragestellung und Vorgehensweise

II. Was versteht man unter Intuition und welche Kriterien liegen ihr zugrunde?

III. Wie hat sich das Verständnis von Intuition in den Erkenntnislehren gewandelt?

IV. Hauptteil: Descartes Erkenntnismethode

IV.I Sein Erkenntnisziel: Neubegründung jeder Erkenntnis

IV.II Sein Ausgangspunkt: Der methodische Zweifel

IV.III Die Hauptregeln seiner Erkenntnismethode

V. Welche Rolle nehmen Intuitionen in Descartes Erkenntnislehre ein?

VI. Fazit: Descartes im Rückblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die erkenntnistheoretische Bedeutung der Intuition bei René Descartes und analysiert, wie Descartes durch ein methodisch fundiertes Verfahren versucht, ein zweifelsfreies Fundament für die Wissenschaften zu etablieren. Dabei steht die Frage im Zentrum, welchen Stellenwert die intuitive Erkenntnis gegenüber der deduktiven Schlussfolgerung in seinem rationalistischen System einnimmt.

  • Wesen und Merkmale der Intuition in der Philosophie
  • Historischer Wandel des Intuitionsverständnisses
  • Descartes' Methode des radikalen methodischen Zweifels
  • Die vier Grundregeln der kartesischen Erkenntnismethode
  • Das Zusammenspiel von Intuition und Deduktion bei Descartes

Auszug aus dem Buch

IV.III Die Hauptregeln seiner Erkenntnismethode

Sein Hauptwerk der Discours de la méthode beinhaltet seine Auseinandersetzung mit dem Skeptizismus und dem Aristotelismus. Ausgehend von einem allgemeinen Zweifel an überlieferten Wahrheiten, ist es sein Ziel, „unwiderlegbare wahre Sätze zu finden“. Er kritisiert am Bildungsideal seiner Zeit, dass es keine systematische Methode für den Wissenserwerb liefert. Er begründet deshalb die Notwendigkeit eines Neuanfang: „Die historisch überlieferte, widersprüchliche Gestalt der Wissenschaften, soll durch eine neue systematische Methode ersetzt werden“.

Seine gesamte Methode ist geprägt von seiner Praxis als Mathematiker. Die vier Grundregeln sind eine Anwendung, der in der Mathematik üblichen Verfahren und Arbeitsmethoden. Mit seiner Erkenntnismethode lassen sich zwar Probleme wissenschaftlich lösen, aber sie erfordert Zeit zur Analyse der elementaren Fragen. Bis sich daraus ein Weltbild ergibt, das auch handlungsleitende Funktionen haben kann, empfiehlt Descartes „eine provisorische Moral“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Fragestellung und Vorgehensweise: Diese Einleitung führt in die Themenstellung ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Untersuchung zu Descartes Intuitions- und Evidenzlehre.

II. Was versteht man unter Intuition und welche Kriterien liegen ihr zugrunde?: Das Kapitel definiert den Intuitionsbegriff philosophisch und arbeitet drei wesentliche Kriterien heraus, die intuitive Erkenntnis von anderen Erkenntnisformen abgrenzen.

III. Wie hat sich das Verständnis von Intuition in den Erkenntnislehren gewandelt?: Hier wird die historische Entwicklung des Intuitionsbegriffs nachgezeichnet, wobei der Fokus auf dem Kontrast zwischen traditioneller Philosophie und analytischer Wissenschaftstheorie liegt.

IV. Hauptteil: Descartes Erkenntnismethode: Dieser Hauptteil widmet sich den Kernaspekten der kartesischen Philosophie, insbesondere dem Erkenntnisziel, dem radikalen Zweifel und den methodischen Grundregeln.

IV.I Sein Erkenntnisziel: Neubegründung jeder Erkenntnis: Der Fokus liegt auf Descartes' Bestreben, das Wissen seiner Zeit zu hinterfragen und ein sicheres, auf Vernunft begründetes Fundament für die Erkenntnis zu schaffen.

IV.II Sein Ausgangspunkt: Der methodische Zweifel: Dieses Kapitel erläutert Descartes' Vorgehen als Skeptiker und wie er durch das Gedankenexperiment des radikalen Zweifels zur Erkenntnis des „Cogito, ergo sum“ gelangt.

IV.III Die Hauptregeln seiner Erkenntnismethode: Der Abschnitt analysiert die vier methodischen Grundregeln, die Descartes aus seiner mathematischen Praxis ableitet, um evidente Wahrheiten zu gewinnen.

V. Welche Rolle nehmen Intuitionen in Descartes Erkenntnislehre ein?: Das Kapitel beleuchtet, wie die Intuition im System von Descartes als unmittelbares Erfassen der Wahrheit fungiert und in enger Verbindung mit der Deduktion steht.

VI. Fazit: Descartes im Rückblick: Die abschließende Betrachtung würdigt das Erbe Descartes, insbesondere die Bedeutung des Rationalismus und seine fortdauernde Relevanz für das moderne Denken.

Schlüsselwörter

René Descartes, Intuition, Erkenntnistheorie, Rationalismus, methodischer Zweifel, Cogito ergo sum, Evidenz, Deduktion, Wissenserwerb, Philosophiegeschichte, Discours de la méthode, Klarheit, Deutlichkeit, Vernunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Erkenntnislehre von René Descartes auseinander, wobei der Schwerpunkt auf seiner Auffassung von Intuition und Evidenz liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der Intuitionsbegriff, die methodische Skepsis, die Grundlegung einer rationalistischen Erkenntnismethode und die Abgrenzung zur deduktiven Logik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rolle der Intuition als notwendige Voraussetzung für ein sicheres wissenschaftliches Fundament im Denken von Descartes zu explizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die sich auf Primärquellen von Descartes sowie auf relevante Sekundärliteratur zur Erkenntnistheorie stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Descartes' Bestreben zur Neubegründung der Erkenntnis, seine Zweifel-Methode in drei Stufen und die vier spezifischen Grundregeln seiner Erkenntnismethode.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Descartes, Intuition, Rationalismus, methodischer Zweifel und Evidenz geprägt.

Wie unterscheidet sich Descartes Intuition von der alltäglichen Bedeutung?

Für Descartes ist Intuition keine vage Eingebung, sondern ein höchst präziser, geistiger Akt des reflektierten, „aufmerksamen Geistes“, der unmittelbare Gewissheit über Sachverhalte ermöglicht.

Welchen Stellenwert hat der Zweifel bei Descartes?

Der Zweifel ist bei Descartes kein Selbstzweck, sondern ein methodisches Instrument, um alles als falsch zu verwerfen, was nicht absolut gewiss ist, und so zum unerschütterlichen Fundament der Wahrheit zu gelangen.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
René Descartes' "Regeln zur Ausrichtung der Erkenntniskraft" und sein Verständnis von Intuition
College
Martin Luther University  (Seminar für Philosophie)
Course
Seminar Descartes Regulae
Grade
1,8
Author
Michael Schubert (Author)
Publication Year
2019
Pages
14
Catalog Number
V504448
ISBN (eBook)
9783346046253
ISBN (Book)
9783346046260
Language
German
Tags
Philosophie Descartes Intuition
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Schubert (Author), 2019, René Descartes' "Regeln zur Ausrichtung der Erkenntniskraft" und sein Verständnis von Intuition, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504448
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint