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Das Recht auf Rausch - aktuelle ethische Debatten im sozialpädagogischen Kontext-

Titel: Das Recht auf Rausch - aktuelle ethische Debatten im sozialpädagogischen Kontext-

Hausarbeit , 2005 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kristin Bauss (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Haben wir Menschen ein Recht darauf berauscht zu sein? Ein Recht unserer Sehnsucht nach einem hedonistischen Leben nachzugehen oder gar illegale Drogen, wie Heroin zu legalisieren? Was sagt die Ethik und im Besonderen die Sozialarbeit zu diesem Thema? Mit dieser Fragestellung befasst sich diese Arbeit. Aktuelle Debatten um die Legalisierung weicher Drogen wie Cannabis, halten die Medizin und andere Fachbereiche in Atem. Oft werden Alkohol, Nikotin oder andere süchtig machende Stoffe verharmlost. Es gehört auf einer Feier dazu, sich mal „einen zu zwitschern“ oder am Joint zu ziehen. Schließlich macht es ja jeder so. Die Gesellschaft proklamiert das vermeintlich gute Lebensgefühl, welches sich beim Konsum von Alkohol einstellt. Sei es durch die Werbung oder auch durch das Vorbild der Erwachsenen; mit 13 Jahren den ersten Rausch zu haben ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Machen es uns doch die großen Spirituosen Händler möglich, durch „Alko-Pops“ oder scheinbar harmlose Cola-Bier-Mixgetränke, ist der Zugang zu Alkohol heute einfacher geworden. Das Einstiegsalter sinkt Jahr für Jahr deutlich. Aber es gibt auch noch andere Arten sich zu berauschen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Zum Begriff: Sucht und Rausch

Vorbemerkung

1.1 Die Sucht

1.2 Der Rausch

2. Gefahren, Verbote und warum der Rausch auch etwas Gutes hat

2.1 Illegale und legale Drogen; Wo liegt die Gefahr?

2.2 Sind Rauschmittel verboten?

2.3 Das „Gute“ und die Freude am Rausch

3. Gesellschaftlicher Diskurs

3.1 Macht die Gesellschaft uns abhängig?

3.2 Muß es nicht auch Abweichungen geben?

3.3 Die Jugendkultur

3.4 Haben wir ein Recht auf Rausch?

4. Ethische Debatten in der sozialpädagogischen Arbeit im Suchtbereich

4.1 Suchtprävention in der Sozialarbeit

4.2 Sollten weiche Drogen freigegeben werden?

4.3 Debatten in der Sozialpädogogik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethische sowie sozialpädagogische Fragestellung, ob ein Recht auf Rausch existiert und wie eine liberale Gesellschaft sowie die Soziale Arbeit mit dem menschlichen Verlangen nach berauschenden Zuständen umgehen sollten. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwiefern gesellschaftliche Strukturen Suchtverhalten fördern und ob Verbote wirksame oder eher kontraproduktive Instrumente der Steuerung darstellen.

  • Phänomenologie und Differenzierung von Sucht und Rausch
  • Ethische Bewertung von Rauschzuständen als Ausdruck persönlicher Freiheit
  • Kritik an der gesellschaftlichen Doppelmoral bezüglich legaler und illegaler Drogen
  • Die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Prävention und Beratung
  • Implikationen einer potenziellen Legalisierung weicher Drogen

Auszug aus dem Buch

2.3 Das „Gute“ und die Freude am Rausch

„Im Rauschzustand vergisst man Alltagsprobleme, die Welt erscheint einem einfach und leicht. Das Leben kann nicht nur aus Ernst, Alltag, Beruf und Pflichten bestehen...“.

So oder ähnlich klingen Aussagen von Menschen, die sich öfters dem „leichten Sein“, hingeben. Ohne hier ironisch klingen zu wollen, lässt sich feststellen, dass der Rausch an sich eine gute „Erfindung“ der Menschheit ist. In der Scholastik ist das Gute „transzendale Bestimmung des Seins jedes Seienden“. 18 Gehört der Rausch also zu den lebensnotwendigen Glücklichmachern?

Beinahe zu jedem Anlass finden sich Gelegenheiten mit einem Glas Sekt anzustoßen oder sich einen Verdauungsschnaps zu genehmigen, heute gehört dies einfach dazu. Ob Alkohol glücklich macht oder nicht, ist je nach persönlichem Empfinden abzuwägen. Die meisten Menschen nehmen einen speziellen Anlass zur Gelegenheit für das Trinken. Glück, Gemeinschaftsgefühl, Aufmerksamkeit und Erleben sind die Dimensionen, in denen die „Glücksmacher“ wirksam werden. Trinken verbindet Menschen. Der Rausch führt zu einem lustvollen Zustand in dem man Alltag und Sorgen verdrängen, aber auch Gemeinschaft mit anderen erleben kann. Nicht selten ist zu beobachten, dass Menschen, die trinken oder auch Marihuana rauchen entspannter im alltäglichen Geschehen sind. Es stellt sich die Frage, ob diese lustvollen Empfindungen der Maßstab des guten Lebens insgesamt sind?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zum Begriff: Sucht und Rausch: Erläutert die begrifflichen Grundlagen sowie die medizinischen und philosophischen Abgrenzungen zwischen Sucht und Rausch.

2. Gefahren, Verbote und warum der Rausch auch etwas Gutes hat: Analysiert die Unterscheidung zwischen legalen und illegalen Substanzen und hinterfragt die ethische Legitimität von Konsumverboten.

3. Gesellschaftlicher Diskurs: Beleuchtet den Einfluss gesellschaftlicher Erwartungen auf das Suchtverhalten sowie die Rolle der Jugendkultur und die Frage nach einem grundsätzlichen Recht auf Rausch.

4. Ethische Debatten in der sozialpädagogischen Arbeit im Suchtbereich: Diskutiert die Herausforderungen für die Soziale Arbeit, insbesondere im Kontext von Prävention, Drogenpolitik und neuen Abhängigkeitsphänomenen.

Schlüsselwörter

Sucht, Rausch, Sozialpädagogik, Ethik, Drogenkonsum, Suchtprävention, Legalisierung, Gesellschaft, Freiheit, Abhängigkeit, Cannabiskonsum, Drogenpolitik, Lebensqualität, Sozialarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ethische und sozialpädagogische Dimension des menschlichen Verlangens nach Rauschzuständen und hinterfragt die gesellschaftliche Bewertung dieses Verhaltens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der philosophischen Abgrenzung von Sucht und Rausch, der gesellschaftlichen Doppelmoral im Umgang mit legalen und illegalen Drogen sowie den Anforderungen an die Soziale Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob ein „Recht auf Rausch“ als Teil der persönlichen Freiheit legitimiert werden kann und wie die Soziale Arbeit professionell mit den damit verbundenen Spannungsfeldern umgehen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse philosophischer und sozialwissenschaftlicher Literatur sowie der Auswertung aktueller Drogen- und Suchtdiskurse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gesellschaftliche Verursachung von Sucht, die Bedeutung von Abweichungen, die Rolle der Jugend sowie die ethischen Grundlagen für staatliche Regulierungen und Verbote.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Sucht, Rausch, Ethik, Sozialpädagogik, Prävention und gesellschaftliche Freiheit geprägt.

Warum wird der Rausch in der Arbeit auch als „gut“ bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass Rauschzustände eine entlastende Funktion im Alltag haben und als Medium zur sozialen Gemeinschaft oder zur kreativen Entgrenzung dienen können, sofern sie nicht in Abhängigkeit führen.

Welche Herausforderungen sieht die Soziale Arbeit in der Zukunft?

Die Soziale Arbeit sieht sich mit einer Zunahme „neuer Süchte“ (z. B. Internet- oder Kaufsucht) und einer zunehmenden Werte- und Orientierungslosigkeit konfrontiert, die neue, individuell angepasste Beratungs- und Interventionskonzepte erfordern.

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Details

Titel
Das Recht auf Rausch - aktuelle ethische Debatten im sozialpädagogischen Kontext-
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
1,0
Autor
Kristin Bauss (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
28
Katalognummer
V50630
ISBN (eBook)
9783638468176
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Recht Rausch Debatten Kontext-
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristin Bauss (Autor:in), 2005, Das Recht auf Rausch - aktuelle ethische Debatten im sozialpädagogischen Kontext-, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50630
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Leseprobe aus  28  Seiten
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