Die Digitalisierung beeinflusst auch die Art der Reaktion des Menschen mit der Umwelt und die Art der Aufnahme von Informationen. Damit wird auch das Lernverhalten beeinflusst. In der Vergangenheit fanden Lern- und Arbeitsphasen überwiegend räumlich und zeitlich getrennt voneinander statt. Die Lerninhalte waren dabei in der Regel fest vorgegeben. Der Wissenserwerb war Voraussetzung für den Beginn und Wechsel in eine Arbeitsphase. In der heutigen Arbeitswelt sind Lern- und Arbeitsphasen nicht mehr strikt getrennt, sondern wechseln sich mehr und mehr ab und vermischen sich. Der Wissenserwerb muss demzufolge zunehmend kontinuierlicher und selbständiger erfolgen. Dabei steigt der Anteil des Lernens während der Arbeitsphase an.
Der Zuwachs an digitalen Technologien beeinflusst das Lernverhalten. 8 Unternehmen werden digitaler und beeinflussen die Anforderungen an die Art und Weise, wie Mitarbeiter in Zukunft Lernen.
Als strategischer Wettbewerbsvorteil gilt das sogenannte Humankapital und stellt damit eine erfolgskritische, grundlegende und langfristig bedeutende Ressource eines Unternehmens dar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (im folgenden Mitarbeiter) eines Unternehmens werden als das Fundament eines Unternehmens in einem zunehmend dynamischer, schneller und komplexer werdenden Geschäftsumfeld gekennzeichnet. Sie nehmen eine essentielle Rolle ein.
Demzufolge gewinnt die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern zunehmend an Bedeutung. Es stellt sich die Frage, welche Handlungsbedarfe sich für die Unternehmen ergeben und welchen Einfluss Digitalisierung auf die Personalentwicklung in einem Unternehmen nimmt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Digitalisierung
2.2 Personalentwicklung
3 Einfluss der Digitalisierung
3.1 Mobile Learning
3.2 Mobile Gamification
3.3 Mobile Ambient
3.4 Augmented Reality
4 Einsatzpotenzial von Mobile Learning
4.1 Chancen
4.2 Herausforderungen
4.3 Evaluation
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Digitalisierung auf moderne Personalentwicklungskonzepte, mit besonderem Fokus auf das Potenzial und die Herausforderungen von Mobile Learning, um daraus Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten.
- Definition der Begriffe Digitalisierung und Personalentwicklung
- Analyse digitaler Lernformate (Mobile Learning, Gamification, Ambient, AR)
- Bewertung der Chancen und Risiken durch mobile Lerntechnologien
- Methoden zur Evaluierung von Personalentwicklungsmaßnahmen
- Handlungsempfehlungen für die Gestaltung zukunftsorientierter Lernwelten
Auszug aus dem Buch
3.1 Mobile Learning
Der Begriff E-Learning bezeichnet alle Lernbereiche, die über elektronisch oder digitale Medien gesteuert werden. Für diese Art von Lernen werden neben E-Learning auch Begriffe wie multimediales Lernen, computerunterstütztes Lernen, Online-Lernen, elektronisches Lernen oder E-Teaching benutzt (vgl. Arnold et al., 2011, S.17 f.). Eine E-Learning Methode, die heutzutage immer mehr Bedeutung erlangt, ist das „mobile Learning“. Hierunter versteht man übersetzt „mobiles Lernen“. Mobile Learning bezeichnet eine Form des Lernens mittels elektronischer und digitaler Medien. Es ermöglicht den zeit- und ortsunabhängigen Zugriff auf Informationen und Lernanwendungen (vgl. Pilarski et al., 2012, S. 67). Als Lerngerät dient dabei ein portables und mobiles Endgerät, wie zum Beispiel das Smartphone oder Tablet (vgl. Witt, 2013, S. 15; Kreutzer et al., 2017, S. 27). Als wesentliche Eigenschaften lassen sich hier die Allgegenwärtigkeit, Erreichbarkeit, Lokalisierbarkeit und Personalisierbarkeit kennzeichnen (vgl. Bartelsen, 2011, S.3f.).
Mobile Learning ist aus der technologischen und didaktischen Sicht zu betrachten. Die technologische Sicht stellt die Verfügbarkeit der Lerninhalte auf den mobilen Endgeräten sicher, während sich die didaktische Sicht mit den Lerninhalten als solche befasst. Bei der Nutzung von mobile Learning in der Personalentwicklung ist die systematische und zielgerichtete Verbindung beider Elemente wichtig (vgl. Hugger & Walber, 2010, S. 193).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die durch Digitalisierung veränderten Rahmenbedingungen in Unternehmen und die daraus resultierende Notwendigkeit, Personalentwicklungskonzepte anzupassen.
2 Begriffsbestimmungen: Definiert die zentralen Konzepte der Digitalisierung und Personalentwicklung, um ein theoretisches Fundament für die weitere Untersuchung zu legen.
3 Einfluss der Digitalisierung: Untersucht verschiedene technologische Lernformate wie Mobile Learning, Gamification, Mobile Ambient und Augmented Reality hinsichtlich ihrer Bedeutung für die betriebliche Weiterbildung.
4 Einsatzpotenzial von Mobile Learning: Analysiert die Chancen und Herausforderungen mobiler Lernformate sowie die Möglichkeiten zur Wirksamkeitsprüfung mittels Evaluationsmodellen.
5 Fazit: Führt die Erkenntnisse zusammen und empfiehlt Unternehmen die Implementierung mobiler Lernkonzepte, um das Humankapital nachhaltig zu fördern.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Personalentwicklung, Mobile Learning, E-Learning, Humankapital, Weiterbildung, Mobile Gamification, Augmented Reality, Evaluation, Kirkpatrick-Modell, Lernprozesse, Kompetenzentwicklung, Mobile Ambient, Lernverhalten, Wissensressourcen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Projektarbeit beleuchtet den Einfluss der fortschreitenden Digitalisierung auf die Gestaltung moderner Personalentwicklungskonzepte in Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Veränderung von Lernprozessen, den Einsatz digitaler Technologien wie Smartphones und Tablets in der Weiterbildung sowie die strategische Bedeutung des Humankapitals.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Herausforderungen durch die Digitalisierung aufzuzeigen und Empfehlungen für eine zukunftsfähige, digitale Personalentwicklung zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen und Standards zu den Themen E-Learning und Personalmanagement basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen, die Darstellung verschiedener mobiler Lernformate und die detaillierte Analyse der Vor- und Nachteile sowie der Evaluierungsmöglichkeiten von Mobile Learning.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Mobile Learning, Personalentwicklung, Digitalisierung, Kompetenzförderung und Evaluationsmethodik definieren.
Warum ist Mobile Gamification für die Personalentwicklung relevant?
Durch spielerische Elemente wie High-Score-Listen oder Quizzes werden die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter gesteigert, was das Lernen im beruflichen Kontext effizienter macht.
Wie hilft das Kirkpatrick-Modell bei der digitalen Weiterbildung?
Es bietet einen strukturierten Prozess in vier Stufen (Reaktion, Lernerfolg, Verhalten, Ergebnis), um die Effektivität und den ROI von digitalen Weiterbildungsmaßnahmen messbar zu machen.
Was ist unter dem Konzept "Mobile Ambient" zu verstehen?
Hierbei wird die direkte physische Umgebung des Nutzers (z.B. via QR-Code oder Standortbestimmung) in den Lernprozess einbezogen, um kontextbezogenes Wissen am Arbeitsplatz abrufbar zu machen.
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- Anonym (Autor), 2019, Der Einfluss der Digitalisierung auf Personalentwicklungskonzepte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507901