Unternehmen müssen sich in vielfacher Hinsicht mit der Implementierung von Managementsystemen beschäftigen. Setzen sie alle Managementsysteme gemäß den ISO-Normen um, lassen sich bei der Implementierung eines integrierten Managementsystems bedeutende Synergien erzielen. Die Einführung eines ganzheitlich integrierten Managementsystems stellt hohe Anforderungen an die IT-Technologien, die Datenintegration und das Schnittstellenmanagement. Damit diesen entsprochen werden kann, ist unbedingt in der Einführungsphase ein IT-Projektmanagement sowie begleitendes Change-Management zu empfehlen. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich mit der praktischen Veranschaulichung und daraus resultierende Lösungsansätze für die Organisation eines integrierten Managementsystems am Beispiel eines führenden Erzeugers von Wellpappe-Rohpapieren in Europa.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik
1.4 Aufbau und Struktur
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Grundlegende Begriffe
2.1.1 Integriertes Management
2.1.2 Qualitätsmanagement
2.1.3 Umweltmanagement
2.1.4 FSC-Management
2.1.5 Arbeitsschutz und -sicherheitsmanagement
2.1.6 Energiemanagement
2.2 Darstellung eines integrierten Managementsystems
2.3 Implementierung eines integrierten Managementansatzes
2.3.1 Umsetzungsschritte
2.3.2 Implementierung in der Aufbauorganisation
2.3.3 Implementierung in der Ablauforganisation
2.3.4 Digitalisierung eines integrierten Prozessmanagements
2.3.5 Begleitendes IT-Projektmanagement
2.3.6 Begleitendes Change-Management
3 Empirische Darstellung anhand der Hamburger Containerboard GmbH
3.1 Unternehmensdarstellung
3.2 Statuserhebung Managementsysteme in der HCB
3.3 Statuserhebung Berichtswesen und Softwaresysteme in der HCB
3.3.1 HDMS
3.3.2 Doc Navigator
3.3.3 Orgavision
3.4 SWOT-Analyse am Beispiel der HCB
3.4.1 Stärken und Schwächen der HCB
3.4.2 Chancen und Risiken der HCB
3.4.3 Zusammenfassende Darstellung
3.5 Handlungsempfehlungen für die HCB
4 Conclusio
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, eine Entscheidungsgrundlage für die Entwicklung einer konzernweiten Strategie zur Organisation eines integrierten Managementsystems bei der Hamburger Containerboard GmbH zu schaffen. Dabei soll insbesondere die Forschungsfrage beantwortet werden, was bei der Umsetzung eines solchen konzernweiten, integrierten Managementsystems zu beachten ist.
- Grundlagen und Definitionen integrierter Managementsysteme
- Methoden der Implementierung unter Berücksichtigung von IT und Change-Management
- Status-quo-Analyse der Managementsysteme an den Standorten der Hamburger Containerboard GmbH
- SWOT-Analyse zur Identifikation von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für die konzernweite Implementierung
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Umsetzungsschritte
Die Implementierung eines IMS basiert auf einer umfassenden Bestandsaufnahme, welche die gesamte Organisation des Unternehmens durchleuchtet. Bestandsaufnahmen können über die Prüfung relevanter Dokumente, Betriebsbegehungen, Untersuchungen am Arbeitsplatz sowie über diverse Befragungen von Verantwortlichen und Mitarbeitern eingeholt werden. Der erste Schritt zielt darauf ab, existierende Schwachstellen zu analysieren und den erforderlichen Handlungsbedarf abzuschätzen, sodass ein Konzept mit einem Maßnahmenkatalog erstellt werden kann. Die Einführung eines IMS ist vielfach mit Schwierigkeiten verbunden, da häufig daran geknüpfte Ziele nicht erreicht werden.
Als Grund für derart unbefriedigende Umsetzungsergebnisse kann ein Mangel an folgenden Perspektiven gesehen werden, die zu den vier wesentlichen konzeptionellen Anforderungen an ein IMS gehören:
Zielorientierung: im Hinblick auf die Berücksichtigung der mit den einzelnen zu integrierenden Managementsystemen verbundenen Zielsetzungen, aber auch im Hinblick auf die sich aus einem integrierten System ergebenden Gesamtziele;
Prozessorientierung: es geht insoweit um die effiziente Integration ganz verschiedener Managementsysteme, wobei ein wesentlicher Vorteil ist, dass sie auf dem PDCA-Zyklus beruhen, dennoch bedarf es eines neuen unternehmensindividuellen Prozessmodells;
Innovationsorientierung: es ist wichtig, mit dem IMS auch die Innovationskraft des Unternehmens durch eine dynamische Betrachtung zu vergrößern, die den Konflikt zwischen Stabilität und Innovation aufzulösen vermag;
Kooperationsorientierung: es bedarf eines sorgfältigen Schnittstellenmanagements entlang der Wertschöpfungskette, sowie auch nach außen zu den externen Stakeholdern des Unternehmens.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der digitalen Transformation und der Notwendigkeit integrierter Managementsysteme ein, umreißt die Problemstellung am Beispiel der Hamburger Containerboard GmbH und definiert die Zielsetzung sowie methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden grundlegende Managementkonzepte, wie Qualitäts-, Umwelt-, Arbeitsschutz- und Energiemanagement, erläutert und die theoretischen Anforderungen sowie Umsetzungsschritte für ein integriertes Managementsystem inklusive IT- und Change-Management-Aspekten dargelegt.
3 Empirische Darstellung anhand der Hamburger Containerboard GmbH: Dieses Kapitel präsentiert die Ist-Analyse der Standorte, wertet die bestehenden Systeme und Softwarelösungen aus und führt eine SWOT-Analyse durch, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die konzernweite Implementierung abzuleiten.
4 Conclusio: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Beantwortung der Forschungsfragen, betont die strategische Relevanz einer sorgfältigen Planung und hebt die Bedeutung des Projekt- und Change-Managements für den Erfolg der Implementierung hervor.
Schlüsselwörter
Managementsysteme, Integriertes Management, Hamburger Containerboard GmbH, Digitalisierung, Prozessmanagement, Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, Arbeitsschutzmanagement, Energiemanagement, SWOT-Analyse, IT-Projektmanagement, Change-Management, Implementierung, ISO-Normen, Verbesserungsprozess
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Lösungsansätzen für eine konzernweite Strategie zur Organisation eines integrierten Managementsystems, angewandt auf die Hamburger Containerboard GmbH.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen integrierte Managementansätze, Digitalisierung im Prozessmanagement, IT-Projektmanagement und begleitendes Change-Management im Unternehmenskontext.
Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?
Das primäre Ziel ist es, dem Management der Hamburger Containerboard GmbH eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die strategische Organisation ihrer Managementsysteme über verschiedene Standorte hinweg zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung gewählt?
Der theoretische Teil basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, während der empirische Teil durch eine Ist-Analyse mittels firmeninterner Unterlagen sowie eine SWOT-Analyse durchgeführt wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (ISO-Normen, PDCA-Zyklus) erarbeitet und anschließend auf die spezifische Situation der Hamburger Containerboard GmbH angewendet, inklusive der Erhebung der Softwaresysteme und der Ableitung von Handlungsempfehlungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Integriertes Managementsystem, Digitalisierung, Prozessmanagement, Hamburger Containerboard GmbH, SWOT-Analyse und Change-Management.
Wie unterscheidet sich die Situation der Hamburger Containerboard GmbH aktuell von einem integrierten Ansatz?
Aktuell existieren an den sieben Standorten der Hamburger Containerboard GmbH teilweise unterschiedliche, standortbezogene Managementsysteme ohne eine konzernweite Zusammenführung.
Welche Rolle spielt die Software bei der Implementierung eines integrierten Managementsystems?
Softwarelösungen fungieren als digitales Nervensystem der Organisation, wobei sie durch Schnittstellenmanagement, Dokumentenverwaltung und Prozesssteuerung für Transparenz und Effizienz sorgen sollen.
Warum ist Change-Management für dieses Projekt von zentraler Bedeutung?
Da die Einführung eines integrierten Managementsystems tiefgreifende organisatorische Veränderungen bedeutet, ist Change-Management entscheidend, um Widerstände abzubauen, Akzeptanz bei den Mitarbeitern zu schaffen und einen nachhaltigen Projekterfolg sicherzustellen.
- Arbeit zitieren
- Patrick Sinabel (Autor:in), 2018, Ausarbeitung von Lösungsansätzen für eine konzernweite Strategie zur Organisation eines integrierten Managementsystems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505190