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Führungspositionen in der Pflege. Der Einfluss des Strukturellen Wandels auf die Position der Stationsleitung

Title: Führungspositionen in der Pflege. Der Einfluss des Strukturellen Wandels auf die Position der Stationsleitung

Project Report , 2005 , 129 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Gabriele Kraus-Pfeiffer (Author), Elfriede Gossow (Author), Rolf Kreilein (Author), Petra Löcker-Emgan (Author), Andrea Zajontz (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Hypothese: "Die Sozialkompetenz der Stationsleitung ist eine der wichtigsten Fähigkeiten in Zeiten des Strukturellen Wandels." Im Rahmen unserer Projektarbeit stellen wir folgende Teilbereiche der Sozialkompetenz in den Vordergrund: Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit.
Bei den Interviews mit den Stationsleitungen wurde deutlich, dass der Strukturelle Wandel deren Aufgabenfeld verändert hat und noch weiter verändern wird. Die Leitungen müssen eine Erhöhung der Organisations- und Managementaufgaben sowie Budgetierungen bewältigen. Dies führt zu einer Abnahme der eigentlichen Pflegetätigkeit wie auch zu einer immer häufigeren Präsenz bei Besprechungen.
Auch Mitarbeiter- und Vorstellungsgespräche werden vorrangig von den Leitungen geführt. In manchen Einrichtungen wurden Stationsfusionierungen vorgenommen, welche eine Vergrößerung und Umstrukturierung des Teams nach sich zogen und damit hohe Fähigkeiten im Rahmen des konstruktiven Konfliktmanagements und der Teamentwicklung seitens der Stationsleitung erfordern.
Die Stationsleitung ist für uns die Schlüsselposition der Station. Ihr kommt vermehrt die Aufgabe zu die Mitarbeiter in die Veränderungen einzubeziehen bzw. die Mitarbeiter an den weiteren Reformen zu beteiligen. Deshalb muss sie in der Entwicklung der eigenen Sozialkompetenz weiter gestützt und geschult werden.
Eine gut geschulte, informierte und kompetente Stationsleitung hätte die Fähigkeit Veränderungen zu erkennen und sich ein Bild davon zu machen. Durch entsprechende Qualifikationen wären die Stationsleitungen außerdem imstande Konzepte zu erstellen und diese teamorientiert umzusetzen. Durch eine Erhöhung der Kompetenzen wären sie befähigt ihre Position zu festigen und eigenständiger und verantwortlicher zu arbeiten. Um einer Kompetenzerweiterung gewachsen zu sein ist der professionelle Umgang mit Kommunikation, Konflikten und Teamfähigkeit unabdingbar. Betrachtet man gleichrangige Positionen in der freien Wirtschaft, so wird deutlich, dass dort Schulungen, Weiterbildungen und Seminare zur Qualifikation von leitenden Mitarbeitern einen höheren Stellenwert haben, als es zur Zeit in der Krankenhauslandschaft der Fall ist.
In Zukunft wird die Stationsleitung bedingt durch die Budgetverantwortlichkeit unternehmerisches Denken und Handeln in den Vordergrund stellen müssen. Dies bedeutet wiederum für die Leitungen sich für diese Aufgabe betriebswirtschaftlich zu rüsten, um auch hier handlungsfähig zu bleiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Gruppendynamik

2 Thesenfindung

3 Forschungsvorgehen

4 Aufbau der Projektarbeit

1 Operationalisierung der Thesenbegriffe

2 Geschichtliche Entwicklung

2.1 Geschichtlicher Hintergrund

2.2 Tätigkeitsprofil der Vergangenheit

2.3 Tätigkeitsprofil der Gegenwart

3 Führung und Führungsstile

3.1 Ziel- und Mitarbeiterorientierung

3.2 Verschiedene Führungsstile

3.3 Führungskompetenz der Stationsleitung

4 Verschiedene Aspekte des Strukturellen Wandels im Krankenhaus

4.1 Struktureller Wandel in der Pflege

4.2 Qualitätssicherung im Rahmen des Strukturellen Wandels

4.3 Wirtschaftlichkeit im Strukturellen Wandel

4.4 Struktureller Wandel am Beispiel der DRG’s

4.4.1 Entwicklung der DRG´s

4.4.2 Bedeutung der DRG’s für das Gesamtbudget

4.4.3 Auswirkungen der DRG’s auf die Pflegenden

4.4.4 Aufgaben der Stationsleitung im Rahmen der DRG´s

5 Hypothese

5.1 Unterhypothese 1

5.1.1 Wahrnehmung als Grundlage aller Kommunikation

5.1.2 Definition der Kommunikation

5.1.3 Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun

5.1.4 Rückmelde-/ Feedbackverfahren

5.1.5 Aktives Zuhören

5.2 Unterhypothese 2

5.2.1 Konfliktentstehung

5.2.2 Konfliktlösung

5.2.3 Einfluss des Strukturellen Wandels auf Konflikte

5.3 Unterhypothese 3

5.3.1 Teamfähigkeit/ Teamarbeit

5.3.2 Teamentwicklung

5.3.3 Menschenbild der Stationsleitung

5.3.4 Einflüsse des Strukturellen Wandels auf die Teamfähigkeit der Stationsleitung

6 Forschungsergebnisse

6.1 Allgemeine Ergebnisse

6.2 Überprüfung der Unterhypothese 1

6.3 Überprüfung der Unterhypothese 2

6.4 Überprüfung der Unterhypothese 3

6.5 Überprüfung der Hypothese

1 Zusammenfassung und Ausblick

2 Persönliche Reflexion

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der veränderten Anforderungen an die Stationsleitung im Krankenhaus infolge des strukturellen Wandels, mit Fokus auf die Bedeutung der Sozialkompetenz als Schlüsselqualifikation. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, wie Stationsleitungen die neuen, durch den strukturellen Wandel bedingten Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Kommunikation, Konfliktmanagement und Teamfähigkeit, erfolgreich bewältigen können.

  • Einfluss des strukturellen Wandels auf die Rolle der Stationsleitung
  • Bedeutung der Sozialkompetenz (Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit)
  • Auswirkungen von DRG's auf die pflegerische Arbeit und Organisation
  • Führungsstile im Krankenhausalltag
  • Empirische Untersuchung der Arbeitsbedingungen und Anforderungen durch Befragungen

Auszug aus dem Buch

5.3.2 Teamentwicklung

Die Effektivität der Teamarbeit hängt von der Entwicklung des Teams ab. Zur Teamentwicklung entscheidend beizutragen ist unserer Ansicht nach eine der wichtigsten Führungsaufgaben der Stationsleitung. Dazu ein Zitat, wie die Teamentwicklung in vier Phasen ablaufen kann:

„Jedes Team durchläuft diese Phasen: Forming: Die Gruppe ist stark auf den Leiter fixiert und fordert von ihm Führung ein... Die Teammitglieder... testen die Autorität des Leiters aus... Storming: Das Team trifft nur sehr schwer Entscheidungen. Jedes Mitglied versucht, seine Position zu bestimmen, dabei können gravierende Konflikte entstehen. Auch der Leiter kann in Frage gestellt und herausgefordert werden... Norming: Rollen, Verantwortlichkeiten, Hierarchien, Aufgaben, Spielregeln usw. kristallisieren sich heraus und werden allgemein akzeptiert. Das Team trifft größere Entscheidungen gemeinsam. Es entsteht ein Gefühl von Verpflichtung gegenüber dem Ziel und der Gemeinschaft. Das Team versteht sich nicht nur als Arbeitsgruppe, auch gemeinsame Freizeitaktivitäten sind möglich. Die Leitung wird allgemein akzeptiert... Performing: Die Arbeitseffektivität des Teams hat ihren Höhepunkt erreicht... Meinungsverschiedenheiten und Konflikte werden innerhalb der gefundenen Strukturen und Regeln gelöst. Das Team arbeitet weitgehend selbstständig und tritt auch nach außen klar für sein Vorhaben ein. Der Leiter hat im wesentlichen koordinierende Funktion und muss dafür sorgen, dass alle Mitglieder optimal ihre Aufgaben erfüllen können“ (www.projektmagazin.de vom 30.07.2004).

Jedes neu hinzukommende Teammitglied durchläuft diese vier Phasen. Neue Mitarbeiter können eine Bereicherung eines Teams darstellen. Häufig wird jedoch die Intensität und Dauer der Stormingphase unterschätzt. Sie entsteht dadurch, dass sich neue Mitarbeiter einen Platz im komplexen Beziehungsgefüge des Teams suchen müssen. Eine entscheidende Rolle in der jeweiligen Phase hat dabei die Stationsleitung. Die Teamentwicklung wird durch das individuelle Menschenbild der Leitung beeinflusst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Operationalisierung der Thesenbegriffe: Definition der zentralen Begriffe wie Sozialkompetenz, Führung und Strukturwandel, um ein einheitliches Verständnis für den weiteren Verlauf der Arbeit zu schaffen.

2 Geschichtliche Entwicklung: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Krankenpflege und der Position der Stationsleitung, um die Veränderung des Berufsbildes über die Zeit hinweg zu verdeutlichen.

3 Führung und Führungsstile: Untersuchung der notwendigen Führungselemente und Stile, die eine Stationsleitung einsetzen sollte, um zielgerichtet und mitarbeiterorientiert zu agieren.

4 Verschiedene Aspekte des Strukturellen Wandels im Krankenhaus: Detaillierte Betrachtung der Rahmenbedingungen des Strukturwandels, insbesondere durch das DRG-System und die Anforderungen an Prozessmanagement und Qualitätssicherung.

5 Hypothese: Vorstellung der Kernthese, dass Sozialkompetenz die entscheidende Fähigkeit der Stationsleitung in Zeiten des strukturellen Wandels darstellt, unterteilt in drei Unterhypothesen.

6 Forschungsergebnisse: Darstellung und Auswertung der empirischen Daten aus den Interviews und Fragebögen, gefolgt von der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

Schlüsselwörter

Stationsleitung, Pflege, Sozialkompetenz, Strukturwandel, Krankenhaus, Kommunikation, Konfliktmanagement, Teamfähigkeit, DRG, Führung, Führungsstil, Prozessmanagement, Mitarbeitergespräche, Personalentwicklung, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Projektarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den Einfluss des strukturellen Wandels im Krankenhauswesen auf das Anforderungsprofil und die Führungsrolle der Stationsleitung in der Pflege.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen des Strukturwandels (wie DRG-Einführung), die Anforderungen an die Führungsstile sowie die Bedeutung der Sozialkompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass die Sozialkompetenz der Stationsleitung eine der wichtigsten Fähigkeiten ist, um den Herausforderungen des strukturellen Wandels erfolgreich zu begegnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?

Die Autoren nutzten einen Mix aus Literaturrecherche und empirischer Forschung durch persönliche Interviews mit 14 Stationsleitungen sowie eine schriftliche Fragebogenaktion an Mitarbeiter von Stationen.

Was behandelt der Hauptteil der Projektarbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Begriffe, Geschichte, Führung, Strukturwandel, DRG's), die Formulierung von Hypothesen zu Sozialkompetenz, sowie die Auswertung und Validierung dieser Hypothesen durch die Forschungsergebnisse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Sozialkompetenz, Stationsleitung, Strukturwandel, Führungsstil und Prozessmanagement.

Warum spielt das DRG-System eine so große Rolle für die Station?

Die Einführung der DRG's verändert die Arbeitsabläufe massiv und erfordert von der Stationsleitung neue Kompetenzen in der Kodierung, im Prozessmanagement und in der Erlösverantwortung.

Inwiefern hat die "Sandwichposition" das Forschungsvorhaben beeinflusst?

Ursprünglich fokussierte die Gruppe auf die klassische Rollenkonflikt-Problematik der Stationsleitung, erweiterte den Fokus jedoch auf den Strukturwandel und die notwendige Sozialkompetenz, da die reine Rollenbetrachtung zu kurz gegriffen hätte.

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Details

Title
Führungspositionen in der Pflege. Der Einfluss des Strukturellen Wandels auf die Position der Stationsleitung
Course
Projektarbeit
Grade
1,8
Authors
Gabriele Kraus-Pfeiffer (Author), Elfriede Gossow (Author), Rolf Kreilein (Author), Petra Löcker-Emgan (Author), Andrea Zajontz (Author)
Publication Year
2005
Pages
129
Catalog Number
V50740
ISBN (eBook)
9783638468985
ISBN (Book)
9783638683159
Language
German
Tags
Führungspositionen Pflege Einfluss Strukturellen Wandels Position Stationsleitung Projektarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gabriele Kraus-Pfeiffer (Author), Elfriede Gossow (Author), Rolf Kreilein (Author), Petra Löcker-Emgan (Author), Andrea Zajontz (Author), 2005, Führungspositionen in der Pflege. Der Einfluss des Strukturellen Wandels auf die Position der Stationsleitung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50740
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