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Innovationsfähigkeit in Clustern. Eine Fallstudie des Luftfahrtclusters in der Metropolregion Hamburg

Titel: Innovationsfähigkeit in Clustern. Eine Fallstudie des Luftfahrtclusters in der Metropolregion Hamburg

Masterarbeit , 2019 , 219 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Leonie Kalies (Autor:in)

VWL - Innovationsökonomik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Masterarbeit behandelt drei Forschungsfragen: Wie werden dynamische Fähigkeiten und deren Erfolgswirkung in der Literatur charakterisiert? Wie kann der Wirkungszusammenhang dynamischer Fähigkeiten auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen erklärt werden? Wie beeinflussen kooperative F&E-Aktivitäten im Luftfahrtcluster die Innovationsfähigkeit innerhalb der Flugzeugfertigung bei Airbus?

Kapitel 2 bildet das theoretische Fundament der Untersuchung. Zunächst erfolgt die Auseinandersetzung mit dem Konzept der dynamischen Fähigkeiten und dem Begriff Innovationsfähigkeit. Darüber hinaus wird erläutert, wie Innovationsfähigkeit durch den Dynamic Capability View (DCV) erklärt werden kann. Anschließend wird das theoretische Fundament dieser Arbeit erläutert, bevor der theoretische Rahmen in einem Zwischenfazit zusammengefasst wird.

Kapitel 3 liefert den Kontext der Untersuchung. Nach der Abgrenzung des Clusterbegriffs wird erläutert, welche Besonderheiten hinsichtlich der in Kapitel 2 beschriebene Fähigkeiten speziell in Clustern vorliegen. Hierzu wird der Forschungsstand zum Thema Innovationsfähigkeit in Clustern aufgearbeitet und auf die Besonderheiten des Luftfahrtclusters Hamburg Aviation als Untersuchungsgegenstand eingegangen.

Kapitel 4 umfasst eine einzelfallstudienbasierte Untersuchung des Luftfahrtclusters Hamburg Aviation. Da die Luftfahrt eine der forschungsintensivsten Industrien Deutschlands ist, liegt der Fokus der Betrachtung auf kooperativen F&E-Aktivitäten innerhalb des Clusters. Dabei fokussiert sich die Betrachtung ausschließlich auf die Flugzeugfertigung als Kernaktivität des Luftfahrtclusters. Im Fokus der Betrachtung steht eine Untersuchung dynamischer Fähigkeiten, die sich auf das Unternehmenslevel Airbus bezieht. Die Datenbasis für die Analyse besteht aus Dokumenten, Beobachtungen und Experteninterviews, die anhand der qualitativen Inhaltsanalyse zusammenfassend ausgewertet werden. Anschließend werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung präsentiert, interpretiert und diskutiert.

Kapitel 5 umfasst die Schlussbetrachtung und ein Fazit über die vermuteten Zusammenhänge. Außerdem wird die Vorgehensweise kritisch beleuchtet und Grenzen in der Pauschalisierung der Ergebnisse werden aufgezeigt. Abschließend wird aus den Untersuchungsergebnissen eine strategische Gestaltungsempfehlung für Airbus abgeleitet und ein Ausblick für weiterführende Forschung gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problem- und Fragestellung

1.2 Vorgehensweise

2 Theoretischer Denkrahmen

2.1 Überblick über den Forschungsstand

2.2 Definition und Erfolgswirkung dynamischer Fähigkeiten

2.3 Theoretische Grundlagen der Innovationsfähigkeit

2.3.1 Definition der Innovationsfähigkeit

2.3.2 Innovationsfähigkeit aus Sicht des Dynamic Capability View

2.3.3 Fazit zu den Wirkungszusammenhängen

2.4 Dynamic Capabilities Framework basierend auf Teece (2007)

2.5 Zusammenfassung des theoretischen Denkrahmens

3 Überlegungen auf Basis clustertheoretischer Grundlagen

3.1 Abgrenzung des Clusterbegriffs

3.2 Clusterspezifische Besonderheiten

3.2.1 Erweiterung der Ressourcenbasis

3.2.2 Besonderheiten des Luftfahrtclusters Hamburg

3.3 Fazit zu den Besonderheiten von Clustern im Bezug auf Innovation

4 Illustrierende Fallstudie des Luftfahrtclusters

4.1 Beschreibung der methodischen Vorgehensweise

4.1.1 Auswahl der Forschungsmethode

4.1.2 Design der Einzelfallstudie

4.2 Datenerhebung und -auswertung

4.2.1 Datenerhebung

4.2.2 Datenauswertung

4.2.3 Gütekriterien zur Evaluierung der Fallstudie

4.3 Ergebnisdarstellung

4.3.1 Kollaborative F&E-Aktivitäten in der Flugzeugfertigung

4.3.2 Einfluss des Clusters auf die dynamischen Fähigkeiten von Airbus

4.3.3 Ausprägung der Innovationsfähigkeit von Airbus

4.4 Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse

5 Schlussbetrachtung

5.1 Fazit

5.2 Limitationen

5.3 Implikationen

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss interorganisationaler Kooperation im Luftfahrtcluster der Metropolregion Hamburg auf die Innovationsfähigkeit des Kernakteurs Airbus Operations GmbH. Ziel ist es, durch eine Einzelfallstudie zu verdeutlichen, wie durch den Dynamic Capability View erklärbare Mechanismen in Clustern zur Wissensgenerierung und Produktinnovation beitragen.

  • Rolle dynamischer Fähigkeiten für den Unternehmenserfolg
  • Bedeutung von Wissensspillovern und Netzwerkressourcen
  • Einfluss der geographischen Nähe auf die Innovationskraft
  • Kooperative Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
  • Systemische Innovation in der Flugzeugfertigung

Auszug aus dem Buch

3.1 Abgrenzung des Clusterbegriffs

Die Definitionen eines Clusters scheinen zunächst vielfältig, jedoch lassen sie sich basierend auf den populärsten Definitionen auf zwei notwendige Voraussetzungen als kleinsten gemeinsamen Nenner reduzieren: Die geographische Konzentration der Akteure und ein bestehendes Beziehungsgeflecht der Akteure untereinander.

In der Managementforschung wurde der Clusterbegriff weitgehend durch Porter (1998a, 1998b, 2000) geprägt. Dieser versteht unter einem Cluster eine räumliche Konzentration miteinander verbundener Unternehmen und Institutionen eines bestimmten Wirtschaftszweiges, die konkurrieren und gleichzeitig kooperieren. Michael Porter’s Definitionen werden jedoch aus wirtschaftsgeographischer Perspektive aufgrund fehlender räumlicher Determination kritisiert. Ausgehend von der Kritik an Porter haben Brown et al. (2007) ihre Definition des Value Adding Web entwickelt:

“A cluster is a value adding web constituted by a connection of horizontal, vertical and lateral value adding activities contributed by different actors in prox- imity to one another which all act in relation to a specific industry sector. The actors have relationships characterised by interdependencies of different strength and quality that define the boundaries.”

Der Grund für die Auswahl dieser Arbeitsdefinition ist mitunter die verbesserte Darstellung der einzelnen Ebenen des Clusters und die Einteilung in horizontale, vertikale und laterale Akteure, auf die in der empirischen Untersuchung zurückgegriffen wird. Darüber hinaus wird in dieser Arbeitsdefinition sowohl die Stärke und Qualität der Beziehungen, als auch die Abhängigkeiten der Akteure untereinander berücksichtigt, die die Akteure laut Brown et al. (2007) erst zu einem Teil des Value Adding Web machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass Umweltauflagen Innovation erzwingen, welche in der komplexen Flugzeugfertigung meist nur durch Kooperation zu erreichen ist, und skizziert die methodische Vorgehensweise.

2 Theoretischer Denkrahmen: Hier werden die Grundlagen des Dynamic Capability View (DCV) erarbeitet und die theoretische Verknüpfung von dynamischen Fähigkeiten und Innovationsfähigkeit hergestellt.

3 Überlegungen auf Basis clustertheoretischer Grundlagen: Das Kapitel definiert den Clusterbegriff und erarbeitet die Vorteile des Luftfahrtclusters Hamburg für die Ressourcenbasis von Unternehmen.

4 Illustrierende Fallstudie des Luftfahrtclusters: Es erfolgt die empirische Analyse der Kooperationsaktivitäten von Airbus und deren Einfluss auf die Innovationsfähigkeit anhand qualitativer Daten.

5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Limitationen und leitet Handlungsempfehlungen für die strategische Unternehmensführung bei Airbus ab.

Schlüsselwörter

Innovationsfähigkeit, Cluster, Dynamic Capability View, Luftfahrtindustrie, Airbus, Kooperation, Wissensmanagement, F&E-Aktivitäten, Netzwerkressourcen, Prozessinnovation, Produktinnovation, Wettbewerbsvorteile, Hamburger Luftfahrtcluster.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie Kooperationen in einem Industriecluster (speziell dem Luftfahrtcluster Hamburg) die Innovationsfähigkeit eines einzelnen Unternehmens, in diesem Fall der Airbus Operations GmbH, beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Innovationsfähigkeit, der Dynamic Capability View, industrielle Clusterbildung, sowie die praktische Ausgestaltung von Forschungs- und Entwicklungskooperationen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, zu erklären, wie durch Kooperationen in Clustern Wissensressourcen akquiriert und rekonfiguriert werden, um dynamische Fähigkeiten zu stärken und Innovation in der Flugzeugfertigung zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine qualitative Einzelfallstudie (Holistic Single Case Study), basierend auf Dokumentenanalyse, Beobachtungen und fünf Experteninterviews bei Airbus und dem ZAL.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (DCV und Cluster-Theorie) und eine illustrative empirische Untersuchung des Luftfahrtclusters in Hamburg mit Fokus auf die Rolle von Airbus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Innovationsfähigkeit, Dynamic Capability View, Luftfahrtcluster, Kooperation und Wissensmanagement.

Wie trägt das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) zur Innovation bei?

Das ZAL fungiert als neutrale Plattform, die den Austausch zwischen Industrie und Wissenschaft bündelt, Labore und Testinfrastrukturen bereitstellt und als „Makler“ für die Vernetzung von Akteuren dient.

Warum ist gerade das Luftfahrtcluster in Hamburg für die Studie relevant?

Es dient als kritischer Einzelfall, da die Luftfahrt eine forschungsintensive Branche mit langen Entwicklungszyklen ist und das Hamburger Cluster durch seine hohe Vernetzungsdichte eine ideale Umgebung zur Untersuchung kollaborativer F&E bietet.

Ende der Leseprobe aus 219 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Innovationsfähigkeit in Clustern. Eine Fallstudie des Luftfahrtclusters in der Metropolregion Hamburg
Note
1.7
Autor
Leonie Kalies (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
219
Katalognummer
V505105
ISBN (eBook)
9783346095176
Sprache
Deutsch
Schlagworte
innovation cluster innovationsfähigkeit luftfahrtindustrie luftfahrt dynamische fähigkeiten dynamic capabilities innovation capability
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonie Kalies (Autor:in), 2019, Innovationsfähigkeit in Clustern. Eine Fallstudie des Luftfahrtclusters in der Metropolregion Hamburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505105
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