Diese Hausarbeit soll vor allem die Anforderungen herausstellen, mit denen das Humane Ressources Management durch die voranschreitende Integration von Maschinen (in produzierende Unternehmen) konfrontiert wird und mögliche Handlungsoptionen aufzeigen. Hierfür werden auch die sich wandelnden Ansprüche thematisiert, die Unternehmen an Ihre Belegschaft stellen.
Der technologische Fortschritt beeinflusst seit seiner Entstehung das Zusammenleben und die Entwicklung der Gesellschaft. Insbesondere in der Arbeitswelt sorgt er für kontinuierliche Veränderung, neue Chancen und Möglichkeiten, aber auch für teils drastische Umstellungen in den Abläufen und der Organisation eines Unternehmens. In dieser Hausarbeit soll ein besonderes Augenmerk auf die maschinengestützte Produktion in der deutschen Industrie gelegt werden. Wie nutzen Unternehmen diese Möglichkeiten für sich und welche Konsequenzen entstehen hierdurch für ihre Personalpolitik? Es kursieren verschiedene Studien und Theorien, wie beispielsweise von Frey und Osborne aus dem Jahre 2013, die besagt, dass bis zum Jahr 2033 in den USA bis zu 47% der aktuell ausgeübten Tätigkeiten automatisiert und somit diese Arbeitsplätze wegrationalisiert werden könnten.1 Ist diese Zahl korrekt und lässt sie sich auch auf die deutsche Wirtschaft übertragen, oder verändern sich nur die Anforderungen an Mitarbeiter und bleiben Arbeitsplätze durch veränderte Anforderungsprofile erhalten, beziehungsweise werden wegfallende Arbeitsplätze in der Mehrzahl durch Neue ersetzt?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffserklärung und Abgrenzung
2.1 Hybridbelegschaft
2.2 Industrie
2.3 Human Ressource Management
3 Situation im Wandel
3.1 Aktuelle Situation
3.2 Kommenden Situation
4 Anforderungen im Wandel
4.1 Anforderungen an den Arbeitnehmer
4.2 Anforderungen an das HR-Management des Unternehmens
5 Die Rolle des HR-Management
5.1 Weiterbildung
5.1.1 Schulungen
5.1.2 Berufsbegleitende Aufstiegsfortbildungen
5.2 Personalbeschaffung
5.2.1 Recruiting und Active Sourcing
5.2.2 War for Talents
5.2.3 Employer Branding
5.3 Freistellungen
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Facharbeit untersucht die Auswirkungen der zunehmenden maschinengestützten Produktion und Industrie 4.0 auf das Personalmanagement. Das primäre Ziel besteht darin, die sich wandelnden Qualifikationsanforderungen an Arbeitnehmer zu identifizieren und Handlungsoptionen für das Human Resource Management aufzuzeigen, um den Herausforderungen durch Hybridbelegschaften in der deutschen Industrie zu begegnen.
- Transformation der Produktionsarbeit durch Industrie 4.0 und Hybridbelegschaften
- Veränderung der Anforderungsprofile für Produktionsmitarbeiter
- Strategien zur Personalentwicklung und kontinuierlichen Weiterbildung
- Methoden der Personalbeschaffung in Zeiten des Fachkräftemangels
- Bedeutung des Employer Brandings zur Bindung und Gewinnung von Talenten
Auszug aus dem Buch
5.1.1 Schulungen
Wie Abbildung 5 zeigt, werden in über der Hälfte aller befragten Unternehmen Mitarbeiter durch Schulungen qualifiziert. Wie kann das HR-Management den Mitarbeitern die entsprechenden Schulungen bieten?
Eine Möglichkeit bieten Inhouse-Schulungen durch interne Ausbilder. Beispielsweise die Hörmann KG, mit über 6000 Mitarbeitern Europas führender Anbieter von Toren und Antriebstechnik, setzt auf eben diese Internen Schulungen. Mit der Hörmann Akademie bietet das Unternehmen umfangreiche Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote zur Gestaltung persönlicher Weiterbildung. Seminare zu den Produkten, Montagetrainings, IT- und Rechtsseminare werden ebenso angeboten, wie überfachliche Angebote zu Themen wie Kommunikation oder Zeitmanagement. Angeboten werden diese Schulungen sowohl in eigenen Schulungszentren, verschiedenen Niederlassungen und in den deutschen Werken sowie dem Hörmann Forum. Das gesamte Seminarprogramm ist auch über eine Online-Plattform einsehbar, die das Angebot an Seminaren, Trainings und Workshops des Herstellers um digitale Inhalte erweitert.
Vorteile dieser Inhouse-Schulungen sind insbesondere der genaue Zuschnitt auf die Unternehmensbedürfnisse, aber auch geringere Kosten und ein geringerer Zeitaufwand für die Teilnehmer. Außerdem können Schulungen so permanent durchgeführt werden.
Die Nachteile liegen vor allem in möglichen Störungen im Schulungsbetrieb, da die Mitarbeiter für Arbeitsprozesse weiterhin erreichbar sind, aber auch im fehlenden „Schulungscharakter“ der vor allem bei mehrtägigen Schulungen gut geeignet ist, um neue Kontakte unter den Beteiligten aufzubauen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des technologischen Fortschritts in der deutschen Industrie ein und formuliert die Problemstellung bezüglich der Auswirkungen auf das Personalmanagement.
2 Begriffserklärung und Abgrenzung: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe wie Hybridbelegschaft, Industrie und Human Resource Management definiert und für den weiteren Verlauf der Arbeit abgegrenzt.
3 Situation im Wandel: Das Kapitel beleuchtet den Wandel durch Industrie 4.0, analysiert die aktuelle Ausgangslage und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung in der Produktion.
4 Anforderungen im Wandel: Hier werden die veränderten Anforderungen an die Arbeitnehmer sowie an das HR-Management des Unternehmens detailliert dargestellt.
5 Die Rolle des HR-Management: Dieses Kapitel analysiert konkrete Handlungsfelder des Personalmanagements, insbesondere im Bereich der Weiterbildung, Personalbeschaffung und bei Freistellungen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung von Flexibilität und lebenslangem Lernen für HR-Abteilungen in einer digitalisierten Industrielandschaft.
Schlüsselwörter
Industrie 4.0, Human Resource Management, Hybridbelegschaft, Personalentwicklung, Weiterbildung, Recruiting, Fachkräftemangel, Employer Branding, Automatisierung, Qualifikation, Lebenslanges Lernen, Produktionsarbeit, Digitalisierung, Inhouse-Schulungen, Austrittsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der fortschreitenden Automatisierung und technologischen Entwicklungen in der deutschen Industrie auf die Personalarbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Entstehung von Hybridbelegschaften, die Veränderung von Qualifikationsanforderungen, Ansätze der Personalentwicklung sowie Strategien zur Personalgewinnung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Herausforderungen für das Human Resource Management durch Industrie 4.0 zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Personalpolitik zukunftsorientiert gestalten können.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und nutzt Daten aus verschiedenen Studien, unter anderem des Fraunhofer Instituts, um die Thesen zu stützen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert den Wandel der industriellen Situation, die sich ändernden Anforderungen an Mitarbeiter und das Management sowie spezifische HR-Instrumente wie Schulungen und Employer Branding.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Industrie 4.0, Personalmanagement, Hybridbelegschaft, Weiterbildung, Fachkräftemangel und Employer Branding.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Formen von Handhabungsgeräten?
Die Arbeit nutzt die VDI-Richtlinie 2860 und eine Abbildung, um zwischen manuell gesteuerten Manipulatoren und programmgesteuerten Industrierobotern zu differenzieren.
Warum spielt das "Austrittsmanagement" laut Autor eine so wichtige Rolle?
Der Autor betont, dass ein professioneller Umgang mit Kündigungen entscheidend für die Arbeitgebermarke ist, da ehemalige Mitarbeiter heute durch Bewertungsportale einen großen Einfluss auf die Außenwirkung haben können.
- Citar trabajo
- Christopher Brinkmann (Autor), 2019, Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in der Industrie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505521