Das Thema der Arbeit ist die Gewaltfreie Kommunikation (GfK). Hierfür thematisiert der Autor den Begriff der Lebensentfremdenden Kommunikation, den Prozess der GfK und die verschiedenen Reaktionsmöglichkeiten auf Negativäußerungen. Im Anschluss wird der Fokus auf die Anwendbarkeit der GfK Methode in der Mediation gesetzt. Von dieser wird angenommen, dass sie eine völlig neue Sicht- und Herangehensweise an die Mediation zwischen zwei Menschen oder auch Gruppen darstellt. Hierzu wird ausschließlich auf Grundlagenliteratur Marshall Bertram Rosenbergs, des Begründers der Gewaltfreien Kommunikation, eingegangen.
Tagtäglich verletzen Menschen einander, teils bewusst, teils unbewusst. Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) stellt eine Methode und Grundhaltung dar, die das Ziel verfolgt, solche Missverständnisse und Konflikte im beidseitigen Interesse und ohne Erfordernis eines konkreten Kompromisses, also der vollständigen Erfüllung der Bedürfnisse beider Seiten und dem Verzicht auf verbaler Gewalt, zu lösen. Die Methode der Gewaltfreien Kommunikation kommt in den verschiedensten Konfliktfällen zum Einsatz.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Lebensentfremdende Kommunikation
- Moralische Urteile
- Vergleiche
- Prozess der Gewaltfreien Kommunikation
- Schritt eins: Beobachtung
- Schritt zwei: Gefühle
- Schritt drei: Bedürfnisse
- Schritt vier: Bitten
- Reaktionsmöglichkeiten auf Negativäußerungen
- Persönlich nehmen
- Gegenangriff
- Eigene Bedürfnisse äußern
- Verständnis für das Bedürfnis des Gegenübers
- Anwendbarkeit in der Mediation
- Klassische Mediation
- GfK-basierte Mediation
Häufig gestellte Fragen
Was ist Gewaltfreie Kommunikation (GfK)?
GfK ist eine von Marshall B. Rosenberg entwickelte Methode und Grundhaltung, die darauf abzielt, Konflikte durch das Ausdrücken von Bedürfnissen und Gefühlen ohne verbale Gewalt zu lösen.
Welches sind die vier Schritte der GfK?
Die vier Schritte sind: 1. Beobachtung (ohne Bewertung), 2. Gefühle benennen, 3. Bedürfnisse formulieren und 4. eine konkrete Bitte äußern.
Was versteht man unter „lebensentfremdender Kommunikation“?
Dazu gehören moralische Urteile, Vergleiche, Schuldzuweisungen und Forderungen, die Distanz schaffen und Konflikte eher verschärfen als lösen.
Wie hilft GfK in der Mediation?
In der Mediation hilft GfK den Parteien, hinter den Vorwürfen die eigentlichen Bedürfnisse zu erkennen, was oft zu Lösungen führt, die für beide Seiten ohne faule Kompromisse akzeptabel sind.
Welche Reaktionsmöglichkeiten gibt es auf Negativäußerungen?
Man kann Kritik persönlich nehmen, zum Gegenangriff übergehen, die eigenen Bedürfnisse äußern oder versuchen, empathisch das Bedürfnis des Gegenübers zu verstehen.
Wer ist der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation?
Der US-amerikanische Psychologe Marshall Bertram Rosenberg ist der Begründer der GfK-Methode.
- Arbeit zitieren
- Marc Hoffmann (Autor:in), 2018, Die Gewaltfreie Kommunikation und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Mediation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506836