Der Einfluss der Kultur auf das Bindungsverhalten von Kindern. Prüfung der Bindungstheorie von John Bowlby


Bachelorarbeit, 2019

58 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1) Das Aufwachsen von Kindern in verschiedenen Regionen
1.1) Babies in der Mongolei, in Tokyo, in Namibia und den USA
1.2) Erkenntnisleitendes Interesse
1.3) Forschungsleitende Frage
1.4) Bemerkungen zum Forschungsstand
1.5) Methodisches Vorgehen

2) Erklärung der Aktualität und der Problemstellung

3) Begriffliche Definitionen als gemeinsame Grundlage
3.1) Thematische Einordnung der Bachelorarbeit zur Ethnopsychoanalyse
3.2) Die Anlage-Umwelt-Debatte
3.3) Diskurs zum Kulturbegriff

4) Einführung in die Bindungsforschung
4.1) Wurzeln der Bindungstheorie
4.2) Bindungstheorie nach John Bowlby
4.3) Die Unterscheidung der Bindungsqualität
4.4) Mary Ainsworth und ihre Weiterentwicklungen der „Bindungstheorie“

5) Kultureller Vergleich zwischen dem Westen und dem Nichtwesten
5.1) Familiäre Organisation
5.2) Kommunikation und Sprache
5.3) Erziehungsstile und das Ideal des Kindes
5.4) Kulturelle Beispiele in Indien, Peru, Samoa und Amerika

6) Die ethnozentrischen Bias in der Forschung
6.1) Eurozentrismus in der Bindungsforschung
6.2) Kritische Betrachtung des Experiments die „Fremde Situation“
6.3) Über die universelle Gültigkeit der Bindungstheorie
6.3.1) Mütterliche Reaktionen auf die Bedürfnisse ihrer Kindes
6.3.2) Die Ausbildung von Bindung als Grundbedürfnis
6.3.4) Kritische Betrachtung der Annahmen der Bindungstheorie

7) Der Einfluss von Kultur auf das Bindungsverhalten
7.1) Bedeutung des kulturellen Umgangs mit Kindern für die Bindungstheorie
7.2) Beschreibung des weiteren Forschungsbedarfs
7.3) Ausblick: Vielfalt als pädagogische Herausforderung

8) Literaturverzeichnis
8.1) Sammelwerke und Monographien
8.2) Zeitschriftenartikel
8.3) Internetquellen
8.4) Filme und Videos

Genderhinweis

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in der vorliegenden Bachelorarbeit das generische Maskulinum bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.

1) Das Aufwachsen von Kindern in verschiedenen Regionen

Der berühmte deutsche Philosoph Immanuel Kant würde sagen, Kinder kommen zunächst als „Tabula Rasa“ – als unbeschriebene, weiße Blätter auf die Welt. Erst im Laufe der Jahre werden genetische Veranlagungen durch Umwelteinflüsse ergänzt, wodurch sich Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften und Meinungen ausbilden (Lumsden 1983). Betrachtet man die Unterschiede von Kindern aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, stellt sich die Frage, inwiefern kindliche Entwicklung kulturell beeinflusst wird.

1.1) Babies in der Mongolei, in Tokyo, in Namibia und den USA

Der Franzose Thomas Balmés widmete sich der Verfilmung des Säuglingsalters in verschiedenen Teilen der Erde. Daraufhin veröffentlichte er 2010 seinen Dokumentarfilm „Babies“, welcher vier Kinder im Alter von null bis eins zeigt. Die Ausschnitte stammen aus den USA, aus Afrika, aus Japan und aus der Mongolei – zwei der gezeigten Kinder wachsen in der Großstadt auf, die anderen beiden fernab der Zivilisation. Im Laufe des Films fällt die sehr unterschiedliche Kindesbetreuung auf. Während das japanische und amerikanische Kind größtenteils in der Erwachsenenwelt oder in der Kita aufwachsen, befindet sich das mongolische Kind gänzlich alleine, mitten in der Steppe. Der afrikanische Säugling dagegen wird nie alleine gelassen. Selbst wenn die Mutter des afrikanischen Jungen die Wäsche macht oder Wasser holen geht, wird der Kleine von seinen Geschwistern oder von anderen Dorfbewohnern betreut. Es wirkt so, als wäre nicht nur die Mutter für die Betreuung zuständig, sondern ebenso Geschwister und andere Mütter kümmern sich um die jungen Dorfbewohner. Das amerikanische und japanische Kind scheinen eine sehr durchdachte Erziehung zu genießen, da schon früh bildende Kurse besucht werden und ergänzend wird auch zuhause spielerisch gelernt. Die Eltern aus der Mongolei leben sehr ländlich und bewirtschaften einen Hof, weshalb sie dem Kind nur wenig Zeit zukommen lassen und es die meiste Zeit alleine verbringt. Trotzdem vermittelt das Kind einen zufriedenen Eindruck und beschäftigt sich eigenständig, meist mit Tieren. Mit diesen Beispielen möchte Balmés die Vielfalt der Kulturen und der Orte, in welche Kinder hineingeboren werden, betonen (Balmés 2010).

1.2) Erkenntnisleitendes Interesse

Inwiefern sich die markanten Unterschiede der Kindheit auf die spätere Entwicklung auswirken zeigt sich in der großen Vielfalt der Menschheit. Dies kommt besonders in der Moderne zur Geltung, wenn Menschen aus allen Teilen der Erde zusammentreffen, durch Prozesse der Mobilität, der Globalisierung, der Flexibilität oder durch Fluchtbewegungen (Hörter 2011: 11- 15). Diese Bachelorarbeit macht es sich zur Aufgabe einen Aspekt menschlicher Entwicklung weltweit näher zu betrachten – die Ausbildung von Bindung.

1.3) Forschungsleitende Frage

Die Beschreibung und Etablierung der Bindungstheorie stammt von dem englischen John Bowlby (Reinhold 1999: 185) und wurde von der in Amerika geborenen und in Kanada aufgewachsenen Mary Ainsworth ergänzt (Keller 2011: 102). Aufgrund der westlichen Herkunft der Forscher stellt sich die Frage, ob die Annahmen der Theorie weltweit haltbar sind, da, wie beispielhaft bereits beschrieben, Kindheiten universell sehr vielfältig verlaufen können. Aus diesem Erkenntnisinteresse ergibt sich folgende Forschungsfrage:

„Inwiefern beeinflusst Kultur den Umgang mit Kindern und was bedeutet dies für die Bindungstheorie nach John Bowlby?“

1.4) Bemerkungen zum Forschungsstand

Die Ausbildung von Bindung besteht als universell zu lösende Entwicklungsaufgabe des ersten Lebensjahres (Otto 2013: 120). Mit dieser These generalisierte Bowlby das Bedürfnis nach Bindung und damit seine Bindungstheorie zu einer weltweiten Gültigkeit. Seine Beweise stammten von westlichen Erhebungen und von der Beobachtung von Primaten (LeVine 2014: 51- 53). Er schlussfolgerte, dass Kinder überall Bindungsbeziehungen ausbilden, lediglich die Bindungsqualität „desorganisiert“1 findet sich sehr selten. Trotz der fehlenden Beweise aus unterschiedlichen Kulturen (LeVine 2014: 53), erlangte die Bindungstheorie großes Ansehen. Das dazu entwickelte Experiment „die fremde Situation“2, wurde sogar zur Diagnostizierung für die Psychopathologie von Kindern herangezogen. Transkulturelle Forschungen der Kulturpsychologie eröffneten die Frage, ob die Annahmen der Bindungstheorie über Sensitivität, Normativität und Kompetenz wirklich auf alle kulturellen Kontexte zutreffen (Otto 2013: 124, 125). Das Ehepaar Grossmann, ein deutsches Psychologenpaar, warnte im Jahr 1985 vor dem Bowlby-Ainsworth-Modell. Mithilfe von empirischen Beweisen betonten sie die Kulturspezifität der Erziehungsstile und der Kindesentwicklung (LeVine 2014: 56, 57). Bereits im deutschen Sprachraum konnten sie Abweichungen zur Bindungstheorie feststellen. Deshalb fragten sie sich, wie stark wohl indische oder chinesische Ergebnisse abweichen würden. Grossmanns erklärten die fehlende weltweite Überprüfung der Bindungstheorie, mit dem Fokus auf die Verbesserung der Theorie und mit einer bereits passierten Erhebung Ainsworths in Uganda3. Das heißt, Entwicklungsforscher verwendeten die Bindungstheorie, um mit ihr zu arbeiten, nicht um diese weiterzuentwickeln (LeVine 2014: 57). Die fehlende transkulturelle Überprüfung wird von Forscherinnen, welche Kindesbetreuung im nichtwestlichen Raum betrachten, wie Alma Gottlieb, Hiltrud Otto oder Heidi Keller, kritisiert (LeVine 2014: 63). Dies berichtete LeVine, ein US- amerikanischer Psychologe, im Jahr 2014. Im gleichen Jahr veröffentlichte eine der genannten Forscherinnen, Alma Gottlieb, einen Artikel der sich damit beschäftigte, ob die Bindungstheorie auf die Seite gerückt werden sollte. Laut Gottlieb sind die spezifischen Annahmen der Bindungsforschung nur für ein soziales System, lediglich für die Mittelschicht in Europa und für den euroamerikanschen4 Raum, gültig (Gottlieb 2014: 211). Diese Aussage stützt sie auf Forschungen bei den Bengs in Westafrika (Gottlieb 2014: 205). Nicola K. Dawson schrieb 2018 einen Artikel für das „Journal of Psychiatry“ über die Gültigkeit von Ainsworths Annahmen. Sie äußerte die Meinung, dass Ainsworths „Prinzip der Feinfühligkeit“5 beim Übertragen auf verschiedene Kulturen scheitert (Dawson 2018: 1- 7).

1.5) Methodisches Vorgehen

Die zugrundeliegende Forschungsfrage der Bachelorarbeit wird mithilfe einer theoretischen Erarbeitung, das heißt mit eingehender Literaturrecherche bearbeitet. Die Arbeit wurde in folgende Unterkapitel strukturiert; in die Einleitung, in die Relevanzerklärung, in die begriffliche Klärung, in die Einführung zur Bindungstheorie, in den kulturellen Vergleich zwischen dem Westen und dem Nichtwesten und in die ethnozentrischen Bias in der der Forschung. Am Ende folgt ein Resümee mit Klärung der Forschungsfrage, Darlegung des weiteren Forschungsbedarfs und einem Ausblick zu Vielfalt im pädagogischen Alltag. Zudem werden viele Alltagssituationen, welche die Theorie veranschaulichen sollen, beschrieben. Diese beziehen sich hauptsächlich auf Stämme in Afrika, sowie auf deutsche und euroamerikanische Kinder. Diese werden stellvertretend für zwei unterschiedliche kulturelle Kontexte genannt: für die städtisch, westliche Familie und für die traditionelle Bauernfamilie (Keller 2016). Diese Prototypen stammen von Heidi Keller, eine deutsche Entwicklungspsychologin der Universität Osnabrück. Keller und ihr Forschungsteam beschäftigen sich seit Jahren mit den Themen Entwicklung und Kultur (Keller 2011). Ihre Beschreibungen waren besonders hilfreich bei der Klärung des Einflusses von Kultur auf den Umgang mit Kindern. Gewonnene Resultate halfen dabei, Aussagen über die Gültigkeit von Annahmen der Bindungstheorie zu treffen. Die Aussagen wurden mit mithilfe von zusätzlicher Literatur anderer eingehender Forscher überprüft. Zudem kann festgehalten werden, dass zwei Parteien bestehen. Auf der einen Seite bestehen die Verfechter und auf der anderen Seite die Kritiker der Bindungsforschung (LeVine 2014: 58).

2) Erklärung der Aktualität und der Problemstellung

Zahlreiche Flüchtlingsströme im Jahr 2015 kündigten weitreichende Transformationen an. Der deutsche Sprachraum wollte lange Zeit nicht als Einwanderungsgebiet gelten, trotzdem nahm der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund laufend zu (Vogel 2016: 106). Interkulturelles Zusammenleben und Vielfalt, besonders in Großstädten, wurden normal (Hörter 2011: 11, 15). Die Gründe für eine Entscheidung zur Abwanderung sind zahlreich. Dazu gehören Kriege, Naturkatastrophen, politische oder wirtschaftliche Umstände. Aufgrund dieser unterschiedlichen Hintergründe ist ein Migrant nicht gleich ein Migrant, das heißt die Erfahrung der Migration ist, wie die unterschiedlichen Auslöser, mannigfaltig (Tumani 2016: 33- 36).

Es ist ein großes Thema der wissenschaftlichen Literatur über Migration, wie der Prozess der Migration die psychische Gesundheit beeinflusst. Trotz empirischer Bemühungen konnte diese Frage noch nicht hinreichend beantwortet werden. Bisher konnte man lediglich feststellen, dass das Migrationsalter und die Bindungstraumatisierungen, beispielsweise durch Trennung im Kindesalter, Einfluss auf die psychische Gesundheit haben. Eine Studie von Glaesner zeigte, dass Migranten im Vergleich zu Einheimischen keine Unterschiede, hinsichtlich der Ausbildung von Depression, von posttraumatischen Belastungsstörungen oder von Angststörungen zeigen. Trotzdem werden Menschen mit Migrationshintergrund, welche sich in Therapie befinden, häufig als schwierige Patienten beschrieben, da viele Symptome auf „kulturbedingte“ Störungen zurückgeführt werden (Tumani 2016: 37). An dieser Stelle lässt sich die Bedeutsamkeit einer kultursensiblen Haltung der Psychologen bereits erkennen, da zwischen dem Herkunftsland und der neuen Heimat markante Unterschiede bestehen können. Zudem können bewährte Normen ihres Settings bei Geflüchteten auf ihre Grenzen stoßen, da sich die Probleme von Migranten meist nicht auf deren innere Welt beschränken lassen. Zusätzlich bestehen Herausforderungen, wie das Deutschlernen oder das Gestalten der Arbeits- beziehungsweise der Schulperspektive. Darüber hinaus kommt eine Verschiebung des beratenden Settings hinzu, da häufig ein Dolmetscher als dritte Instanz hinzugezogen werden muss, was die direkte Kommunikation und den Augenkontakt zu den Betroffenen einschränkt. Zuerst können die Therapeuten lediglich die Mimik der Klienten beobachten, die zugehörigen Informationen werden erst danach durch den Dolmetscher übermittelt (Vogel 2016: 107- 114).

Diese Gegebenheiten von Migrationsbewegungen und von der Verweltlichung führen zur Notwendigkeit der Reflexion (Hörter 2011: 11- 15). Kulturelle Eigenheiten müssen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und aufgedeckt werden, da allgemeingültige Normen seltener werden. Das Überdenken von verinnerlichten Handlungen und Annahmen bezieht sich auf alltägliche Dinge, aber ebenso auf viele Berufswelten. Insbesondere pädagogisches und psychosoziales Arbeiten wird beeinflusst. Zum Beispiel werden die Institutionen Kindergarten, Kita und Schule mit unterschiedlichen Formen von Erziehung konfrontiert. Gerade wenn die eigene Berufsausbildung eine Weile zurückliegt, findet wenig Vorbereitung auf diese neue Situation statt (Borke, Döge, Kärtner 2011: 5). Zudem nehmen immer mehr und unterschiedliche Familien die Möglichkeit der außerfamiliären Betreuung in Anspruch, weshalb es von besonderer Bedeutung ist, dass sich frühpädagogische Kräfte für neue Sichtweisen öffnen und damit Flexibilität schaffen (Borke, Döge, Kärter 2011: 21). Aber nicht lediglich Lehrer und Kindergärtner sind „betroffen“, sondern ebenso andere Berufsgruppen, wie Ärzte, Anwälte oder Psychologen (Keller 2011: 4).

Passend zu den steigenden Einwanderungszahlen häufen sich ebenso die politisch korrekten Bezeichnungen für diesen Zustand der „Verweltlichung“, wie Multikulturalität, Transkulturalität, Interkulturalität, Transdifferenz oder Hybridität. Diese Begriffe bilden lediglich eine Auswahl der tatsächlich existierenden Bezeichnungen. Ebenso zahlreich gibt es Begriffe für die „richtige“ Eingliederung oder für die Beziehung zwischen verschiedenen Kulturen. Noch vor einigen Jahren sprach man über Integration, danach über Diversität und mittlerweile lautet die am meisten verwendete Bezeichnung Inklusion. Der Ansatz der Inklusion thematisiert Vielfalt nicht gesondert, sondern erkennt sie als selbstverständlich an. Aufgrund dieser zahlreichen Bezeichnungen äußert Keller die Frage, ob dies eine Hilflosigkeit, bezüglich einer angemessenen Haltung gegenüber von Verschiedenheit ausdrückt. Außerdem wurde die Überlegung angestellt, wie groß wohl die Kluft zwischen der Realität und der angestrebten politischen Korrektheit tatsächlich ist (Keller 2011: 4).

Folgendes alltägliches Beispiel soll erklären, weshalb Kultursensibilität bedeutsam ist. Auch hinsichtlich des Umgangs mit Kranken bestehen kulturelle Unterschiede. Erkrankte im Osten sollen mit großer Anteilnahme behandelt werden, das heißt regelmäßige Besuche und das Mitbringen von Nahrungsmitteln sind wichtig und gelten als respektvoll. Im Westen hingegen möchte man im kranken Zustand seine „Ruhe haben“. Diese Differenzen werden besonders auffällig, wenn sich in der Migrationsgesellschaft Krankenhauszimmer geteilt werden. Kultursensibilität und gegenseitige Aufklärung können helfen mögliche Konflikte vorzubeugen. In diesem Fall könnten Besucherräume eingerichtet werden (Tumani 2016: 39, 40).

Wie diese Beschreibung der zugrundeliegenden Problemlagen vermuten lässt, möchte dieser Text für Vielfalt und Unterschiedlichkeit sensibilisieren. Es besteht Ziel den Blickwinkel zu weiten. Es soll nicht nur auf andere Kulturen hingeführt werden, sondern zudem die eigene kulturelle Prägung besser erkannt, überdacht und verstanden werden.

3) Begriffliche Definitionen als gemeinsame Grundlage

Je nach Betrachtungskontext werden andere Definitionen und Meinungen als normal vorausgesetzt. Um einen inhaltlichen Nenner zu schaffen, sollen folgend die Basisbegriffe dieser Bachelorarbeit definiert werden. Außerdem soll die thematische Einordnung in die Tiefenpsychologie, auch bekannt unter Psychoanalyse, erklärt werden (Hörter 2011: 70).

3.1) Thematische Einordnung der Bachelorarbeit zur Ethnopsychoanalyse

Diese Arbeit wird im Rahmen eines Bachelorseminars über psychoanalytische Pädagogik und psychosoziale Arbeit verfasst. Beide Themenbereiche lassen sich auf die Psychoanalyse, welche von dem Österreicher Sigmund Freud gegründet wurde, zurückführen. Freud strebte einen eigenen Wissenschaftsstatus der Psychoanalyse an und wollte, dass psychoanalytische Erkenntnisse über Psychopathologien den gleichen Status erreichten wie Berichte der physischen Medizin (Holmes 2006: 170). Innerhalb der Psychoanalyse entwickelten sich über die Jahre unterschiedliche Schulen, mitunter die Ethnopsychoanalyse. Durch die begrenzte Länge dieser Arbeit kann nicht genauer auf den geschichtlichen Hintergrund der Psychoanalyse eingegangen werden, trotzdem soll angegeben werden, dass die Heterogenität der einzelnen Denkrichtungen bekannt ist (Hörter 2011: 70). Der Wissenschaftler Bowlby, welcher an späterer Stelle dieser Bachelorarbeit als Gründer der „Bindungstheorie“ vorgestellt wird, wollte ebenso wie Freud die Psychoanalyse wissenschaftlicher machen. Bowlbys Theorie bildet eine Brücke zwischen der Ethologie, der vergleichenden Verhaltensforschung (Reinhold 1999: 185), und der Psychoanalyse, da nicht die Analyse der Vergangenheit fokussiert wird, sondern beobachtbare Interaktionen. Dieser eigene Fokus ergibt eigene Methoden, Formulierungen und Klassifizierungen für die Bindungsforschung (Holmes 2006: 127, 170).

Der Inhalt dieser Bachelorarbeit kann der Ethnopsychoanalyse zugeordnet werden, obwohl sich einzelne Unterkapitel ebenso anderen, verwandten Strömungen zuteilen ließen. Jedoch das Hauptanliegen dieser Arbeit - die kritische Auseinandersetzung mit der Universalität von Bindung - fügt sich in den Bereich der Ethnopsychoanalyse ein. Ethnopsychoanalyse setzt sich aus der Ethnologie und der Psychoanalyse zusammen. Die Ethnologie gilt als Wissenschaft des kulturell Fremden und ist am Ende des 18. Jahrhunderts entstanden (Hörter 2011: 16, 17) (Erny, Rothe 1996: 93). Auch heute noch beziehen sich ethnologische Forschungen auf Lebensformen, Bräuche und Sitten außerhalb von Europa. Die spezielle Bezeichnung für die zu erforschenden Subjekte hat sich über die Jahre hinweg gewandelt. Noch vor der Etablierung einer eigenen Disziplin im 15. Jahrhundert, sprach man von den Wilden, später verwendete man die Bezeichnung Primitive und darauf folgte eine Unterscheidung zwischen Natur- und Kulturvölkern. Heutzutage findet man Beschreibungen von der traditionellen versus modernen Gesellschaft (Kohl 2012: 13- 24). Auch diese Arbeit sieht einen Vergleich der westlichen und nicht westlichen Standards vor.

Wie bereits erwähnt, bildet die Ethnopsychoanalyse eine Kombination aus Psychoanalyse und Ethnologie. Als Gründungswerk zählt das Buch „Totem und Tabu“ von Sigmund Freud aus dem Jahr 1913, in welchem er die universelle Gültigkeit des Ödipuskomplexes argumentiert. Daran anschließend wurde die Ethnopsychoanalyse in den 60er Jahren als eigenes Feld anerkannt, gestützt von den Arbeiten eines schweizer Forschungsteams. Mit den Forschungen der Schweizer Paul Parin, Fritz Morgenthaler und Goldy Parin-Matthèy bei den Stämmen der Dogon und Agni in Westafrika, gelang der Beweis, dass die Psychoanalyse auch dem Verständnis anderer Ethnien dient (Reichmayr 1995: 9, 10). Als weiteres Ergebnis ihrer Untersuchungen hält Parin fest, dass Normalität an Kultur gebunden ist, das heißt es gibt keine Normalität, wenn man probiert diese kulturunspezifisch zu formulieren (Hörter 2011: 17). Heutzutage interessiert sich die Ethnopsychoanalyse hauptsächlich für bewusste und unbewusste Aspekte von Individuen im kulturellen Vergleich (Hörter 2011: 90- 92). Das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit steht in alter Tradition der Ethnopsychoanalyse, da es nicht um das Unbewusste der Individuen geht, sondern um die universelle Anwendbarkeit der Bindungstheorie nach John Bowlby (Hörter 2011: 93).

3.2) Die Anlage-Umwelt-Debatte

Die bekannte Anlage-Umwelt-Debatte „nature“ versus „nurture“, wägt die Ursache von menschlichen Handlungen ab, das heißt biologisch festgesetzte Entwicklungsschritte werden Umwelteinflüssen gegenübergestellt. Auch Ergebnisse von Kulturvergleichen bergen das Problem der Ursachenzuordnung. In Tradition von „Nature“, das heißt der Umweltabhängigkeit, forschen die Wissenschaften Anthropologie oder Ethnologie. Hingegen Argumente zur genetischen Veranlagung werden beispielsweise von Freuds frühen psychoanalytischen Schriften getragen. Als Beispiel kann Freuds universeller Anspruch an den Ödipuskomplex erwähnt werden, welcher später überholt wurde (Trommsdorff 2003: 146, 147).

Heute ist der Forschungsstand der Ethologen, dass menschliche Entwicklung eine Kombination aus kultureller Vermittlung und genetischer Veranlagung ist. Das bedeutet: menschliche Entwicklung wird zum einen durch Reifungsprozesse, wie die Kindheit, das Alter oder die Pubertät beeinflusst und zum anderen durch Kultur (Trommsdorff 2003: 147). Deterministische Erklärungen, wie sie beispielsweise Erklärungen durch rein genetische Einflüsse hervorbringen, können bei der bestehenden Vielfalt nicht ausreichen. Es stellt sich die Frage, welche Entwicklungsschritte universell haltbar sind und welche kulturspezifisch beeinflusst werden. Beispielsweise geht man davon aus, dass Wahrnehmung weltweit ähnlich ausgebildet wird, während soziales Verhalten global große Schwankungen zeigt (Trommsdorff 150- 157). Die beiden Amerikaner Richerson (Biologe) und Boyd (Anthropologe) betiteln die zwei Quellen menschlicher Entwicklung seit den 80er Jahren – genetisch und kulturell – als „Dual Inhentance Theory“, das heißt individuelle Eigenheiten entstehen, aufgrund der Koexistenz von kultureller und genetischer Evolution (Trommsdorff 2003: 149).

In der Sozialwissenschaft wurde die Herausbildung der eigenen Persönlichkeit, in Wechselwirkung mit den biophysischen Anlagen und der jeweiligen Lebenswelt, als „Sozialisation“ bezeichnet. Die Betitelung „Sozialisation“ geht auf den Franzosen Emile Durkheim im 20. Jahrhundert zurück. Die fortlaufende Entwicklung und Konstituierung der eigenen Persönlichkeit werden betont. Die jeweilige Lebenswelt umschließt die gesellschaftlichen Faktoren und die dinglich vermittelte Umwelt, welche durch Interaktion und die Auseinandersetzung mit Dingen vermittelt wird. Damit sind Vorstellungen der rein gesellschaftlichen Prägung oder naturgesetzlich bestimmten Reifung überwunden (Reinhold 1999: 481- 483).

3.3) Diskurs zum Kulturbegriff

Der Kulturbegriff wird sehr vielseitig in Anspruch genommen, weshalb es sich schwierig gestaltet eine einheitliche Definition von Kultur zu formulieren. Trotzdem benötigt es für das Schreiben und empirische Arbeiten über Kultur eine zugrundeliegende Definition, obwohl manche Wissenschaftler der Meinung sind, man benötige keine Begriffsklärung (Straub, Thomas 2003: 34). Bei der Beschreibung von „Kultur“ ist jedoch besondere Vorsicht geboten, da man den bedeutsamen Einfluss von Kultur in Worte fassen möchte, welche sich aber auf einem schmalen Grad – am Abgrund zur Marginalisierung – bewegen (Hörter 2011: 11, 17, 41).

Kulturfähigkeit, das heißt das Erschaffen und Erlernen von Kultur, galt lange als das Alleinstellungsmerkmal des Menschen. Man war der Meinung, dass nur Menschen die Fähigkeit besäßen geistige und künstlerische Güter zu erschaffen, welche uns beruhigen, ästhetisch ansprechen oder politisch aktivieren. Heutzutage lässt sich jedoch nicht mehr abstreiten, dass auch unsere nächsten Verwandten, das heißt Schimpansen, Gorillas und Bonobos, über Kultur verfügen. Jedoch handelt es sich um andere Formen von Kultur, da sich Affenabstammungen weniger mit Bildern und Musik beschäftigen, als mit Alltagskultur, beispielsweise mit Wissen zu Traditionen oder zur Nahrungsmittelversorgung (Keller 2011: 5).

Innerhalb der Psychoanalyse beschäftigte sich bereits Sigmund Freud mit Kultur. Freud erklärt Kontrolle über die eigenen Triebe als den Auslöser von Kultur, welche durch Erziehung und gesellschaftliche Sozialisation erlernt wurde. Neben familiärer Erziehung tragen auch Institutionen wie die Kirche, das Militär, die Arbeitsstelle oder das Rechtsprinzip und damit die Frustrationstoleranz, die Verdrängung und die Phantasie zur Bildung von Kultur bei. Darin wird ein dauerhafter Konflikt zwischen körperlichem Verlangen und dem Verzicht des Menschen und damit die Abneigung gegenüber Kultur begründet (Hörter 2011: 16, 70- 73).

Grundsätzlich bildet „Kultur“ den Gegenbegriff zu Natur und meint: „(…) die Gestaltung der Welt durch menschliche Auseinandersetzung mit der Umwelt (…) (Reinhold 1999: 318). Jegliche Mittel zur Daseinsbewältigung, das heißt Normen, Sprache, technische Hilfsmittel, Kunstwerke oder menschliche Organisationsformen zählt man zu Kultur (Reinhold 1999: 318).

Heidi Keller definiert „Kultur“ als: „(…) die Anpassungsstrategie der Menschen an ihre Umwelt, an die Herausforderungen, an die Einschränkungen und an die Möglichkeiten (…)“ (Keller 2011: 14). Etwas ausführlicher beschreiben die Pädagogen Borke, Döge und Kärtner den Kulturbegriff: „(…) als von Personen geteilte Deutungs- und Verhaltensmuster, die an ökonomische und soziale Ressourcen des Kontextes, in dem diese Personen leben, angepasst sind.“ (Borke, Döge, Kärtner 2011: 10). Zwar verweisen zusätzliche wissenschaftliche Diskurse zu Kultur wie der Kulturalismus, der Strukturalismus oder die Cultural Studies (Hörter 2011: 31- 40) auf facettenreiche Deutungen des Begriffes, dieser Text möchte sich aber an den oben genannten Definitionen orientieren. Aufgrund dessen wird „Kultur“ als menschliche Anpassungsleistung an die unmittelbare Umwelt verstanden.

Während der Recherche zum Kulturbegriff fiel auf, dass „Kultur“ häufig identisch mit den Begriffen Land oder Herkunft verwendet wird, obwohl diese Synonyme tatsächlicher Vielfalt nicht gerecht werden können, da auch innerhalb eines Landes unterschiedliche Kulturen bestehen. Zudem beinhaltet dieses Verständnis die Gefahr zu stereotypisieren und damit individuelle Eigenschaften nicht wahrzunehmen. Beispielsweise hieße dies im pädagogischen Alltag, Menschen mit derselben Herkunft automatisch gleich zu behandeln (Borke, Döge, Kärtner 2011: 9). Um die Unterschiede zwischen Individuen und innerhalb eines Landes bei Kulturforschungen nicht zu übersehen, orientiert sich die deutsche Entwicklungspsychologin Heidi Keller an soziodemographischen Daten (Keller 2013: 105). Gemäß Kellers Annahmen zu „Kultur“ - dass Menschen mit ähnlichen Lebensumständen verwandte Normen, Werte und Überzeugungen ausbilden – verzichtet ihr Team auf nationale Grenzen und beruft sich auf Übereinstimmungen von beispielsweise Bildungsabschlüssen, der Familiengröße oder von materiellen Ressourcen (Otto 2013: 125). Insbesondere formale Bildung wird als einflussreicher Lebensumstand gedeutet, da die Variable mit Familienplanung und Fortpflanzung korreliert. Dieser Zusammenhang zwischen Bildung, ökonomischer Sicherheit und der Kindesanzahl ist weltweit festzustellen (Keller 2011: 8).

Der Einfluss von Kultur auf Erziehung, insbesondere auf das Bindungsverhalten als Fokus der Bachelorarbeit soll mithilfe eines kulturellen Vergleichs herausgearbeitet werden. Themen der kulturellen Unterschiede gehen mit Konzepten der Integration, Diversität oder Inklusion einher. Derzeit gilt das Prinzip der Inklusion, welche Unterschiedlichkeit mit Gleichstellung und Selbstverständlichkeit behandelt, als gängiges Modell (Keller 2011: 4). Neben „Kultur“ bestehen weitere, begrifflich verwandte Wörter. Zum Beispiel meint „Interkulturalität“ – im Gegensatz zur Kommunikation mit Angehörigen der eigenen Kultur – den Austausch von Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln (Hörter 2011: 15). Diese Definition beinhaltet die Unterscheidung zwischen der Eigenen und den fremden Kulturen.

Auch in alltäglichen Unterhaltungen, beispielsweise über die eigenen Wurzeln oder die Denkweisen bestimmter Nationen, wird kulturelle Identität als natürlich gegeben dargestellt (Hörter 2011: 41). Dies kann dazu führen, dass Rassismus und die Selbstverständlichkeit von kulturellen Konflikten überdeckt werden. Ergänzend soll angeführt werden, dass das Verständnis, eine unverrückbare, eindeutige Persönlichkeit zu besitzen, der Moderne zugeordnet wurde. Die darauffolgende „Epoche“ - die sogenannte Postmoderne - überholt die Naturhaftigkeit von Identität, weshalb von einer offenen Selbstbildung, herbeigeführt durch Globalisierung und damit Mobilität ausgegangen wird (Hörter 2011: 42, 43).

4) Einführung in die Bindungsforschung

Der Gründervater der Bindungstheorie John Bowlby (Reinhold 1995: 101), ein britischer Kinderarzt, Psychoanalytiker und Psychologe, begann in den 40er und 50er Jahren sich mit Inhalten der Psychoanalyse auseinander zu setzen. An der Psychoanalyse kritisierte er die wissenschaftlichen Inhalte der Fachrichtung, weshalb er seine theoretische Basis auf die Ethologie, die vergleichende Verhaltensforschung (Reinhold 1999: 185), stützte. Zum Beispiel störte er sich an der Determinierung der Psychoanalyse (wie Freuds tiefenpsychologische Entwicklungsphasen), an der Überbetonung von internen Faktoren und von Fantasie. Seiner Meinung nach, wurde damit das tatsächlich Beobachtbare und verschiedene Umwelteinflüsse übersehen (Holmes 2006: 153). Für sein Anliegen - die Beschreibung der Mutter-Kind Beziehung - bot die Psychoanalyse zu Bowlbys Zeit nur zwei Varianten an, zum einen die „Triebtheorie“ nach Sigmund Freud und zum anderen die „Objektbeziehungstheorie“ nach Melanie Klein. Das Bedürfnis nach einer Bezugsperson wurde zu dieser Zeit als Mittel der Triebbefriedigung verstanden. So erklärte man, dass sich Kleinkinder an Erwachsene halten um ihrem Hunger nachzugehen oder, dass Erwachsene Partnerschaften ausbilden um ihre sexuellen Bedürfnisse zu erfüllen. Dabei vermisste Bowlby Formulierungen über die Besonderheit der frühen, meist familiären Verbindungen (Holmes 2006: 81- 85).

[...]


1 Desorganisierte Bindung wird durch eine Bandbreite an verwirrtem Verhalten erkannt (Holmes 2006: 129).

2 Die „fremde Situation“ ist ein Experiment von Mary Ainsworth zur Klassifizierung der Bindungstypen. Mithilfe der Annahme, dass jeweiliges Bindungsverhalten durch Trennung ausgelöst wird, wird eingeordnet (Holmes 2006: 128).

3 Ainsworth untersuchte 28 Kinder in Uganda und klassifizierte deren Bindungsqualität. Das Grundkonzept der Bindungstheorie wurde bestätigt und einzelne Differenzen lieber an die Seite gerückt (LeVine 2014: 58).

4 Der Psychologe LeVine verwendete den Begriff „euroamerikanisch“ in seinem Artikel (LeVine 2014: 57). Diese Bezeichnung soll auch in dieser Arbeit aufgenommen werden für den US- amerikanischen Raum, abgrenzend zu beispielsweise Südamerika, da sich vermuten lässt, dass sich die dortige Kultur unterscheidet.

5 Das „Prinzip der Feinfühligkeit“ verweist auf die Kausalität, wenn die Mutter angemessen und prompt auf die Signale des Kindes reagiert, dann wird sich eine sichere Bindung zwischen Kind und Mutter bilden (Dawson 2018: 1).

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Details

Titel
Der Einfluss der Kultur auf das Bindungsverhalten von Kindern. Prüfung der Bindungstheorie von John Bowlby
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Institut für psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung)
Autor
Jahr
2019
Seiten
58
Katalognummer
V504574
ISBN (eBook)
9783346047816
ISBN (Buch)
9783346047823
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss, kultur, bindungsverhalten, kindern, prüfung, bindungstheorie, john, bowlby
Arbeit zitieren
Heidi Pichler (Autor), 2019, Der Einfluss der Kultur auf das Bindungsverhalten von Kindern. Prüfung der Bindungstheorie von John Bowlby, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504574

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