Externe Berichtserstattung im Wandel. Vergleich bestehender Berichtspflichten mit dem Konzept zum Integrated Reporting


Seminararbeit, 2016
17 Seiten, Note: 2,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Einführung

Funktionen der externen Unternehmensberichterstattung

Bestehende Berichtspflichten im deutschen Rechtsraum
Bestandteile des handelsrechtlichen Jahresabschlusses
(Konzern-)Lagebericht

Wesentliche Aspekte einer integrierten Berichterstattung
Definition und Ziele
Berichtsprinzipien
Berichtselemente

Fachliche Diskussion
Vergleich
Kritische Würdigung des Konzepts des IIRC

Verzeichnis der Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsanweisungen, sonstigen Rechnungslegungs- und Prüfungsnormen und Verlautbarungen

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einführung

„Wir ertrinken in Informationen, aber hungern nach Wissen.“1 Bereits 1930 erkannte John Naisbitt den Trend zu immer mehr Informationen und der Problematik dahinter. Auch in der Unternehmensberichterstattung wächst die Anzahl der unterschiedlichen Berichte, um dem Informationsbedarf der Share- und Stakeholder nachzukommen. Fraglich ist jedoch, ob durch mehr Informationen auch das Wissen der Adressaten steigt.

Ausgelöst durch die Finanz- bzw. Wirtschaftskrise und andere neue globale Herausforderungen wie der Klimawandel oder die Knappheit der Ressourcen befindet sich die Gesellschaft derzeit in einem Wertewandel hin zu einer nachhaltigeren Handlungs- und Denkweise. Dies zeigt sich auch immer mehr in der externen Unternehmensberichterstattung.2 Auch das Vertrauen der Share- und Stakeholder in Unternehmen ist durch die Finanz- bzw. Wirtschaftskrise geschädigt worden, das es nun wieder herzustellen gilt. Insbesondere Informationen über die Auswirkungen des Handelns der Unternehmen auf ökologische, ökonomische und soziale Sachverhalte gewinnen somit an Bedeutung.3 Darauf reagiert hat der im Jahr 2010 gegründete International Integrated Reporting Council, der sich das Ziel gesetzt hat ein international akzeptiertes Rahmenkonzept für die externe Unternehmensberichterstattung zu entwickeln, welches die Effizienz der Berichterstattung und damit auch die Entscheidungsnützlichkeit dieser Berichtsinhalte erhöhen soll, genauso wie auf die wachsenden Bedürfnisse der Adressaten eingehen soll. Am 09.12.2013 wurde dann das Rahmenkonzept für einen integrierten Report veröffentlicht.4

Im Rahmen dieser Seminararbeit werden zuerst die allgemeinen Funktionen der externen Unternehmensberichterstattung erläutert, daraufhin die bestehenden Berichtspflichten im deutschen Rechtsraum dargestellt. Im weiteren Verlauf wird auf die wesentlichen Aspekte einer integrierten Berichterstattung eingegangen, woraufhin im Anschluss die Arbeit mit einem Vergleich der beiden Berichtserstattungen und einer kritischen Würdigung des Konzepts des IIRC abgeschlossen wird.

Funktionen der externen Unternehmensberichterstattung

Aufgrund der unterschiedlichen nationalen Ausprägungen der externen Unternehmensberichterstattung und den verschiedensten Adressaten müssten die Funktionen jeweils national betrachtet werden. Jedoch dient sie in erster Linie immer der Information.5 Hierbei sollen allen Interessengruppen des Unternehmens die nötigen Informationen zur Verfügung gestellt werden, um Entscheidungen bzgl. ihrer individuellen Beteiligung am Unternehmen besser treffen zu können. Aufgrund der Interessenvielfalt und evtl. auftretenden Interessens-Gegensätzen (z. B. zwischen Stakeholdern und Shareholdern) sollte die Berichterstattung möglichst objektiv sein.6 Innerhalb der Informationsfunktion lässt sich auch die Dokumentationsfunktion einordnen, da die Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle einer Darstellung der realen Vorgänge in einem Unternehmen dient und somit zu einer besseren Informationsbereitstellung und Nachvollziehung führt, somit kann sie auch als Voraussetzung für die Informationsfunktion gesehen werden. Auch die Rechenschaftsfunktion kann im weiten Sinne zu der Informationsfunktion gezählt werden, da sie bedeutet den Abschlussadressaten Rechenschaft über die tatsächliche Lage der Gesellschaft abzulegen.7 Hieraus ergibt sich wiederum, dass die Berichterstattung möglichst vollständig, klar, frei von subjektiven Erwartungen und nachprüfbar dokumentiert sein sollte (Dokumentationsfunktion).

Bestehende Berichtspflichten im deutschen Rechtsraum

Im Sinne der nationalen handelsrechtlichen Rechnungslegungsnormen besteht der Jahresabschluss eines Unternehmens gem. § 242 Abs. 3 HGB grundsätzlich aus den finanziellen Berichtsinstrumenten Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Kapitalgesellschaften und bestimmte Personenhandelsgesellschaften müssen den Jahresabschluss gem. § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB um einen Anhang erweitern. Ferner müssen gem. § 264 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. Satz 4 HGB mittelgroße und große Kapitalgesellschaften und bestimmte Personenhandelsgesellschaften einen Lagebericht aufstellen. Dieser stellt ein eigenständiges Berichterstattungsinstrument dar.

Inländische Konzerne müssen prüfen, ob sie nach § 290 Abs. 1, 2 Nr. 1-4 HGB einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufstellen müssen, auch wenn sie nach § 315a HGB einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufstellen. Grundsätzlich besteht eine Pflicht zur Aufstellung wenn eine Kapitalgesellschaft oder eine Personenhandelsgesellschaft i. S. d. § 264a HGB einen beherrschenden Einfluss auf ein anderes Unternehmen (Tochterunternehmen) nach § 290 Abs. 2 Nr. 1-4 HGB bzw. nach § 11 PublG ausüben kann. Der Konzernabschluss muss nach § 297 HGB zusätzlich zur Konzernbilanz, Konzern-GuV, dem Konzernlagebericht und dem Konzernanhang eine Kapitalflussrechnung und einen Eigenkapitalspiegel enthalten. Er kann nach § 297 Abs. 1 S. 2 HGB um eine Segmentberichterstattung erweitert werden. Auch kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften, die nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet sind, müssen den Jahresabschluss gem. § 264 Abs. 1 S. 2 HGB um eine Kapitalflussrechnung und einen Eigenkapitalspiegel erweitern.

Bestandteile des handelsrechtlichen Jahresabschlusses

Im Folgenden sollen die in Punkt drei dargestellten Berichtselemente des handelsrechtlichen Jahresabschlusses näher erläutert werden. Die Bilanz stellt das Vermögen und die Schulden eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag dar.8 Alle gleichartigen Posten werden zusammengeführt und somit nur die gesamten Werte angegeben.9 Grundsätzlich richten sich der Inhalt und die Gliederung nach § 247 HGB, wobei kein genaues Gliederungsschema vorgegeben wird. Die zwingende Gliederung der Bilanz für Kapitalgesellschaften sind in den §§ 265, 266, 268 f. HGB geregelt, wobei es keine besonderen Gliederungsvorschriften für die Konzernbilanz gibt und nach § 298 Abs. 1 HGB auf die Gliederung der Einzelbilanz verwiesen wird. Auf der rechten Seite der Bilanz befindet sich die Passivseite, die Aufschluss über die Mittelherkunft, bzw. die Finanzierung des Vermögens gibt. Unterschieden wird hier zwischen Eigen- und Fremdkapital. Das Gegenstück hierzu ist die Aktivseite, die sich auf der linken Seite der Bilanz befindet und die Mittelverwendung darstellt, also alle Vermögensgegenstände des Unternehmens. Zudem ist die Bilanz ein wichtiges Instrument zur Gewinnermittlung. In der GuV werden Erträge und Aufwendungen erfasst, gegeneinander aufgerechnet und somit der Periodenerfolg berechnet. Die Veränderung des Eigenkapitals in der Bilanz kann somit durch die GuV näher erklärt werden.10 Die GuV kann durch drei Ansatzpunkte gestaltet werden: Konto- oder Staffelform, Brutto- oder Nettomethode und Umsatz- oder Gesamtkostenverfahren. Erstere Gestaltungsmöglichkeit soll die Erträge und Aufwendungen unterschiedlich aufzeigen. Durch die Kontoform können einzelne Aufwands- und Ertragsarten besser miteinander verglichen werden, wohingegen die Staffelform zusammengehörige Aufwands- und Ertragsarten, zusammengefasst als einzelne Ergebniskomponenten darstellt.11 Bestimmte Aufwendungen und Erträge können bei der Nettomethode miteinander saldiert werden, überdies werden jedoch bei der Bruttomethode Aufwendungen und Erträge stets unsaldiert ausgewiesen. Um eine periodengerechte Erfolgsermittlung sicherzustellen müssen aufgrund von Unterschieden zwischen produzierter und verkaufter Menge Anpassungen durchgeführt werden. Hierbei werden beim GKV die Erträge an die Aufwendungen angepasst und beim UKV andersrum die Aufwendungen an die Erträge.12 Die Gliederung der Konzern-GuV richtet sich nach den Vorschriften für die Gliederung der GuV für Kapitalgesellschaften in § 275 HGB. Der Anhang, als weiterer Bestandteil des handelsrechtlichen Jahresabschlusses, soll durch Erläuterungen eine bessere Interpretation der Zahlenangaben in Bilanz und GuV ermöglichen, um der Generalnorm in § 264 Abs. 2 HGB bzw. in § 297 Abs. 2 HGB für den Konzernabschluss besser gerecht zu werden, also einer tatsächliche Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Beachtung der GoB.13 Die Vorschriften für den Anhang im Jahresabschluss finden sich in den §§ 284, 285 HGB, für den Anhang im Konzernabschluss in den §§ 313, 314 HGB. Vier wesentliche Funktionen hat der Anhang zu erfüllen, nämlich die Interpretationsfunktion, Korrekturfunktion, Entlastungsfunktion und Ergänzungsfunktion. Darlegungen bzgl. der Nutzung von Ansatz- oder Bewertungswahlrechten oder anderen Ermessensspielräumen werden im Anhang ausgeführt und dienen somit der Erläuterung von Bilanz und GuV, dies entspricht der Interpretationsfunktion. Zur Vermeidung von Fehlinterpretationen bei Abweichungen zwischen dem Jahresabschluss und der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens müssen Angaben im Anhang gemacht werden, z. B. bei einmaligen Erfolgs- und Vermögensausweisverzerrungen durch Teilliquidationen. Dies entspricht der Korrekturfunktion. Damit Jahresabschlussbestandteile nicht unübersichtlich erscheinen, können für eine verbesserte Aussagefähigkeit bestimmte Informationen in den Anhang ausgesiedelt werden, z. B. indem der Ausweis der außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen im Anhang und nicht in der GuV erfolgt. Jene Vorgehensweise soll der Entlastungsfunktion nachkommen. Relevante, aber nicht bilanzierungsfähige Sachverhalte, z. B. Angaben über Investitionsvorhaben, sind im Anhang anzugeben, um die tatsächliche Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu ermöglichen. Dies wird gemäß der Ergänzungsfunktion durchgeführt.14 Die Kapitalflussrechnung soll die Veränderungen der Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalenten darstellen, also die Zahlungsströme und somit neben der Bilanz für die Beurteilung der Vermögenslage, der GuV für die Beurteilung der Ertragslage die Finanzlage des Unternehmens deutlich aufzeigen.15 Der Eigenkapitalspiegel stellt die Veränderungen der einzelnen Eigenkapitalkomponenten, also gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage usw. eines Bilanzjahres dar, indem die Anfangsbestände und die jeweiligen Veränderungen aufgezeigt werden, die dann zum Endbestand führen.16 Die fakultative Segmentberichterstattung im Konzernabschluss soll Informationen über die wesentlichen Geschäftsfelder des Unternehmens zur Verfügung stellen.

(Konzern-)Lagebericht

Der (Konzern-)Lagebericht bildet ein eigenständiges Informationsinstrument und ist somit kein Bestandteil des handelsrechtlichen Jahresabschlusses. Die gesetzlichen Bestimmungen finden sich für den Lagebericht in § 289 HGB, für den Konzernlagebericht in § 315 HGB und werden durch den DRS 20 konkretisiert. Er soll gem. §§ 289 Abs. 1 S. 1 bzw. 315 Abs. 1 S. 1 HGB den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens so darstellen, dass ein den tatsächlich Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird. Im Mittelpunkt stehen Angaben über das Unternehmen und dessen Umwelt im vergangenen Berichtsjahr und über die aktuelle und zukünftige Situation.17 Nachfolgend sollen die einzelnen Inhaltselemente des Lageberichts kurz beschrieben werden. Der Wirtschaftsbericht gem. §§ 289 Abs. 1 Satz 1 – 3 bzw. 315 Abs. 1 S. 1 – 4 HGB soll den Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis u. a. anhand von finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Wichtige Informationen können z. B. Auftragsbestand, Absatz und Umsatz oder Umweltschutz sein.18 Lediglich große Kapitalgesellschaften müssen hier nach § 289 Abs. 3 HGB auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren angeben, wie Umwelt- oder Arbeitnehmerbelange, sofern sie für das Unternehmen von Bedeutung sind. Die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung sollen im Risiko- und Prognosebericht gem. §§ 289 Abs. 1 S. 4 bzw. 315 Abs. 1 S. 5 HGB mit den zugrunde liegenden Annahmen dargestellt werden.19 Ergänzend zu den Angaben über Finanzinstrumente im Anhang sollen im Bericht über die Finanzrisiken gem. §§ 289 Abs. 2 Nr. 1 bzw. 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB auf finanzwirtschaftliche Risiken und das Risikomanagementsystem eingegangen werden.20 Der Forschungs- und Entwicklungsbericht gem. §§ 289 Abs. 2 Nr. 2 bzw. 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB soll den Adressaten ermöglichen sich ein Bild darüber zu machen, ob das Unternehmen langfristig konkurrenzfähig sein kann. Dementsprechend sollen Angaben über bereits durchgeführte Projekte und geplante Projekte gemacht werden.21 Alle in- und ausländischen Zweigniederlassungen eines Unternehmens müssen im Zweigniederlassungsbericht gem. §§ 289 Abs. 2 Nr. 3 bzw. 315 Abs. 2 Nr. 3 HGB aufgelistet werden. Im Konzernlagebericht ist hierauf jedoch nicht einzugehen.22 Zusätzlich müssen börsengelistete Aktiengesellschaften Angaben zu ihrem Vergütungssystem gem. §§ 289 Abs. 2 Nr. 4 bzw. 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB machen, also z. B. Erläuterungen zu fixen und erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteilen.23 Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien, die einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes durch von ihnen ausgegebene stimmberechtigte Aktien in Anspruch nehmen müssen über die Übernahmesituation gem. §§ 289 Abs. 4 bzw. 315 Abs. 4 HGB des Unternehmens berichten, um möglichen Käufern entscheidungsrelevante Informationen zukommen zu lassen.24 Kapitalmarktorientierte Unternehmen müssen, falls sie dies nicht mit dem Bericht über die Finanzrisiken zusammenfassen, über das Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gem. §§ 289 Abs. 5 HGB berichten.25 Gem. § 315 Abs. 5 HGB muss ein Mutterunternehmen i. S. d. § 289a Abs. 1 HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung erstellen und diese gesondert im Konzernlagebericht ausweisen. Diese steht nicht in Verbindung mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens oder den Abschlussinhalten und erweitert somit die Kompetenzen des Lageberichts.26 Weitere Angaben, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen, können gemacht werden.

Wesentliche Aspekte einer integrierten Berichterstattung

Definition und Ziele

Eine einheitliche Definition für eine integrierte Berichterstattung existiert derzeit nicht. Der wesentliche Gedanke ist jedoch die gesamte Unternehmensberichterstattung eines Unternehmens zu einem einzigen Bericht, dem Integrated Report, zusammenzufassen.27 Einzelne Berichtsinstrumente sollen somit miteinander verknüpft werden, insbesondere finanzielle mit nicht-finanziellen auf Nachhaltigkeit bezogene Informationen.28 Dies soll übersichtlich und nur mit bedeutsamen Informationen geschehen, um komplexe Berichte zu vermeiden. Im Besonderen können durch diese Verknüpfung nachhaltigere Entscheidungen getroffen werden. Daraus ist erkennbar, dass die integrierte Berichterstattung besonderes Augenmerk auf zukunftsorientierte, zusammenhängende und strategische Informationen legt.29 Des Weiteren sollen sich die Adressaten im Kernelement nicht auf die Anteilseigner beschränken, sondern auf alle Stakeholder des Unternehmens erweitern. Hierfür wird der Kapitalbegriff weiter gefasst und lässt sich dann in sechs verschiedene Kapitalien (Capitals) unterscheiden: Finanz- (finanzielle Mittel), Produktions- (hergestellte physische Objekte), Human- (menschliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen), Sozial- und Netzwerkkapital (Beziehungen zwischen Gemeinschaften), geistiges (immaterielle Güter) und natürliches (natürliche Ressourcen) Kapital. Diese können durch Aktivitäten des Unternehmens erhöht oder verringert werden und stellen somit dynamische Größen dar.30 Alle diese Kapitalien finden Berücksichtigung in der integrierten Berichterstattung und nicht, wie meist, nur das Finanz- und Produktionskapital.31 Eigens im IR soll damit aufgezeigt werden wie die einzelnen Kapitalien den Prozess der Wertschöpfung des Unternehmens beeinflussen, auch wird dadurch eine neue Form der Entscheidungsfindung für das Management impliziert, nämlich die Betrachtung der Kohärenz zwischen den Kapitalien und einer langfristigen Werterhaltung. Diese integrative Betrachtungsweise wird vom IIRC als integrated thinking bezeichnet.32

[...]


1 Naisbitt, J., amerikanischer Autor, 1930.

2 Vgl. Müller, S./Stawinoga, M. (2013b), S. 464.

3 Vgl. Waschbusch, G./Knoll, J./Volz, C. (2014), S. 152.

4 Siehe IIRC (o. J.a)

5 Ähnlich Kormaier, B. (2008), S. 7 – 8.

6 Ähnlich Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 18.

7 Vgl. Coenenberg, A./Haller, A./Mattner, G./Schultze, W. (2014), S. 474.

8 Ähnlich Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 3.

9 Vgl. Coenenberg, A./Haller, A./Mattner, G./Schultze, W. (2014), S. 64.

10 Vgl. Coenenberg, A./Haller, A./Mattner, G./Schultze, W. (2014), S. 441.

11 Siehe Coenenberg, A./Haller, A./Mattner, G./Schultze, W. (2014), S. 443.

12 Siehe Coenenberg, A./Haller, A./Mattner, G./Schultze, W. (2014), S. 444.

13 Ähnlich Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 849.

14 Ähnlich Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 850 – 858.

15 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 781.

16 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 595.

17 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 919.

18 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 926.

19 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 928.

20 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 930.

21 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 930.

22 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 931.

23 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 931.

24 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 931.

25 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 932.

26 Vgl. Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 938.

27 Vgl. Waschbusch, G./Knoll, J./Volz, C. (2014), S. 152.

28 Ähnlich Arbeitskreis Externe Unternehmensrechnung der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e. V. (2013), S. 875.

29 Vgl. Waschbusch, G./Knoll, J./Volz, C. (2014), S. 154.

30 Vgl. IIRC (2013), Abs. 2.10 – 2.15.

31 Siehe Waschbusch, G./Knoll, J./Volz, C. (2014), S. 155.

32 Ähnlich Coenenberg, A. G./Haller, A./Schultze, W. (2014), S. 950.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Externe Berichtserstattung im Wandel. Vergleich bestehender Berichtspflichten mit dem Konzept zum Integrated Reporting
Hochschule
Universität Ulm
Note
2,0
Jahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V505086
ISBN (eBook)
9783346059291
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Integrated Reporting, Berichtspflichten, Externe Berichtserstattung
Arbeit zitieren
Anonym, 2016, Externe Berichtserstattung im Wandel. Vergleich bestehender Berichtspflichten mit dem Konzept zum Integrated Reporting, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505086

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