Eine systematisch-theologische Betrachtung von Molinas Theorie der scientia media


Hausarbeit (Hauptseminar), 2019

26 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Freiheit und Gnade als Begrifflichkeiten

3. Die frühneuzeitliche Kontroverse zwischen Thomisten und Molinisten
3.1. Die praemotio physica als Kern des bañezianisch-thomistischen Gnadensystems
3.2. Die scientia media als Zentralpunkt des molinistischen Gnadensystems
3.3. Ein Lösungsansatz nach Thomas Pröpper

4. Eine systematisch-theologische Bewertung von Molinas Theorie der scientia media
4.1. Einwände gegen Molinas Theorie des Mittleren Wissens
4.1.2. Determinismus-Einwand
4.1.3. Souveränitäts-Einwand
4.1.4. Wahrmacher-Einwand
4.1.5. Grundlagen-Einwand
4.2. Molinas Belege für seine These über Gottes Mittleres Wissen

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis
a) Gedruckte Quellen
b) Sekundärliteratur

1. Einleitung

Die Frage, wie sich die unfehlbare Wirksamkeit der göttlichen Gnade mit der Freiheit menschlicher Entscheidung vereinbaren lasse, erfuhr Ende des 16. Jahrhunderts in der katholischen Theologie1 einen erneuten Aufschwung. Das Konzil von Trient (1545-1563) hatte beschlossen, dass „der von Gott erweckte und bewegte freie Wille des Menschen etwas zur Vorbereitung auf den Empfang der Rechtfertigungsgnade beigetragen und, wenn er wolle, seine Zustimmung ablehnen könne“.2 Demgegenüber versuchte die nachtridentinische Theologie, „das Zueinander von Gnade und Freiheit durch eine umfassende Concordia aller Faktoren zu klären und von einem einheitlichen Grundprinzip her verständlich zu machen“.3 Auf diese Weise entstanden die Gnadensysteme, vor allem der von LUIS DE MOLINA begründete und von den meisten Jesuiten vertretene Molinismus und das nach dem Dominikaner DOMINGO BAÑEZ benannte bañezianisch-thomistische Gnadensystem. Die Auseinandersetzung beider Strömungen vor dem kirchlichen Lehramt bildet den Gnadenstreit (1597-1607). Der Streit begann mit der Veröffentlichung der Concordia liberi arbitrii 4 des Jesuiten LUIS DE MOLINA und endete durch eine Erklärung Papst PAULS V. (1552-1621).5 Im Gegensatz zu den Jesuiten vertraten die Báñezianer eine kompatibilistische Freiheitstheorie. MOLINA wiederum bekannte sich entschieden zu einem freiheitstheoretischen Inkompatibilismus und Libertarismus.6 In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie seine inkompatibilistische Freiheitstheorie tatsächlich mit der Lehre von unfehlbar göttlicher Vorsehung und universalem göttlichen Vorherwissen vereinbar ist.7 Diese Frage beantwortet er mit seiner berühmten Theorie des Mittleren Wissens (scientia media). Nach CHRISTOPH JÄGER gewinnt Molinas Ansatz weiter an Kontur, „wenn man die Grundzüge der wichtigsten Gegenposition, der bañezianisch-thomistischen Theorie göttlicher Vorsehung betrachtet“.8

Dieser Seminararbeit liegt folgender Aufbau zugrunde: Zunächst sollen die Begriffe Freiheit und Gnade näher definiert werden, um das beidseitige Verhältnis zu klären. Das dritte Kapitel skizziert die Grundsatzfrage des Gnadenstreits. In den darauffolgenden Unterkapiteln sollen erstens beide Gnadensysteme und zweitens ein möglicher Lösungsansatz nach THOMAS PRÖPPER dargestellt werden. Im Hauptteil der vorliegenden Arbeit wird eine systematisch-theologische Betrachtung der scientia-media-Theorie von LUIS DE MOLINA durchgeführt, die sich auf die vier Einwände gegen Molinas Theorie konzentriert. Ebenfalls sollen Molinas Belege für seine These über Gottes Mittleres Wissen herausgearbeitet werden. Ziel ist es, einen Gesamtüberblick über die frühneuzeitliche Kontroverse zwischen Thomisten und Molinisten zu erlangen, um die scientia-media-Theorie in systematisch-theologischer Perspektive beurteilen zu können. Das Fazit meiner Arbeit beantwortet zum einen die obige Fragestellung und trägt zum anderen die wichtigsten Ergebnisse der kritischen Betrachtung der scientia-media- Theorie zusammen.

Für diese Untersuchung ist das religionsphilosophische Hauptwerk Concordia von LUIS DE MOLINA besonders wichtig, welches eine umfassende Theorie der Vereinbarkeit göttlicher Vorsehung und Allwissenheit mit menschlicher Freiheit widerspiegelt.9 Eine quellenkritische Edition wurde von JOHANNES RABENECK 1953 vorgelegt.10 Die Forschung hat besonders im letzten Jahrzehnt zum katholischen Gnadenstreit eine Reihe von neuen Erkenntnissen geliefert.11 MICHAEL GREINER bietet eine problemgeschichtliche Skizze dieses Gnadenstreits.12 Eine umfangreiche Biografie über Molina bietet FRIEDRICH STEGMÜLLER.13 Eine ebenfalls detaillierte Biografie wurde in jüngster Zeit von KIRK MACGREGOR vorgelegt.14 Molinas Theorie gehörte zum Standard der Diskussionen des Freiheitsproblems im 17. und 18. Jahrhundert und wurde intensiv von den Philosophen GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ15 und SAMUEL PUFENDORF16 rezipiert. In der jüngsten Forschung ist schon auf vielfältige Weise auf die scientia-media- Theorie eingegangen worden.17 Im Jahr 2013 stellten GODEHARD BRÜNTRUP und RUBEN SCHNEIDER das Konzept „Complete Concept Molinism“ vor, welches das Mittlere Wissen im Sein der Geschöpfe selbst gründen lässt.18

2. Freiheit und Gnade als Begrifflichkeiten

„Freiheit nennt man die Fähigkeit des Willens, wodurch er – alles zum Handelnkönnen Erforderliche gesetzt – aus vielen vorgestellten Gegenständen einen oder einen anderen auswählen, die übrigen zurückweisen kann, oder – nur einen vorgestellt – dies annehmen oder nicht annehmen, handeln oder nicht handeln kann“.19

Nach SAMUEL VON PUFENDORF kam zur libertas contradictionis et contrarietatis noch das Element der Beliebigkeit beziehungsweise der Selbstbestimmtheit20 hinzu. Seiner Aussage nach „fügt die Freiheit der Spontaneität einmal die Beliebigkeit (indifferentia) ihrer Akte bis zur Ausübung hinzu, so dass der Wille einen seiner beiden Akte, nämlich das Wollen und Nicht-Wollen, nicht notwendigerweise wählt […]; dann die freie Bestimmung, sodass der Wille aus innerlichem Antrieb einen seiner beiden Akte, Wollen oder Nicht-Wollen, hier und jetzt wählt“21. Dementsprechend stand die Bedingung, „unter der sowohl libertas contradictionis als auch libertas contrarietatis in Pufendorfs Freiheitsdefinition steht“22, im Vordergrund. Ferner schrieb er über diese Bedingung:

„Das ‚zum Handelnkönnen Erforderliche‘ (requisita ad agendum) pflegt sonst mit dem Wort ‚Gelegenheit‘ erfasst zu werden, von dem her die letzte Bestimmung des Handelnden so wie etwas Abgetrenntes begriffen wird; indem sie nämlich zum übrigen Erforderlichen hinzukommt, folgt die Handlung gewiss. So wie ebendies Erforderliche sich scharf von dem unterscheidet, was vom Menschen her zu den Handlungen hinzukommt“23.

Seinen Ausführungen entsprechend sei das zum Handelnkönnen Erforderliche zunächst alles, „was nicht vom Menschen selbst her zu seiner Handlung hinzukommt“.24 Demzufolge finde die Handlung ohne diesen eigenen Beitrag nicht statt. Die Gewissheit ihres Eintretens bestehe in ihrem tatsächlichen Vollzug. Dieser falle mit der letzten Bestimmung des Handelnden zusammen, so PUFENDORF.25 Folglich bestehe Freiheit in der Fähigkeit des Menschen, „volitiones efficaces so zu bilden, dass diese nicht durch Faktoren determiniert werden, welche die Handlung nur möglich machen“.26 Ziel sei es, dass der Wille sich selbst zu einer Handlung bestimmen kann.27

Das Wort „Gnade“ weist auf das „Absolute hin, ohne jedoch das Absolute zu sein“, so MICHAEL STICKELBROECK.28 Ferner betont er die Bedeutungsvielfalt des Wortes.29 Zur begrifflichen Bestimmung des Gnadengeschehens griff der Dogmatiker THOMAS PRÖPPER auf seine Wesensbestimmung des christlichen Glaubens zurück: Das eschatologische Gnadengeschehen beinhalte in erster Linie „die Sendung des Sohnes wie des Geistes umfassende Offenbarungsgeschehen, dessen Inhalt der im Geschenk seiner Liebe sich selbst mitteilende Gott ist“30. Unter dem Begriff „Gnade“ verstand er also „die Selbstmitteilung Gottes in Jesus Christus und im Geist, in der die unbedingt für den Menschen entschiedene Liebe Gottes ursprünglich vollzogen wurde und ihre geschichtlich realisierte Gestalt fand“.31 Ferner sei der Begriff der Gnade mit dem „Grunddatum des christlichen Glaubens“32 verbunden. Für PRÖPPER war das Gnadengeschehen nur dann ausreichend bedacht, wenn der Mensch als Empfänger der Gnade ebenso wie die göttliche Selbstmitteilung in Jesus Christus und im Geist berücksichtigt werde.33 Des Weiteren rückte er den Aspekt der Gnade als Erfüllung des Menschen in den Mittelpunkt.34 Er widersprach dem Gedanken der unfehlbaren Wirksamkeit der göttlichen Gnade, weil dieser den Versuch, die menschliche Freiheit zu wahren, zunichtemache.35 Vielmehr sei der Glaube ein selbstursprünglicher Akt des Menschen.36 Grundsätzlich plädiert er dafür, „eine Freiheit des Menschen auch gegenüber der Gnade zu sehen“, und er begründet dies theologisch.37 Das hier dargestellte Grundproblem theologischer Anthropologie soll im darauffolgenden Kapitel vertieft werden.

3. Die frühneuzeitliche Kontroverse zwischen Thomisten und Molinisten

Zur Zeit der Wende vom 16. Jahrhundert zum 17. Jahrhundert entstand die molinistisch- thomistische Kontroverse um die Gnadenlehre38, in der LUIS DE MOLINA die menschliche Willens- und Handlungsfreiheit39 sowie das Zusammenwirken Gottes mit dem Menschen (concursus simultaneus) betonte.40 Die Grundsatzfrage, wie sich die göttliche Gnade und die menschliche Freiheit zueinander verhalten, bleibt bis heute offen. Für PRÖPPER stellte der Begriff endlicher Freiheit den systematischen Dreh- und Angelpunkt in der großen Kontroverse dar.41 Das Trienter Rechtfertigungsdekret hatte die Rechtfertigung „als Heiligung und Erneuerung des inneren Menschen durch die freiwillige und zustimmende Annahme der Gnade (voluntaria susceptio) beschrieben“.42 Hierzu gehören auch die vorbereitenden Akte der Menschen für den Empfang der Gnade. Diese Heilsakte sind nur möglich durch die zuvorkommende Gnade Gottes, die den Menschen zur freien Annahme bewegt.43 In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die aktuelle Gnade nur zureichend (sufficiens) oder auch wirksam (efficax) ist. Im Folgenden gilt es die historischen Positionen beider Theologen deutlich zu machen. Anschließend soll eine mögliche Lösung für das Problem des Gnadenstreits vorgestellt werden.

3.1. Die praemotio physica als Kern des bañezianisch-thomistischen Gnadensystems

Der eigentliche Urheber der Thomisten war der Dominikaner BAÑEZ (1528-1604), welcher aus der Lehre THOMAS VON AQUINS das sogenannte bañezianisch-thomistische Gnadensystem entwickelte. Das bañezianisch-thomistische Gnadensystem lässt nur eine „von innen heraus wirksame Gnade“ (gratia efficax ab intrinseco s. per se) gelten.44 Nach diesem System „vermittelt Gott schon vor der freien Zustimmung eine aktuelle, zureichende Gnade [ gratia sufficiens ], die dem Menschen die Möglichkeit (Potenz) zur Setzung des (auf den Empfang der Gnade vorbereitenden) Heilsaktes schenkt“.45 Eine zweite aktuelle, wirksame Gnade (gratia efficax) ist erforderlich, damit aus der geschenkten Möglichkeit ein aktueller Vollzug wird.46 Diese Gnade ergreift den Willen mittels einer physischen Bewegung und ist der menschlichen Entscheidung übergeordnet.47 Somit beinhaltet der Terminus „praemotio physica“ „eine Vorherbewegung des Willens durch Gott, die aber nicht die menschliche Freiheit aufhebt oder vermindert, denn Gott als causa prima kann die kontingenten Zweitursachen (…) zu den ihnen eigentümlichen Akten bewegen“.48 Nach THOMAS VON AQUIN blieb die Freiheit trotz des Einflusses, den Gott ausübt, bestehen, da „Gott als Schöpfer und Erstursache des Willens so übermächtig ist, dass er den Willen gemäß dessen Tätigkeitsweise (…) zu bewegen vermag“.49 Folglich geht von Gott die Faktizität des Aktes aus. Seine Besonderheit hängt wiederum vom Menschen ab. Im Gegensatz dazu besteht bei BAÑEZ diese unmittelbare Kausalität nicht, „weil der Akt und Gott durch die Dazwischenkunft der praemotio physica getrennt werden“.50 Im Zuge dessen bleibt das Wirken des Menschen doch nicht frei, da der Wille als Vermögen „durch eine geschaffene Entität“ übergeht.51 In diesem Modell ist Freiheit zum einen durch die Unvollkommenheit des Menschen als Sünder bedingt, wodurch der Glaubensakt immer die Aktualisierung durch Gott bedarf, und zum anderen durch die Ansicht, dass wirkliche Freiheit nur die ist, welche sich Gott öffnet. Es handelt sich also um eine kompatibilistische Sicht auf Freiheit. Kompatibilisten verteidigen menschliche Freiheit in einer deterministischen Welt, „indem sie annehmen, dass die Vergangenheit anders gewesen wäre, wenn wir uns anders entschieden hätten, solange es dem Kompatibilisten erlaubt ist, sein Konditional durch einen Mechanismus der „Rückverfolgung“ zu evaluieren, indem hypothetisch die Tatsche verändert wird, obwohl die Vergangenheit kausal unserer Wahl vorausgeht“.52

3.2. Die scientia media als Zentralpunkt des molinistischenGnadensystems

LUIS DE MOLINA (1535-1600) betonte gegenüber BAÑEZ die Freiheit und Eigenständigkeit des menschlichen Willens, so MICHAEL STICKELBROECK.53 Als frei betrachtet MOLINA dasjenige, „was bei Gegebensein aller Vorbedingungen zum Handeln tätig oder nicht tätig sein kann beziehungsweise so handeln kann, dass es jeweils auch das Gegensteil seiner Handlung tun könnte“.54 Dieser libertarische Ansatz besagt, dass Freiheit also immer eine Entscheidungsoption benötigt.55 Des Weiteren können Handlungen durch den Menschen selbst aktualisiert werden, und es ist kein göttliches Einwirken nötig. Durch das Motiv der Selbstbeschränkung erhält die Kreatur im Schöpfungsakt alles, was Gott selbst besitzt. Dementsprechend gewährt er dem Menschen durch seine Beschränkung Freiheit und Autonomie. Letztendlich liegt die Souveränität Gottes in der Gewährung von Freiheit. Trotz alledem benötigt der Mensch die Gnade (concursus divinus), um Heilsakte zu setzen. Hier hat der göttliche Einfluss vor allem die Funktion, menschliche Akte und Wirkungen mitzusetzen (concursus simultaneus). Ferner ist die gratia efficax von der gratia sufficiens nicht real verschieden: Ihr Verhältnis ist mit dem von Potenz und Akt vergleichbar.56 Demnach bewirkt der menschliche Wille, dass die Potenz in den Akt übergeht.57 Als Differenzpunkt zum thomistischen Gnadensystem kann das Wort „können“ angeführt werden. Für die Thomisten kommt ein Können zustande, „wenn in ihm [einem Geschöpf] eine aktualisierbare Potenz liegt“.58 Dagegen bezeichnet das in Molinas Formel gemeinte „Können“ zum einen „das bloße Vermögen“ und zum anderen „deren real möglichen Gebrauch“.59 Dieser Differenzpunkt bildet zugleich das „sachlogische Zentrum des Gnadenstreits“.60

[...]


1 RUHSTORFER, KARLHEINZ, Der Gnadenstreit „De auxiliis“ im Kontext, in: BURKARD, DOMINIK (Hg.), Der Jansenismus – eine katholische Häresie der frühen Neuzeit? (Reformationsgeschichtliche Studien), Münster 2014, S. 57-70. Vgl. DH 1525, 1554.

2 REINHARDT, KLAUS, „Gnadenstreit“, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie III (1974), 713-714.

3 Ebenda.

4 MOLINA, LUIS DE, Liberi arbitrii cum gratiae donis: divina praescientia, providentia, praedestinatione et reprobatione, concordia, Lissabon 1588; DERS. ebd., Antwerpen 1595; DERS. ebd., hg. v. JOHANNES RABENECK, Madrid 1953.

5 MÜLLER, GERHARD LUDWIG, Katholische Dogmatik: für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg u.a. 2016, S. 801.

6 MOLINA, LUIS DE, Göttlicher Plan und menschliche Freiheit. Concordia, Disputation 52. Lateinisch- Deutsch. Eingeleitet, übersetzt und kommentiert von Christoph Jäger, Hans Kraml und Gerhard Leibold (= Philosophische Bibliothek Nr. 695), Hamburg 2018, S. 50.

7 Ebd., S. 137.

8 Ebd., S. 133.

9 Anm. 4.

10 Ebenda.

11 RUHSTORFER, KARLHEINZ, Sola gratia. Der Streit um die Gnade im 16. Jh., seine Auswirkungen für die Neuzeit und seine Virulenz in der Gegenwart, in: ZKTh 126 (2004), 257-268; DERS., Der Gnadenstreit „De auxiliis“ im Kontext, in: BURKARD 2014, 57-50; SCHNEIDER, RUBEN, Thomismus, Molinismus, Panentheismus. Eine Untersuchung zur analytischen Religionsphilosophie, München 2014; STOSCH, KLAUS VON/ WENDEL, SASKIA/ BREUL, MARTIN/ LANGENFELD, AARON (Hg.), Streit um die Freiheit. Philosophische und theologische Perspektiven, Paderborn 2019; STUMP, ELEONORE/ GASSER, GEORG/ GRÖSSL, JOHANNES (Hg.), Göttliches Vorherwissen und menschliche Freiheit. Beiträge zur aktuellen analytischen Religionsphilosophie, Stuttgart 2015.

12 SWARAT, UWE, Bestimmt zur Freiheit. Anmerkungen zu Thomas Pröppers theologischer Anthropologie – eine baptistische Stimme, in: Ökumenische Rundschau 62, 2013, 37-46, hier S. 43. Vgl. dazu auch: GREINER, MICHAEL, Gottes wirksame Gnade und menschliche Freiheit. Wiederaufnahme eines verdrängten Schlüsselproblems, in: PRÖPPER, THOMAS, Theologische Anthropologie, Bd. II, Freiburg im Breisgau u.a. 2011, S. 1351-1436, bes. S. 1351-1359.

13 STEGMÜLLER, FRIEDRICH, Geschichte des Molinismus I: Neue Molinaschriften, Münster 1935, S. 1-77.

14 MACGREGOR, KIRK R., Luis de Molina: the life and theology of the founder of middle knowledge, Grand Rapids 2015.

15 Vgl. LEIBNIZ, GOTTFRIED WILHELM, Theodizee. Hg. u. übersetzt von HERBERT HERRING. 2 Bde. Darmstadt 1985, I. 39-48 (Bd. I, S. 265-279); vgl. dazu auch GREENBERG, SEAN, Leibniz Against Molinism: Freedom, Indifference, and the Nature of the Will, in: RUTHERFORD, DONALD, Leibniz. Nature and Freedome, Oxford 2005, S. 217-233.

16 Vgl. AICHELE, ALEXANDER, Protestantische Willensfreiheit? SAMUEL PUFENDORFS Molinismus, in: studia leibnitiana 46 (2014), 17-31.

17 JÄGER, CHRISTOPH, Scientia media und der Einwand der mangelnden Wahrheitsgrundlagen, in: Zeitschrift für katholische Theologie, Vol. 137, No. 1 (2015), 3-22; DERS., in: MOLINA 2018, S. 122-124; KNEBEL, SVEN K., Scientia media. Ein diskursarchäologischer Leitfaden durch das 17. Jahrhundert: Archiv für Begriffsgeschichte 34 (1991), 262-294.

18 BRÜNTRUP, GODEHARD/ SCHNEIDER, RUBEN, Complete Concept Molinism – Der Molinismus vollständiger Begriffe, in: European journal for philosophy of religion, 5 (2013), S. 93-108, hier S. 108.

19 PUFENDORF, SAMUEL VON, De jure naturae et gentium, Gesammelte Werke I.4, §2, hg. von FRANK BÖHLING, Berlin 1998, S. 47. Zitiert nach: Anm. 5, S. 23.

20 Vgl. hierzu: PRÖPPER, THOMAS, Erlösungsglaube und Freiheitsgeschichte: eine Skizze zur Soteriologie, München 1991, S. 185: „Freiheit als Selbstbestimmung, die das ursprüngliche Sichöffnen oder Sichentschließen, das Eröffnen des Gehalts und das durch dessen Affirmation vermittelte Selbstsein als Momente enthält. Da die formelle Unbedingtheit der Freiheit (und zwar allein sie) aber ihre Fähigkeit und ihr Streben begründet, jeden faktisch-endlichen Gehalt zu distanzieren und zu überschreiten, scheint sie wesentlich unerfüllbar zu sein“.

21 Anm. 16, S. 24.

22 Ebd.

23 Anm. 16, S. 24.

24 Ebd., S. 25.

25 Ebd.

26 Ebd.

27 Ebd.

28 STICKELBROECK, MICHAEL, Das Heil des Menschen als Gnade, Regensburg 2014, S. 15.

29 Ebd.

30 PRÖPPER 2016, S. 1165 sowie S. 1293.

31 SCHUBERT, CHRISTIANE, mere passive? Inszenierung eines Gesprächs über Gnade und Freiheit zwischen Eberhard Jüngel und Thomas Pröpper, Regensburg 2014, S. 86.

32 Anm. 30, S. 1164.

33 Vgl. hierzu: Anm. 31, S. 87.

34 Ebd., S. 88.

35 Anm. 31, S. 89.

36 Ebd., S. 90.

37 LANGENFELD, AARON/ LERCH, MAGNUS, Theologische Anthropologie, Paderborn 2018, S. 137.

38 Siehe dazu: STEGMÜLLER 1935; HOFFMANN 1957, Art. „Bañezianisch-thomistisches Gnadensystem“, in: LThK2, 1, 1220f.; STEGMÜLLER 1960, Art. „Gnadenstreit“, in: LThK2 4, 1002-1007; DERS. 1962, Art. „Molinismus“, in: LThK2 7, 527-530.

39 MOLINA 1588.

40 BERNHARDT 2008, S. 130.

41 PRÖPPER 2016, S. 1376.

42 Vgl. DH 1528. Zitiert in: MÜLLER 2016, S. 800.

43 Ebd.

44 POHLE, JOSEPH/ GIERENS, MICHAEL, Lehrbuch der Dogmatik 2 Bd., Paderborn 2012, S. 467.

45 MÜLLER 2016, S. 801.

46 Ebd.

47 STICKELBROECK 2014, S. 143.

48 Ebd.

49 Ebd., S. 144.

50 Ebd.

51 Ebd.

52 STUMP et al. 2015, S. 269-278.

53 Anm. 33, S. 144.

54 […] illud agens liberum dicitur, quod positis omnibus requisitis ad agendum potest agere et non agere aut ita agere unum, ut contrarium etiam agere possit: MOLINA, LUIS DE, Concordia, Pars I, disp. 3, n.3. Zitiert in: PRÖPPER 2016, S. 1376.

55 MOLINA 2018, S. 8: „Libertarische Freiheitstheorien gehen davon aus, dass die Freiheit einer Handlung mit ihrer Determiniertheit durch Quellen außerhalb des Akteurs, über de dieser keine Kontrolle hat, unvereinbar ist, dass jedoch Freiheit zumindest für viele menschliche Handlungen und Entscheidungen existiert und Thesen, die die Unausweichlichkeit allen Geschehens behaupten, somit falsch sind“. Vgl. dazu: ebd., S. 50.

56 STICKELBROECK 2014, S. 144ff.

57 Ebenda, S. 145.

58 GREINER 2011, S. 1376.

59 GREINER 2011, S. 1377.

60 Ebenda.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Eine systematisch-theologische Betrachtung von Molinas Theorie der scientia media
Hochschule
Universität zu Köln  (Katholisches Institut)
Veranstaltung
Theologie der Freiheit
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
26
Katalognummer
V505506
ISBN (eBook)
9783346060419
ISBN (Buch)
9783346060426
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Luis de Molina, scientia media, Theologie der Freiheit, Systematik, Systematische Theologie
Arbeit zitieren
Laura Sophie Kersch (Autor), 2019, Eine systematisch-theologische Betrachtung von Molinas Theorie der scientia media, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505506

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