Diese Einsendeaufgabe aus dem Fachmodul "Psychologie des Gesundheitsverhaltens" im Studiengang "Gesundheitsmanagement" enthält u.a. folgende Inhalte: Definition zur Selbstwirksamkeitserwartung bzw. Kompetenzerwartung; einen Fragebogen bezügl. „gesunde Ernährung“; Definition, Entstehung, aktuelle Daten und Zahlen zum Thema Sucht; Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken; Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung; ein Beratungsgespräch inkl. Einordnung der Kundin in ein Modell des Gesundheitsverhaltens sowie ein Literaturverzeichnis.
Inhaltsverzeichnis
1 AUFGABE 1 – SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
1.1 Definition Selbstwirksamkeitserwartung bzw. Kompetenzerwartung
1.2 Fragebogen „gesunde Ernährung“
1.3 Tabellarischer und kritischer Vergleich zweier Studien
2 AUFGABE 2 – LITERATURRECHERCHE
2.1 Definition – Sucht
2.2 Theoretische Grundlagen
2.3 Entstehung
2.4 Aktuelle Daten und Zahlen
2.5 Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung
3 AUFGABE 3 - BERATUNGSGESPRÄCH
3.1 Einordnung der Kundin in ein Modell des Gesundheitsverhaltens
3.2 Rolle des Beraters
3.3 Beratungsgespräch
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich intensiv mit der psychologischen Selbstwirksamkeitserwartung, der Literaturrecherche im Suchtbereich und der praktischen Anwendung von Beratungsgesprächen im Gesundheitsmanagement auseinander. Ziel ist es, theoretische Modelle auf konkrete Fallbeispiele zu übertragen und die Wirksamkeit von Interventionen sowie die Rolle des Beraters bei Verhaltensänderungen kritisch zu beleuchten.
- Grundlagen der Selbstwirksamkeitserwartung
- Kritischer Vergleich wissenschaftlicher Studien
- Analyse von Suchtphänomenen und Präventionsstrategien
- Anwendung des Transtheoretischen Modells (TTM)
- Gestaltung von zielorientierten Beratungsgesprächen
Auszug aus dem Buch
3.1 Einordnung der Kundin in ein Modell des Gesundheitsverhaltens
Prochaska und DiClemente entwickelten 1984 das Transtheoretische Modell (TTM). Dieses hält dran fest, dass ein Mensch fünf voneinander abgrenzbare Stufen bei einer Verhaltensänderung durchläuft (Schwarzer, 2004, S.86). In der ersten Stufe befindet sich die betroffene Person in der Absichtslosigkeit, sie hat keine Absicht, das jetzige Verhalten innerhalb der nächsten sechs Monate ändern zu wollen. Während der zweiten Stufe kommt es zur Absichtsbildung, das Problem wird bewusst. Es wird erwägt, das Verhalten innerhalb der nächsten sechs Monate ändern zu wollen. In der dritten Stufe befindet sich die betroffene Person in der Vorbereitung. Nun werden erste Schritte in Richtung Verhaltensänderung vorgenommen. Mit ziemlicher Sicherheit wird das Zielverhalten innerhalb des nächsten Monats umgesetzt. Bei der vierten Stufe besteht das Zielverhalten seit mindestens einem Tag aber weniger als sechs Monate. Das Aufrechterhalten des Zielverhaltens seit mehr als sechs Monaten der betroffenen Person ist die letzte und fünfte Stufe (Knoll et al., 2011, S. 53-54).
Wendet man das TTM nun bei Frau Müller, aus dem ersten Fallbeispiel an, befindet sie sich in Phase zwei, die Absichtsbildung. Frau Müller ist unzufrieden mit ihrer Figur und möchte deswegen abnehmen. Ihr ist das Problem bewusst, das durch die Vernachlässigung des Sports seit der Geburt der Kinder aber auch ihre unregelmäßige und unausgewogene Ernährung zu ihrem Übergewicht geführt haben. Ihr ist dieses Problem zwar bekannt, steht einer Veränderung aber noch widersprüchlich gegenüber. Sie äußert jedoch das Bestreben, ihr Verhalten in den nächsten sechs Monaten ändern zu wollen, nur weiß sie noch nicht wie. Sie hat die Intentions-Verhaltens-Lücke noch nicht geschlossen, das heißt den Rubikon noch nicht überschritten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 AUFGABE 1 – SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG: Dieses Kapitel definiert die Selbstwirksamkeitserwartung und führt eine eigene Querschnittstudie sowie einen Vergleich zweier relevanter wissenschaftlicher Studien durch.
2 AUFGABE 2 – LITERATURRECHERCHE: Hier wird der Suchtbegriff theoretisch eingeordnet, das Transtheoretische Modell erläutert und die Problematik der geringen Inanspruchnahme von Präventionsprogrammen diskutiert.
3 AUFGABE 3 - BERATUNGSGESPRÄCH: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Modelle mit einer praktischen Beratungssimulation, wobei der Fokus auf Zielformulierung, Gesprächsführung und der Rolle des Beraters liegt.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Gesundheitsmanagement, Transtheoretisches Modell, Sucht, Verhaltensänderung, SMART-Formel, Prävention, Intervention, Beratungsgespräch, Motivierung, Zielformulierung, Lebensstil, Ernährung, Sport, Gesundheitsrisiken.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die psychologischen Aspekte des Gesundheitsverhaltens, insbesondere die Stärkung der Selbstwirksamkeit sowie die Anwendung professioneller Beratungsmethoden bei Verhaltensänderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Messung der Selbstwirksamkeit, die Analyse von Suchtverhalten anhand theoretischer Modelle und die praktische Durchführung eines gesundheitsorientierten Beratungsgesprächs.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die praktische Anwendung theoretischer Modelle (wie des TTM) und die Erarbeitung konkreter Strategien zur Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens bei Klienten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden eine eigene Querschnittstudie zur Selbstwirksamkeit sowie ein kritischer Vergleich existierender Studien und eine Fallstudien-Simulation zur Beratung eingesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Selbstwirksamkeit, eine fundierte Literaturrecherche zum Thema Sucht sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung eines simulierten Beratungsgesprächs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Selbstwirksamkeitserwartung, Verhaltensänderung, Transtheoretisches Modell und Gesundheitsmanagement definieren.
Warum spielt die SMART-Formel eine zentrale Rolle in der Beratung von Frau Müller?
Die SMART-Formel hilft der Klientin, ihre vagen Absichten in spezifische, messbare und realistische Teilziele zu übersetzen, was die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung deutlich erhöht.
Welches Ergebnis lieferte die in der Arbeit durchgeführte Befragung zur Ernährung?
Die Befragung ergab, dass alle Teilnehmer trotz unterschiedlicher Lebensumstände über eine gute allgemeine Selbstwirksamkeit im Bereich der gesunden Ernährung verfügen.
- Quote paper
- Madeleine Diesing (Author), 2019, Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Gesundheitsmanagement. Selbstwirksamkeitserwartung, Sucht, Gesundheitsrisiken, Beratungsgespräch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507931