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Corporate Sustainability in mittelständischen Unternehmen: Umsetzungsstrategien einer nachhaltigen Unternehmensführung (Basel II - Richtlinien)

Title: Corporate Sustainability in mittelständischen Unternehmen: Umsetzungsstrategien einer nachhaltigen Unternehmensführung (Basel II - Richtlinien)

Diploma Thesis , 2005 , 92 Pages , Grade: sehr gut (1,5)

Autor:in: Dipl.-Oec. Stefan à Tellinghusen (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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[...] Auch wenn in den letzten Jahren vermehrt Unternehmen beginnen, sich ernsthafter mit dem Thema ihrer unternehmerischen Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen, so ist es oftmals immer noch bestenfalls ein Nebenthema, bei dem man nicht „an einen schnellen Erfolg“ glaubt und auch daher eher die Devise gilt, „nice to have“, aber zunächst müsse natürlich "der Job" gemacht, also Geld verdient werden.

Aus diesem Grunde möchte ich mit dieser Diplomarbeit einerseits die zentralen Erfolgs- und Chancenpotentiale einer nachhaltiger ausgerichteten Unternehmensführung verdeutlichend darstellen und dabei gleichzeitig mögliche Umsetzungsstrategien aufzeigen, die helfen sollen, unternehmerische Nachhaltigkeit konkret als Managementmodell im Betrieb zu etablieren. Zugleich lege ich hier insbesondere den Fokus auf mittelständische Unternehmen, die, obwohl sie die große Mehrheit aller Unternehmen gerade in Deutschland darstellen, im Rahmen der öffentlichen und medialen Betrachtung in Bezug auf unternehmerische Nachhaltigkeit in den letzten Jahren noch oftmals im Schatten der großen Konzerne standen.7

Ich möchte vor diesem Hintergrund im zweiten Teil dieser Arbeit ein ganz zentrales, gerade im mittelständischen Bereich aktuell die Diskussion beherrschendes Thema nutzen, um hier Anknüpfungs- und Überschneidungspunkte aufzuzeigen und es somit mit der Thematik unternehmerischer Nachhaltigkeit direkt zu verbinden: die Ankündigung des Basler Ausschusses zur geplanten Neuregelung der Eigenkapitalvorschriften für Banken („Basel II“) hat in den Augen vieler Branchenexperten geradezu revolutionierende Auswirkungen insbesondere auf die zukünftige Unternehmensfinanzierung. Denn im Zuge dieser, zum 01.01.2007 umgesetzten, im Grunde und Ansatz rein bankaufsichtlichen Regelungen, werden es alle Unternehmen in naher Zukunft mit neuen, ratingbasierenden Spielregeln zu tun haben, in dessen Rahmen die gesamte Kommunikation mit potentiellen Fremdkapitalgebern auf eine neue Ebene gehoben wird. Dabei werden ebenso schwerpunktmäßig Risikomanagement und zukunftsfähige Marktstrategien der Unternehmen, aber auch andere qualitative „Assets“ viel stärker in den Mittelpunkt einer externen Unternehmensbeurteilung durch Banken und andere potentielle Kapitalgeber rücken. Ein weiteres Ziel dieser Diplomarbeit ist es somit zu untersuchen, ob Basel II insbesondere mit Blick auf mittelständische Unternehmen als Türöffner oder Katalysator einer nachhaltigen Unternehmensführung anzusehen sein könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung und Überblick

1. Perspektiven und Gestaltungswege zur Umsetzung einer nachhaltigen Unternehmensführung

1.1 Blick auf aktuelle theoretische Nachhaltigkeitskonzepte und mögliche konzeptionelle Weiterentwicklungen

1.1.1 Was ist unternehmerische Nachhaltigkeit ?

1.1.2 Die kulturprägende Dimension von Unternehmen

1.1.3 Die ethische Dimension von Unternehmen

1.2 Unternehmerische Nachhaltigkeit aus dem Blickwinkel strategischem Managements

1.2.1 Corporate Sustainability als strategischer Lernprozeß

1.2.2 Corporate Sustainability als wertsteigerndes Reputationsmanagement

1.2.3 Corporate Sustainability und Risikomanagement im Hinblick auf KonTraG

1.2.4 Corporate Sustainability, Innovationen, Zukunftsmärkte

1.3 Corporate Sustainability in mittelständischen Unternehmen

1.4 Mögliche Instrumente zur Umsetzung und Förderung unternehmerischer Nachhaltigkeit

1.4.1 Die Sustainable Balanced Scorecard (S.BSC)

1.4.1.1 Die Balanced Scorecard als grundlegendes Konzept

1.4.1.2 Die Weiterentwicklung zur Sustainable Balanced Scorecard

1.4.2 Sustainable Excellence durch Prozeß-Benchmarking

1.4.2.1 Das Excellence Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM) als Grundlage

1.4.2.2 Die Weiterentwicklung des EFQM-Modells zur Sustainable Excellence (SusEx)

1.4.2.3 Nachhaltiges Prozeßmanagement durch Sustainability-Benchmarking

2. Mittelständische Unternehmensfinanzierung im 21. Jahrhundert

2.1 Die Neugestaltung der Eigenkapitalrichtlinien im Zuge von BASEL II und seine Auswirkungen auf die mittelständische Unternehmensfinanzierung und –bewertung

2.2. Basel II als Türöffner für Corporate Sustainability

2.2.1. Die Notwendigkeit eines professionelleren Umgangs mit dem Thema Rating

2.2.2 Die Weiterentwicklung von Basel II-Controllingsstrukturen zur Vorbereitung auf „Corporate Sustainability-Ratings“

2.3 Kapitalmarktorientierte Chancen einer nachhaltigen Unternehmensführung

2.3.1 Private Equity und Mezzanine-Kapital

2.3.2 Nachhaltiges Investment

2.3.3 Die wachsende Bedeutung von externen Nachhaltigkeitsrankings

Schlußbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Potenziale und Umsetzungsstrategien einer nachhaltigen Unternehmensführung (Corporate Sustainability) speziell in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Ein zentraler Fokus liegt auf der Verknüpfung von Nachhaltigkeitsmanagement mit den durch die Basel II-Richtlinien induzierten Anforderungen an das Rating und die Unternehmensfinanzierung.

  • Erfolgspotenziale und Chancen einer nachhaltigen Unternehmensführung
  • Anwendbare Managementinstrumente für KMU (z.B. Sustainable Balanced Scorecard)
  • Implikationen der Basel II-Eigenkapitalvorschriften für die Unternehmensfinanzierung
  • Rating-Strategien und Professionalisierung der Informationspolitik
  • Bedeutung von Nachhaltigkeitsrankings für den Zugang zu Kapitalmärkten

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Die kulturprägende Dimension von Unternehmen

Unternehmenserfolg begründet sich in zunehmendem Maße auf die Schaffung von Produktkulturen und Erlebniswelten, und die eigentliche Produktion selbst wird als zentrales unternehmerisches Geschäftsfeld stärker in den Hintergrund gedrängt. Unternehmen stehen nicht mehr alleine durch höheren Periodengewinn oder langfristig bessere betriebswirtschaftliche Erfolgspositionen in Konkurrenz, sondern in zunehmendem Maß auch über die unterschiedliche „kulturelle Qualität“ der von ihnen angebotenen Güter und Dienstleistungen. Produkte „sind mehr denn je von ihrem Gebrauchswert emanzipiert und nur noch [emotional] eingebettet in Produktkultur erklärbar“. Dabei schaffen gerade Marken in einer Welt permanenter Veränderungen Orientierungen und geben emotionale Sicherheit.

Es handelt es sich ganz klar um ein rekursives Verflechtungsverhältnis von Unternehmen und Gesellschaft, daß immer stärker kulturell aufgeladen ist und zeigt, „zu welch kulturell unterschiedlichen Perspektiven unternehmerische Angebotsstrategien führen können“.

Unternehmen des 21. Jahrhunderts müssen sich damit aber auch folglich stärker ihrer eigenen kulturellen Verantwortung im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsanstrengungen stellen, denn Unternehmensstrategien sind heute immer auch gesellschaftliche Kommunikationsangebote, wie die Dinge gesehen werden und wie die Gesellschaft sich weiter entwickeln sollte. Dabei liegt es klar in der Verantwortung von Unternehmen, solche Angebote parallel unter dem Aspekt einer nachhaltigen Entwicklung zu beurteilen. Auch deshalb erlangt die kulturprägende Dimension von Unternehmen im Bereich der unternehmerischen Nachhaltigkeitsforschung seit einiger Zeit größere Aufmerksamkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung und Überblick: Einführung in die Problemstellung des unternehmerischen Denkens in Nachhaltigkeitsdimensionen und die Zielsetzung der Arbeit.

1. Perspektiven und Gestaltungswege zur Umsetzung einer nachhaltigen Unternehmensführung: Theoretische Einordnung von Nachhaltigkeitskonzepten und Diskussion von Managementansätzen für strategische Lernprozesse.

2. Mittelständische Unternehmensfinanzierung im 21. Jahrhundert: Analyse der Auswirkungen der Basel II-Richtlinien auf die Finanzierung mittelständischer Unternehmen und deren Verknüpfung mit Nachhaltigkeitsratings.

Schlüsselwörter

Corporate Sustainability, Nachhaltige Unternehmensführung, Mittelstand, Basel II, Rating, Sustainable Balanced Scorecard, Risikomanagement, Unternehmensfinanzierung, Strategisches Management, Reputation, Nachhaltiges Investment, Stakeholder-Management, Soft Assets.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Erfolgspotenzialen und Umsetzungsstrategien für eine nachhaltige Unternehmensführung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf mittelständische Unternehmen gelegt wird.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Zu den Kernbereichen gehören strategisches Nachhaltigkeitsmanagement, die Nutzung moderner Managementinstrumente wie der Sustainable Balanced Scorecard sowie die Auswirkungen bankaufsichtlicher Regulierungen auf die Unternehmensfinanzierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und wie Konzepte der unternehmerischen Nachhaltigkeit als strategischer Vorteil genutzt werden können, insbesondere um die durch Basel II veränderten Finanzierungsbedingungen aktiv zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-konzeptionelle Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Forschungsprojekte (z.B. SUMMER-Studie) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Nachhaltigkeitskonzepte, die Vorstellung spezifischer Instrumente wie der S.BSC und des EFQM-Excellence-Modells sowie die Analyse der Mittelstandsfinanzierung im Kontext von Basel II.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Corporate Sustainability, Mittelstand, Basel II, Rating, Sustainable Balanced Scorecard und Risikomanagement.

Inwiefern beeinflusst Basel II die Relevanz der Corporate Sustainability?

Da Basel II Banken zu einer individualisierten, risikoorientierten Kreditvergabe zwingt, gewinnen qualitative Faktoren (Soft Assets) und langfristige Zukunftsstrategien der Unternehmen an Bedeutung. Eine nachhaltige Unternehmensführung wird somit zum Türöffner für ein besseres Rating.

Warum wird die "Sustainable Balanced Scorecard" (S.BSC) als besonders geeignet für KMU hervorgehoben?

Die S.BSC gilt als praktikables Instrument, das den Tunnelblick auf kurzfristige Finanzkennzahlen überwindet und eine Reflexion über Unternehmensziele ermöglicht, ohne den operativen Rahmen mittelständischer Unternehmen zu sprengen.

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Details

Title
Corporate Sustainability in mittelständischen Unternehmen: Umsetzungsstrategien einer nachhaltigen Unternehmensführung (Basel II - Richtlinien)
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
sehr gut (1,5)
Author
Dipl.-Oec. Stefan à Tellinghusen (Author)
Publication Year
2005
Pages
92
Catalog Number
V50548
ISBN (eBook)
9783638467476
ISBN (Book)
9783638936552
Language
German
Tags
Corporate Sustainability Unternehmen Erfolgspotentiale Umsetzungsstrategien Unternehmensführung Berücksichtigung Basel Richtlinien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Oec. Stefan à Tellinghusen (Author), 2005, Corporate Sustainability in mittelständischen Unternehmen: Umsetzungsstrategien einer nachhaltigen Unternehmensführung (Basel II - Richtlinien), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50548
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