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Preisbildung im Angebotsoligopol

Title: Preisbildung im Angebotsoligopol

Term Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Stefan Molitor (Author)

Economy - Theory of Competition, Competition Policy
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Das Angebotsoligopol beschreibt Märkte, bei denen auf Angebotsseite nur wenige relativ große Anbieter vorhanden sind, während auf Nachfragerseite viele Käufer existieren.
Der Preisbildung im Angebotsoligopol kommt deswegen eine besondere Bedeutung zu, weil die oligopolistischen Marktformen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen heute in der Wirtschaft eine dominierende Rolle einnehmen. In immer mehr Industriezweigen werden Zusammenschlüsse und Übernahmen gemeldet. Wenige Großkonzerne bestimmen den Wettbewerb auf einzelnen Märkten. Immer öfter hören wir Nachrichten von Übernahmen, die von den Kartellämtern überprüft werden müssen.
Um in unserer Hausarbeit einen Überblick in die Preisbildung im Angebotsoligopol zu geben, werden wir zunächst auf den Wettbewerb eingehen, der als grundlegende Voraussetzung für wirtschaftliches Handel zu sehen ist. Im 2. Kapitel werden dann die Marktformen und das Marktverhalten beschrieben, aus denen wirtschaftliches Handeln hervorgeht. Im 3. Kapitel wird dann die Preisbildung im Angebotsoligopol behandelt.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Wettbewerb

1.1 Definition des Wettbewerbs

1.2 Einschränkungen des Wettbewerbs

1.3 Wettbewerbsordnende Gesetze

1.4 Gründe für wenige Unternehmen in einem Markt

2. Marktformen und Marktverhalten

2.1 Einleitung zum Thema

2.2 Arten von Märkten nach Anzahl der Teilnehmer

- Marktformenschema

2.3 Vollkommener Markt und Unvollkommener Markt

2.4. Verhalten der Marktteilnehmer

3. Preisbildung im Angebotsoligopol

3.1 Das Oligopol

3.2 Das Cournot-Modell

3.3 Das Stackelberg-Modell

3.4 Das Bertrand-Modell

3.5 Die Spieltheorie und das Gefangenendilemma

3.6 Die geknickte Preisabsatzkurve

3.7 Die doppelt geknickte Preisabsatzkurve

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit gibt einen systematischen Überblick über die Mechanismen der Preisbildung im Angebotsoligopol, untersucht die verschiedenen Marktformen und analysiert, wie strategisches Verhalten in Märkten mit wenigen Anbietern die Preisgestaltung beeinflusst.

  • Grundlagen des Wettbewerbs und wettbewerbsordnende Gesetze
  • Differenzierung von Marktformen und deren Einfluss auf das Verhalten
  • Modelle der Preisbildung (Cournot, Stackelberg, Bertrand)
  • Anwendung der Spieltheorie zur Erklärung von Oligopol-Interaktionen
  • Analyse von Preisstarrheit und monopolistischen Preisbereichen

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Cournot-Modell

Dieses Modell wurde 1838 von einem französischen Wirtschaftswissenschaftler namens Augustin Cournot entwickelt. Beide Unternehmen produzieren ein homogenes Gut, müssen entscheiden wie viel sie jeweils produzieren und beide treffen ihre Entscheidung zum gleichen Zeitpunkt. Bei der Festsetzung des Produktionsniveaus berücksichtigt jedes Unternehmen die mögliche Reaktion des Konkurrenten und jedes Unternehmen weiß, das der Marktpreis von der gesamten Produktionsmenge beider Unternehmen abhängt. Das Wesentliche beim Cournot-Modell ist, dass jedes Unternehmen das Produktionsniveau seiner Konkurrenten als gegeben ansieht und dann entscheidet, wie viel es selber produziert.

Um dies an einem Beispiel zu erläutern, betrachten wir die Produktionsentscheidung von Unternehmen 1. Wenn Unternehmen 1 glaubt, dass Unternehmen 2 nichts produzieren wird, so ist seine Nachfragekurve, D1 (0), gleichzeitig die Nachfragekurve. Die entsprechende Grenzerlöskurve, MR1 (0), schneidet die Grenzkostenkurve von Unternehmen 1, MC1, bei einer Produktionsmenge von 50 Einheiten, denn nach der Amoroso-Robinson-Relation maximiert man seinen Gewinn, wenn man die Hälfte der noch nicht befriedigten Nachfrage anbietet. Glaubt Unternehmen 1 dagegen, dass Unternehmen 2 50 Einheiten produzieren wird, so verschiebt sich seine Nachfragekurve, D1 (50), genau um diesen Betrag nach links. Die Vorgabe der Gewinnmaximierung legt nun ein Produktionsniveau von 25 Stück nahe. Wenn Unternehmen 1 schließlich glaubt, dass Unternehmen 2 75 Einheiten produzieren wird, so wird es selbst nur 12,5 Einheiten produzieren. (siehe Abb. 3)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wettbewerb: Es werden die begrifflichen Grundlagen des Wettbewerbs als zentrales Lenkungselement der Marktwirtschaft sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen (UWG, GWB) erläutert.

2. Marktformen und Marktverhalten: Dieses Kapitel klassifiziert Märkte nach der Anzahl der Teilnehmer und untersucht die Verhaltensweisen von Unternehmen zwischen Anpassung, Strategie und Kooperation.

3. Preisbildung im Angebotsoligopol: Der Hauptteil erläutert klassische Modelle wie Cournot, Stackelberg und Bertrand sowie spieltheoretische Ansätze und Preis-Absatz-Funktionen im Oligopol.

Schlüsselwörter

Angebotsoligopol, Wettbewerb, Marktformen, Preisbildung, Cournot-Modell, Stackelberg-Modell, Bertrand-Modell, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Preisabsatzkurve, Marktmacht, Kartellrecht, Nash-Gleichgewicht, Oligopol, Preisstarrheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und Modelle der Preisbildung speziell für Märkte, die als Angebotsoligopol strukturiert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Klassifizierung von Marktformen, die Bedeutung des Wettbewerbsrechts und die strategische Interaktion von Unternehmen bei der Festlegung von Preisen oder Produktionsmengen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die Mechanismen zu geben, die dazu führen, dass in oligopolistischen Märkten Preise nicht nach dem einfachen Modell des vollkommenen Wettbewerbs, sondern durch strategische Rücksichtnahme bestimmt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse volkswirtschaftlicher Standardmodelle und überträgt diese auf die oligopolistische Marktstruktur.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Modelle von Cournot, Stackelberg und Bertrand sowie das Gefangenendilemma und die geknickten Preis-Absatz-Kurven als Erklärung für Preisstarrheit.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nash-Gleichgewicht, Marktmacht, homogene Güter und strategische Interdependenz geprägt.

Warum spielt die Spieltheorie bei diesem Thema eine Rolle?

Die Spieltheorie bietet den methodischen Rahmen, um die wechselseitige Abhängigkeit zwischen zwei oder wenigen Anbietern zu modellieren, da jede Entscheidung eines Unternehmens die Gewinnerwartung des Konkurrenten beeinflusst.

Was besagt die geknickte Preisabsatzkurve?

Sie erklärt, warum Preise in einem Oligopol häufig starr bleiben: Preiserhöhungen führen zu massivem Absatzverlust durch Konkurrenz, während Preissenkungen zu einem Preiskampf führen, der für keinen Anbieter vorteilhaft ist.

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Details

Title
Preisbildung im Angebotsoligopol
College
University of Koblenz-Landau  (Wirtschaftswissenschaften)
Grade
2.0
Author
Stefan Molitor (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V50759
ISBN (eBook)
9783638469074
ISBN (Book)
9783656712992
Language
German
Tags
Preisbildung Angebotsoligopol
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Molitor (Author), 2006, Preisbildung im Angebotsoligopol, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50759
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