Könnte es wieder eine ähnlich verheerende Epidemie wie die Pest im 14. Jahrhundert geben? Dafür habe ich ein interessantes Buch von Meier gelesen, der sich mit den Auswirkungen von Pest-Epidemien beschäftigt hat. Außerdem wird in dieser Arbeit erklärt, wie Bakterien überhaupt Resistenzen entwickeln und dafür werde ich mich auf ein Buch von Dr. Krukonis beziehen.
Zahlreiche Zeitungsartikel aus Internetquellen, werden außerdem einen großen Bestandteil dieser Arbeit ausmachen. In dieser Arbeit werden vier verschiedene Krankheiten beschrieben, und analysiert wie gefährlich sie für unser Überleben sind. Ich werde hauptsächlich aus literarischen Werken Informationen sammeln und so die Krankheiten auswerten und dann miteinander vergleichen. Da in dieser Arbeit hauptsächlich Infektionskrankheiten behandelt werden, geht es zunächst in einem kurzen Kapitel darum, was Infektionskrankheiten sind.
Danach geht es um die Pest und um die Frage warum genau gerade diese Krankheit so in unserem Gedächtnis geblieben ist. Danach geht es um Ebolafieber, die Krankheit, die im Jahr 2014 uns alle schockiert hat und teilweise ein noch aktuelles Thema ist. Im nächsten Kapitel geht es um die multiresistenten Keime, die vielen Europäern momentan das Leben kosten und für Skandale in der Lebensmittelindustrie verantwortlich sind. Zu guter Letzt geht es um die Masern, die durch die Impfgegner wieder zu einer Gefahr werden. In diesem Kapitel wird auch erklärt, was die Impfgegner eigentlich sind und warum sie Impfungen verweigern. Diese Arbeit wird aufgrund des geringen Umfangs die meisten Krankheiten nicht berücksichtigen. Es wird nur um die obigen vier genannten gehen, da diese für mein Empfinden, am verheerendsten sind.
In der heutigen Zeit schreitet die Entwicklung von Medizin und Technik rasend voran, sodass man sich kaum noch vorstellen kann, dass die Menschheit aussterben könnte. Die Wahrheit ist, dass wir tödliche Krankheiten und all das Unheil dieser Welt, nicht besiegt haben. Denn auch Viren und Bakterien entwickeln sich weiter, teilweise schneller als wir Medikamente dagegen entwickeln können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Infektionskrankheiten
3. Die Pest
3.1. Der Schrecken um die Pest
4. Ebolafieber
4.1. Fazit zu Ebola
5. Antibiotika-Resistenz
5.1. Antibiotika in der Tierhaltung
5.2. MRSA
5.3. Alternative für Antibiotika
6. Die Impfgegner
6.1. Die Masern
6.2. Lösungsansätze für die Impfgegner-Bewegung
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Gefahren moderner Epidemien und bewertet kritisch, ob diese ein ähnliches katastrophales Ausmaß wie die Pestepidemie im 14. Jahrhundert erreichen könnten. Hierzu werden verschiedene Infektionskrankheiten hinsichtlich ihrer Verbreitung, Gefährlichkeit und den Möglichkeiten ihrer Eindämmung analysiert.
- Historische und moderne Perspektiven auf globale Seuchen
- Mechanismen und Herausforderungen der Antibiotika-Resistenz
- Soziologische und medizinische Aspekte der Impfgegner-Bewegung
- Vergleich der Letalität und Ausbreitungsdynamik ausgewählter Erreger
- Die Rolle der Forschung und politischer Maßnahmen im Infektionsschutz
Auszug aus dem Buch
3. Die Pest
In der heutigen Zeit gibt es nur noch in vereinzelten Ländern die Pest, aber nicht in Deutschland. Die Pest kommt vor allem in südlicheren Gebieten Afrikas vor, in Asien, in tropischen und subtropischen Regionen von Südamerika und im Südwesten der USA. Risikofaktoren für einen Pestausbruch sind mangelnde Hygiene und Ratten in Wohnhäusern, wie auch das Leben in Slums (Häuser meist gebaut aus Schrott, welche zu einem Wohngebiet für arme Menschen in Großstädten werden).
Die Pest gehört zu den Infektionskrankheiten und ist ein Bakterium. Es wird Yersinia pestis genannt. Die Pest hat insgesamt drei Erscheinungsformen. Dazu gehören die Beulenpest, die Lungenpest und die Pestseptikämie. Charakteristisch für die Beulenpest sind angeschwollene Lymphknoten. (Abb. 1) Sie schwellen anfangs nur an der Einstichstelle an, durch die der Pesterreger in den menschlichen Körper eingedrungen ist. Die Pestbeulen färben sich nach einiger Zeit tiefblau und wirken dadurch schwarz, weshalb die Pest auch als der “Schwarze Tod” bezeichnet wird (vgl. Dupont/Felchner 2018). Die Beulenpest wird durch Tröpfcheninfektion, also die Infektion durch Körperflüssigkeiten, beim Zerplatzen der Pestbeulen übertragen. Wenn die Beulenpest nicht behandelt wird, hat der Infizierte nur eine Überlebenschance von ungefähr 50%-90%, bei Hygienestandards vom 14. Jahrhundert (vgl. Vasold 2003: 14). Die Lungenpest wird auch durch Tröpfcheninfektion, in dem Fall meistens durch Speichel, der durch Husten austritt, oder Nasenschleim, welcher durch Niesen austritt, und durch die Atemluft eines Infizierten übertragen und hat Bluthusten und Fieber als Symptome.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung legt das Fundament der Arbeit durch die Fragestellung, ob heute noch eine derart verheerende Epidemie wie die Pest des 14. Jahrhunderts möglich ist.
2. Infektionskrankheiten: Dieses Kapitel definiert Infektionskrankheiten als weltweite Gefahr, die durch Bakterien, Viren oder Parasiten hervorgerufen wird.
3. Die Pest: Hier werden die Erscheinungsformen, Symptome und Übertragungswege der Pest detailliert betrachtet und der historische Schrecken wissenschaftlich eingeordnet.
4. Ebolafieber: Dieser Abschnitt behandelt die Verbreitung, den Krankheitsverlauf sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen von Ebola, unter besonderer Berücksichtigung der Impfstoffentwicklung.
5. Antibiotika-Resistenz: Das Kapitel erläutert die Entstehung von Resistenzen, die Problematik der Massentierhaltung sowie die Suche nach therapeutischen Alternativen wie Bakteriophagen.
6. Die Impfgegner: Die Analyse befasst sich mit den Motiven von Impfgegnern, den Masern als exemplarisches Beispiel und möglichen Lösungsansätzen durch die Politik.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung, dass zwar aus vergangenen Epidemien gelernt wurde, der Schutz jedoch von globaler Forschung und konsequentem Handeln abhängt.
Schlüsselwörter
Pest, Infektionskrankheiten, Ebolafieber, Bakterien, Antibiotika-Resistenz, MRSA, Bakteriophagen, Impfgegner, Masern, Pandemie, Epidemiologie, Medizin, Immunisierung, Hygiene, öffentliche Gesundheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, inwieweit moderne Infektionskrankheiten eine Bedrohung darstellen, die mit der historischen Pestepidemie des 14. Jahrhunderts vergleichbar wäre.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen historische Seuchen, moderne Virusinfektionen (Ebola), die bakterielle Resistenzbildung gegen Antibiotika sowie die soziopolitischen Herausforderungen durch Impfgegner-Bewegungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die wissenschaftliche Einordnung aktueller Epidemien hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit für das Überleben der Menschheit.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine literaturbasierte Analyse durchgeführt, bei der medizinische Fachinformationen, Zeitungsberichte und wissenschaftliche Werke ausgewertet und miteinander verglichen wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden vier spezifische Krankheitsbilder (Pest, Ebola, multiresistente Keime, Masern) analysiert sowie deren Übertragungswege, Symptome und Präventionsmöglichkeiten dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Antibiotika-Resistenz, Infektionskrankheiten, globale Seuchenprävention und Impfethik geprägt.
Warum wird die Pest in der Arbeit als Vergleichsmaßstab genutzt?
Die Pest dient als Referenzpunkt für die historisch größte bekannte Massensterblichkeit, um die relative Schwere moderner Seuchen einschätzen zu können.
Welche Bedeutung haben Bakteriophagen in dieser Arbeit?
Bakteriophagen werden als vielversprechende, wenn auch noch nicht vollständig erforschte therapeutische Alternative zu Antibiotika bei multiresistenten Keimen diskutiert.
Wie bewertet der Autor die Impfgegner-Bewegung?
Der Autor betrachtet die Bewegung kritisch und sieht darin eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit, die eine politische Debatte über eine mögliche Impfpflicht notwendig macht.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2019, Epidemien in der Gegenwart. Könnte es noch einmal eine ähnliche Epidemie wie die Pest im 14. Jahrhundert geben?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505441