Die Bachelorarbeit setzt sich mit dem Prozessmanagement als Instrument einer gelungenen Unternehmensführung in Kleinstunternehmen auseinander. Sie stellt die grundlegenden Begriffe dar und beschreibt die Historie des Prozessmanagements sowie weitere Begrifflichkeiten wie Prozess- und Geschäftsprozessmanagement oder Wertschöpfung. Außerdem stellt sie die die unterschiedlichen Gestaltungsebenen und den zielgruppenübergreifenden Nutzen vor.
Anschließend gibt die Arbeit einen Überblick über die Methoden des Geschäftsprozessmanagements (GPM) und beschreibt die Begriffe Identifizierung, Selektion, Priorisierung und Modellierung des GPM. Des Weiteren geht sie auf einfache Methoden des Modellierens sowie die Themen Optimierung und Optimierungskonflikte ein.
Die Arbeit möchte Unternehmen dazu anregen, Geschäftsprozessmanagement systematisch anzugehen und in der Praxis umzusetzen. Im Anhang befindet sich ein Praxisleitfaden zum Thema: Projektmanagement in Betreuungsorganisationen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Prozessmanagement – Begriffliche Grundlagen
2.1 Historie
2.2 Grundlegende Begriffe
2.2.1 Prozess und Geschäftsprozess
2.2.2 Wertschöpfender Geschäftsprozess
2.2.3 Prozessmanagement und Geschäftsprozessmanagement
2.3 Gestaltungsebenen
2.3.1 Strategisches Geschäftsprozessmanagement
2.3.2 Operatives Geschäftsprozessmanagement
2.3.3 Prozessorientiertes Denken und Unternehmenskultur
2.3.4 Typ des Geschäftsprozesses in der gesetzlichen Betreuung
2.3.5 Prozesse und teilstrukturierte Aufgaben
2.4 Wozu nutzt Geschäftsprozessmanagement?
2.4.1 Zielgruppenübergreifende Nutzenaspekte
2.4.2 Nutzen für das eigene Betreuungsbüro
2.4.3 Nutzen für Klienten, Angehörige und Kooperationen
2.4.4 Nutzen für Mitarbeiter
2.4.5 Nutzen für Kostenträger
3 Methoden des Geschäftsprozessmanagements
3.1 Methodenübersicht
3.2 Identifizieren
3.2.1 Prozesskatalog
3.2.2 Prozesslandkarte
3.3 Selektieren und Priorisieren
3.3.1 Strategische Prioritäten
3.3.2 Unterscheidungsmerkmale
3.3.3 Praktische Instrumente
3.4 Modellieren
3.4.1 Methoden-Übersicht Modellierung
3.4.2 Flowchart-Diagramme
3.4.3 Flowchart - Varianten in der Praxis
3.4.4 Das RACI-Diagramm
3.4.5 Tabellarische Prozessdokumentation
3.4.6 Modellierungswerkzeuge
3.5 Optimierung
3.5.1 Optimierungsziele und -anlässe
3.5.2 Verschwendungssuche
3.5.3 Methodenübersicht zur Prozessoptimierung
3.5.4 Prozessglättung
3.5.5 Planstellen und Aufbauorganisation
3.5.6 Optimierungskonflikte
4 Organisation des Geschäftsprozessmanagement
4.1 Organisatorische Herausforderungen
4.1.1 GPM-Projekte mit bestehenden IT-Anwendungssystemen
4.1.2 Prozessoptimierung und Umgestaltung der IT-Anwendungssysteme
4.1.3 Controlling
5 Ausblicke
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit zielt darauf ab, Prozessmanagement als Instrument für eine erfolgreiche Unternehmensführung speziell in Kleinstunternehmen zu etablieren. Anhand von Betreuungsbüros als Praxisbeispiel wird untersucht, wie Methoden des Geschäftsprozessmanagements kritisch hinterfragt und in einen Leitfaden für Praktiker übersetzt werden können, um Abläufe zu systematisieren und zu optimieren.
- Grundlagen und Definitionen des Geschäftsprozessmanagements
- Methoden zur Identifizierung, Priorisierung und Modellierung von Geschäftsprozessen
- Analyse von Optimierungspotenzialen und Vermeidung von Verschwendung (Lean Management Ansätze)
- Organisatorische Herausforderungen und Controlling bei der Implementierung von Prozessmanagement
Auszug aus dem Buch
3.4.2 Flowchart-Diagramme
Ein Flussdiagramm, auch genannt Flowchart, ist die in der Praxis verbreitetste Modellierungsmethode. Viele Menschen aus nicht-technischen Berufen sehen in ihr ein Symbol des Geschäftsprozessmanagements. Die DIN 66 001 normt die in Flussdiagramm verwendeten Symbole (Faiß, et al., 2016, S. 51).
Für die der Leitlinie beschriebenen und im Betreuungsbereich üblichen Erhebungsziele hat sich ein sparsamer Einsatz von Symbolen bewährt. Bei zunehmender Komplexität der Symbolbibliothek sinkt die intuitive Erschließbarkeit der Zusammenhänge. (Ebd.)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Prozessmanagements als Führungsinstrument in Kleinstunternehmen dar und skizziert den Aufbau der Thesis.
2 Prozessmanagement – Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet die historische Entwicklung und erläutert die verschiedenen Gestaltungsebenen sowie den Nutzen des Geschäftsprozessmanagements.
3 Methoden des Geschäftsprozessmanagements: Hier werden praxisnahe Methoden zur Identifikation, Priorisierung, Modellierung und Optimierung von Geschäftsprozessen vorgestellt.
4 Organisation des Geschäftsprozessmanagement: Dieses Kapitel behandelt die organisatorischen Herausforderungen bei der Implementierung, den IT-Einsatz und die Möglichkeiten des Controllings.
5 Ausblicke: Ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Digitalisierung und die Einbindung überbetrieblicher Prozesse in der gesetzlichen Betreuung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit maßgeschneiderter, einfacher Methoden für Kleinstunternehmen.
Schlüsselwörter
Prozessmanagement, Geschäftsprozessmanagement, Gesetzliche Betreuung, Prozessoptimierung, Modellierung, Flowchart, Workflowmanagement, Unternehmensführung, Kleinstunternehmen, Prozessanalyse, Prozesscontrolling, Prozesslandkarte, Wertschöpfung, Praxisleitfaden, Digitalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von Geschäftsprozessmanagement als Instrument für eine gelungene Unternehmensführung, speziell zugeschnitten auf Kleinstunternehmen und Organisationen im Bereich der gesetzlichen Betreuung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Prozessmanagements, die Anwendung verschiedener Modellierungsmethoden, Strategien zur Prozessoptimierung und die organisatorischen Aspekte bei der Einführung in Betreuungsbüros.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit Methoden des Prozessmanagements, um Praktikern einen Leitfaden an die Hand zu geben, der ihnen hilft, Prozesse systematisch zu erfassen und effizienter zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung bestehender Managementkonzepte und deren Transfer in die spezifische Praxis von Betreuungsorganisationen unter Verwendung praxisbewährter Modellierungstools.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Methoden wie die Prozessidentifikation, Modellierung durch Flowcharts sowie Ansätze zur Prozessoptimierung und zur Fehlervermeidung (Verschwendungssuche) detailliert beschrieben und mit Praxisbeispielen untermauert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Prozessmanagement, Prozessoptimierung, gesetzliche Betreuung, Modellierung, Prozesslandkarte und Geschäftsprozessmanagement.
Welche Rolle spielt Informationstechnologie in dieser Arbeit?
IT wird als essentielle Stütze für das Geschäftsprozessmanagement definiert, wobei die Arbeit besonders die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung in administrativen Prozessen von Betreuungsbüros hervorhebt.
Warum sind klassische Prozessmethoden für Betreuungsbüros oft nur bedingt geeignet?
Viele Standardmethoden aus der Industrie sind für Kleinstunternehmen zu komplex oder kostenintensiv; die Arbeit empfiehlt daher eine "methodische Zurückhaltung" und den Einsatz einfacher, leicht erlernbarer Visualisierungsformen.
- Arbeit zitieren
- Thomas Bruskowski (Autor:in), 2019, Prozessmanagement als Instrument einer gelungenen Unternehmensführung in Kleinstunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508166