Martin Luther. Ein Sermon von der Bereitung zum Sterben

Im Kontext der Ars-Moriendi-Literatur des Spätmittelalters


Hausarbeit, 2019

24 Seiten

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Leitfrage

2. Quellenkritik
2.1 Äußere Quellenkritik
2.1.1 Beschreibung der Quelle
2.1.2 Textkritik/ Überlieferungsgeschichte
2.1.3 Echtheitskritik
2.1.4 Gattungs-/ Formkritik
2.2 Innere Quellenkritik
2.2.1 Horizont des Verfassers
2.2.2 Tendenzkritik
2.2.3 Traditionskritik

3. Historisches Urteil

4. Interpretation

5. Fazit/ Schluss

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung und Leitfrage

Das Sterben. Ein Thema, das im Alltag meist weit entfernt scheint, dem man sein Leben lang möglichst viel Aufschub gewährt und für viele Menschen keines ist, mit dem man sich persönlich auseinandersetzt. Und doch ist es das natürlichste der Welt, betrifft jeden und kommt oft so unerwartet, dass ein Nachdenken darüber kaum noch möglich ist. Trotzdem wird in einer Zeit, in der die Suche nach Sicherheit groß ist, medizinische Möglichkeiten immer mehr erforscht werden und das volle Auskosten des Lebens plakatiert wird, wenig über den eigenen Tod nachgedacht. Vor 500 Jahren stand das Sterben scheinbar viel enger im Zentrum des Lebens der Menschen. Antworten wurden gesucht, die im Hinblick auf das Sterben Hilfe geben und das eigene Handeln anleiten sollten. Aus dieser Suche nach einer Sterbehilfe heraus, entstand die in dieser Arbeit betrachtete Quelle Ein Sermon von der Bereitung zum Sterben. Diese wird im Hinblick auf die Fragestellung untersucht, inwiefern es aus der Sicht Luthers eine Vorbereitung auf den Tod geben kann und wie das bewusste Nachdenken über das Sterben zur Erkenntnis der Gnade Gottes durch den Tod Jesu Christi führen kann. Dabei wird die Quelle zunächst historisch-kritisch untersucht und aus dieser Arbeit heraus im Anschluss interpretiert.

2. Quellenkritik

2.1 Äußere Quellenkritik

2.1.1 Beschreibung der Quelle

Die vorliegende Quelle Ein Sermon von der Bereitung zum Sterben liegt in einer textkritischen Form in der Sammlung Luthers Werke, Weimarer Ausgabe1 vor. Diese bezieht sich im Wesentlichen auf die Ausgabe, die 1519 bei Johann Grunenberg in Wittenberg gedruckt wurde, als Urdruck des Sermons gilt und somit als Primärquelle betrachtet werden kann. Dieses Exemplar liegt uns noch heute in seiner Originalform in der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel vor.2 Ob bzw. dass es sich hierbei tatsächlich um den Erstdruck handelt, wird in der Echtheitskritik genauer untersucht. Die Anfertigung des Sermons wird Martin Luther zugeschrieben, der auch schon direkt unter der Überschrift des Sermons mit dem Kürzel M.L.A. (Martin Luther Augustiner) aufgeführt ist. Datiert ist die Quelle auf das Jahr 1519. Ein genaueres Datum ist zwar nicht angegeben, aber aufgrund noch erhaltener Briefe Luthers3 kann eine Eingrenzung des genauen Datums getroffen werden. Diese lassen darauf schließen, dass der Sermon post quem 22. September 1519 verfasst wurde, an dem uns ein Brief an Spalatin vorliegt, in dem L. ihm eine Trostschrift zukommen lässt, anstatt selbst eine Schrift zu verfassen und ante quem 1. November, an dem der schließlich doch verfasste Sermon L.s bereits gedruckt war, was ebenfalls aus einem Brief L.s hervorgeht.4 Auf diese Briefe und deren Inhalt wird ebenfalls in der Echtheitskritik genauer eingegangen. Inhaltlich nimmt L. mit seinem Sermon Stellung zu den im Mittelalter herrschenden Vorstellungen von Sterben und Tod und „knüpft mit diesem Sermon an die Vielzahl der spätmittelalterlichen Schriften an, die der ars moriendi, der »Kunst des wolsterbens [sic!]« (Geiler von Kayserberg), galten und sich als Erbauungsschriften großer Beliebtheit erfreuten.“5 Eben solch eine Erbauungsschrift, oder auch Trostschrift, stellt diese in deutscher Sprache geschriebene Schrift L.s dar, die aufgrund ihrer konkreten Anweisungen mit dem Umgang der Konfrontation des Todes, bis heute eine hohe seelsorgerliche Relevanz inne hat.6

2.1.2 Textkritik/ Überlieferungsgeschichte

Die Quelle stieß schnell auf eine so große Nachfrage, „daß [sic!] sie schon kurz nach ihrem Erscheinen immer wieder nachgedruckt werden mußte [sic!], bis zum Jahr 1525 insgesamt 21mal.“7 Darüber hinaus entstanden noch zwei Ausgaben in lateinischer Form und Übersetzungen ins Dänische und Niederländische.8 Ursprung dieser Nachdrucke ist die bereits erwähnte Ausgabe A, von welcher die Nachdrucke ausgingen, die von WA in vier Gruppen unterteilt wurden: Zunächst B, L, und U, welche alle – von dem Archetypus A beginnend - direkte Nachdrucke von ihrem Vorgänger sind. Sie wurden alle in Wittenberg von Johann Grunenberg gedruckt und sind somit direkte Neuauflagen. Als zweite Gruppe wird die Leipziger Ausgabe C und die davon ausgehenden Ausgaben D, E, F, G, M, O, W zusammengefasst. Die dritte Gruppe umfasst den Augsburger Druck H von Silvan Otmar, von welchem sowohl die weiteren otmarschen Ausgaben I, P, Q und K, als auch die Drucke aus Basel, R, S und T ausgehen, welche der schweizerischen Mundart folgen. Die in Erfurt gedruckte Version N steht als einzige Ausgabe separat und folgt äußerst genau dem Archetypus.9

Die vorliegende WA beruht auf dem Erstdruck A, bezieht jedoch in ihrem textkritischen, Apparat Abweichungen der Handschriften B, C, H und R mit ein. B unterscheidet sich von A hauptsächlich in der Schreibweise bzw. dem Austausch einzelner Buchstaben. Häufig wird hier o statt a, n statt m, u statt eu verwendet und die Umlaute werden häufiger bezeichnet (ö statt o, ä statt a, ü statt u). Vereinzelt finden sich aber auch andere Änderungen, wie z.B. S.688, Z.18 gerner statt gerne.10 Für C wird vermerkt, „daß hier meistens „aber“ für „oder“, „sal“ und „saltu“ mehrfach für „sol“ und „soltu“ und auch sonst hin und wieder a für o steht, sowie häufiger „den“ für „dan“, daß [sic!] die Endung des Genitivs im Singular „is“ nur vereinzelt vorkommt, „sust“ bisweilen für „sonst“, und daß [sic!] weniger oft die Umlaute bezeichnet werden“11. Diese für C markanten Unterschiede, als auch andere Abweichungen, wie z.B. die fehlende Überschrift des Sermons werden im textkritischen Apparat mit aufgeführt. Während der Augsburger Druck H mehr ins Oberdeutsche rückt, nähert sich die in Basel gedruckte Ausgabe R, die jedoch abhängig von H ist, eher der schweizerischen Mundart an. Diese beiden Lesarten werden in einzelnen Fällen aufgeführt, wobei R nur alleinsteht, wenn H mit A übereinstimmt.12

2.1.3 Echtheitskritik

Historisch gibt es keinen Zweifel daran, dass der Sermon von L. stammt. Dies „setzt die Beschaffenheit des Textes außer Zweifel. Bestätigt wird es uns durch das in der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel befindliche Exemplar“13. Dieses „versah er [L.] mit einer Widmung an Schart“14, wodurch es mit der Unterschrift des Verfassers glaubwürdig besiegelt ist. Markus Schart war ein Hofrat des Landesherren L.s, Friedrich des Weisen in Sachsen.15 Im Frühjahr 1519 hatte Spalatin L. gebeten, „er möge doch einer Bitte des Markus Schart […] entsprechen, und ihm eine Anleitung zur Vorbereitung auf das Sterben geben.“16 Spalatin war Hochschulreferent und Sekretär Friedrichs und dessen Hofrates. Er vermittelte zwischen L. und dem Kurfürsten, die ihre Briefwechsel immer über ihn abwickelten. Es sind jedoch nur noch die insgesamt 303 Briefe L.s an Spalatin erhalten geblieben, nicht aber die von Spalatin an L..17 Da L. keine Zeit hatte diese Anweisung zu verfassen, da er u.a. mit der Leipziger Disputation schwer beschäftigt war, verwies er in einem Brief am 8. Mai 1519 jedoch zunächst auf das von ihm als äußerst hilfreich empfundene Sterbebüchlein Von der Nachfolge des willigen Sterbens Christi seines Ordensvorgesetzten18 und Freundes Johann von Staupitz: „Scharto nostro de morte obeunda non inutilis foret Vernaculus ille Staupitii libellus de imitanda morte Christi, In quo & melius (pro dote sua) rem tractavit quam sperem a me tractari posse, donec ociosior fiam.“19 Am 22. September schickte L. Spalatin in einem weiteren Brief das Manuskript seiner lateinischen „Tessaradecas [Vierzehn Tröstungen für Mühselige und Beladene], die Spalatin frei ins Deutsche übertragen und dem Kurfürsten überreichen soll“20, da er erfahren hatte, dass der Kurfürst selbst stark erkrankt war. Kurze Zeit später nahm sich L. dann doch die Zeit und verfasste vermutlich in der ersten Oktoberhälfte des Jahres 1519, an nur einem Tag, den Sermon von der Bereitung zum Sterben, welcher noch im selben Monat gedruckt wurde.21 Einige dieser frisch gedruckten Exemplare, als auch das oben erwähnte, uns vorliegende (Ausgabe A) und an Schart adressierte, schickte L. ihm am ersten November 1519 zu, was aus einem Dankesbrief L.s, der an Spalatin gerichtet war, hervorgeht.22 Als Manuskript für diesen Druck diente höchstwahrscheinlich, wie es zur Verfassungszeit üblich war, ein handgeschriebenes Exemplar, welches er zuvor „handschriftlich dem Spalatin zur Durchsicht“23 geschickt hatte. Für diese vorab zugestellte handschriftliche Fassung erhielt L. vermutlich die zehn Gulden, für die er sich in dem Brief bedankte und gleich an arme Bedürftige gespendet hatte.24 Dieses liegt uns jedoch heute nicht mehr vor. Jedoch liegt uns die, wie aus dem Urdruck hervorgeht, in Wittenberg gedruckte Ausgabe des Sermons vor. In Wittenberg hatte L. ihn sehr wahrscheinlich auch verfasst, da er seit 1512 dort sesshaft und in die theologische Fakultät eingetreten war, welche in engem Kontakt zum Augustinerkloster und der dazugehörigen Druckerei von Johann Rau-Grunenberg stand.25 Dass er selbst vertraut mit den Abläufen des Drucks war, davon zeugt „L.s räumliche und persönliche Nähe, zum Buchgewerbe, die […] eine genauere Kenntnis der verschiedenen Fertigungsschritte […] einschloss“26. Durch diese Kenntnis und durch die Nähe zu Grunenberg lässt sich schließen, dass zwischen L.s handschriftlicher Verfassung und dem ersten Druck des Sermons eine direkte Verbindung und eine enge Zusammenarbeit bestand. L. war außerdem in der Verfassung seiner Manuskripte äußerst ordentlich und schrieb von vornherein so, „dass von der Erstfassung des Textes aus gesetzt werden konnte.“27 Das Manuskript des Sermons, also die wirkliche, erste Originalschrift L.s, liegt uns heute zwar nicht mehr vor, jedoch lassen sich, aus den noch vorliegenden Druckmanuskripten L.s und dem Vergleich mit deren Erstdrucken, Rückschlüsse auf die Beziehung zwischen der Handschrift des Sermons und dessen Erstdruck ziehen.28

Inhaltlich passend ist der Sermon in einer Zeit entstanden, in welcher L. immer häufiger deutschsprachige Texte zu geistlichen Themen verfasste, die sowohl das allgemeine Volk betrafen als auch ihn selbst in seinen theologischen Erkenntnissen, welche er mit seinen Zeitgenossen teilen wollte. Gerade in den Sermonen, die frei von Polemik ganz auf Augenhöhe den Empfänger direkt ansprechen sollen, ohne abstrakte theologische Erörterungen zu behandeln, versucht er sein Verständnis des Evangeliums zu verbreiten.29 So beispielsweise auch in den kurz darauf verfassten Sermonen L.s von der Buße, dem heiligen hochwürdigen Sakrament der Taufe und von dem hochwürdigen Sakrament des heiligen wahren Leichnams Christi, welche er auch aufgrund von Anfragen verschiedener Seiten schrieb.30 Diese deutschen, in verständlicher Sprache geschriebenen Schriften, waren im Gegensatz zu den lateinischen Abfassungen, die lediglich für den sprachkundigen Klerus bestimmt waren, „vor allem auch an lesefähige, oder jedenfalls für eine intensivierte Frömmigkeitsformung aufgeschlossene Laien des Stadtbürgertums“31 bestimmt. Die für Laien einfach verständliche Art des Ausdrucks seiner Gedanken, machte er aber auch für sich selbst geltend. Er setzt sich ganz bewusst mit Themen, wie dem Sterben, auseinander, da diese auch ihn selbst sehr beschäftigen. Besonders das Thema Tod machte ihm zur Zeit der Abfassung des Sermons sehr zu schaffen. Das geht aus einem Brief hervor, den er am dritten Oktober 1519 an Staupitz schrieb, in dem er von seiner Angst vor dem Tod klagt und um Gebetsbeistand bittet.32 „Luthers Angst gründete in tiefen Todesahnungen angesichts des eskalierenden Konflikts mit der Kurie.“33 Diese bestätigte sich, als über L. 1521 die Reichsacht ausgesprochen wurde und er vogelfrei war.

2.1.4 Gattungs-/ Formkritik

L. verfasste in seiner Wirkungszeit sehr viele unterschiedliche Schriften, die in eine große Anzahl von Gattungen unterteilt werden können. Lohse nennt hier bspw. Vorlesungen und Kommentare zu biblischen Büchern, Akademische Disputationen, Meditative Betrachtungen, Streitschriften, Schriften zum Gottesdienst, Lehrschriften, Trostschriften und einige mehr.34 Diese lassen sich zum Teil schwer voneinander abgrenzen, sodass sie „selten in reiner Form auftreten“35. Sermone beispielsweise sind häufig auf Predigten zurückzuführen. Die frühen Ursprungs, in den Jahren 1519 und 1520, entstandenen Sermone stellen jedoch eine abzugrenzende, eigene Gattung dar, da sie als Schriften für spezielle Anlässe und drängende theologische Fragen geschrieben wurden, um diese „vor einem breiten Publikum zu erörtern“, und sich speziell mit den Sakramenten der Buße, Taufe und des Abendmahls beschäftigen, sowie es auch die hier betrachtete Quelle tut.36 Im späten Mittelalter entstanden viele solcher religiösen Anleitungen zum richtigen Leben. Diese Literatur „erwuchs als geistliche Volksliteratur aus dem Bedürfnis der einzelnen nach privater religiöser Erbauung.“37 Aus dieser heraus entstand eine besondere Form, die einen großen Raum einnahm. Denn nicht nur L. befasste sich zu dieser Zeit ausgiebig mit dem Thema Tod, sondern viele weitere Menschen hatten, so wie Markus Schart, das Bedürfnis eine Anleitung zum Sterben zu bekommen. Eine ganze Bandbreite an Schriften entstand schon vor dem Sermon von der Bereitung zum Sterben. Diese sind unter den Schriften der Ars Moriendi oder Sterbebücher einzuordnen, die eine Blütezeit im 15. Jahrhundert erlebte und „insgesamt 3 – 4 % der religiösen Frühdrucke aus[machte]“38. Sie sollten im Angesicht des bevorstehenden Todes geistlichen Zuspruch, „Sicherheit, Zuversicht und Vertrauen“39 geben. Darum sind die Sterbebücher nach Claudia Resch nicht den Erbauungsschriften, sondern vielmehr der Trostliteratur zuzuordnen, da sie nicht im eigentlichen Sinne erbauen, um die eigene Lebensweise möglichst fromm zu gestalten und das christliche Verhalten so zu bessern, sondern dem Sterbenden seelsorgerlichen Trost spenden.40 Berndt Hamm wiederum sieht die Zuteilung jedoch adressatenbezogen. So können die Sterbebücher gesunden Menschen schon früh den Blick auf den Tod öffnen und so zu einem bewussten christlichen Leben führen, das bereit für den weltlichen Abschied ist, während sie für Sterbenskranke den eben erwähnten tröstenden Charakter haben.41 In dieses Muster passt die hier betrachtete Quelle sehr gut hinein. Sie gibt zwar Anweisungen, wie man sich schon im Leben gezielt auf den Tod vorbereiten kann und hat somit erbauliche Elemente, spendet dann aber in ihrem Hauptteil vor allem Trost durch den Blick auf die drei Hoffnungsbilder der Erlösung. Der Sermon „tröstet mit dem, worauf wir uns verlassen können […], auf Leben, Gnade und Himmel […], d.h. in der Not der Anfechtung, die nur noch den Tod vor sich sieht, ist Trost gefordert.“42 So hat die Quelle in der Sterbebuchgattung „eine direkte Vorlage und passt sich völlig in den überkommenen Themenbestand ein“43. L. spitzt das Thema der Ars Moriendi jedoch zu, indem er die Anfechtung „ein Bild der menschlichen Situation sein lässt“44, der nur mit Trost entgegengewirkt werden kann. Der Sermon ist also Erbauungsschrift, als auch Trostschrift, wobei der Fokus bei L. in besonderer Weise auf der Vertröstung liegt.

Er kann in drei Abschnitte45, bzw. in sechs thematische Einheiten46 gegliedert werden. Diese Einteilungen Schottroffs und Heubachs werden im Folgenden der eigenen Gliederung hinzugezogen. Die Absätze eins bis fünf befassen sich mit Verhaltensfragen, wobei zu Beginn das weltliche und geistliche Abschiednehmen mit der anschließenden Ausrichtung auf Gott steht (Absatz 1-3). Darauf folgen kirchliche Angebote zur Sterbensvorbereitung, die vor allem die Beichte und das Empfangen der heiligen Sakramente umfasst (Absatz 4-5). Als zweiten großen Abschnitt geht es um Anfechtung. Die Absätze sechs bis acht behandeln drei Bilder des Verderbens: Tod, Sünde und Hölle. Diese bilden die Basis um im Folgenden (Absatz 9-14) den Blick auf die drei heilsbringenden Gegenbilder Leben, Gnade und Himmel zu richten. Der letzte Abschnitt (Absatz 15-19) befasst sich mit der Bedeutung und dem Gebrauch der Sakramente und deren Heilswirkung. In Absatz 20 zieht L. ein Resümee und fasst das geschriebene nochmals kurz zusammen.

[...]


1 Im Folgenden wird „ Weimarer Ausgabe“ mit „ WA“ abgekürzt

2 Vgl. Luther, M., D. Martin Luthers Werke, 1884. S.683f.

3 Im Folgenden wird „ Luther“ mit „ L.“ abgekürzt.

4 Vgl. Delius, H.-U. (H.), Martin Luther: Studienausgabe, 1979. S.230.

5 Bornkamm, K./Ebeling, G. (H.), Martin Luther Ausgewählte Schriften, 1983.

6 Vgl. Dieter Koch, Mitten im Leben vom Tod umfangen, 2016 S.136f.

7 Delius, H.-U. (H.), Martin Luther: Studienausgabe, 1979. S.230.

8 Vgl. Bornkamm, K./Ebeling, G. (H.), Martin Luther Ausgewählte Schriften, 1983. S.15.

9 Vgl. Luther, M., D. Martin Luthers Werke, 1884 S.682-684.

10 Vgl. Luther, M., D. Martin Luthers Werke, 1884 S.688.

11 Luther, M., D. Martin Luthers Werke, 1884 WA2, S.684.

12 Vgl. Luther, M., D. Martin Luthers Werke, 1884 S.684.

13 Luther, M., D. Martin Luthers Werke, 1884 S.683.

14 Delius, H.-U. (H.), Martin Luther: Studienausgabe, 1979 S.230.

15 Vgl. Hamm, B., Der frühe Luther, 2010 S.119.

16 Dieter Koch, Mitten im Leben vom Tod umfangen, 2016 S.137.

17 Vgl. Ludolphy, I., Friedrich der Weise, 2006 S.387.

18 Vgl. Dieter Koch, Mitten im Leben vom Tod umfangen, 2016 S.137.

19 Luther, M., D. Martin Luthers Werke: Briefwechsel, 1930 WABr 1, S.381, 17-20.

20 Luther, M., D. Martin Luthers Werke: Briefwechsel, 1930 S.508.

21 Vgl. Dieter Koch, Mitten im Leben vom Tod umfangen, 2016 S.137.

22 Vgl. Luther, M., D. Martin Luthers Werke: Briefwechsel, 1930 WABr 1, S.548, 3-5.

23 Luther, M., D. Martin Luthers Werke, 1884 S.680.

24 Vgl. Heubach, J., Gewissheit angesichts des Sterbens, 1998 S.33.

25 Vgl. Brecht, M., Martin Luther, 1983 S.122f

26 Kaufmann, T., Die Mitte der Reformation, 2019 S.102f.

27 Kaufmann, T., Die Mitte der Reformation, 2019 S.123.

28 Vgl. Kaufmann, T., Die Mitte der Reformation, 2019 S.100.

29 Vgl. Heubach, J., Gewissheit angesichts des Sterbens, 1998 S.34.

30 Vgl. Delius, H.-U. (H.), Martin Luther: Studienausgabe, 1979 S.244.

31 Hamm, B., Der frühe Luther, 2010 S.119.

32 Vgl. Dieter Koch, Mitten im Leben vom Tod umfangen, 2016 S.137.

33 Dieter Koch, Mitten im Leben vom Tod umfangen, 2016 S.137.

34 Vgl. Lohse, B., Martin Luther, 1997 S.121-128.

35 Lohse, B., Martin Luther, 1997. S.128.

36 Vgl. Lohse, B., Martin Luther, 1997 S.145f.

37 Neher, P., Ars moriendi- Sterbebeistand durch Laien, 1989 S.5.

38 Neher, P., Ars moriendi- Sterbebeistand durch Laien, 1989 S.20.

39 Resch, C., Trost im Angesicht des Todes, 2006 S.27.

40 Vgl. Resch, C., Trost im Angesicht des Todes, 2006 S.26f.

41 Vgl. Hamm, B., Der frühe Luther, 2010 S.133.

42 Schottroff, L., Die Bereitung zum Sterben, 2012 S.45.

43 Schottroff, L., Die Bereitung zum Sterben, 2012 S.45.

44 Vgl. Schottroff, L., Die Bereitung zum Sterben, 2012 S.45f.

45 Vgl. Schottroff, L., Die Bereitung zum Sterben, 2012 S.40f.

46 Vgl. Heubach, J., Gewissheit angesichts des Sterbens, 1998 S.35-50.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Martin Luther. Ein Sermon von der Bereitung zum Sterben
Untertitel
Im Kontext der Ars-Moriendi-Literatur des Spätmittelalters
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Jahr
2019
Seiten
24
Katalognummer
V505493
ISBN (eBook)
9783346061188
ISBN (Buch)
9783346061195
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ars Moriendi, Tod, Sterben, Mittelalter, Sterbehilfe, Martin Luther, Sermon
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Martin Luther. Ein Sermon von der Bereitung zum Sterben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505493

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