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Die Bedeutung der ritterlichen Tugenden für Hartmanns Iwein

Ist Iwein ein tugendhafter Ritter?

Title: Die Bedeutung der ritterlichen Tugenden für Hartmanns Iwein

Term Paper , 2018 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jennifer Czok (Author)

Literature - Medieval Literature
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll die Bedeutung der ritterlichen Tugenden für Hartmanns Roman Iwein untersucht werden. Iweins ethische Integrität wird dabei betrachtet, wobeiein genaues Augenmerk auf die ere gelegt wird. Bei der Analyse steht der Titelcharakter im Vordergrund.

Es geht hauptsächlich um die Frage, inwiefern die höfischen Tugenden, besonders die ere, den Protagonisten bei seiner Entscheidungsfindung und konkret in seinem Verhalten beeinflussen. Genauer um den Druck, den die Angst des Ehrenverlustes auslöst, die daraus resultierenden Tiefpunkte und die Motivation, die Ehre wiederzuerlangen. Dabei wird betrachtet, ob sich der Titelcharakter ehrenvoll und tugendhaft verhält und ob es womöglich Rechtfertigungsansätze gibt. Unvermeidbar bei der Frage um Iweins Tugendhaftigkeit ist die Thematik der Schuld..

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ritterliche Tugenden

2.1. Êre

3. Das Konzept der höfischen Tugenden in ‘Iwein’

3.1. Prolog

3.2. Askalon-Aventiure

3.3. Die Jahresfrist

3.4. Iweins Krise und aventure

3.5 Die Wiedergewinnung Laudines

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ethische Integrität des Protagonisten Iwein in Hartmanns Roman 'Iwein' unter besonderer Berücksichtigung der ritterlichen Tugend der êre und der zentralen Schuldfrage.

  • Analyse des höfischen Tugendsystems, insbesondere der êre.
  • Untersuchung der moralischen Verantwortung Iweins für sein Scheitern und seine Krise.
  • Chronologische Betrachtung der Schlüsselereignisse wie der Askalon-Aventiure und der Jahresfrist.
  • Vergleichende Interpretation der Ansätze verschiedener Literaturwissenschaftler zum Heldenbild Iweins.

Auszug aus dem Buch

3.2. Askalon-Aventiure

Zu Beginn des Romans reitet Iwein aus, um ein Quellenabenteuer zu bestehen, an dem sein Vetter Kalogreant zuvor gescheitert war. Iwein sieht es als seine Pflicht an, Kalogreant zu rächen (vgl. V. 806) und würde durch eine erfolgreiche aventure an êre gewinnen.

Râche und vêhede sind an dieser Stelle Thema. Diese râche, zu definieren als die Verletzung der êre, besitzt einen hohen Stellenwert in der mittelalterlichen Literatur. In diesem Fall handelt es sich nicht um Iwein selbst, der in seiner êre verletzt ist, sondern seinen Vettern. Der Rachekodex bezieht sich aber nicht nur auf die Person selbst, sondern erstreckt sich auch auf Verwandte und Freunde. Somit ist es die Pflicht eines tugendhaften Ritters, die êre seines Vettern wiederherzustellen.

Iwein hat an diesem Punkt noch eine weitere Intention: Neben der râche bietet sich ihm die Möglichkeit, sein persönliches Ansehen zu steigern, indem gerade er König Askalon besiegt und an seine Stelle tritt. Doch es besteht der Anlass anzunehmen, Gawein könne ihm zuvor kommen und das Quellenabenteuer bestehen (vgl. V. 914–918).

Die Befürchtung, die êre des Kampfes mit dem Behüter der Quelle könne einem anderen Ritter zugute kommen, veranlasst Iwein zu dem Alleingang. Ungeachtet der Pläne Artus und seiner Ritter, macht er sich heimlich auf die Reise. Dieses Verhalten zeugt nicht von einem einwandfreien, tugendhaften Verhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Untersuchung der ritterlichen Integrität Iweins und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Verantwortung des Protagonisten für seine Krise.

2. Ritterliche Tugenden: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung ritterlicher Tugenden für die gesellschaftliche Legitimation und definiert speziell das Konzept der êre.

3. Das Konzept der höfischen Tugenden in ‘Iwein’: Der Hauptteil analysiert chronologisch die Entwicklung Iweins anhand zentraler Ereignisse und interpretiert dessen Handeln im Kontext höfischer Ideale.

3.1. Prolog: Das Kapitel untersucht die didaktische Funktion des Prologs und Hartmanns Selbstinszenierung als ritterlicher Beamter sowie die Bedeutung der êre für den Leser.

3.2. Askalon-Aventiure: Hier wird Iweins Alleingang und Kampf gegen König Askalon kritisch im Hinblick auf ritterliche Pflichten und persönliche Ruhmsucht hinterfragt.

3.3. Die Jahresfrist: Die Analyse konzentriert sich auf Iweins Versagen bei der Einhaltung der Frist und die daraus resultierende Schuld gegenüber Laudine sowie dem Artushof.

3.4. Iweins Krise und aventure: Das Kapitel beleuchtet Iweins Identitätsverlust im Wald, seine Heilung und den Lernprozess, der ihn zu einem ritterlichen Verteidiger werden lässt.

3.5 Die Wiedergewinnung Laudines: Abschließend wird Iweins Beständigkeit in der Liebe und sein Erfolg bei der Wiedergewinnung Laudines als Abschluss seines Lernprozesses diskutiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Iwein eine Entwicklung zum besseren Ritter durchläuft und sein Handeln letztlich durch das Ziel der Wiedergewinnung der minne und êre bestimmt wird.

5. Literatur: Das Literaturverzeichnis führt die im Text verwendeten Primär- und Sekundärquellen auf.

Schlüsselwörter

Iwein, Hartmann von Aue, ritterliche Tugenden, êre, Artusroman, Schuldfrage, Aventiure, Minne, höfisches Leben, moralische Integrität, Lernprozess, ritterliches Ideal, Askalon, Laudine, ritterliches Verhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die moralische Entwicklung und Integrität des Protagonisten Iwein in Hartmanns gleichnamigem Artusroman unter dem Aspekt ritterlicher Tugenden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören das höfische Tugendsystem, die Bedeutung der êre, das Konzept der Schuld sowie die Frage nach Iweins Verantwortung für sein Scheitern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Iwein als tugendhafter Ritter gelten kann und wie Hartmann von Aue dessen Fehlverhalten und spätere Läuterung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die durch den Vergleich verschiedener Interpretationsansätze von Forschern wie Cramer, Voß, Wapnewski und Mertens gestützt wird.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil ist chronologisch gegliedert und analysiert den Prolog, die Askalon-Aventiure, die Problematik der Jahresfrist, Iweins Krise und seine spätere Wiedergewinnung von Laudine.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Iwein, êre, Ritterlichkeit, Schuld, Tugendhaftigkeit, Artusroman und Aventiure.

Wie bewerten verschiedene Forscher Iweins Verhalten in der Askalon-Aventiure?

Es gibt gegensätzliche Ansichten: Während Mertens das Verhalten als weitgehend rechtmäßig legitimiert sieht, bewerten Wapnewski und Cramer es eher kritisch als mutwillig oder egoistisch.

Warum spielt der Prolog eine so zentrale Rolle für das Verständnis des Romans?

Der Prolog führt in das höfische Tugendverständnis ein und verknüpft das Streben nach êre mit dem Handeln des Ritters, was als Maßstab für die gesamte spätere Erzählung dient.

Welche Rolle spielt die Figur Laudine für Iweins Entwicklung?

Laudine fungiert als moralische Instanz, deren Verlust Iwein erst in die Krise treibt und deren Wiedergewinnung das Ziel seines Lernprozesses und seiner erneuten Bewährung darstellt.

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Details

Title
Die Bedeutung der ritterlichen Tugenden für Hartmanns Iwein
Subtitle
Ist Iwein ein tugendhafter Ritter?
College
University of Bremen
Grade
1,3
Author
Jennifer Czok (Author)
Publication Year
2018
Pages
25
Catalog Number
V505729
ISBN (eBook)
9783346062390
ISBN (Book)
9783346062406
Language
German
Tags
Iwein Hartmann Ere Tugend Ritter Mittelalter Heldenepik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Czok (Author), 2018, Die Bedeutung der ritterlichen Tugenden für Hartmanns Iwein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505729
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