Erlernen und individuelle Verbesserung der Spielfähigkeit unter dem Aspekt der Wahrnehmungsfähigkeit (Sehschirme, Augenklappen, Ohrstöpsel) durch induktive Übungs- und Spielarrangements im Floorball

Unterrichtspraktische Prüfung im Fach: Sport (Gymnasium)


Unterrichtsentwurf, 2016

26 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Teil I: Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
1. Tabellarische Auflistung der Stundenthemen innerhalb der längerfristigen Unterrichts­Zusammenhänge
2. Ausgewählte Aspekte der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
2.1 Lehr- und Lernausgangslage
2.2 Curriculare Legitimation der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
2.3 Leitgedanken und Intentionen der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

Teil II: Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde
1. Ziele und angestrebte Kompetenzen
2. Didaktische Schwerpunkte
2.1 Lehr- und Lernausgangslage der Lernenden
2.3 Relevanz für die Schülerinnen und Schüler
2.4 Begründung der wichtigsten Entscheidungen geplanten Unterrichts
3. Artikulationsschema
4. Literaturverzeichnis

Anhang

Teil I: Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

1. Tabellarische Auflistung der Stundenthemen innerhalb der längerfristigen Unterrichts­zusammenhänge

UV (A/E): „Was passiert um mich herum?" - Erlernen und individuelle Verbesserung der Spielfä­higkeit unter Einschränkung der Wahrnehmungsfähigkeit durch induktive Übungs- und Spielar­rangements im Floorball unter Berücksichtigung des wissenschaftlichen Modells der kognitiven

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Ausgewählte Aspekte der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

2.1 Lehr- und Lernausgangslage

Die Lerngruppe, Sportkurs Q2, wird im ersten Quartal in der Oberstufe aufgrund von Personalmangel am XY Gymnasium nur mit jeweils zwei Unterrichtsstunden pro Woche unter­richtet. Ich habe den Kurs bereits im Rahmen des Ausbildungsunterrichts im vergangenen Schul­jahr kennengelernt. Die koedukative Lerngruppe weist eine Gruppengröße von 22 Lernenden auf. Sie besteht aus 18 Schülerinnen und vier Schülern, sodass von einer überwiegenden Mehr­zahl weiblicher Lernenden gesprochen werden kann. In Modellprojekten wurde festgestellt, dass Mädchen in monoedukativen Gruppen sich mehr Zutrauen, ein größeres Maß an Selbstbewusst­sein und ein besseres Selbstkonzept bezüglich ihrer sportlichen Ausführungen entwickeln. Sie haben die Möglichkeit, sich in ihrem Tempo und mit den von ihnen bevorzugten Arbeitsformen ungestört mit den Unterrichtsinhalten zu befassen (vgl. Gardlo 2015, S. 1). Im Rahmen des Un­terrichtsgegenstandes Floorball und der Einteilung fester Gruppen wird auf diese Aspekte durch eine ausgeglichene Verteilung der Geschlechter eingegangen, um eine Atmosphäre der individu­ellen Entfaltungsmöglichkeit zu schaffen. Es handelt sich bei den Teamgruppen um eine „formel­le Gruppe, da [...] die Zusammensetzung der Gruppe von außen vorgegeben wird" (Abele 2014, S. 419f). Die Binnendifferenzierung nach Leistungsheterogenität erfolgt mit dem Ziel in Übungs- und Spielformen eine möglichst ausgeglichene Konkurrenzsituation und hohe Spiel­freunde zu schaffen.

Inhaltliche Vorkenntnisse im Floorball sind nicht vorhanden. Der Leistungsheterogenität in kog­nitiven sowie motorischen Bereichen im Torschussspiel wird ebenfalls durch ein stetiges Angebot (z.B. differenzierter Übungen und Hilfestellungen durch Hilfekarten/Sprinteraufgaben) mit dem Ziel einer individuellen Förderung entgegengewirkt. Es herrscht ein differenziertes Bild der Spielfähigkeit vor, was sich in einer noch mangelnden Wahrnehmungsfähigkeit im Spielgesche­hen äußert. Die eigenen motorischen Fähigkeiten schätzen die Lernenden realistisch ein, sodass im Kontext binnendifferenzierter Übungs- und Erarbeitungsphasen fordernde, aber zu bewälti­gende Bewegungsaufgaben selbstständig ausgewählt werden. Somit kann von einem hohen Grad der Selbständigkeitserziehung gesprochen werden, welche ebenso durch das Lernarran­gement der Stationsarbeit gefördert wird (vgl. Achtergarde 2007, S. 26).

Generalisierend ist das konzentrierte und zielgerichtete Arbeitsverhalten der Lernenden heraus­zustellen, das sich in einer hohen Lernbereitschaft manifestiert. Ebenfalls ist der soziale Umgang, der von großer Hilfsbereitschaft geprägt ist, hervorzuheben. Demnach kann von einem Unter­richtsklima mit lernförderlicher und positiver Arbeitsatmosphäre als Gütekriterium guten Sportun­terrichts gesprochen werden (vgl. Gebken 2003).

Samira besitzt ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, das sich in vereinzelten Unterrichtsstörun­gen niederschlägt. Fynn und Sara weisen insbesondere eine breite, allgemeine motorische Spiel­fähigkeit auf (s. M1 im Anhang). Die Inaktiven werden im Laufe des UV durch Beobachtungsauf­träge, aktive Beteiligung in kognitiven Phasen, Reflexions- und Gruppenarbeitsphasen und so­weit der Gesundheitszustand es zulässt, beim Auf- und Abbau mit eingebunden.

2.2 Curriculare Legitimation der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

Das Unterrichtsvorhaben wird durch den Kernlehrplan für das Gymnasium - Sekundarstufe II in Nordrhein-Westfalen legitimiert. Im Inhaltsfeld A Bewegungsstruktur und Bewegungslernen spiegeln sich die inhaltlichen Schwerpunkte „Prinzipien und Konzepte des motorischen Lernens" und „Informationsaufnahme und -Verarbeitung bei sportlichen Bewegungen" wieder (vgl. MSW NRW 2014a, S. 34). Durch die Mehrperspektivität in dem Unterrichtsvorhaben und die didakti­sche Schwerpunktsetzung durch kooperative Übungs- und Lernarrangement wird ergänzend die pädagogische Perspektive E bzw. Inhaltsfeld e „Kooperation und Konkurrenz" (MSW NRW 2014a, S. 20) erheblich berücksichtigt.

In der gymnasialen Oberstufe erfolgt im Rahmen von Kursprofilen eine „Konzentration auf aus­gewählte Bewegungsfelder und Sportbereiche sowie eine Akzentsetzung auf inhaltliche Schwer­punkte" (MSW NRW 2014a, S. 13). Im schulinternen Curriculum wird dies unter den Bewegungs­feldern „Spielen in und mit Regelstrukturen - Sportspiele sowie Gestalten, Tanzen, Darstellen - Gymnastik/Tanz, Bewegungskünste" umgesetzt. Bei der Profilbildung für die Qualifikationspha­se müssen in zwei Bewegungsfeldern und Sportbereichen alle Inhaltsfelder entwickelt werden. Laut Kernlehrplan sind alle inhaltlichen Kerne verbindlich und alle pädagogischen Perspek­tiven gleichrangig (vgl. MSW NRW 2014a, S. 7). Dies gilt ebenso für das Unterrichtsvorhaben „Im Bewegungsfeld Spielen in und mit Regelstrukturen - Sportspiele", wenn dieses in der Qualifi­kationsphase profilbildend ist.

2.3 Leitgedanken und Intentionen der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

Durch das Unterrichtsvorhaben im Sportbereich Floorball sollen die Lernenden in einem wahr­nehmungsbewussten und teamorientierten Spielgeschehen unter dem Aspekt der Wahrneh­mungsfähigkeit vor allem ihre individuellen Spielfähigkeiten und somit ihre wahrnehmungs­bezogene Handlungskompetenz erlernen und verbessern (vgl. MSW NRW 2014b, S. 9).

Dem Doppelauftrag des Schulsports kann ebenfalls gerecht werden, da den Lernenden zum einen die Möglichkeit eröffnet wird, einen bisher unbekannten Gegenstand zu erschließen und dazu notwendige Kompetenzen zu entwickeln. Zum anderen kann die pädagogische Auseinan­dersetzung mit der Fokussierung auf die Wahrnehmung wesentlich zur Entwicklungsförderung (u.a. einer breiten Spielfähigkeit) beigetragen (vgl. MSW 2014a, S. 9).

Die Reihentransparenz wird in Form eines Fahrplans auf dem Medium Plakat visualisiert und im Laufe des Unterrichtsvorhabens gegebenenfalls durch die Integration eigener Ideen der Lernen­den modifiziert. Ebenso wird den Kursteilnehmern verstärkt die Möglichkeit geboten, selbststän­dig zu agieren und eigenverantwortlich zu lernen. Dies wird ihnen beispielsweise in offenen Ein­stiegsphasen und in der Gestaltung ganzer Unterrichtsstunden mit theoretischen Ausarbeitungen ermöglicht.

Zur Bildung von heterogenen Teamgruppen wird zu Beginn das individuelle Leistungsniveau der KursteilnehmerInnen im Floorball erhoben (s. M1 im Anhang). Die heterogenen Gruppenkon­stellationen lassen das Inhaltsfeld E in den Mittelpunkt der Betrachtung rücken. Des Weiteren erfolgt eine kompakte Einführung in die Regelkunde sowie eine Übersicht des Regelwerks in Form eines Buddy-Books. Dies kann ebenfalls zur eigenständigen Kontrolle, zur Unterstützung der Schiedsrichtertätigkeit und der Möglichkeit Notizen und Anmerkungen niederzuschreiben, verwendet werden. Es werden die offiziellen Regelstrukturen des Floorballs auf die Lerngruppe angepasst, um einen hohen Spielfluss und eine damit verbundene Bewegungsintensität zu errei­chen.

Die Grundfertigkeiten (Passen, Stoppen und Ballführung) sind wegen der Einfachheit ohne jegli­che Vorerfahrung schnell auf einem spielfähigen Niveau ausführbar. Die Einfachheit zieht eine große Spielfreude nach sich (vgl. Erdtel et al. 2014, S. 13; Finaske 2006, S. 1; Kretschmann et al. 2011, S. 18). Die Unterrichtsreihe orientiert sich an methodischen Grundsätzen, wie „Vom Leichten zum Schweren", „Vom Einfachen zum Komplexen" und „Vom Einfachen zum Zusam­mengesetzen" (vgl. Kuhn 2009, S. 26). Ebenso wird der Ansatz vertreten, dass „Lehrer und Schüler auf die Orientierung am „idealtypischen" Bewegungsablauf endlich verzichten" (Göhner 1979, S. 13) sollten. Sportliche Technik wird als Lösung von Aufgaben verstanden und setzt an die Stelle der Orientierung an der Form des Bewegungsablaufs den Aspekt der Funktionalität der Bewegungsaktion (vgl. Loibl 2001, S. 1). Somit wird die Technik als richtig eingeordnet, wenn eine im Sport gestellte Aufgabe, in Abhängigkeit von den Gegebenheiten und Erfordernissen, erfolgreich gelöst werden kann (vgl. ebd.). Schlussfolgernd wird bewusst auf eine Technikvermitt­lung verzichtet.

Das Unterrichtsvorhaben wird an das spielgemäße Konzept angelehnt, sodass ein steter „Wechsel der Lerninhalte zwischen Spiel- und Übungsreihen, die sich gegenseitig bedingen und begründen" (Hänel et al. 2013, S. 13), durchgeführt wird. Die Spielidee und das Spielerleben mit Fokussierung auf die Wahrnehmungsfähigkeit und einer hohen Bewegungszeit wird explizit verfolgt, verbunden mit Argumenten wie Kindgemäßheit und Sachgemäßheit (vgl. Loibl 2001, S. 1).

Im Hinblick auf Koedukation ist besonders hervorzuheben, dass ein gleichberechtigter Zugang der Geschlechter zum Handlungsfeld Floorball vorhanden ist, welche unter anderem auf das Reglement des Spiels mit geringem Körperkontakt und dem vereinfachten sporttechnischen Zu­gang zurückzuführen ist, sodass infolgedessen die geschlechterspezifischen Unterschiede nicht so stark in den Mittelpunkt rücken (vgl. Erdtel et al. 2014, S. 13).

Anknüpfend an die Unterrichtsstunde mit hohem Partizipationsgrad an der Mitgestaltung der rest­lichen Reihe, folgt die heutige Unterrichtsstunde mit dem Ziel, die optische Wahrnehmungsfähig­keit zur Förderung der individuellen Spielfähigkeit zu erproben und zu bewerten. Neben weiteren Punkten wie beispielsweise Entscheidungsfähigkeit, Regeln und Fairplay, Koordination, Taktik, Kondition und Technik wird explizit die Wahrnehmung als Grundlage für die Spielfähigkeit im Floorball betrachtet (vgl. Domroth 2014, S. 6). Der Schwerpunkt der Stunde wird durch das wis­senschaftliche Modell der kognitiven Spielanforderung nach Westphal/Gasse/Richtering sportwissenschaftlich begleitet, schülernah begründet und nachvollziehbar gestaltet. Es kann als Grundlage für weitere Sportspiele dienen. Die Lernenden erweitern durch das Modell ihre fachli­chen Kenntnisse, die sie auf die praktischen Erfahrungen in Übungssituationen beziehen können und verwenden es als sporttheoretisches Fundament im Sinne des oberstufengemäßen Unter­richts zur eigenen praxisorientierten Reflexion.

Um ein gemeinsam attraktives Spiel durchzuführen, muss die Wahrnehmungsfähigkeit als Grundfähigkeit zahlreicher Sportspiele geschult werden. Insbesondere Floorball bietet einen An­knüpfungspunkt für die Auseinandersetzung mit grundlegenden Aspekten der sensorischen Wahrnehmung und einer daraus resultierenden Auseinandersetzung mit den koordinativen Anforderungen, die durch bestimmte Verschiebung der Koordinationsanforderungsregler der Wahrnehmungsreize, wie im optischen und akustischem Bereich, geschult werden können (vgl. Neumaier et al. 2009, S. 160).

Während der Unterrichtsreihe wird im Sinne eines erziehenden Sportunterrichts nicht nur die klare Mehrperspektivität berücksichtigt, sondern die Unterrichtsreihe orientiert sich auch an den didaktischen Prinzipien der Reflexion, Verständigung und Partizipation (vgl. MSW NRW 2014b, S. 14f). Dies spiegelt sich unter anderem in einer intensiven Bewegungszeit mit Theorie-Praxis Verzahnung wieder (vgl. Reckermann 2004, S. 8).

Die Leistungsbeurteilung erfolgt im Unterrichtsvorhaben durch eine konstante, prozessbezoge­ne Bewertungsbeobachtung sowie durch ein abschließendes Kleinturnier zur Überprüfung der grundlegenden Spielfähigkeit innerhalb der festgelegten Kleingruppen. So kann die Überprüfung des Lern- und Kompetenzzuwachses innerhalb der Unterrichtsreihe durch die steigende Spielfä­higkeit und wahrnehmungsbezogenen Entscheidungsmustern beurteilt werden.

Teil II: Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde

3. Ziele und angestrebte Kompetenzen

Stundenziel:

Die Schüler und Schülerinnen sollen die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit zur Verbesserung der individuellen Spielfähigkeit im Floorball durch den Einsatz von Sehschirmen im Stationsbetrieb unter Einordnung in das wissenschaftliche Modell der kognitiven Spielanforderung von West­phal/Gasse/Richtering erproben, erfahren und bewerten.

Teilziele: Die Schülerinnen und Schüler sollen

- den Ablauf einer sportmotorischen Handlung (Wahrnehmen ^ Entscheiden ^ Handeln) erör­tern, indem sie diese anhand einer simulierten Spielsituation erarbeiten.
- ihr Herz-/Kreislaufsystem aktivieren und sich psychisch auf den Unterrichtsgegenstand Floor­ball einlassen, indem sie durch Schülerinnen angeleitete Übungsformen ausführen.
- die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit erproben und erfahren, indem sie die Stationen durch­laufen und das Hilfsmittel Sehschirm zur Sensibilisierung und zum Bewusstmachen ihrer Fä­higkeit verwenden.
- die Bedeutung der optischen Wahrnehmungsfähigkeit für die individuelle Spielfähigkeit erläu­tern, indem sie im Unterrichtsgespräch die inhaltlichen Aspekte der Stationen nennen und an der Tafel spielsituativ einordnen.
- die zentral entwickelten Aspekte der optischen Wahrnehmungsfähigkeit hinsichtlich der Spiel­fähigkeit praxisbezogen transferieren, indem sie zwei selbstgewählte Schwerpunkte im Klein­spiel vertiefen.
- den Zusammenhang zwischen der Ausprägung der eigenen Spielfähigkeit und der optischen Wahrnehmungsfähigkeit anhand erlebter Spielsituationen bewerten, indem sie diese inner­halb der Kleingruppen auf dem Bewertungsbogen gewichten und die Erkenntnis im Unter­richtsgespräch auf das wissenschaftliche Modell transferieren.

Legitimation der Stunde durch curriculare Vorgaben:

In der vorliegenden Unterrichtsstunde ist die Pädagogische Perspektive A „Wahrnehmungsfähig­keit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern" (MSW NRW 2014a, S. 11) abgeleitete In­haltsfeld a „Bewegungsstruktur und Bewegungslernen" (MSW NRW 2014a, S. 31) leitend. Der inhaltliche Schwerpunkt „Informationsaufnahme und -verarbeitung bei sportlichen Bewegungen" (ebd.) wird zugeordnet. In der gezeigten Unterrichtseinheit werden entsprechend des Unter­richtsvorhabens durch die pädagogische Perspektive A leitend und E ergänzend die SK, MK, UK und BWK angebahnt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Didaktische Schwerpunkte

2.1 Lehr- und Lernausgangslage der Lernenden

Innerhalb der Teamgruppen haben die Lernenden in der vorherigen Stunde die Säulen der Spiel­fähigkeit mit dem Ziel der Schwerpunktsetzung in der gezeigten Unterrichtseinheit erprobt und im Stationsbetrieb erfahren. Die Lernenden sind mit Sicherheitsaspekten wie angemessener Klei­dung und Vermeidung von Schmuck vertraut und besitzen für den Einsatz der Sehschirme eine angemessene Sensibilisierung hinsichtlich notwendiger Sicherheitsaspekte. Es gibt eine hohe Motivation Unbekanntes auszuprobieren. Eva-Marie besitzt eine körperliche Beeinträchtigung, die in der Unterrichtseinheit von Bedeutung ist, da sie Einschränkungen im dreidimensionalen Sehen aufweist, die sie aber erstaunlich kompetent durch ihre kognitiven Fähigkeiten des Antizi- pierens von Bewegungen zumeist ausgleichen kann. Gemäß des Sicherheiterlass' kann es trotz­dem zu individuellen Abweichungen während der Stationen und in der Spielsituation kommen, sodass eine Reduktion von Wahrnehmungsanforderungen und Komplexität der Übungs­/Spielsituation veranlasst wird (vgl. MSW 2015, S. 38). Es wird allgemein davon ausgegangen, dass kein Lernender Angst oder Probleme mit der Einschränkung der optischen Wahrnehmungs­fähigkeit besitzt. Jedoch darf diese Einschränkung in Absprache mit der Lehrkraft in Ausnahme­fällen auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden.

2.2 Begrenzte Sachanalyse des Unterrichtsgegenstandes

Der Unterrichtsgegenstand Floorball ist eine abgeänderte Form des Hockeys, wobei das Spiel durch seine Einfachheit und sein flexibles Regelwerk in schweizerischen, österreichischen und in Ansätzen in deutschen Schulen etabliert werden konnte. Im schulischen Bereich wird sich an der Mixed-Variante orientiert, die beispielsweise ohne Torhüter durchgeführt wird.

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Erlernen und individuelle Verbesserung der Spielfähigkeit unter dem Aspekt der Wahrnehmungsfähigkeit (Sehschirme, Augenklappen, Ohrstöpsel) durch induktive Übungs- und Spielarrangements im Floorball
Untertitel
Unterrichtspraktische Prüfung im Fach: Sport (Gymnasium)
Hochschule
Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Krefeld
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
26
Katalognummer
V508182
ISBN (eBook)
9783346081490
ISBN (Buch)
9783346081506
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Floorball, Hockey, UPP, Examen, Wahrnehmungsfähigkeit
Arbeit zitieren
David Hanio (Autor), 2016, Erlernen und individuelle Verbesserung der Spielfähigkeit unter dem Aspekt der Wahrnehmungsfähigkeit (Sehschirme, Augenklappen, Ohrstöpsel) durch induktive Übungs- und Spielarrangements im Floorball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508182

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Erlernen und individuelle Verbesserung der Spielfähigkeit unter dem Aspekt der Wahrnehmungsfähigkeit (Sehschirme, Augenklappen, Ohrstöpsel) durch induktive Übungs- und Spielarrangements im Floorball



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden