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Bausteine eines Konzeptes zur Stärkung des Gesundheitswissens im Bereich chronisch degenerativer Gelenkerkrankungen bei Patienten einer Physiotherapeuten-Praxis

Titre: Bausteine eines Konzeptes zur Stärkung des Gesundheitswissens im Bereich chronisch degenerativer Gelenkerkrankungen bei Patienten einer Physiotherapeuten-Praxis

Thèse de Bachelor , 2017 , 82 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Rubi Mauer (Auteur)

Sport - Médecine du sport, Thérapie, Nutrition
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Résumé Extrait Résumé des informations

Wann immer es um Gesundheitsförderung geht, ist Empowerment in der Vorstellung der WHO von zentraler Bedeutung. Menschen sollen aktiv werden, ihr Leben in die Hand nehmen und sich zu kompetenten Nutzern des Gesundheitssystems entwickeln. Die Frage, welche Aspekte die Autonomie und Selbstbestimmung von Patienten fördern, ist vielschichtiger, als zunächst vermutet. Die vorliegende Arbeit muss sich, ohne dabei das Gesamtziel aus den Augen zu verlieren, im Rahmen der Forschungsfrage auf eine spezielle Perspektive beschränken. Die Basis jeglicher Selbstermächtigung ist Wissen, ohne spezifisches Wissen erfolgt kein konstruktives Handeln. Diesbezüglich besteht das Kernstück dieser Bachelor-Thesis aus den Bausteinen für ein Konzept zur Stärkung des Gesundheitswissens im Bereich chronisch degenerativer Gelenkerkrankungen bei Patienten einer Physiotherapeuten- Praxis. Im Bereich Gesundheitswissen existieren noch zu wenig empirische Forschungsergebnisse. Mittlerweile ist trotz weniger Studien bekannt, welch immensen Einfluss das Gesundheitswissen der Patienten auf deren Umgang mit und den Verlauf von Krankheiten besitzt. Die Beantwortung der Frage über den Stand das Wissen und der Möglichkeiten dieses voran zu bringen, ist eine zukünftige Aufgabe. Hier sind neben der Forschungsarbeit neue Konzepte gefragt, welche die schon vorhandenen Studien mit der Praxisarbeit verknüpfen und somit neue Erkenntnisse liefern können und zu weiterführenden Forschungsfragen führen. So ist nun, seit diesem Jahr, mit Aussage von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der Startschuss für die Stärkung des Gesundheitswissens mit dem GKV Versorgungsgesetz gefallen. Doch stellt sich die Frage, ob sich auch alle Akteure des Gesundheitssystems in dieselbe Richtung bewegen oder vermutet jeder das Ziel an einer anderen Stelle? Die Verwirrung herrscht schon oft bei den Begrifflichkeiten, mit denen sich auch die Autorin dieser Arbeit befasst.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen zum Krankheitsbild Arthrose und zum Gesundheitswissen

2.1 Das Krankheitsbild Arthrose

2.1.1 Bedeutung der Erkrankung für das Gesundheitssystem

2.1.2 Bedeutung der Erkrankung für Betroffene

2.1.3 Prävention

2.2 Die Bedeutung des Gesundheitswissens

2.2.1 Gesundheitswissen als Teil der Gesundheitskompetenz

2.2.2 Forderungen der DGbV

2.3 Zwischenfazit

2.4 Formulieren der Forschungsfrage

3 Methodik

3.1 Porträt der ausgewählten Physiotherapeuten-Praxis

3.2 Sichtung und Auswahl spezifischer Studien zum Informationsverhalten

3.3 Dimensionale Analyse und Strukturbaum

3.4 Vorbereitung und Durchführung einer Umfrage mittels HELP-Fragebogens

3.5 Bibliothek Dresden-Langebrück

4 Ergebnisse

4.1 Ergebnisse der Betroffenen-Befragung

4.2 Auswertung spezifischer Studien zum Informationsverhalten

4.3 Ergebnisse des Projekts „Generation Plus“

4.4 Zusammenfassung

5 Diskussion

5.1 Kritische Reflexion des eigenen Vorgehens

5.2 Kritische Reflexion der Gesamtergebnisse

5.3 Bausteine eines zielgruppenorientierten Gesundheitswissen-Konzeptes

5.4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein bürgerorientiertes Konzept zur Steigerung des Gesundheitswissens bei Arthrose-Patienten zu entwickeln. Dabei wird erforscht, wie die Gesundheitskompetenz der Patienten in einer Physiotherapie-Praxis einzuschätzen ist, welcher Informationsbedarf besteht und welche Bausteine für eine zielgruppengerechte Stärkung des Wissens wissenschaftlich begründet implementiert werden können.

  • Empowerment und Gesundheitskompetenz bei chronisch degenerativen Gelenkerkrankungen
  • Analyse des Informationsverhaltens von Patienten und schichtspezifische Unterschiede
  • Evaluation des HELP-Fragebogens zur Ermittlung der Gesundheitskompetenz
  • Bedeutung von Bibliotheken als Orte der Wissensaneignung und Gesundheitsförderung
  • Entwicklung konkreter Bausteine zur Stärkung des Gesundheitswissens

Auszug aus dem Buch

Grundbaustein 1: Aufklärung über Arthrose

Zunächst muss und will der Patient über seine Erkrankung grundlegend aufgeklärt werden. Dazu gehört die genaue, aber nicht zu komplizierte oder gar in medizinischer Fachsprache kommunizierte Beschreibung des Krankheitsbildes und die Abgrenzung von ähnlichen Erkrankungen. Dies kann während der physiotherapeutischen Behandlung geschehen, geht dann allerdings nicht allzu sehr in die Tiefe, weil sonst die Behandlung nicht adäquat durchgeführt werden kann. Für einen kurzen Austausch, während einer oft zusätzlich verschriebenen Behandlung mit Ultraschall, sollte sich Zeit finden.

Ergänzend zu Gesprächen können von Firmen des Medizinprodukte-Vertriebs Plakate oder Flyer angefordert werden, die den Patienten einen ersten Eindruck über Aussehen und Funktion von Gelenken verschaffen. Um nicht für jede Erkrankung Bilder vorzuhalten, ist es ausreichend, Grafiken gesunder Gelenke zu nutzen. Diese können im Wartebereich angebracht werden, um ein Interesse für den Aufbau eines Gelenks zu wecken. Kreative Mitarbeiter können Abbildungen von degenerativ veränderten Gelenken zusammenstellen oder Bilder ausdrucken und in einem separaten Ordner auslegen, auf den Patienten Zugriff haben.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Kontaktaufnahme zu Krankenkassen, die spezifisches Informationsmaterial bereitstellen können, das als zusätzliches Anschauungsmaterial in der Praxis Verwendung findet. Dort sind im Allgemeinen die Definition des Krankheitsbildes, Informationen zur Therapie, Bilder und Hinweise zu weiteren Informationsquellen aufgeführt. Die Patienten sollen sich, wie im Gesundheitsmodell von Kriegesmann et al. vorgestellt, Fertigkeiten, explizites und implizites Wissen aneignen, um ihre Handlungsfähigkeit als Teil der individuellen Gesundheitskompetenz grundsätzlich zu entwickeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Empowerment und Gesundheitswissen bei Arthrose-Patienten und formuliert die Forschungsfrage zur Entwicklung eines Stärkungskonzepts.

2 Grundlagen zum Krankheitsbild Arthrose und zum Gesundheitswissen: Es werden medizinische Grundlagen der Arthrose, die Bedeutung von Gesundheitswissen und Gesundheitskompetenz sowie relevante gesetzliche Rahmenbedingungen wie das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz erläutert.

3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Vorgehen bei der empirischen Untersuchung, inklusive der Auswahl von Studien zum Informationsverhalten und der Anwendung des HELP-Fragebogens in einer Physiotherapie-Praxis.

4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der Patientenbefragung werden ausgewertet, ebenso wie Erkenntnisse aus spezifischen Studien und dem Projekt „Generation Plus“ der Dresdner Bibliotheken.

5 Diskussion: Die Arbeit reflektiert kritisch das eigene Vorgehen, diskutiert die Ergebnisse und leitet daraus sieben zentrale Bausteine für ein Konzept zur Stärkung des Gesundheitswissens bei Arthrose-Patienten ab.

Schlüsselwörter

Arthrose, Gesundheitswissen, Gesundheitskompetenz, Empowerment, Physiotherapie, Patientenschulung, HELP-Fragebogen, Prävention, Gesundheitskommunikation, Patientenorientierung, chronisch degenerative Gelenkerkrankungen, Bibliothek, Informationsverhalten, Gesundheitsbildung, Bürgerorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Stärkung des Gesundheitswissens von Patienten mit Arthrose, die in einer Physiotherapie-Praxis in Behandlung sind, um deren Selbstmanagement zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Gesundheitskompetenz, die Analyse von Informationsbedarfen bei chronischen Gelenkerkrankungen und die Nutzung niedrigschwelliger Bildungsorte wie Bibliotheken.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines wissenschaftlich fundierten Konzepts, bestehend aus sieben Bausteinen, das Physiotherapeuten dabei unterstützt, das Gesundheitswissen ihrer Patienten effektiv zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine Befragung mittels des HELP-Fragebogens (Health Education Literacy of Patients with Chronic Diseases) in einer Physiotherapie-Praxis durchgeführt, ergänzt durch die Analyse vorhandener Fachstudien.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Krankheitsbildes Arthrose, differenziert zwischen Gesundheitswissen und -kompetenz und erarbeitet konkrete konzeptionelle Maßnahmen für die physiotherapeutische Praxis.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Arthrose, Gesundheitskompetenz, Empowerment, Physiotherapie, Patientenorientierung und Gesundheitskommunikation.

Welche Rolle spielen Bibliotheken in diesem Konzept?

Bibliotheken fungieren als wichtige Lernorte, die durch Projekte wie „Generation Plus“ den Zugang zu Gesundheitsinformationen erleichtern und somit die Eigenverantwortung der Patienten stärken.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „autarken Experten“ und „Inaktiven“ wichtig?

Die Unterteilung in Informationstypen erlaubt eine zielgruppengerechte Ansprache, wobei für jede Gruppe unterschiedliche Kommunikationsstrategien erforderlich sind, um die Effektivität von Informationsangeboten zu steigern.

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Résumé des informations

Titre
Bausteine eines Konzeptes zur Stärkung des Gesundheitswissens im Bereich chronisch degenerativer Gelenkerkrankungen bei Patienten einer Physiotherapeuten-Praxis
Université
SRH - Mobile University
Note
1,7
Auteur
Rubi Mauer (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
82
N° de catalogue
V507170
ISBN (ebook)
9783346071187
ISBN (Livre)
9783346071194
Langue
allemand
mots-clé
Physiotherapie Konzept Arthrose Gesundheitswissen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Rubi Mauer (Auteur), 2017, Bausteine eines Konzeptes zur Stärkung des Gesundheitswissens im Bereich chronisch degenerativer Gelenkerkrankungen bei Patienten einer Physiotherapeuten-Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507170
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Extrait de  82  pages
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