Gerade für Fremdsprachenlernende ist es oftmals schwierig zu entscheiden, wann und wie sie welche Wortkombinationen eines Sprachsystems zu benutzen haben.
Verschiedene Ansätze in der Sprachforschung haben sich aus lexikographischer Sicht mit der Analyse von syntagmatischen Beziehungen befasst und versucht, diese zu systematisieren.
Als wichtigste Ansätze wären hier zu nennen: Selektionsbeschränkungen, Lexikalische Solidaritäten und Kollokationen. Die drei Ansätze ergänzen sich teilweise oder behandeln das Problem aus gegensätzlicher Perspektive. In der vorliegenden Arbeit werden diese Ansätze ausführlich vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Lexikalische Solidaritäten
- Wesenhafte Bedeutungsbeziehungen
- Grade der Kombinierbarkeit
- Selektionsbeschränkungen
- Kollokationen
- Arbitrarität von Kollokationen
- Gebrauchsweisen des Terminus Kollokation
- Lexical Sets
- Analysemethoden für Kollokationen
- Kollokationen auf grammatischer Ebene
- Kollokationen auf lexikalischer Ebene
- Stärke von Kollokationen
- Gesetzmäßigkeiten von Kollokationen
- Abgrenzung von Kollokation gegenüber anderen Wortverbindungen
- Fixierte Wortverbindungen
- Nicht-fixierte Wortverbindungen
- Bestandteile von Kollokationen
- Schlusswort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert verschiedene Ansätze in der Sprachforschung, die sich mit der Systematisierung von syntagmatischen Beziehungen in der Sprache auseinandersetzen. Der Schwerpunkt liegt auf den Konzepten der Selektionsbeschränkungen, lexikalischen Solidaritäten und Kollokationen und untersucht deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Wesenhafte Bedeutungsbeziehungen zwischen Wörtern
- Untersuchung der Kombinierbarkeit von Lexemen
- Analyse von Kollokationen und deren Eigenschaften
- Differenzierung zwischen fixierten und nicht-fixierten Wortverbindungen
- Bedeutung von Kollokationen für das Fremdsprachenlernen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel bietet eine Einführung in das Thema und stellt die drei zentralen Ansätze - Selektionsbeschränkungen, lexikalische Solidaritäten und Kollokationen - vor. Das zweite Kapitel beleuchtet das Konzept der lexikalischen Solidaritäten, wobei der Fokus auf "wesenhaften Bedeutungsbeziehungen" und den unterschiedlichen Graden der Kombinierbarkeit von Wörtern liegt. Kapitel drei behandelt Selektionsbeschränkungen und untersucht, auf welche Weise Verben und Adjektive mit anderen Wörtern kombiniert werden dürfen. Schließlich befasst sich das vierte Kapitel mit dem Konzept der Kollokationen und untersucht deren Arbitrarität, Gebrauchsweisen, Analysemethoden und die Unterscheidung zwischen fixierten und nicht-fixierten Wortverbindungen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit zentralen Konzepten der Lexikologie und untersucht die Interaktion von Lexemen im Sprachsystem. Dazu gehören Selektionsbeschränkungen, lexikalische Solidaritäten, Kollokationen, Wortfelder, Archilexeme, Kombinierbarkeit und die Unterscheidung zwischen fixierten und nicht-fixierten Wortverbindungen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind lexikalische Solidaritäten?
Es handelt sich um wesenhafte Bedeutungsbeziehungen zwischen Wörtern, bei denen die Bedeutung eines Wortes die Verwendung eines anderen bereits impliziert (z.B. "bellen" setzt "Hund" voraus).
Was ist der Unterschied zwischen fixierten und nicht-fixierten Wortverbindungen?
Fixierte Verbindungen (Idiome) haben eine feste Bedeutung, die nicht aus den Einzelteilen ableitbar ist. Nicht-fixierte Verbindungen sind freier kombinierbar, folgen aber oft Kollokationsmustern.
Was versteht man unter Selektionsbeschränkungen?
Selektionsbeschränkungen bestimmen, welche semantischen Merkmale Wörter haben müssen, um miteinander kombiniert werden zu können (z.B. muss das Subjekt von "lesen" in der Regel "belebt" sein).
Warum sind Kollokationen für Fremdsprachenlernende schwierig?
Kollokationen sind oft arbiträr (willkürlich). Ein Lernender weiß vielleicht nicht, warum man im Deutschen "Zähne putzt", aber im Englischen "brushes teeth", obwohl die Handlung identisch ist.
Was bestimmt die Stärke einer Kollokation?
Die Stärke hängt davon ab, wie häufig und exklusiv zwei Wörter gemeinsam auftreten. Je seltener ein Wort ohne seinen Partner vorkommt, desto stärker ist die Kollokation.
- Arbeit zitieren
- Simone Kotarra (Autor:in), 2003, Lexikalische Solidaritäten und Kollokationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50730