Das Ziel der Hausarbeit ist es aufzuzeigen, welche Herausforderungen durch die Digitalisierung auf das Recruiting treffen und wie im Zeitalter der Digitalisierung Recruitingprozesse aussehen. Die Digitalisierung beeinflusst auch die Art der Reaktion des Menschen mit der Umwelt und die Art der Aufnahme von Informationen. Damit wird auch das Lernverhalten beeinflusst. In der Vergangenheit fanden Lern- und Arbeitsphasen überwiegend räumlich und zeitlich getrennt voneinander statt. Die Lerninhalte waren dabei in der Regel fest vorgegeben. Der Wissenserwerb war Voraussetzung für den Beginn und Wechsel in eine Arbeitsphase. In der heutigen Arbeitswelt sind Lern- und Arbeitsphasen nicht mehr strikt getrennt, sondern wechseln sich mehr und mehr ab und vermischen sich. Der Wissenserwerb muss demzufolge zunehmend kontinuierlicher und selbständiger erfolgen. Dabei steigt der Anteil des Lernens während der Arbeitsphase an.
Der Zuwachs an digitalen Technologien beeinflusst das Lernverhalten. Unternehmen werden digitaler und beeinflussen die Anforderungen an die Art und Weise, wie Mitarbeiter in Zukunft Lernen. Als strategischer Wettbewerbsvorteil gilt das sogenannte Humankapital und stellt damit eine erfolgskritische, grundlegende und langfristig bedeutende Ressource eines Unternehmens dar.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (im folgenden Mitarbeiter) eines Unternehmens werden als das Fundament eines Unternehmens in einem zunehmend dynamischer, schneller und komplexer werdenden Geschäftsumfeld gekennzeichnet. Sie nehmen eine essentielle Rolle ein. Demzufolge gewinnt die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern zunehmend an Bedeutung. Es stellt sich die Frage, welche Handlungsbedarfe sich für die Unternehmen ergeben und welchen Einfluss Digitalisierung auf die Personalentwicklung in einem Unternehmen nimmt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Digitalisierung
2.2 Recruiting
3 Herausforderungen der Digitalisierung
3.1 Einfluss auf die Rolle des Recruiters
3.2 IT-gestützte Systeme
3.2.1 Digitale Empfehlungssysteme
3.2.2 Digitale Auswahlsysteme
3.2.3 Chat-Bot
4 Nutzung im Unternehmen
4.1 Nutzung im Jahr 2017
4.1.1 Digitale Empfehlungssysteme
4.1.2 Digitale Auswahlsysteme
4.1.3 Chat-Bots
4.2 Vor- und Nachteile
5 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht, wie die Digitalisierung die Prozesse im Personalmarketing und Recruiting verändert und vor welche neuen Herausforderungen Unternehmen hierbei gestellt werden. Ziel ist es, den aktuellen Stand der Anwendung digitaler Systeme zu analysieren und Empfehlungen für eine zukunftsfähige Gestaltung des Recruitingprozesses abzuleiten.
- Einfluss der Digitalisierung auf das moderne Recruiting
- Einsatz von IT-gestützten Systemen wie Empfehlungs- und Auswahlsystemen
- Rolle von Chat-Bots in der Bewerberkommunikation
- Analyse der Nutzung digitaler Recruiting-Instrumente in der Unternehmenspraxis
- Abwägung von Vor- und Nachteilen digitaler Personalbeschaffungsprozesse
Auszug aus dem Buch
3.2.3 Chat-Bot
Ein Chat-Bot ist ein weiteres digitales Instrument, dass im Recruitingprozess Anwendung finden kann. Der Begriff Chat-Bot ist die Kurzform von chat robot (vgl. Möbus, 2006, S. 71). Chat-Bots kennzeichnen sich dadurch aus, dass sie eine Interaktion ermöglichen und eine den Nutzer unterstützende Funktion ausüben (vgl. Braun, 2003, S. 21). Diese kann von einer rein textuellen Schnittstelle bis hin zu einer körperlichen Erscheinung, sogenannte Avatare, variieren (vgl. Möbus, 2006, S. 71).
Dabei ist die Interaktion mittels Texteingabe über eine Tastatur oder über die Spracherkennung mittels Mikrofon möglich. Seltener können zusätzliche Elemente der Kommunikation, beispielsweise Körpersprache, interpretiert und in die Kommunikation integriert werden. Chat-Bots basieren zum Teil auf künstlicher Intelligenz. Als Informationsbasis dient eine Datenbank, die sich durch Algorithmen selbstständig mit weiteren Informationen erweitern kann. (vgl. Braun, 2003, S. 21).
Chat-Bots finden auf der Unternehmenswebseite Verwendung und werden vielfältig eingesetzt. Sie werden zur Informationsgewinnung benutzt und können menschliches Service-Personal ersetzen beziehungsweise ergänzen. Die Menschen in der heutigen digitalen Welt haben den Anspruch orts- und zeitunabhängig individuell benötigte Informationen zu erhalten, zu konsumieren oder selbst agieren zu können. Sie kennzeichnen sich durch permanente Vernetzung und Mobilität aus. Um diese Ansprüche erfüllen zu können, setzen immer mehr Unternehmen Chat-Bots ein (vgl. Misof & Schwarz, 2017, S. 152).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung der Digitalisierung im Recruiting ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau.
2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch die Definition der Kernbegriffe Digitalisierung und Recruiting im Kontext der modernen Unternehmensführung.
3 Herausforderungen der Digitalisierung: Es werden die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Rolle des Recruiters sowie spezifische IT-gestützte Systeme wie Empfehlungs- und Auswahlsysteme sowie Chat-Bots erläutert.
4 Nutzung im Unternehmen: Hier wird der Einsatz der untersuchten digitalen Instrumente anhand von Daten aus dem Jahr 2017 analysiert und eine kritische Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen vorgenommen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass trotz technologischer Fortschritte der menschliche Recruiter aufgrund seiner emotionalen und sozialen Kompetenzen unverzichtbar bleibt.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Recruiting, Personalmarketing, Personalbeschaffung, IT-gestützte Systeme, Digitale Auswahlsysteme, Digitale Empfehlungssysteme, Chat-Bots, Bewerberauswahl, Active Sourcing, Vierte industrielle Revolution, Humankapital, Personalgewinnung, Recruitingprozess, Bewerberzufriedenheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf die Personalbeschaffungsprozesse in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Fokus stehen IT-gestützte Recruiting-Systeme, der Wandel des Anforderungsprofils an Recruiter sowie die Akzeptanz und Nutzung digitaler Tools.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Digitalisierung das Recruiting verändert, ob Unternehmen diese Methoden bereits nutzen und welche Empfehlungen sich daraus ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der Analyse von Studien wie den „Recruiting Trends 2018“.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Einordnung von Systemen (Empfehlungs-, Auswahlsysteme, Chat-Bots) und deren praktische Nutzung in Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Recruiting, Active Sourcing, IT-gestützte Systeme und Personalauswahl.
Welche Rolle spielen Chat-Bots konkret im Recruiting?
Sie dienen als digitale Karriereberater, die 24/7 Standardfragen beantworten, den Kontakt zum Bewerber beschleunigen und den menschlichen Recruiter bei administrativen Aufgaben entlasten.
Sind Algorithmen bei der Personalauswahl immer überlegen?
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Algorithmen zwar effizient bei fachlichen Fakten sind, aber persönliche Kompetenzen und menschliche Expertise nicht vollständig ersetzen können.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2019, Herausforderungen der Digitalisierung an Personalmarketing und Recruiting, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507903