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Bewältigung von Belastungen und Stress bei psychiatrisch Pflegenden

Title: Bewältigung von Belastungen und Stress bei psychiatrisch Pflegenden

Bachelor Thesis , 2016 , 231 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tim Luda (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit versucht Antworten auf die folgenden Forschungsfragen zu finden: Welche Stressoren und Arbeitsbelastungen sind in der psychiatrischen Pflege vorhanden? Auf welche Bewältigungsstrategien greifen psychiatrisch Pflegende selbst zurück?
Welche betriebliche Unterstützung wünschen sich psychiatrisch Pflegende im Umgang mit psychischen Belastungen?

Für die Beantwortung dieser Fragen nutzt der Verfasser leitfadengestützte Interviews im Sinne einer qualitativen Forschung. Durch eine zusammenfassende Inhaltsanalyse gelingt es dem Forschenden zu jeder Forschungsfrage ein Kategoriensystem zu entwickeln, welches sich aus den Antworten der interviewten Teilnehmer ergibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Literaturkritik

3 Stress im beruflichen Kontext

3.1 Gesellschaftliche Einordnung

3.2 Medizinische Betrachtungen

3.2.1 Stressentstehung

3.2.2 Stressreaktionen

3.2.3 Gesundheitliche Spätfolgen

3.3 Modelle zur Stressentstehung am Arbeitsplatz

3.4 Bewältigungsstrategien im Umgang mit Stress

3.5 Arbeitsbezogene Gesundheitsressourcen

3.6 Belastungselemente in Helferberufen

4 Forschungsdesign

4.1 Erhebungsmethodik

4.2 Auswertungsmethodik

5 Qualitative Interviewforschung

5.1 Vorbereitung der Interviews

5.2 Durchführung der Interviews

5.3 Auswertung der Interviews

6 Forschungsresultate

6.1 Stressoren und Belastungen in der psychiatrischen Pflege

6.2 Stressbewältigungsstrategien psychiatrisch Pflegender

6.3 Betriebliche Unterstützung psychiatrisch Pflegender

7 Handlungsempfehlungen

8 Kritische Reflexion der Forschung

9 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit zielt darauf ab, die spezifischen beruflichen Belastungen psychiatrisch Pflegender zu identifizieren, deren Coping-Strategien zu kategorisieren und Wünsche an die betriebliche Gesundheitsförderung zu eruieren, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.

  • Belastungsfaktoren in der psychiatrischen Pflege
  • Subjektive Stressbewältigung bei Pflegenden
  • Anforderungen an betriebliche Gesundheitsförderung
  • Qualitative Interviewforschung mit Experten
  • Vergleich von Arbeitsressourcen und Belastungselementen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Stressentstehung

Verallgemeinernd könnte man zunächst feststellen, dass Stress eine unspezifische Reaktion des Körpers auf Reize der Umwelt darstelle, die als Bedrohung oder Gefahr erlebt werden. Stress stelle aus medizinischer Sicht eine Anpassungsstrategie des Körpers dar, um sich den Anforderungen und Belastungen der Umwelt zu stellen und sich ihnen anzupassen. Das Erleben von Stress sei demnach ein lebenswichtiger Prozess, denn einzig durch diese Stressreaktionen könne sich der Organismus auf die unterschiedlichen Anforderungen des Lebens einstellen und überlebensfähig bleiben.

Diese Stressreaktionen werden über eine kaskadenartige Ausschüttung von Stresshormonen gesteuert. Sie versetzt den Organismus in eine Art Alarmbereitschaft, die den Körper in Bedrohungssituationen leistungsfähig erhält oder für kurze Zeit die Leistungsfähigkeit steigert. Insbesondere vor dem Hintergrund der Evolution des Menschen ist diese Betrachtung von großer Bedeutung. Hier lässt sich erkennen, dass Stressreaktionen primitive Reflexe wie Angriff, Flucht oder Totstellen auslösten, die das Überleben gegen Fressfeinde und andere Naturgewalten gesichert haben.

Aus neurologischer Sicht spielen bei der Betrachtung von Stresserleben und Stressreaktionen neben den Stresshormonen insbesondere die Assoziationsfelder der Großhirnrinde, das Zwischenhirn und die Amygdala eine entscheidende Rolle. Die Assoziationsfelder sind insofern von Bedeutung, da sie einen Einfluss auf Lernvorgänge haben und damit verbundene Reaktionen des Körpers steuern können. Das Zwischenhirn ist ein wichtiger Ort für die hormonelle Steuerung des Körpers. Durch komplexe neuronale Verschaltungen werden verschiedene Informationen an den Körper übertragen. Letztlich steuert das Zwischenhirn unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers. Die Amygdala sichert in ihrer Funktion eine schnelle Reaktion des Körpers in Form von Reflexen. Auch die Amygdala beeinflusst die Ausschüttung von Hormonen. Die Amygdala beeinflusst dementsprechend einige Abwehrreaktionen des Körpers. Es aktiviert in Stressreaktionen den Sympathikus, verstärkt Reflexe, Mimik und Atmung und sorgt gleichzeitig für eine Drosselung der Magen-Darm-Tätigkeit sowie eine Verbesserung der Aufmerksamkeit und Vigilanz.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Untersuchung psychischer Belastungen in der psychiatrischen Pflege und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie das methodische Vorgehen.

2 Literaturkritik: Dieses Kapitel erläutert das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche und ordnet die verwendete Fachliteratur den Bereichen Stressforschung und qualitative Forschung zu.

3 Stress im beruflichen Kontext: Der theoretische Rahmen beleuchtet das Phänomen Stress aus gesellschaftlicher, medizinischer und arbeitswissenschaftlicher Sicht, ergänzt durch spezifische Belastungsfaktoren in Helferberufen.

4 Forschungsdesign: Hier wird der methodische Ansatz der leitfadengestützten Interviews sowie das inhaltsanalytische Ablaufmodell nach Mayring zur Datenauswertung dargestellt.

5 Qualitative Interviewforschung: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Ablauf der Studie, von der Vorbereitung und Durchführung der Interviews bis hin zur ethischen Reflexion der Datenerhebung.

6 Forschungsresultate: Hier werden die Ergebnisse der drei Analyseebenen präsentiert, die sich in Stressoren, Bewältigungsstrategien und Wünsche zur betrieblichen Gesundheitsförderung gliedern.

7 Handlungsempfehlungen: Aufbauend auf den Ergebnissen leitet der Autor praktische Ansätze für betriebliche Gesundheitsmaßnahmen und Organisationsstrukturen ab.

8 Kritische Reflexion der Forschung: In diesem Kapitel bewertet der Autor seine Arbeit anhand qualitativer Gütekriterien und reflektiert die methodischen Rahmenbedingungen.

9 Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Kernpunkte der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsschwerpunkte.

Schlüsselwörter

Psychiatrische Pflege, Stressoren, Arbeitsbelastung, Coping-Strategien, Betriebliche Gesundheitsförderung, Qualitative Forschung, Experteninterview, Inhaltsanalyse, Burnout, Stressreaktionen, Gesundheitsressourcen, Arbeitsplatzgestaltung, Prävention, Supervision, Berufseinstieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die spezifischen Stressoren und Arbeitsbelastungen von psychiatrisch Pflegenden, ihre persönlichen Bewältigungsstrategien und ihre Wünsche an den Arbeitgeber im Kontext der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die Untersuchung umfasst die Kategorisierung von Stressfaktoren in psychiatrischen Einrichtungen, die Identifikation von Coping-Methoden wie Sport oder Supervision sowie organisationale Anforderungen an den Arbeitsplatz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die berufliche Situation psychiatrisch Pflegender zu gewinnen, um evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für ein gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Forschungsarbeit. Als Erhebungsmethode dienten leitfadengestützte Interviews mit zehn Pflegenden, die anschließend nach der zusammenfassenden Inhaltsanalyse von Philipp Mayring ausgewertet wurden.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zum Thema Stress und ein Forschungsdesign, das die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Interviews detailliert dokumentiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlagworten gehören psychische Belastung, psychiatrische Pflege, Coping-Strategien, betriebliche Gesundheitsförderung und qualitative Inhaltsanalyse.

Welche Bedeutung hat das „Aufnahme-Entlass-Management“?

Dieses Thema wird von den Befragten als kritischer Faktor genannt, da funktionierende Strukturen hier nicht nur den administrativen Aufwand reduzieren, sondern auch Arbeitsspitzen durch eine bessere Patientensteuerung glätten können.

Warum spielt das „Stationszimmer“ in der Studie eine Rolle?

Das Stationszimmer wird häufig als unruhige „Schaltzentrale“ wahrgenommen, in der durch ständige Unterbrechungen und fehlende räumliche Trennung von der Arbeit eine effektive Erholung in Pausen erschwert wird.

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Details

Title
Bewältigung von Belastungen und Stress bei psychiatrisch Pflegenden
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Grade
1,0
Author
Tim Luda (Author)
Publication Year
2016
Pages
231
Catalog Number
V505510
ISBN (eBook)
9783346055019
ISBN (Book)
9783346055026
Language
German
Tags
Stress Stressoren Pflege Psychiatrie Belastungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Luda (Author), 2016, Bewältigung von Belastungen und Stress bei psychiatrisch Pflegenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505510
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