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Emile Durkheim: Individualisierung und Vergesellschaftung

Título: Emile Durkheim: Individualisierung und Vergesellschaftung

Ensayo , 2005 , 5 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - General y Teorías
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Im Bereich der Arbeit unterscheidet Durkheim drei Bereiche die noch von anomischer Arbeitsteilung „befallen“ sind. Diese Bereiche sind industrielle/kommerzielle Organisation, die sich in Krisen ausdrückt, die Feindschaft zwischen Arbeit und Kapital, die sich in Revolten der Arbeiter gegen die Meister zeigt, sowie die Spezialisierung der Wissenschaften, bei der die Wissenschaftler sich auf ein Spezialgebiet beschränken, dieses für das wichtigste halten und den Gesamtzusammenhang aus den Augen verlieren. Für heutige Sichtweise sind diese „Pathologien“ nur Anzeichen für die Freiheit der Arbeiter bzw. Wissenschaftler, für Durkheim sind es ungeregelte Gebiete die keine Solidarität und Abhängigkeit erzeugen und somit Integrationshemmend und schädlich für die Menschheit sind. Da Durkheim die Vernetzung der einzelnen differenzierten Funktionen feststellt (eine Art Kettenreaktion, denn Geschehnisse in einem Bereich wirken sich auf einen anderen aus) sieht er auch die Notwendigkeit von Regeln zwischen diesen, um einen geregelten Ablauf von Interaktionen zu ermöglichen. Diese Regeln sollen von einer unabhängigen Instanz gesetzt werden. Für das menschliche Verhalten ist diese die Regierung, für die Wissenschaft die Philosophie. Die Regeln sollen den Zusammenhang der Funktionen herstellen, wobei sie die wesentlichen und die am öftesten vorkommenden Berührungspunkte festlegen, damit grundsätzliche Sachen nicht immer wieder neu verhandelt werden müssen. Der übrige Spielraum bleibt den Individuen frei zur Ausgestaltung und sie sind nur angewiesen, nicht den Gesamtzusammenhang aus den Augen zu verlieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und theoretische Grundlagen der Gesellschaft bei Durkheim

2. Arbeitsteilung als Integrationsfaktor

3. Pathologien der Arbeitsteilung und die Rolle der Regeln

4. Gesellschaftliche Einflüsse und die Schranken der Individualität

5. Das Kollektivgefühl und das Doppelleben der Individuen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der soziologischen Theorie von Emile Durkheim das Spannungsfeld zwischen der individuellen Freiheit und den gesellschaftlichen Zwängen in der Moderne. Dabei wird analysiert, inwieweit das Individuum trotz seiner Autonomie in eine moralische und soziale Ordnung eingebunden ist, die sein Handeln strukturiert und seine Bedürfnisse reguliert.

  • Die gesellschaftliche Notwendigkeit der Arbeitsteilung und soziale Integration.
  • Die Funktion von moralischen Regeln und kollektiven Wertesystemen.
  • Der Zusammenhang zwischen sozialer Einbindung und der Prävention von Anomie.
  • Das Konzept des "moralischen Individualismus" in modernen Gesellschaften.
  • Die Wechselwirkung zwischen individuellen Lebensentwürfen und gesellschaftlich vorgegebenen Schranken.

Auszug aus dem Buch

Die gesellschaftliche Einbindung und die Notwendigkeit von Ordnung

Die jeweilige Empfindlichkeit der Individuen gegenüber den Zuständen der Gesellschaft, wenn diese gerade nicht Integrationsfördernd sind, hängen von der Natur der Menschen, die teilweise durch Erziehung geprägt wird und den möglich vorhandenen Krankheiten ab. Die Abhängigkeit der Individuen von der Gesellschaft und das Fehlen der Möglichkeiten, selbst Einfluss auf die eigene Verfassung auszuüben begründet Durkheim damit, dass die Bildung der Gesellschaft eigene Persönlichkeiten der Individuen voraussetzt, damit diese dann zugunsten der Gesellschaft zurückgestellt werden.

Die „Vorteile“, die sich für die Individuen aus dieser Abhängigkeit ergeben, sind, Durkheims Argumentation folgend, so wesentlich, dass die Individuen, wenn auch unbewusst, die oben genannten Einschränkungen gern in Kauf nehmen. Das was dem Einzelnen das Leben schöner und lebenswerter macht, ist dass er seine Bedürfnisse, jedenfalls meistens, stillen kann. Wäre dieses nicht möglich, würde er in einer ständigen Frustration leben und das leben wäre eine Qual, der er sich nach Möglichkeit entledigen würde.

Da den Bedürfnissen der Einzelperson, durch diese selbst, keine Grenzen gesetzt sind und wenn es keine Ordnung geben würde, die diese Grenzen für alle verbindlich setzt, würde das menschliche Leben aus hinterher jagen nach unerreichbaren Zielen und ständigen Enttäuschungen die ins Maßlose gehen würden, bestehen. Die Gesellschaft ist diese überstehende Ordnung, die Recht spricht und Schranken für Bedürfnisse setzt. Diese Schranken sind gewisse Rahmenvorgaben, die den jeweiligen Lebensumständen angepasst sind. Das Individuum kann nach oben und nach unten diesen Rahmen selbst ausgestalten und ist darin auch frei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und theoretische Grundlagen der Gesellschaft bei Durkheim: Diese Einführung erläutert Durkheims Sichtweise auf das Verhältnis zwischen dem Individuum und gesellschaftlichen Zwängen, die als naturnotwendige Basis des menschlichen Lebens begriffen werden.

2. Arbeitsteilung als Integrationsfaktor: Das Kapitel beschreibt, wie Arbeitsteilung soziale Interdependenzen schafft und Integration durch verschiedene soziale Gruppen wie Familie und Beruf ermöglicht.

3. Pathologien der Arbeitsteilung und die Rolle der Regeln: Hier werden Fehlentwicklungen wie Krisen oder Spezialisierung beleuchtet und die Notwendigkeit von Regeln zur Sicherung eines geregelten Ablaufs dargelegt.

4. Gesellschaftliche Einflüsse und die Schranken der Individualität: Dieser Abschnitt thematisiert die Bedeutung der sozialen Verbundenheit für den Einzelnen und erklärt, wie gesellschaftliche Ordnung vor maßloser Enttäuschung schützt.

5. Das Kollektivgefühl und das Doppelleben der Individuen: Das Kapitel verdeutlicht, wie kollektive Einstellungen das bewusste Handeln des Einzelnen steuern und zu einem ständigen Aushandlungsprozess zwischen persönlichen und gesellschaftlichen Interessen führen.

Schlüsselwörter

Emile Durkheim, Soziologie, Arbeitsteilung, Integration, Gesellschaftliche Zwänge, Moral, Kollektivbewusstsein, Individualismus, Anomie, Soziale Ordnung, Selbstmord, Institutionen, Solidarität, Vergesellschaftung, Individuum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Theorie von Emile Durkheim und untersucht das Spannungsverhältnis zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Einbindung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Arbeitsteilung, die Rolle von moralischen Normen, der Einfluss der Gesellschaft auf das Individuum und die Bedeutung sozialer Integration.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu diskutieren, wie autonom ein Individuum in der modernen Gesellschaft agieren kann, wenn es gleichzeitig in ein komplexes System gesellschaftlicher Zwänge eingebettet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die theoretische Analyse und Interpretation von Durkheims soziologischen Werken, um sein Verständnis von Freiheit und Zwang auf aktuelle Fragestellungen zu übertragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionen der Arbeitsteilung, die Pathologien der Moderne, den Einfluss der Gesellschaft auf das Wohlbefinden des Einzelnen und die Entstehung moralischer Schranken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Arbeitsteilung, Integration, Moral, Kollektivgefühl, Anomie und moralischer Individualismus.

Wie unterscheidet Durkheim zwischen der Freiheit des Individuums und gesellschaftlichen Zwängen?

Durkheim sieht gesellschaftliche Zwänge nicht als Unterdrückung, sondern als notwendige Rahmenbedingungen, die erst ein geordnetes und sinnerfülltes Leben ermöglichen.

Warum spielt der Beruf eine besondere Rolle für die Integration?

Der Beruf gilt als die wichtigste Instanz, da das Individuum dort seine meiste Zeit verbringt, seine Individualität entfaltet und aktiv an der gesellschaftlichen Entwicklung teilnimmt.

Was versteht Durkheim unter dem "Doppelleben" der Individuen?

Damit ist der ständige Konflikt zwischen den eigenen persönlichen Interessen und den durch die Gesellschaft geprägten Einstellungen gemeint, die im Individuum ständig konkurrieren.

Final del extracto de 5 páginas  - subir

Detalles

Título
Emile Durkheim: Individualisierung und Vergesellschaftung
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Soziologie)
Curso
Einführung in die klassische, soziologische Theorie
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
5
No. de catálogo
V50511
ISBN (Ebook)
9783638467179
Idioma
Alemán
Etiqueta
Emile Durkheim Individualisierung Vergesellschaftung Einführung Theorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2005, Emile Durkheim: Individualisierung und Vergesellschaftung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50511
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