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Die ideologisch-programmatische Modernisierung der Labour Party

Título: Die ideologisch-programmatische Modernisierung der Labour Party

Trabajo , 2004 , 27 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Jan Richter (Autor)

Política - Región: Europa Occidental
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Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind in den wichtigsten und größten Staaten Westeuropas sozialdemokratische Parteien in Regierungsverantwortung. Die These, dass das sozialdemokratische Jahrhundert zu Ende gehe, scheint damit widerlegt worden zu sein. Das Gegenteil ist der Fall, in Großbritannien, Deutschland und Frankreich konnten die Sozialdemokraten ihre Stellung im Parteiensystem festigen und ausbauen. Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich nun mit den Gründen für dieses Erstarken der Sozialdemokratie speziell in Großbritannien. Es geht dabei hauptsächlich um die ideologisch- programmatische, aber auch strukturelle Erneuerung der Labour Party seit ihren starken Verlusten am Anfang der 80er Jahre. Die neue Kommunikationsstrategie der Partei wird aus Platzgründen nur am Rande Beachtung finden. Die Untersuchung des Transformationsprozesses stützt sich vor allem auf das ideologische Grundgerüst, welches durch die Arbeiten des Soziologen Anthony Giddens geleistet wurde.

Nach einer Bestandsaufnahme über den Zustand der Labour Party zu Beginn der 80er Jahre des vorherigen Jahrhunderts, wird es im Hauptteil der Arbeit vor allem um den ideologischen Wandel innerhalb der Partei gehen, gestützt auf die zugehörigen Überlegungen Giddens in seinen „Third Way“ Abhandlungen. Im zweiten Teil wird dann auf die darauf folgenden programmatischen Veränderungen der Labour Party bis hin zum Wahlsieg 1997 eingegangen. Keine Rolle spielen dabei die verschiedenen anderen „Dritten Wege“ von Sozialdemokraten aus der Vergangenheit oder aus anderen Staaten Europas.

Diese Arbeit wird keine explizite Analyse des Wahlsystems Großbritannien geben. Stattdessen wird versucht werden, auf die Fragen nach den Motiven und Etappen des Transformationsprozesses der Partei eine Antwort zu finden. Des Weiteren versuche ich die Bedeutung der Transformation bestimmen zu können, vor allem im Hinblick auf die Frage, ob die Veränderungen eine Angleichung an Liberalismus bzw. Konservatismus sind, oder eine eigenständige politische Vision darstellen. Ziel ist es den Transformationsprozess von „Old Labour“ zu „New Labour“ auf den Ebenen von Programmatik, Organisation und Strategie in einen Gesamtkontext zu betten, ohne den Anspruch zu erheben, eine umfassende Analyse der inhaltlichen Ebenen in allen Policy-Bereichen der Partei vorzunehmen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was bedeutet „Dritter Weg“ ?

3. Motive für einen „Dritten Weg“ der Sozialdemokratie

4. Entwicklung der Labour Party bis in die 80er Jahre

5. Programmentwicklung und Strategien unter Neil Kinnock

5.1. Reformen in der Organisationsstruktur der Labour Party

5.2. Der Wandel zur modernen Medienpartei

6. Die programmatischen Veränderungen unter Tony Blair

7. Das Grundkonzept des „Dritten Weges“ nach Giddens

7.1. Herausforderungen an eine neue Politik

7.2. Der Dritte Weg

7.3. Kritik des Dritten Weges

7.4. New Labour und der Dritte Weg

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert den ideologisch-programmatischen Transformationsprozess der britischen Labour Party von „Old Labour“ zu „New Labour“. Dabei wird untersucht, wie die Partei nach den Wahlniederlagen der 1980er Jahre durch eine Neuausrichtung in Programmatik, Organisation und Kommunikationsstrategie ihre Regierungsfähigkeit zurückgewinnen konnte und welche Rolle das Konzept des „Dritten Weges“ von Anthony Giddens dabei spielte.

  • Ursachen für das Erstarken der Sozialdemokratie in Großbritannien
  • Innerparteiliche Reformen und Zentralisierung unter Neil Kinnock
  • Professionalisierung der Kommunikationsstrategie und Medienarbeit
  • Programmatische Neuausrichtung und Modernisierung unter Tony Blair
  • Theoretische Fundierung durch das Giddens-Konzept des „Dritten Weges“

Auszug aus dem Buch

7.1. Herausforderungen an eine neue Politik

Nach der Analyse über die Grundkonzeption von alter Linker und neuer Rechter Politik ergibt sich für Giddens die Notwendigkeit eines neuen Dritten Weges. Begründung findet dieser Dritte Weg in den so genannten fünf Dilemmata.

Die Globalisierung als Erste dieser Dilemmata sieht Giddens als keinen Trend, sondern als bereits vollzogene Realität an. Die Erfolgsbedingungen von Politik werden durch diese Globalisierung der Finanz – und Kapitalmärkte beeinflusst, einhergehend mit der Ausweitung von Gütermärkten. Gleichzeitig kommt es zu einer Ausbreitung von Kommunikations- und Informationstechnologien, was zu einer Transformation von Raum und Zeit führt. Diese Faktoren zwingen den Nationalstaat einerseits von „oben“, indem bestimmte Handlungsspiele über die die Nationen verfügen eingeschränkt werden. Gleichzeitig erzeugt die Globalisierung auch einen Sog von „unten“, welcher neue lokale Identitäten wieder belebt. Globalisierung nennt Giddens somit einen Bündel von Prozessen aus politischen und ökonomischen Faktoren, welche Einfluss auf die Form des Regierens haben und deshalb Prozesse innerhalb des Nationalstaats, aber auch transnational in Gang setzen, um Kooperationen auf verschiedenen Ebenen einzugehen und damit die Steuerungsfähigkeit nicht zu verlieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in den Transformationsprozess der Labour Party ein und verdeutlicht das Ziel, die ideologische sowie strukturelle Erneuerung der Partei seit den 1980er Jahren zu untersuchen.

2. Was bedeutet „Dritter Weg“ ?: Dieses Kapitel definiert den Begriff „Dritter Weg“ als mittlere Alternative zwischen Kapitalismus und Sozialismus bzw. zwischen Neoliberalismus und keynesianischem Wohlfahrtsstaat.

3. Motive für einen „Dritten Weg“ der Sozialdemokratie: Hier werden die Gründe für den notwendigen Wandel der Sozialdemokratie analysiert, insbesondere der Druck durch Globalisierung, gesellschaftlichen Strukturwandel und den drohenden Bedeutungsverlust.

4. Entwicklung der Labour Party bis in die 80er Jahre: Der Abschnitt skizziert die historische Ausrichtung der Labour Party, ihre enge Bindung an Gewerkschaften und den Zustand vor der innerparteilichen Reformation.

5. Programmentwicklung und Strategien unter Neil Kinnock: Dieses Kapitel behandelt die Reformen zur Schwächung des linken Parteiflügels, die Zentralisierung der Macht und die Einführung moderner Kommunikationsstrategien.

6. Die programmatischen Veränderungen unter Tony Blair: Der Text beschreibt die weitere Modernisierung, insbesondere die Revision der Clause IV, und den Weg der Partei zur Regierungsverantwortung 1997.

7. Das Grundkonzept des „Dritten Weges“ nach Giddens: Hier werden die theoretischen Überlegungen von Anthony Giddens erläutert, die als ideologische Basis für das Projekt „New Labour“ dienten.

8. Zusammenfassung: Das letzte Kapitel resümiert den Wandel der Labour Party zur Medienpartei und ordnet das Projekt „New Labour“ in den Kontext zwischen Tradition und Erneuerung ein.

Schlüsselwörter

Labour Party, New Labour, Dritter Weg, Anthony Giddens, Sozialdemokratie, Modernisierung, Globalisierung, Ideologie, Tony Blair, Neil Kinnock, Politische Transformation, Medienpartei, Wohlfahrtsstaat, Gewerkschaften, Parteiprogrammatik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den politisch-ideologischen Wandel der britischen Labour Party von einer traditionellen sozialistischen Partei hin zu einer modernen, regierungsorientierten „New Labour“-Partei.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Programmentwicklung, die innere Organisationsstruktur, die Medienstrategie sowie die theoretische Verankerung im Konzept des „Dritten Weges“ von Anthony Giddens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Motive und Etappen des Transformationsprozesses seit den 1980er Jahren aufzuzeigen und zu klären, ob die Veränderungen eine Angleichung an liberale Ideologien darstellen oder eine eigenständige Vision bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und Auswertung politikwissenschaftlicher Literatur, um den ideologischen Wandel innerhalb der Labour Party sowie die theoretischen Schriften von Giddens systematisch darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Prozess von den Reformen unter Neil Kinnock, über die Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit, bis hin zu den inhaltlichen Änderungen unter Tony Blair und dem theoretischen Grundgerüst nach Giddens detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie „Labour Party“, „Dritter Weg“, „New Labour“, „Modernisierung“ und „sozialdemokratische Transformation“ charakterisiert.

Was war die Bedeutung der „Clause IV“ für Blair?

Die Revision der Clause IV war ein symbolischer Akt, um die Abkehr von der klassischen Forderung nach Verstaatlichung und sozialistischem Mythos zu vollziehen und stattdessen sozialdemokratische Werte wie Chancengleichheit in den Fokus zu rücken.

Wie veränderte sich die Rolle der Gewerkschaften unter Kinnock?

Unter Kinnock wurden Gewerkschaften schrittweise geschwächt, insbesondere durch die Einführung des „One Member One Vote“-Prinzips, um die Abhängigkeit der Parteiführung zu verringern und die Partei wählbarer zu machen.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Die ideologisch-programmatische Modernisierung der Labour Party
Universidad
University of Tubingen  (Politikwissenschaft)
Curso
Dritte Wege in den Ländern der Europäischen Union
Calificación
2,0
Autor
Jan Richter (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
27
No. de catálogo
V50566
ISBN (Ebook)
9783638467629
ISBN (Libro)
9783638661089
Idioma
Alemán
Etiqueta
Modernisierung Labour Party Dritte Wege Ländern Europäischen Union
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan Richter (Autor), 2004, Die ideologisch-programmatische Modernisierung der Labour Party, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50566
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