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Methoden zur Überarbeitung von Texten in der Grundschule. Die "Textlupe" im Praxistest

Titel: Methoden zur Überarbeitung von Texten in der Grundschule. Die "Textlupe" im Praxistest

Hausarbeit , 2018 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie das Erlernen des Schreibprozesses in Grundschulen verbessert werden kann. Besonderer Fokus wird hierbei mittels des Systems der sogenannten "Textlupe" auf den Subprozess des Überarbeitens gelegt.

Schreiben ist eine unabdingbare Fähigkeit des Menschen, um mit anderen Individuen in Austausch treten zu können, und gleichzeitig ist diese unbedingt notwendig, um gesellschaftliche Teilhabe erfahren zu dürfen. Somit lässt sich das Schreiben auch als Grundwerkzeug der Interaktion des Menschen bezeichnen. Analog hierzu lässt sich festhalten, dass eine verminderte Schreibkompetenz die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben einschränkt. Besonders für Schüler und Schülerinnen stellt dieser Mangel eine Gefahr für die Gestaltung ihrer Zukunft dar. Die wichtigste Konsequenz, welche sich daraus ableiten lässt, ist, dass sich der moderne Schreibunterricht in der Grundschule intensiver als bisher mit der Schreibkompetenz der Schüler und Schülerinnen beschäftigen muss. Bei der Vermittlung der Schreibkompetenz rückt der Schreibprozess in den Vordergrund des Geschehens, welcher sich aus den drei Subprozessen Planen, Formulieren und Überarbeiten, zusammensetzt.

Bei der Umsetzung des Subprozesses des Überarbeitens in die Praxis, gilt es sich einer Methode zur Textrevision zu bedienen, welche zur Textoptimierung führt. In vorliegender Arbeit soll, basierend auf der aufgeführten Problemlage, aufgezeigt werden, ob sich die Textlupe als praktikables Werkzeug erweist, um den Subprozess des Überarbeitens in der Grundschule zu fördern, und damit oben genannten Defiziten entgegen zu wirken.

Um diese Frage im Rahmen der vorliegenden Arbeit zu beantworten, gilt es zunächst, die grundlegenden und inhaltlich wichtigen Begrifflichkeiten zu erläutern und in den Kontext des relevanten Themenbereiches einzuordnen. Im Anschluss daran werden die Einflussgrößen, welche die Arbeit mit der Textlupe beeinflussen, voneinander differenziert und unabhängig voneinander aufgrund theoretischer Grundlagen und empirischer Studien der Revisionsforschung und der Schreibprozessforschung kritisch analysiert. Im Anschluss an dieses Vorgehen soll das Zusammenspiel der einzelnen Prozesse bewertet werden, um so eine Aussage darüber treffen zu können, ob und inwieweit sich die Textlupe in der Grundschule als Revisionswerkzeug und zur Förderung der damit verbunden Kompetenzen als sinnvoll erweist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Zielsetzung

2. Grundlagen und Begrifflichkeiten

3. Methode der Textlupe

4. Kritische Analyse

4.1 Einflussgröße: Kooperatives Überarbeitungsverfahren

4.1.1 Peer-Gruppe

4.1.2 Peer-Feedback

4.2 Einflussgröße: Medium Schriftlichkeit

4.3 Einflussgröße: Distanz

4.4 Einflussgröße: Instruktionshinweise

4.5 Einflussgröße: Schreibaufgabe

4.6 Einflussgröße: Flexibilität

4.6.1 Medium

4.6.2 Sozialform

4.6.3 Verfahren

5. Fazit

6. Empfehlungen an die Lehrperson

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Praktikabilität der Methode der "Textlupe" als Werkzeug zur Förderung des Subprozesses des Überarbeitens im Deutschunterricht der Grundschule. Ziel ist es, auf Basis theoretischer Grundlagen und empirischer Studien zu klären, ob dieses Verfahren geeignet ist, Defizite bei der Textrevision auszugleichen und Schreibkompetenzen nachhaltig zu stärken.

  • Grundlagen des Schreibprozesses und des Überarbeitens.
  • Methodische Konzeption und Anwendung der Textlupe.
  • Kritische Analyse einflussnehmender Faktoren wie Peer-Interaktion und Schriftlichkeit.
  • Bewertung der didaktischen Wirksamkeit im Primarbereich.
  • Empfehlungen für die Unterrichtspraxis.

Auszug aus dem Buch

3. Methode der Textlupe

In Folge der immensen Diversität an Methoden zur Textrevision ist es Ziel dieses Kapitels, die Methodik der Textlupe allgemein näher zu beleuchten.

Die Begrifflichkeit Textlupe ist von metaphorischer Art und wird als methodisches Handwerkzeug zur Textrevision definiert. Die Funktion der Textlupe besteht darin, die Aufmerksamkeit des Lesers auf bestimmte Kategorien oder Stellen des Textes zu richten (Vgl. Menzel 2000, S. 14).

In der Praxis lassen sich Textrevisionen in mündliche und schriftliche, sowie in Einzel und Gruppenrevisionstätigkeiten differenzieren (Vgl. Böttcher/Wagner 1993, S. 84-87). Die Textlupe zeichnet sich durch eine kooperative Methodik der Textüberarbeitung aus und wird dem Bereich der schriftlichen Revisionstätigkeiten zugeordnet (Vgl. Merz-Grötsch 2010).

Mit Hilfe des systematischen Kommentar- oder Beurteilungsbogen der Textlupe arbeiten die Schüler und Schülerinnen den Text eines anderen Mitschülers in einer Kleingruppe. Jegliche Anmerkungen, Ideen oder Verbesserungsvorschläge werden auf der Textlupe vermerkt und im Anschluss daran mit dem fremden Text an das nächste Kind weitergegeben (Vgl. Baurmann 2002, S. 109 und Böttcher/Wagner 1993, S. 84-87). Die Anregungen stehen dem Autorenkind in Anschluss an den Durchgang schriftlich zur Verfügung. Dieser kann auf Grundlage der Anmerkungen, die für ihn Sinnvollen in den eigenen Überarbeitungsprozess miteinfließen lassen und den Text an bestimmten Stellen abändern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Zielsetzung: Einführung in die Relevanz des Schreibens und das bestehende Defizit bei der Förderung des Subprozesses des Überarbeitens im Grundschulunterricht.

2. Grundlagen und Begrifflichkeiten: Theoretische Einbettung des Schreibprozesses anhand bekannter Modelle und Erläuterung der Revisionsbegriffe.

3. Methode der Textlupe: Definition und systematische Erläuterung der kooperativen, schriftlichen Revisionsmethode Textlupe.

4. Kritische Analyse: Differenzierte Untersuchung der Einflussgrößen wie Peer-Gruppe, Medium, Distanz, Instruktionen und Flexibilität auf die Wirksamkeit der Methode.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Praktikabilität der Textlupe als didaktisch wertvolles Instrument unter Berücksichtigung widersprüchlicher Forschungslage.

6. Empfehlungen an die Lehrperson: Konkrete praktische Hinweise zur Implementierung und prozessorientierten Gestaltung der Textlupe im Unterricht.

Schlüsselwörter

Textlupe, Überarbeiten, Schreibprozess, Textrevision, Grundschule, Peer-Feedback, Schreibkompetenz, Kooperatives Lernen, Schriftlichkeit, Schreibdidaktik, Schreibaufgabe, Didaktische Intervention, Revisionsforschung, Schreibnovizen, Schreibunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob die Methode der „Textlupe“ ein praktikables und wirksames Werkzeug darstellt, um den Prozess der Textüberarbeitung in der Grundschule gezielt zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Schreibdidaktik, die Revisionsforschung sowie die kritische Betrachtung von Einflussfaktoren wie sozialer Interaktion (Peer-Gruppe), Medium (Schriftlichkeit), Distanz zum Text und der Rolle von Instruktionen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob sich die Methode der Textlupe in der Primarstufe als praktikables Werkzeug zur Förderung von Überarbeitungskompetenzen bei Grundschülern erweist.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Analyse durch, die den aktuellen Stand der Schreibprozessforschung und empirische Studien (z.B. DFG-Projekt KoTexts) kritisch zusammenführt und bewertet.

Welche zentralen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Einflussgrößen des kooperativen Verfahrens, wobei insbesondere die Qualität des Peer-Feedbacks, die Bedeutung der Schriftlichkeit und die Flexibilität der Methode im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Textlupe, Schreibprozess, Überarbeitungskompetenz, Peer-Feedback und grundschuldidaktische Intervention charakterisiert.

Warum ist laut Autor die Distanz zum eigenen Text für Grundschüler schwierig?

Der Autor führt aus, dass es jungen Schreibern („Schreibnovizen“) oft an der nötigen kognitiven Distanz und Abstraktionsfähigkeit fehlt, um den eigenen Text aus einer kritischen Leserperspektive zu betrachten.

Welche Empfehlung gibt der Autor für die Einführung der Textlupe?

Es wird empfohlen, die Methode bereits in den Klassen 1 und 2 anzubahnen und die Komplexität schrittweise zu steigern, indem man beispielsweise von mündlicher Reflexion hin zu schriftlichen Verfahren und unterschiedlichen Sozialformen übergeht.

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Details

Titel
Methoden zur Überarbeitung von Texten in der Grundschule. Die "Textlupe" im Praxistest
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Veranstaltung
Schreibförderung und grammatisches Lernen
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V504867
ISBN (eBook)
9783346060792
ISBN (Buch)
9783346060808
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Textlupe Grundschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Methoden zur Überarbeitung von Texten in der Grundschule. Die "Textlupe" im Praxistest, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504867
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Leseprobe aus  22  Seiten
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