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Franz von Baader und seine Zeitgenossen - Die Freundschaft zu Schelling und der Eos-Kreis

Titre: Franz von Baader und seine Zeitgenossen - Die Freundschaft zu Schelling und der Eos-Kreis

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 23 Pages , Note: 2,1

Autor:in: Katja Weber (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Histoire littéraire, Epoques
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„Baaderist wie ein bisweilen ungezogenes Kind. Sie könnten sich mit ihm zanken aber doch schwer sich mit ihm verfeinden, so wie auch nicht leicht sich mit ihm befreunden, aber mit ihm auskommen ist sehr leicht.“
Diese Worte richtete Joseph Görres in einem Brief an A. Günther. Görres war einer der wenigen, die am 25. Mai 1845 auf dem Münchner Südfriedhof Franz von Baader das letzte Geleit erwiesen. Während sie zwanzig Jahre zuvor noch miteinander im Eos-Kreis publizierten, war es in den letzten Lebensjahren Baaders zu diversen Auseinandersetzungen und Streitigkeiten zwischen den beiden gekommen. Dennoch blieb Görres den Verdiensten, die Baader um die katholische Theologie und den Stellenwert Münchens als katholisches Zentrum Deutschlands hatte, gewahr.
In der vorliegenden Arbeit sollen Baader, seine Zeitgenossen und deren Wirken dargestellt werden. Der erste Abschnitt dieser Arbeit widmet sich der Beziehung Baaders zu Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, deren Freundschaft über die Jahre erkaltete. Es soll erläutert werden, was zu dem Bruch der beiden führte, ohne jedoch näher auf philosophische Theorien und Ansichten einzugehen. Hierbei stütze ich mich besonders auf Zovkos „Natur und Gott. Das wirkungsgeschichtliche Verhältnis Schellings und Baaders“. Des weiteren finden sich wichtige Zeitgenossen Baaders natürlich im Eos-Kreis, zu dem auch Sailer, Görres und Döllinger gehörten. Hier soll das staats- und kirchenpolitische Wirken der Gruppe, ihre Aktivitäten, Visionen und Zielsetzungen behandelt werden. Darüber hinaus wird die Geschichte der Eos, ihr Aufkommen, Ende und ihre Wirkung kurz beleuchtet werden. Als Quellen möchte ich hier besonders Jansen „Die Nazarenerbewegung im Kontext der katholischen Restauration“3und Pörnbacher „’Kräftig in die Zeit eingreifen’. Die katholische Zeitschrift Eos und ihr Kreis“ hervorheben. Beginnen wird die vorliegende Arbeit mit einer kurzen biographischen Einleitung zu Franz von Baader, stützend auf Siegl „Franz von Baader. Ein Bild seines Lebens und Wirkens“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographischer Abriß zu Franz von Baader

3.Baader und Schelling

3.1 Die Freundschaft der beiden Philosophen

3.2 Der Bruch zwischen Baader und Schelling

4. Der Eos –Kreis

4.1.Die Konstituierung des Eos- Kreises

4.2 Die Zeitschrift Eos

4.3.Die Ziele der Eos

4.3.1 Politische Ziele am Beispiel der Bildungspolitik

4.3.2 Gesellschaftliche Ziele – Die ideale Gesellschaft

4.3.3 Revolutionsangst

4.4.Anfeindungen gegen die Eos

4.5.Das Ende der Eos als Sprachrohr ihres Kreises und die Probleme der Zeitschrift

5. Conclusio

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken von Franz von Baader im Kontext seiner Zeitgenossen, insbesondere seine komplexe Beziehung zu Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling sowie die Rolle des sogenannten Eos-Kreises. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Baader als autarker Denker versuchte, durch politisches und kirchenpolitisches Engagement seine konservativ-katholischen Visionen in einer sich wandelnden Gesellschaft zu etablieren.

  • Biographische Grundlagen und Entwicklung von Franz von Baader
  • Die Entwicklung und der spätere Bruch der Freundschaft zwischen Baader und Schelling
  • Struktur, Ziele und politisches Wirken des Eos-Kreises in München
  • Die Funktion der Zeitschrift Eos als konservativ-katholisches Sprachrohr
  • Die Auseinandersetzung des Kreises mit Liberalismus, Protestantismus und der sozialen Frage

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Bruch zwischen Baader und Schelling

Doch trotz einer, über Jahre dauernden geistigen Verbundenheit der beiden, kam es vermehrt zu Spannungen. Allerdings merkte Baader erst sehr spät, dass die Freundschaft zu Schelling im Begriff war, sich aufzulösen. Es mag verschiedene Gründe für den Bruch geben, einige sollen im Folgenden dargestellt werden.

Zu einem waren die beiden Philosophen sehr unterschiedlich, was ihre, auch gewollte, Wirkung nach außen anbelangte. Im Gegensatz zu Baader hatte Schelling eine andere Auffassung, wem und auf welche Weise er seine Gedanken mitteilte. Während Baader sich gerne mit jungen Studenten austauschte und dozierte, so war Schelling zurückhaltender in philosophischen Gesprächen. Über die Redseligkeit Baaders schrieb er in einem Brief: “B. hat die liebenswürdige Eigenschaft der Mitteilsamkeit und der Lust zum doziren; da dies nicht bei jedermann angewendet ist, so lässt er sich wohl auch herab, einem abgelebten lifländischen Baron von seinen Perlen mitzuteilen: das geschieht aber nicht des Barons, sondern nur seiner selbst wegen.“

Baader dagegen teilte diese, fast schon elitäre, Anschauung nicht. Im Gegenteil, während Schelling sich davor fürchtete, es könnten von ihm gewonnene Erkenntnisse geklaut werden, war Baader freigiebiger mit seinen Gedanken. Der Arzt Ringseis erzählte von einer leicht spöttischen Bemerkung, die Baader einmal im Hinblick auf die Angst Schellings machte: “Pah,’ lachte er [Baader] einst, als von jemand die Rede war, der seine philosophischen Gedanken mit Misstrauen hüte, ‚wenn man mir Gedanken stiehlt, so mache ich neue.“ Zeitgenossen Baaders berichteten auch über die Art und Weise, wie er die Fülle seiner Gedanken vortrug. So schrieb Atterbom in seinen Reisebildern 1818:“ Er spricht geradezu nichts anderes aus als die tiefsinnigsten Sätze, Antithesen, Gleichnisse, Etymologien, physische Experimente und Religionsbetrachtungen, und alles dieses entstürzt ihm Blitz auf Blitz, Schlag auf Schlag, in einem unbeschreiblichen Enthusiasmus, der trotzdem niemals Fehler gegen Methode und Dialektik begeht.“ Schelling mußte dies sehr missfallen haben, war er doch das genaue Gegenteil.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Person Franz von Baaders ein, skizziert die methodische Vorgehensweise und nennt die zentralen Quellen für die Untersuchung seiner Beziehung zu Schelling und des Eos-Kreises.

2. Biographischer Abriß zu Franz von Baader: Dieses Kapitel beschreibt den Lebensweg Baaders, von seiner medizinischen Ausbildung über seine philosophischen Studien bis hin zu seiner Karriere im Staatsdienst und seinem Wirken als Honorarprofessor in München.

3.Baader und Schelling: Hier wird die Entwicklung der freundschaftlichen Beziehung der beiden Philosophen analysiert, wobei besonders die philosophischen Differenzen und die verschiedenen Ansichten über den Austausch von Gedanken thematisiert werden.

4. Der Eos –Kreis: Dieses Hauptkapitel behandelt die Konstituierung, Ziele und Wirkungsgeschichte des Kreises um Baader und Görres sowie die Rolle der Zeitschrift Eos als konservatives Kampfblatt gegen liberale und protestantische Tendenzen.

5. Conclusio: Das Fazit fasst Baaders Rolle als autarken Denker zusammen und reflektiert, wie trotz seiner Bemühungen um ein aktives politisches Handeln die späteren Auseinandersetzungen mit Zeitgenossen wie Görres zum Zerfall seiner engsten Netzwerke führten.

6. Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche für die Arbeit herangezogenen Primär- und Sekundärquellen sowie Internetressourcen auf.

Schlüsselwörter

Franz von Baader, Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, Eos-Kreis, Joseph Görres, Katholizismus, Restauration, Romantik, Konservatismus, Philosophie, Bildungspolitik, München, Ideengeschichte, Kirchenpolitik, Liberalismus, Ideale Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Franz von Baader, insbesondere sein geistiges Umfeld und seine Rolle in der katholischen Intelligenzszene Münchens im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die philosophische Freundschaft zwischen Baader und Schelling, der Einfluss der Spätromantik auf den Eos-Kreis sowie die politische und kirchenpolitische Ausrichtung des Konservatismus in Bayern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie Baader als eigenständiger Denker durch Publikationen im Eos-Kreis versuchte, konservativ-christliche Werte in der Gesellschaft zu verankern und welche Hindernisse, unter anderem in seiner Beziehung zu Schelling, dabei auftraten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche und historische Untersuchung, die auf der Analyse von Briefwechseln, zeitgenössischen Schriften, publizistischen Quellen und relevanter Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der biographischen Aspekte Baaders, die Analyse der Beziehung zu Schelling und eine detaillierte Untersuchung des Eos-Kreises, seiner Ziele, politischen Positionen und seines Umgangs mit liberalen Anfeindungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Franz von Baader, Eos-Kreis, konservativer Katholizismus, Romantik, Schelling und politische Ideengeschichte charakterisieren.

Welchen Einfluss hatte der Bruch mit Schelling auf Baaders Denken?

Der Bruch markiert eine zunehmende Entfremdung, in der Baaders Fokus stärker auf die aktive gesellschaftliche und kirchliche Gestaltung rückte, während Schelling sich eher in der Rolle eines akademischen Philosophen sah.

Welche Rolle spielte die Zeitschrift Eos für den Eos-Kreis?

Die Eos diente als publizistisches Sprachrohr, um die konservativ-christlichen Ansichten der Mitglieder in einer breiteren Öffentlichkeit zu vertreten und ein Gegengewicht zum Liberalismus und Protestantismus zu schaffen.

Warum war der Eos-Kreis in den Augen seiner Gegner umstritten?

Der Kreis wurde aufgrund seiner als reaktionär und klerikal empfundenen Ansichten, seiner Versuche, Einfluss auf die Bildungspolitik zu nehmen, und seiner engen Verbindungen zum konservativen Milieu stark kritisiert.

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Résumé des informations

Titre
Franz von Baader und seine Zeitgenossen - Die Freundschaft zu Schelling und der Eos-Kreis
Université
LMU Munich
Note
2,1
Auteur
Katja Weber (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
23
N° de catalogue
V50471
ISBN (ebook)
9783638466868
Langue
allemand
mots-clé
Franz Baader Zeitgenossen Freundschaft Schelling Eos-Kreis
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katja Weber (Auteur), 2005, Franz von Baader und seine Zeitgenossen - Die Freundschaft zu Schelling und der Eos-Kreis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50471
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Extrait de  23  pages
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