Ob Telefonat mit einem entfernt wohnenden Freund, Navigation zum nächsten Restaurant, Musikhören in der Straßenbahn oder Chat zur Planung des abendlichen Kinobesuchs – in allen Situationen hilfreiches Medium: das Smartphone.
Im Februar 2014 besaßen 50% der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren ein solches. Bei den Zwölf- bis 19- Jährigen waren es sogar 88%, die ein Smartphone in ihren Alltag integriert hatten. Vergleicht man diese Zahlen mit Daten aus dem Jahr 2011, wird die rasante Verbreitung der mobilen Endgeräte deutlich. Damals betrug der Anteil der Smartphone-Nutzer 18% der deutschen Gesamtbevölkerung, er hat sich innerhalb von drei Jahren also fast verdreifacht.
In dieser Hausarbeit wird nach einer genaueren Unterscheidung zwischen Mobiltelefon und Smartphone auch auf die Besonderheiten eingegangen, die charakteristisch für Smartphones sind. Darauf folgend werden bespielhaft einige der Auswirkungen beschrieben, die diese auf den kommunikativen Alltag haben. Zudem wird die besondere Bedeutung von Smartphones für Jugendliche erläutert, unter Berücksichtigung aktueller Ergebnisse aus der JIM-Studie 2014. Abschließend sollen die wichtigsten Erkenntnisse der vorherigen Abschnitte zusammengefasst werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vom Mobiltelefon zum Smartphone
2.1 Definitionen und Abgrenzung
2.2 Besonderheiten des Smartphones
3. Auswirkungen von Smartphones auf den kommunikativen Alltag an den Beispielen:
3.1 Privatheit und Öffentlichkeit
3.2 Ortsungebundene Erreichbarkeit
4. Das Smartphone bei Jugendlichen
4.1 Definition "Jugend" und die besondere Bedeutung der Smartphonenutzung Jugendlicher
4.2 Auswertung der Ergebnisse der JIM-Studie 2014
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Wandel der mobilen Kommunikation durch die Verbreitung des Smartphones und analysiert dessen Auswirkungen auf den Alltag sowie die spezifische Bedeutung für Jugendliche.
- Evolution vom klassischen Mobiltelefon zum multifunktionalen Smartphone
- Veränderung von Privatheit und Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter
- Konsequenzen der permanenten ortsungebundenen Erreichbarkeit
- Rolle des Smartphones im Sozialisationsprozess von Jugendlichen
- Empirische Einblicke basierend auf der JIM-Studie 2014
Auszug aus dem Buch
2.2 Besonderheiten des Smartphones
"The mobile phone (...) has broadened, entered new fields, has brought with it new social forms. Even more than before, the actual role as a phone is diminishing. Its role as media though, as a hybrid medium, has been strengthened. It is still a communication device, sometimes an interaction device, definitely also a mini-computer and hence an entertainment and information source." (Hartmann, Rössler & Höflich, 2008, S. 7 - 8).
Wie Hartmann, Rössler und Höflich feststellten, ist das Mobiltelefon nicht nur ein kommunikatives Medium, es wird auch als "Mini-Computer" zur Information und Unterhaltung verwendet.
Aufgrund dieser verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten kann das Smartphone als Hybridmedium bezeichnet werden, es vereint mehrere kommunikative Modi (Höflich, 2011). Durch die umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten mittels Apps entsteht eine ganzheitliche Beeinflussung des Alltags. Es gibt nur noch wenige Situationen, die völlig losgelöst von Smartphones stattfinden. Bei vielen Smartphonebesitzern beginnt der Tag mit dem Klingeln des integrierten Weckers und verläuft dann "smartphonebegleitet". Das Smartphone bleibt den ganzen Tag über in unmittelbarer Reichweite und wirkt beinahe "wie ein Organ, das bloß noch nicht implantiert worden ist" (Selle, 1997, S. 115). Dabei hat vor allem die mobile Internetnutzung einen hohen Stellenwert. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat diese sich kontinuierlich erhöht. Während im Jahr 2009 nur 18% der 20- bis 29-Jährigen das mobile Internet zumindest gelegentlich nutzten, waren es in 2014 schon 48% dieser Altersgruppe, die sogar täglich mobil online waren (ARD/ZDF-Onlinestudien 2009 - 2014).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die rasante Verbreitung von Smartphones und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen vor.
2. Vom Mobiltelefon zum Smartphone: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Handy und Smartphone und arbeitet die technischen Unterschiede sowie die neuen Funktionsmöglichkeiten heraus.
3. Auswirkungen von Smartphones auf den kommunikativen Alltag an den Beispielen: Hier wird diskutiert, wie Smartphones die Grenzen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit verschwimmen lassen und welche Folgen die ständige Erreichbarkeit hat.
4. Das Smartphone bei Jugendlichen: Dieser Abschnitt fokussiert auf die Lebenswelt von Jugendlichen und wertet spezifische Daten zur Smartphone-Nutzung aus der JIM-Studie 2014 aus.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken des Smartphones zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer kommunikationswissenschaftlicher Forschung.
Schlüsselwörter
Smartphone, Mobiltelefon, mobile Kommunikation, digitale Medien, JIM-Studie 2014, Hybridmedium, Privatheit, Öffentlichkeit, Erreichbarkeit, Instant-Kommunikation, Mediennutzung, Jugendliche, App-Nutzung, Technisierung, Kommunikationsalltag
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem technologischen und sozialen Wandel, den die Verbreitung von Smartphones in der mobilen Kommunikation ausgelöst hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der technischen Abgrenzung zum Mobiltelefon, den Auswirkungen auf den kommunikativen Alltag sowie der besonderen Relevanz für die Zielgruppe der Jugendlichen.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Charakteristika des Smartphones als Hybridmedium zu bestimmen und zu analysieren, wie dieses Gerät den Alltag und die zwischenmenschliche Interaktion beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Daten, insbesondere der JIM-Studie 2014.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Transformation vom Mobiltelefon zum Smartphone, die soziokulturellen Auswirkungen wie Entgrenzung sowie die spezifische Nutzungsweise durch Jugendliche detailliert beschrieben.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Hybridmedium, ständige Erreichbarkeit, digitale Sozialisation, Medienwandel und Dualität der Effekte.
Welche Rolle spielt die JIM-Studie für die Untersuchung?
Die Studie dient als wichtige empirische Grundlage, um die Nutzungsgewohnheiten und das Medienverhalten von Jugendlichen im Jahr 2014 quantitativ zu belegen.
Warum wird das Smartphone als "Hybridmedium" bezeichnet?
Es wird als Hybridmedium definiert, da es verschiedene kommunikative Modi vereint und neben der Telefoniefunktion auch als Informationsquelle, Unterhaltungsmedium und Arbeitswerkzeug dient.
Welche Probleme entstehen durch die "permanente Erreichbarkeit"?
Neben Vorteilen wie Flexibilität entstehen laut Arbeit Stressfaktoren, soziale Kollisionen in intimen Situationen und ein Erwartungsdruck, auf digitale Nachrichten zeitnah reagieren zu müssen.
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- Anonym (Autor), 2015, Mobile Kommunikation im Wandel. Das Smartphone, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505759