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Bündnis 90/Die Grünen. Die neue Volkspartei in Baden-Württemberg?

Eine Analyse der Programmatik

Title: Bündnis 90/Die Grünen. Die neue Volkspartei in Baden-Württemberg?

Seminar Paper , 2019 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Neugebauer (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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In der Arbeit wird untersucht, ob das Label der Volkspartei, dass die Medien den Grünen in Baden-Württemberg seit der Landtagswahl 2016 anhängen, aus politikwissenschaftlicher Sicht korrekt ist. Daher erfolgt zunächst eine kurze Einführung in die Problematik und Definition des Begriffs der Volkspartei. Anschließend werden die Merkmale einer Volkspartei nach Hofmann sowie deren Indikatoren dargestellt, die die Grundlage für die anschließende Analyse darstellen. Bei dieser wird mithilfe der Indikatoren nach Hofmann das Wahlprogramm des Grünen Landesverbandes Baden-Württemberg zur Landtagswahl 2016 analysiert und die Ergebnisse in einem abschließenden Fazit präsentiert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Volkspartei – ein veralteter Begriff?

3. Theoretische Grundlage: Merkmale der Volkspartei

3.1 Stellung Hofmanns Definition innerhalb der Forschung

3.2 Programmatik der Volkspartei nach Hofmann

4. Theoretische Grundlagen: Indikatoren der Merkmale einer Volkspartei

5. Methodik der Analyse

5.1 Operationalisierung und methodisches Vorgehen Politikfelder & Adressaten

5.2 Operationalisierung und methodisches Vorgehen Konkretisierungsgrad

5.3 Operationalisierung und methodisches Vorgehen Reichweite

6. Analyse der Partei Die Grünen in Baden-Württemberg

6.2 Politikfelder des Wahlprogramms

6.3 Adressaten des Programms

6.3.1 Stammwählerschaft der Grünen

6.3.2 Angesprochene Adressaten im Wahlprogramm der Grünen

6.3.3 Vergleich: Stammwählerschaft – angesprochene Adressaten 2016

6.4 Konkretisierungsgrad des Programms

6.5 Reichweite des Programms

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht aus politikwissenschaftlicher Sicht, ob die Partei Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg aufgrund ihres Wahlprogramms zur Landtagswahl 2016 als Volkspartei bezeichnet werden kann. Dabei wird die Programmatik anhand der von Bernd Hofmann entwickelten Kriterien analysiert und mit der CDU als traditioneller Volkspartei verglichen.

  • Analyse des Volksparteienbegriffs in der aktuellen Parteienforschung.
  • Operationalisierung der Merkmale einer Volkspartei nach Hofmann.
  • Vergleichende Untersuchung der Politikfelder und Adressaten von Grünen und CDU.
  • Evaluation des Konkretisierungsgrades und der Reichweite von Wahlversprechen.
  • Einordnung der Grünen in Baden-Württemberg im Vergleich zum Idealtypus der Volkspartei.

Auszug aus dem Buch

3.2 Programmatik der Volkspartei nach Hofmann

Um die Stimmanzahl zu maximieren, muss die Volkspartei möglichst viele Wähler ansprechen. Im Gegensatz zur Massenintegrationspartei, dem vorherrschenden Parteityp in den 1880er bis 1960er Jahren, spricht sie nicht mehr ausschließlich eine bestimmte soziale Klasse oder Konfession an, sondern eine „Wählerschaft, die potenziell die ganze Nation umfasst“ (Kirchheimer 1965, S. 34). Um dies zu erreichen, verzichtet die Volkspartei auf ideologische Begründungen ihrer Position. Stattdessen tariert sie ihr Programm nach taktischen Erfordernissen aus. Dies hat zur Folge, dass sie sich weniger allgemeine gesellschaftliche Ziele verfolgt und stattdessen ein Programm mit geringer bis mittlerer Reichweite hinsichtlich der Zielfestlegung präsentiert (Kirchheimer 1965, S. 39; Hofmann 2004, S. 110). Das Programm ist dabei von vagen Aussagen, einer thematischen Breite in möglichst vielen Politikfeldern geprägt, die den Interessen vieler Gruppen entsprechen (Kirchheimer 1965, S. 28; Hofmann 2004, S. 110). Aufgrund der starken Ausrichtung des Programms als Werbemittel für Wählerstimmen, sinkt infolgedessen der innerparteiliche Stellenwert. Es ist nun weder eine Selbstvergewisserung der bestehenden Mitgliedschaft als politische „Gesinnungsgemeinschaft“ noch eine der Rückbindung von Parteieliten in Regierungsverantwortung an die Parteilinie, ein Punkt den Kirchheimer expressis verbis nicht aufführt, sondern durch Hofmann ergänzt wird (Hofmann 2004, S. 110).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Ausnahmerolle der Grünen in Baden-Württemberg ein und formuliert die Forschungsfrage, ob diese als Volkspartei bezeichnet werden können.

2. Volkspartei – ein veralteter Begriff?: Dieses Kapitel beleuchtet die theoretische Debatte innerhalb der Parteienforschung zur Relevanz und zum Wandel des Volksparteienmodells.

3. Theoretische Grundlage: Merkmale der Volkspartei: Hier wird der idealtypische Merkmalskatalog nach Hofmann rekonstruiert, um eine Basis für die empirische Analyse zu schaffen.

4. Theoretische Grundlagen: Indikatoren der Merkmale einer Volkspartei: In diesem Teil werden die theoretischen Merkmale für die empirische Anwendung in Indikatoren übersetzt.

5. Methodik der Analyse: Das Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, die Auswahl der Daten und die Abgrenzung der Untersuchung.

6. Analyse der Partei Die Grünen in Baden-Württemberg: Der Hauptteil wendet die entwickelten Indikatoren auf das Wahlprogramm der Grünen an und vergleicht die Ergebnisse mit der CDU.

7. Schlussbetrachtung: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und diskutiert die Einschränkungen der Ergebnisse sowie Ansätze für zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Bündnis 90/Die Grünen, Baden-Württemberg, Volkspartei, Parteienforschung, Wahlprogramm, Bernd Hofmann, Landtagswahl 2016, Politikanalyse, Programmatik, Parteitypen, politische Kommunikation, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die mediale und politische Einordnung von Bündnis 90/Die Grünen als Volkspartei im Kontext der Landtagspolitik in Baden-Württemberg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die programmatische Ausrichtung, die Zielgruppenansprache, der Konkretisierungsgrad der Wahlversprechen sowie die zeitliche Reichweite des Parteiprogramms.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob die Grünen in Baden-Württemberg dem politikwissenschaftlichen Idealtypus einer Volkspartei entsprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse der Wahlprogramme, basierend auf dem von Bernd Hofmann entwickelten Typologie-Modell für Volksparteien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkret die Politikfelder, die Adressatenstruktur und die Konkretisierung der Wahlziele der Grünen, ergänzt durch einen Vergleich mit der CDU als Referenzmodell.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Volkspartei, Parteienwandel, Programmanalyse, Landtagswahl und politische Typologie beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Ansprache der Grünen im Vergleich zur CDU?

Die Analyse zeigt, dass beide Parteien ein breites Spektrum abdecken (Multipolicy), jedoch unterschiedliche Schwerpunkte setzen und die Grünen eine Öffnung gegenüber traditionell nicht-grünen Wählergruppen, wie der Automobilindustrie, vollziehen.

Erreichen die Grünen den Idealtypus der Volkspartei vollständig?

Nein, die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die Grünen dem Ideal zwar nahekommen, aber hinsichtlich der Konkretisierung und der ideologischen Verwurzelung Abweichungen vom klassischen Volksparteienmodell aufweisen.

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Details

Title
Bündnis 90/Die Grünen. Die neue Volkspartei in Baden-Württemberg?
Subtitle
Eine Analyse der Programmatik
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,0
Author
Katharina Neugebauer (Author)
Publication Year
2019
Pages
22
Catalog Number
V507983
ISBN (eBook)
9783346069924
ISBN (Book)
9783346069931
Language
German
Tags
BRD Volkspartei Catch-all-party Kirchheimer Die Grünen Baden-Württemberg Hofmann Innenpolitik Deutschland Partei Landespolitik Landtagswahl Qualitative Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Neugebauer (Author), 2019, Bündnis 90/Die Grünen. Die neue Volkspartei in Baden-Württemberg?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507983
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