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Die Transition vom Kindergarten in die Grundschule. Die besonderen Bedürfnisse von Kindern in der Schuleingangsphase

Title: Die Transition vom Kindergarten in die Grundschule. Die besonderen Bedürfnisse von Kindern in der Schuleingangsphase

Bachelor Thesis , 2018 , 59 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Carolin Feine (Author)

Social Work
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Diese Bachelorarbeit untersucht, inwieweit es notwendig ist, SozialarbeiterInnen an einer Grundschule zu beschäftigen, um Kinder während der Transition vom Kindergarten in die Schuleingangsphase bestmöglich zu begleiten. Zwar lässt sich die Thematik der Transition bis in das 19. Jahrhundert zurückführen, dennoch ist der Themenbereich bisher noch kaum empirisch erforscht. Daher wird die Beantwortung der Frage mit Hilfe einer genauen und komplexen Literaturrecherche erfolgen.

Zu Beginn der Arbeit wird ein Überblick über die grundlegenden fachlichen Begrifflichkeiten gegeben. Daraufhin wird ein Einblick in das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit gegeben. Dieser Einblick reicht von dem geschichtlichen Hintergrund und den Rahmenbedingungen über das Leitbild und Konzept bis hin zu den Zielgruppen und Aufgaben der schulbezogenen Sozialarbeit. Im Anschluss werden verschiedene theoretische Konzepte der Transition beschrieben, die als Grundlage für den Transitionsansatz von W. Griebel und R. Niesel dienen. Nachfolgend werden die verschiedenen Bildungsorte dargestellt. Einen großen Teil der schriftlichen Arbeit nimmt die Transitionsbewältigung vom Kindergarten in die Grundschule ein. Dieser Punkt umfasst verschiedene Unterpunkte, die sowohl eine positive als auch eine negative Auswirkung auf den Bewältigungsprozess haben können. Beispielsweise wird auf die Gestaltung des Schulanfangs, auf die Risiko- und Schutzfaktoren in Bezug auf die Bewältigung sowie auf die Kooperation zwischen Kindergarten und der Grundschule eingegangen.

Im Schuljahr 2017/2018 wurden in Deutschland 725.100 Kinder eingeschult. Speziell in Thüringen waren es 18.400 Erstklässler. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport fördert seit dem Schuljahr 2013/2014 die schulbezogene Jugendsozialarbeit. Hierbei handelt es sich um Angebote in Bezug auf die Problemlagen der Kinder und Jugendlichen innerhalb ihres Lern- und Lebensraumes. Die sozialpädagogischen Angebote unterstützen und ergänzen den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule. Die Schulsozialarbeit ist zum einen ein Teil des Schulentwicklungsprogramms der entsprechenden Schulen. Zum anderen ist es ein Angebot der regionalen öffentlichen Jugendhilfe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Schulsozialarbeit

2.2 Transition

2.3 Schuleingangsphase

2.4 Schulfähigkeit

3 Schulsozialarbeit

3.1 Geschichtlicher Hintergrund der Schulsozialarbeit

3.2 Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit

3.2.1 Personelle Rahmenbedingungen

3.2.2 Trägerbezogene Rahmenbedingungen

3.2.3 Finanzielle Rahmenbedingungen

3.2.4 Räumliche Rahmenbedingungen

3.2.5 Materiell-technische und kooperationsbezogene Rahmenbedingungen

3.3 Leitbild und Konzept

3.4 Zielgruppen und Aufgaben der Schulsozialarbeit

3.4.1 Zielgruppen der Schulsozialarbeit

3.4.2 Aufgaben der Schulsozialarbeit

3.5 Zusammenfassung

4 Theoretische Konzepte der Transition

4.1 ökopsychologischer Ansatz

4.2 Stressansatz

4.3 Kritische Lebensereignisse

4.4 Transitionsansatz (nach Niesel und Griebel)

4.4.1 Theoretische Wurzeln des Ansatzes

4.4.2 Ebenen der Entwicklungsaufgaben

4.4.3 Ko-Konstruktion der Transition

4.5 Zusammenfassung

5 Bildungsorte

5.1 Bildungsort Kindergarten

5.1.1 Basiskompetenzen

5.1.2 Bildungsbereiche

5.2 Bildungsort familiäres Umfeld

5.3 Bildungsort Schule

5.3.1 Schuleingangsphase/flexible Schuleingangsphase

5.3.2 Schulfähigkeit

5.4 Zusammenfassung

6 Die Transitionsbewältigung vom Kindergarten in die Grundschule

6.1 Historischer Hintergrund

6.2 Schulanfang gestalten

6.3 Risiko-und Schutzfaktoren

6.3.1 Personale Schutzfaktoren

6.3.2 Soziale Schutzfaktoren

6.4 Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule

6.5 Erfolgreich bewältigte Übergänge

6.5.1 Kompetenzen

6.6 Nicht erfolgreiche Übergänge

6.7 Zusammenfassung

7 Reflexion/Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Notwendigkeit von Schulsozialarbeit an Grundschulen, um Kinder während der Transition vom Kindergarten in die Schuleingangsphase pädagogisch zu begleiten und bei der Bewältigung dieses Übergangs zu unterstützen.

  • Bedeutung der Schulsozialarbeit als Unterstützungssystem im Schulalltag.
  • Theoretische Konzepte der Transition und deren Bedeutung für das Kind.
  • Die Rolle verschiedener Bildungsorte (Kindergarten, Familie, Schule) im Übergangsprozess.
  • Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren bei der Transitionsbewältigung.
  • Bedeutung der Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren (Eltern, Erzieher, Lehrer).

Auszug aus dem Buch

4.4.1 Theoretische Wurzeln des Ansatzes

Die anthropologischen Wurzeln des Ansatzes gehen auf Arnold van Gennep zurück. Er war ein französischer Ethnologe und entwickelte ein Strukturmodell von Übergangsriten, welches drei Phasen umfasst. In der ersten Phase, der Trennungsphase, steht die Lösung der einzelnen Person von ihrem derzeitigen Status im Mittelpunkt. Die zweite Phase, die Schwellenphase, bezeichnet den Stand zwischen der Ablösung des alten Status und der Angliederung an den neuen Status. Danach folgt die dritte Phase, die Annahme des neuen Status bzw. die Integrationsphase. Victor Turner, ebenfalls Ethnologe, entwickelte das Strukturmodell weiter. Er weist darauf hin, dass besonders in der zweiten Phase eine erhöhte Sensibilität besteht, die Merkmale einer Krise aufweist. Die Vertrauensperson der Individuen verändert sich. Somit befinden sie sich in einem Wandlungsprozess und bilden mit anderen eine neue Gemeinschaft (vgl. Seifert/Wiedenhorn 2018, S. 90 / Griebel/Niesel 2013, S.14f.).

Die pädagogischen Wurzeln wurden geprägt von Bruner. Er erarbeitete bedeutende Beiträge für die kognitive Lerntheorie. Bruner wies darauf hin, welche zentrale Bedeutung die Umwelt auf das Lernen hat. Er sieht die Bedeutung des „Selbst“ als Grundlage der menschlichen Kultur. Seine Theorie verweist auf den Konstruktivismus anhand des entdeckenden Lernens und der Mehrperspektivität (vgl. Griebel/Niesel 2013, S. 19). Die soziologischen Wurzeln werden beispielsweise durch Elder vertreten. Dieser sieht Transitionen als Wendepunkt im Lebenslauf, die durch prozesshafte Statuswechsel gekennzeichnet sind. Er ist der Auffassung, dass die in der frühen Kindheit gemachten Erfahrungen der Ausgangspunkt seien, wie die Person der Lebensumwelt gegenüber tritt (vgl. Griebel/Niesel 2013, S. 17). Anselm Strauss beschreibt die Übergangsprozesse als „Interaktionen der Erfahrungen des Einzelnen mit dem Verhalten wichtiger anderer Menschen seiner Umgebung sowie mit den in diesem Verhalten repräsentierten gesellschaftlichen Normen“ (Griebel/Niesel 2013, S.18). Weiterhin vertritt er den Standpunkt, dass das Beziehungsnetzwerk und die individuelle Identitätsbildung aufgrund der gesellschaftlich vorgegebenen Übergangsphase (Übergänge im Bildungssystem) nachhaltig verändert wird (vgl. Griebel/Niesel 2013, S. 18).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation der Schulsozialarbeit in Thüringen und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, ob Schulsozialarbeiter an Grundschulen für eine gelingende Transition notwendig sind.

2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Schulsozialarbeit, Transition, Schuleingangsphase und Schulfähigkeit definiert und theoretisch eingeordnet.

3 Schulsozialarbeit: Hier wird der geschichtliche Hintergrund, die rechtlichen und räumlichen Rahmenbedingungen sowie das Leitbild und die Aufgaben der Schulsozialarbeit ausführlich beschrieben.

4 Theoretische Konzepte der Transition: Das Kapitel erläutert verschiedene wissenschaftliche Ansätze, darunter den ökopsychologischen Ansatz, den Stressansatz und den Transitionsansatz nach Griebel und Niesel, die den Übergangsprozess erklären.

5 Bildungsorte: Es werden die Rollen von Kindergarten, familiärem Umfeld und Schule als zentrale Lernorte beleuchtet, die den Übergang aktiv mitgestalten und unterstützen sollen.

6 Die Transitionsbewältigung vom Kindergarten in die Grundschule: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Bewältigung des Übergangs, betrachtet Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen den Institutionen.

7 Reflexion/Resümee: Der Autor reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und zieht die Schlussfolgerung, dass die professionelle Begleitung durch Sozialarbeiter an Grundschulen für einen erfolgreichen Übergang essenziell ist.

Schlüsselwörter

Schulsozialarbeit, Transition, Schuleingangsphase, Schulfähigkeit, Übergangsbewältigung, Kooperation, Kindertagesstätte, Grundschule, Bildungsorte, Resilienz, soziale Kompetenz, Beratung, Entwicklungsaufgaben, Stressansatz, pädagogische Unterstützung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Notwendigkeit der schulbezogenen Sozialarbeit bei der Begleitung von Kindern während des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themenfelder sind die theoretischen Grundlagen von Transitionsprozessen, das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit, die Anforderungen an die verschiedenen Bildungsorte sowie der Umgang mit Risiko- und Schutzfaktoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet: „Ist es notwendig SozialarbeiterInnen an einer Grundschule zu beschäftigen, um Kinder während der Transition vom Kindergarten in die Schuleingangsphase bestmöglich zu begleiten und bei der Bewältigung zu unterstützen?“

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Fachkonzepten und gesetzlichen Rahmenvorgaben (wie z.B. dem Thüringer Bildungsplan).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begrifflichkeiten, die Darstellung des Arbeitsfeldes Schulsozialarbeit, die Erläuterung theoretischer Transitionsmodelle sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Bewältigung des Übergangs und der Kooperation zwischen Schule und Kindergarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Transition, Schulsozialarbeit, Übergangsbewältigung, Kooperation und Schulfähigkeit charakterisieren.

Welche Rolle spielen Eltern im Übergangsprozess laut dieser Arbeit?

Eltern nehmen eine Doppelrolle ein: Sie begleiten ihr Kind als Experten bei der Transition und müssen gleichzeitig ihren eigenen Übergang bewältigen, etwa indem sie sich auf neue familiäre Anforderungen und Kommunikationswege zur Schule einstellen.

Was genau ist die „flexible Schuleingangsphase“?

Die flexible Schuleingangsphase ist eine reformpädagogische Organisationsform, bei der die 1. und 2. Klasse zusammengefasst werden, um den Kindern ein Verbleiben von ein bis drei Jahren zu ermöglichen und eine Balance zwischen entwicklungsorientierter und altersorientierter Einschulung zu schaffen.

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Details

Title
Die Transition vom Kindergarten in die Grundschule. Die besonderen Bedürfnisse von Kindern in der Schuleingangsphase
College
University of Applied Sciences Nordhausen
Grade
1,9
Author
Carolin Feine (Author)
Publication Year
2018
Pages
59
Catalog Number
V505228
ISBN (eBook)
9783346054616
ISBN (Book)
9783346054623
Language
German
Tags
Bildungsübergang Übergang Transition Pädagogik Grundschule Soziale Arbeit Kindergarten Übergänge gestalten Schulsozialarbeit W. Griebel R. Niesel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Feine (Author), 2018, Die Transition vom Kindergarten in die Grundschule. Die besonderen Bedürfnisse von Kindern in der Schuleingangsphase, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505228
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