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Die Bewertung kommunaler Handlungsfähigkeit durch Rating Agenturen und Banken in den USA und Europa

Title: Die Bewertung kommunaler Handlungsfähigkeit durch Rating Agenturen und Banken in den USA und Europa

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Kfm. Thomas Wolf (Author)

Economics - Finance
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Zu den Einnahmequellen von Kommunen gehört neben Steuer- und Gebührenerhebung auch die Möglichkeit Kredite aufzunehmen. In den letzten 15 Jahren hat jedoch Verschuldung der öffentlichen Hand in der BRD recht stark zugenommen. Auf der Gemeinde- und Länderebene haben sich die Schulden seit 1991 circa verdoppelt. Auf Bundesebene vollzog sich ein Schuldenanstieg um etwa 300 Prozent1. Eine Ausweitung der Fremdkapitalverbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit der Ausdehnung von Zins- und Tilgungsverpflichtungen, welche die öffentlichen Haushalte nachhaltig belasten. So ereignete sich Ende der neunziger Jahre der Zahlungsausfall einer Kommune in der Schweiz, als diese nicht mehr im Stande war ihre Zinszahlungen zu leisten.
Neben diesem Beispiel existieren noch eine Reihe weiterer öffentlicher Schuldner die in der Vergangenheit Probleme hatte ihre Verbindlichkeiten zu bedienen, als Beispiel seien Argentinien, Russland und Provinzen in Mexiko genannt. Zusätzlich hat auch der Bankensektor, welcher zweifelsfrei zu den größten Fremdkapitalgebern von Kommunen zählt, seine Anforderungen an Kreditrisikomanagement und Bonitätseinschätzung von Schuldnern entscheidend verschärft. Die Ursache hierfür sind die ab 2007 in Kraft tretenden Basel 2 Regelungen. Im Angesicht solcher Entwicklung stellt sich die Frage, ob eine Bonitätsbeurteilung für Gemeinden und öffentliche Gebietskörperschaften sinnvoll und notwendig ist. Nachfolgende Hausarbeit soll einen Einblick in das Thema Kommunal-Rating vermitteln und die damit verbundenen Auswirkungen für Gemeinden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Ursprünge des Rating-Begriffes

2.1 Definition und Historie

2.2 Herausgeber von Ratings

2.3 Ratingsymbole und Veränderungen der Bonitätseinstufung

2.4 Ratingarten

2.5 Rating-Methodik

3. Exkurs Basel 2

3.1. Baseler Akkord 1 und 2

3.2 Welche Rating-Methoden werden Banken gemäß Basel 2 benutzen?

3.3 Diskussionen um Rating-Zwang in Deutschland

4.Besonderheiten des Kommunal-Ratings

4.1 Die kommunale Eigenbonität

4.2 Support-Rating

5. Der Nutzen von Ratings aus Gemeindesicht

6. Derzeitige Bedeutung von Kommunal-Rating in verschiedenen Ländern

6.1 Kommunalfinanzierungen und Rating in Deutschland

6.2 Kommunalfinanzierung und Rating in der Schweiz

6.2. Kommunalfinanzierung und Rating in den USA

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendung von Bonitätsbeurteilungen für Kommunen, insbesondere unter dem Einfluss der Basel-2-Regelungen, und vergleicht dabei die unterschiedlichen Ansätze sowie die Bedeutung von Ratings für die kommunale Handlungsfähigkeit in Deutschland, der Schweiz und den USA.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte des Rating-Begriffes
  • Einfluss der Basel-2-Vorschriften auf die Kreditvergabe an öffentliche Körperschaften
  • Methodische Besonderheiten bei der Bewertung kommunaler Eigenbonität und Support-Systeme
  • Nutzen von externen Ratings für Gemeinden im Hinblick auf Finanzierung und Image
  • Länderspezifische Analyse der Rating-Bedeutung im föderalen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.5 Rating-Methodik

Zur Erstellung von Ratings bedient man sich verschiedenster Methoden. Diese können grob eingeteilt werden in subjektive und objektive Verfahren. Subjektive Verfahren basieren auf dem spezifischen Know-How von Analysten. Objektive Verfahren bedienen sich mathematischen und statistischen Verfahren um zu einer Risikoklassifizierung zu gelangen. Zu den mathematisch-statistischen Verfahren gehören Methoden wie Diskriminanzanalysen, wissensbasierte Expertensysteme oder künstlich neuronale Netzanalysen.

Wesentliche Merkmale eines objektiven Verfahrens sind gleiche Ergebnisse bei gleichen Inputs sowie eine klare Darstellung welche Faktoren in welcher Art und Weise in das Ergebnis eingeflossen sind. Der Einsatz von objektiven Rating-Verfahren hängt jedoch stark von der Verfügbarkeit quantifizierbarer Informationen ab. Das bedeutet es werden diverse Kennzahlen aus der Unternehmensrechnung dafür benötigt. Zusätzlich fließt in die Berechnung die Auswertung empirischer Daten bezüglich solventen und insolventen Kreditnehmern aus der Vergangenheit. Hier entsteht schon das erste Problem ein herkömmliches Verfahren auf eine Kommune anzuwenden, da für Kommunen solche empirischen Daten nicht verfügbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den zunehmenden Schuldenanstieg öffentlicher Haushalte und die daraus resultierende Notwendigkeit, Kriterien für eine Bonitätsbeurteilung von Kommunen zu prüfen.

2. Definition und Ursprünge des Rating-Begriffes: Erläutert die Herkunft, die Symbole sowie die verschiedenen Arten und Methoden von Kreditratings als Instrument der Risikoklassifizierung.

3. Exkurs Basel 2: Analysiert die regulatorischen Änderungen durch Basel 2 und die daraus resultierenden Anforderungen an Banken zur risikoabhängigen Eigenkapitalunterlegung von Krediten.

4.Besonderheiten des Kommunal-Ratings: Diskutiert die Notwendigkeit zweistufiger Verfahren, bestehend aus der Bewertung der Eigenbonität und der Einbindung in staatliche Unterstützungssysteme (Support-Rating).

5. Der Nutzen von Ratings aus Gemeindesicht: Beleuchtet den Mehrwert eines Ratings als Führungsinstrument, zur Imagepflege sowie zur Optimierung von Kapitalkosten durch erweiterten Zugang zu Finanzierungsquellen.

6. Derzeitige Bedeutung von Kommunal-Rating in verschiedenen Ländern: Vergleicht die Praxis der kommunalen Bonitätsbeurteilung in Deutschland, der Schweiz und den USA unter Berücksichtigung nationaler Finanzierungstraditionen.

7. Fazit: Führt zusammen, dass die Bedeutung von Ratings stark von nationalen Finanzierungsstrukturen abhängt, wobei der Einfluss in den USA deutlich größer ist als in Deutschland.

Schlüsselwörter

Kommunal-Rating, Basel 2, Kreditrisiko, Eigenbonität, Support-Rating, Finanzierung, Bonitätsbeurteilung, öffentliche Gebietskörperschaften, Kapitalmarkt, Rating-Agenturen, IRB-Verfahren, kommunale Handlungsfähigkeit, Kommunalanleihen, Risikoaktiva, Bonitätseinstufung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit thematisiert die Bewertung der finanziellen Handlungsfähigkeit von Kommunen durch Rating-Agenturen und Banken im Kontext der Basel-2-Regulierung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Ratings, den regulatorischen Auswirkungen von Basel 2 auf Kommunalkredite und den methodischen Ansätzen zur Bewertung kommunaler Bonität.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, ob eine Bonitätsbeurteilung für Gemeinden und öffentliche Gebietskörperschaften im Hinblick auf aktuelle Finanzierungsprobleme sinnvoll und notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine deskriptive Analyse, die aktuelle ökonomische Problemstellungen mit theoretischen Konzepten des Ratings sowie Ländervergleichen (Deutschland, Schweiz, USA) kombiniert.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die Unterschiede zwischen objektiven und subjektiven Rating-Methoden, die Bedeutung von Basel 2 für die Kreditfinanzierung und die spezifischen Anforderungen bei der Bewertung kommunaler Eigenbonität.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kommunal-Rating, Basel 2, Eigenbonität, Support-Rating und die internationale Vergleichbarkeit kommunaler Finanzierungen.

Wie unterscheidet sich die Situation in den USA von der in Deutschland?

Während in Deutschland die Hausbankfinanzierung dominiert und Kommunen meist ungeratet bleiben, sind Ratings in den USA seit Jahrzehnten ein Standard für den Zugang zu Kapitalmärkten.

Warum wird im Dokument auf den Fall der Schweizer Gemeinde Leukerbad eingegangen?

Der Fall dient als Beispiel für einen Zahlungsausfall einer Kommune, der bei Investoren zu einem Umdenken hinsichtlich der impliziten Finanzgarantien durch Kantone oder den Bund führte.

Welche Rolle spielt die BaFin in der Debatte um Rating-Zwang?

Die BaFin argumentiert für die Anwendung des IRB-Ansatzes auch bei Kommunen, um eine einheitliche Risikobewertung aller Bankaktiva zu gewährleisten.

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Details

Title
Die Bewertung kommunaler Handlungsfähigkeit durch Rating Agenturen und Banken in den USA und Europa
College
University of Leipzig  (Institut für Finanzen)
Course
Aktuelle Probleme der Gemeindefinanzierung WS 2005/2006
Grade
1,0
Author
Dipl.-Kfm. Thomas Wolf (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V50569
ISBN (eBook)
9783638467643
Language
German
Tags
Bewertung Handlungsfähigkeit Rating Agenturen Banken Europa Aktuelle Probleme Gemeindefinanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Thomas Wolf (Author), 2005, Die Bewertung kommunaler Handlungsfähigkeit durch Rating Agenturen und Banken in den USA und Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50569
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