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Regulierung von Algorithmen.Verpflichtung zur Offenlegung von Algorithmen

Title: Regulierung von Algorithmen.Verpflichtung zur Offenlegung von Algorithmen

Thesis (M.A.) , 2018 , 75 Pages , Grade: 13

Autor:in: Anastasia Kabushka (Author)

Law - IT law
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Die Bedeutung von Algorithmen für die Gesellschaft und die Menschheit insgesamt ist schwer zu überschätzen. Algorithmen gestalten die moderne Realität, beeinflussen unsere Kultur, tragen zur sozialen Ordnung bei und helfen bei der Überwindung der Informationsflut. Sie werden in den unterschiedlichsten Bereichen, die sich ständig erweitern, eingesetzt. Algorithmen sind ein wichtiger Teil unseres Lebens, der neue Möglichkeiten und Herausforderungen in sich birgt.

Indessen ist die Verwendung von Algorithmen nicht nur mit Chancen und Vorteilen verbunden. Die Risiken wie ausschließliche Marktbeherrschung, Monopolisierung von Meinungsmacht, Diskriminierung und Intransparenz, Zuwiderhandlung gegen das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz und andere negative Effekte sind ebenfalls zu beachten. Die Macht der Algorithmen und ihr zunehmende Einfluss auf das menschliche Leben, auf politisches und kulturelles Verhalten und gesellschaftliche Interessen lassen über die Notwendigkeit der Regulierung von Algorithmen nachdenken.

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Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

I. Problemstellung

II. Zielsetzung und Gang der Untersuchung

B. Der Begriff der Algorithmen

I. Definition und Abgrenzung des Algorithmus

II. Merkmale des Algorithmus

III. Algorithmus vs. Computerprogramm

C. Schützbarkeit von Algorithmen

I. Algorithmen und Computerprogramme im Sinne des Urheberrechts

II. Abgrenzungsproblematik der Algorithmen

D. Verwendung von Algorithmen

I. Funktionsmechanismen von Algorithmen

II. Funktionen und Anwendungsbereiche von Algorithmen

E. Risiken von Algorithmen

I. Monopolisierung von Meinungs- und Marktmacht

II. Diskriminierung und Intransparenz

F. Regulierungsbedarf

G. Aktueller Rechtsrahmen

I. Monopolisierung von Meinungs- und Marktmacht

1. Medienrechtliche Perspektive

2. Kartellrechtliche Perspektive

II. Diskriminierung und Intransparenz

H. Regulierungsansätze

I. Selbstorganisation und Selbstregulierung von Algorithmenbetreibern

II. Regulierte Selbstregulierung von Algorithmenbetreibern

III. Offenlegung und Transparenz der Algorithmen

IV. Neutralität der Algorithmen und Informationsintermediäre

V. Ausbildung und Kommunikation

I. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Magisterarbeit untersucht die Notwendigkeit und Möglichkeiten einer Regulierung von Algorithmen angesichts ihrer zunehmenden Macht und ihres Einflusses auf das menschliche Leben sowie gesellschaftliche und politische Prozesse. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Suche nach einer Kompromisslösung, welche sowohl staatliche Kontrollinteressen als auch den Schutz von Geschäftsgeheimnissen der Algorithmenbetreiber berücksichtigt.

  • Grundlagen der Algorithmentheorie und Abgrenzung zum Computerprogramm.
  • Urheberrechtliche Schützbarkeit von Algorithmen.
  • Analyse der Risiken durch algorithmische Entscheidungsfindung (Monopolisierung, Diskriminierung, Intransparenz).
  • Bewertung des aktuellen Rechtsrahmens und künftiger Regulierungsansätze.
  • Rolle von Informationsintermediären in Bezug auf Meinungsbildung und Marktmacht.

Auszug aus dem Buch

B. Der Begriff der Algorithmen

Algorithmen werden jeden Tag von vielen Menschen verwendet. Beim Kuchenbacken, beim Gebrauch eines Handys und beim Autofahren sind Algorithmen im Einsatz. Dies wird jedoch vom Menschen nicht wahrgenommen, da Algorithmen keine physische Natur haben und als „still“ gelten. Meistens fehlt das nötige Wissen, was Algorithmen eigentlich sind. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung konnten 90 Prozent der Umfrageteilnehmer Algorithmen nicht abgrenzen und ihre Funktionsweise nicht erklären.

Im Rahmen dieser Arbeit wird das Konstrukt Algorithmen im juristischen Sinne betrachtet. Aber bevor auf juristische Definitionen eingegangen und über die Regulierung von Algorithmen gesprochen wird, ist der Schlüsselbegriff als der der zentrale Untersuchungsgegenstand der Computerwissenschaft zu erklären.

Im erweiterten Sinne versteht man unter einem Algorithmus „eine detailliert ausformulierte Arbeitsvorschrift“ oder ein systematisches Vorgehen zur Lösung eines Problems. Ein Algorithmus ist ein Ablauf von Rechenvorschriften, der aus endlich vielen Schritten besteht und letztendlich eine ideale Entscheidung für ein Dilemma findet.

Ein Algorithmus kann auf verschiedene Weise dargestellt werden: anhand grafischer Darstellungsformen, wie beispielsweise ein Ablaufdiagramm, oder mittels textueller, text-basierter Darstellungsformen, wie eine Programmiersprache. Es existiert keine vorgeschriebene Notationsform für Algorithmen. Bei der Untersuchung eines Problems entsteht eine Lösungsidee, die mithilfe eines Algorithmus in jeder erforderlichen Notationsform entworfen werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung von Algorithmen in der digitalen Welt ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Notwendigkeit ihrer Regulierung.

B. Der Begriff der Algorithmen: Dieses Kapitel definiert Algorithmen, erläutert ihre Merkmale und zieht eine Abgrenzung zum Begriff des Computerprogramms.

C. Schützbarkeit von Algorithmen: Hier wird die urheberrechtliche Perspektive erörtert, insbesondere die schwierige Abgrenzung zwischen geschützten Ausdrucksformen und nicht schützbaren Ideen.

D. Verwendung von Algorithmen: Dieses Kapitel präsentiert die Funktionsweisen algorithmischer Selektion und ADM-Prozesse sowie deren vielfältige Anwendungsgebiete in Wirtschaft und Gesellschaft.

E. Risiken von Algorithmen: Es werden die zentralen Bedrohungen wie Monopolbildung, Diskriminierung und Intransparenz im Kontext algorithmischer Prozesse analysiert.

F. Regulierungsbedarf: Hier wird der Bedarf an Steuerungsinstrumenten im Kontext eines risikoorientierten Ansatzes diskutiert, um negative Folgen zu mindern.

G. Aktueller Rechtsrahmen: Dieses Kapitel prüft, inwieweit bestehende medien- und kartellrechtliche Vorschriften ausreichen, um die Macht der Informationsintermediäre zu begrenzen.

H. Regulierungsansätze: Es werden verschiedene Strategien wie Selbstregulierung, Koregulierung und Transparenzgebote als mögliche Wege zur Algorithmensteuerung vorgestellt.

I. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Gesamtschau der Ergebnisse und formuliert Empfehlungen für weiterführende Forschungen.

Schlüsselwörter

Algorithmen, Regulierung, Informationstechnologie, ADM-Prozesse, Informationsintermediäre, Meinungsmacht, Marktmacht, Kartellrecht, Urheberrecht, Transparenz, Diskriminierung, Digitale Ethik, Datenschutz, Selbstregulierung, Koregulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Algorithmen als Fundament unserer digitalen Welt reguliert werden können, ohne Innovationen zu hemmen oder Geschäftsgeheimnisse zu verletzen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Arbeit fokussiert auf die juristische Abgrenzung von Algorithmen, die urheberrechtliche Einordnung, die Marktmacht von Informationsintermediären sowie die Risiken von Diskriminierung durch automatisierte Entscheidungsfindung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Modell für eine risikoorientierte Steuerung zu finden, das einen Ausgleich zwischen staatlichen Regulierungsansprüchen und wirtschaftlicher Freiheit herstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Analyse des aktuellen Rechtsrahmens unter Einbeziehung aktueller Studien und Diskussionsbeiträge aus Politik und Informatik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von Algorithmen, deren Risiken, die aktuelle Rechtslage im Medien- und Kartellrecht sowie verschiedene Ansätze von der Selbstorganisation bis zur gesetzlichen Regulierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Algorithmenethik, algorithmische Selektion, Marktmachtkontrolle, Transparenzgebot und die Abgrenzung zum Computerprogramm.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Algorithmus und Computerprogramm?

Ein Algorithmus wird als abstraktes, strategisches Verfahren definiert, während ein Computerprogramm die präzisierte, in einer spezifischen Sprache implementierte Version zur Ausführung auf einer Maschine darstellt.

Welchen Einfluss haben Informationsintermediäre auf die öffentliche Meinung?

Die Arbeit stellt fest, dass Intermediäre zwar eine relevante Rolle bei der Aggregation von Informationen spielen, ihre tatsächliche Macht zur Manipulation der öffentlichen Meinung jedoch differenziert betrachtet werden muss.

Ist eine allgemeine Offenlegung aller Algorithmen sinnvoll?

Nein, die Arbeit argumentiert, dass eine pauschale Offenlegung aufgrund der hohen Komplexität und der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen keinen praktischen Mehrwert für Nutzer bietet.

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Details

Title
Regulierung von Algorithmen.Verpflichtung zur Offenlegung von Algorithmen
College
University of Hamburg
Grade
13
Author
Anastasia Kabushka (Author)
Publication Year
2018
Pages
75
Catalog Number
V504627
ISBN (eBook)
9783346051189
ISBN (Book)
9783346051196
Language
German
Tags
algorithmen regulierung von algorithmen Schützbarkeit von Algorithmen Risiken der Algorithmen Algorithmenbetreiber Algorithmen und Recht IT-Recht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anastasia Kabushka (Author), 2018, Regulierung von Algorithmen.Verpflichtung zur Offenlegung von Algorithmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504627
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