Thema der Unterrichtsreihe:
„Was passiert um mich herum?“ – Erlernen und individuelle Verbesserung der Spielfähigkeit unter dem Aspekt der Wahrnehmungsfähigkeit (Sehschirme, Augenklappen, Ohrstöpsel) durch induktive Übungs- und Spielarrangements im Floorball unter Berücksichtigung des wissenschaftlichen Modells der kognitiven Spielanforderung von Westphal/ GAsse/ Richtering.
Thema der unterrichtspraktischen Prüfung:
„Die Spielsituation wahrnehmen!“ – Erprobung, Erfahrung und Bewertung der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit zur Verbesserung der individuellen Spielfähigkeit im Floorball durch den Einsatz von Sehschirmen im Stationsbetrieb unter Einordnung in das wissenschaftliche Modell der kognitiven Spielanforderung von Westphal/Gasse/Richtering.
Inhaltsverzeichnis
Teil I: Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
1. Tabellarische Auflistung der Stundenthemen innerhalb der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
2. Ausgewählte Aspekte der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
2.1 Lehr- und Lernausgangslage
2.2 Curriculare Legitimation der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
2.3 Leitgedanken und Intentionen der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
Teil II: Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde
1. Ziele und angestrebte Kompetenzen
2. Didaktische Schwerpunkte
2.1 Lehr- und Lernausgangslage der Lernenden
2.3 Relevanz für die Schülerinnen und Schüler
2.4 Begründung der wichtigsten Entscheidungen geplanten Unterrichts
3. Artikulationsschema
4. Literaturverzeichnis
Anhang
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterrichtsstunde ist die Erprobung und Bewertung der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern im Floorball, um durch den gezielten Einsatz von Sehschirmen die individuelle Spielfähigkeit zu verbessern und in das wissenschaftliche Modell der kognitiven Spielanforderung einzuordnen.
- Kognitive Spielanforderungen (Wahrnehmen – Entscheiden – Handeln)
- Visuelle Wahrnehmungsschulung mittels Sehschirmen
- Individualisierte Förderung durch binnendifferenzierte Stationsarbeit
- Transfer theoretischer Modelle in die sportpraktische Anwendung
- Partizipation und eigenverantwortliche Mitgestaltung durch Lernende
Auszug aus dem Buch
2.1 Lehr- und Lernausgangslage
Die Lerngruppe, Sportkurs Q2, wird im ersten Quartal in der Oberstufe aufgrund von Personalmangel am XY Gymnasium nur mit jeweils zwei Unterrichtsstunden pro Woche unterrichtet. Ich habe den Kurs bereits im Rahmen des Ausbildungsunterrichts im vergangenen Schuljahr kennengelernt. Die koedukative Lerngruppe weist eine Gruppengröße von 22 Lernenden auf. Sie besteht aus 18 Schülerinnen und vier Schülern, sodass von einer überwiegenden Mehrzahl weiblicher Lernenden gesprochen werden kann. In Modellprojekten wurde festgestellt, dass Mädchen in monoedukativen Gruppen sich mehr zutrauen, ein größeres Maß an Selbstbewusstsein und ein besseres Selbstkonzept bezüglich ihrer sportlichen Ausführungen entwickeln. Sie haben die Möglichkeit, sich in ihrem Tempo und mit den von ihnen bevorzugten Arbeitsformen ungestört mit den Unterrichtsinhalten zu befassen (vgl. GARDLO 2015, S. 1). Im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes Floorball und der Einteilung fester Gruppen wird auf diese Aspekte durch eine ausgeglichene Verteilung der Geschlechter eingegangen, um eine Atmosphäre der individuellen Entfaltungsmöglichkeit zu schaffen. Es handelt sich bei den Teamgruppen um eine „formelle Gruppe, da […] die Zusammensetzung der Gruppe von außen vorgegeben wird“ (ABELE 2014, S. 419f). Die Binnendifferenzierung nach Leistungsheterogenität erfolgt mit dem Ziel in Übungs- und Spielformen eine möglichst ausgeglichene Konkurrenzsituation und hohe Spielfreunde zu schaffen.
Inhaltliche Vorkenntnisse im Floorball sind nicht vorhanden. Der Leistungsheterogenität in kognitiven sowie motorischen Bereichen im Torschussspiel wird ebenfalls durch ein stetiges Angebot (z.B. differenzierter Übungen und Hilfestellungen durch Hilfekarten/Sprinteraufgaben) mit dem Ziel einer individuellen Förderung entgegengewirkt. Es herrscht ein differenziertes Bild der Spielfähigkeit vor, was sich in einer noch mangelnden Wahrnehmungsfähigkeit im Spielgeschehen äußert. Die eigenen motorischen Fähigkeiten schätzen die Lernenden realistisch ein, sodass im Kontext binnendifferenzierter Übungs- und Erarbeitungsphasen fordernde, aber zu bewältigende Bewegungsaufgaben selbstständig ausgewählt werden. Somit kann von einem hohen Grad der Selbständigkeitserziehung gesprochen werden, welche ebenso durch das Lernarrangement der Stationsarbeit gefördert wird (vgl. ACHTERGARDE 2007, S. 26).
Zusammenfassung der Kapitel
Teil I: Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über die geplante Unterrichtsreihe im Floorball inklusive einer tabellarischen Stundendarstellung und der curricularen Legitimation sowie der pädagogischen Leitgedanken.
1. Tabellarische Auflistung der Stundenthemen innerhalb der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: Hier werden die acht Unterrichtseinheiten tabellarisch mit ihren jeweiligen Themen, Kernanliegen und Kompetenzschwerpunkten detailliert aufgelistet.
2. Ausgewählte Aspekte der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: In diesem Abschnitt werden die pädagogischen und curricularen Rahmenbedingungen reflektiert, wobei insbesondere auf die koedukative Lerngruppe und die methodische Ausrichtung eingegangen wird.
2.1 Lehr- und Lernausgangslage: Dieses Unterkapitel analysiert die Zusammensetzung, die Vorkenntnisse und das Lernverhalten des Sportkurses Q2 sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung.
2.2 Curriculare Legitimation der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: Die Legitimation erfolgt hier durch den Bezug auf den Kernlehrplan für die gymnasiale Oberstufe in NRW und die Verankerung in spezifischen Bewegungsfeldern.
2.3 Leitgedanken und Intentionen der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: Es werden die Ziele zur Förderung der wahrnehmungsbezogenen Handlungskompetenz und die Intentionen zur Entwicklung von Eigenverantwortung und Teamarbeit erläutert.
Teil II: Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde: Dieser Teil widmet sich der konkreten Planung der vorliegenden Unterrichtsstunde, einschließlich der Zielsetzungen, didaktischen Schwerpunkte und methodischen Entscheidungen.
1. Ziele und angestrebte Kompetenzen: Hier werden das übergeordnete Stundenziel und die daraus abgeleiteten Teilziele im Hinblick auf die motorischen und kognitiven Fähigkeiten der Lernenden definiert.
2. Didaktische Schwerpunkte: Der Abschnitt erläutert die Auswahl der Inhalte unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen und des sporttheoretischen Modells der kognitiven Spielanforderung.
2.1 Lehr- und Lernausgangslage der Lernenden: Dieses Kapitel beschreibt spezifische Voraussetzungen der Lerngruppe für die gewählte Unterrichtsstunde, insbesondere in Bezug auf Sicherheit und Vorkenntnisse zur Wahrnehmungseinschränkung.
2.3 Relevanz für die Schülerinnen und Schüler: Hier wird der Lebensweltbezug und die Bedeutung der erworbenen Handlungskette (Wahrnehmen – Entscheiden – Handeln) für die Schülerinnen und Schüler begründet.
2.4 Begründung der wichtigsten Entscheidungen geplanten Unterrichts: Dieser Teil liefert die didaktische und methodische Begründung für den gewählten Unterrichtsverlauf, inklusive der Stationenarbeit und der Einbindung der Schülerinnen und Schüler.
3. Artikulationsschema: Das Artikulationsschema stellt den geplanten zeitlichen und methodischen Ablauf der Unterrichtsstunde tabellarisch dar, inklusive Material und Lehrer-Schüler-Interaktionen.
4. Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der schriftlichen Arbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Grundlagen vollständig aufgelistet.
Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Materialien wie den Hallenplan, Stationskarten und Modellkarten zur Verdeutlichung der Lerninhalte.
Schlüsselwörter
Floorball, Wahrnehmungsfähigkeit, Spielfähigkeit, Sportunterricht, kognitive Spielanforderung, Sehschirme, Binnendifferenzierung, Handlungskompetenz, Oberstufe, Koedukation, Stationenlernen, Antizipation, Bewegungsgestaltung, Wahrnehmungstraining, sporttheoretisches Fundament.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser schriftlichen Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Planung und theoretische Fundierung einer Unterrichtsstunde zum Thema Floorball für einen Sportkurs der Qualifikationsphase (Q2), mit Fokus auf die Verbesserung der Spielfähigkeit durch Wahrnehmungstraining.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit im Sportspiel, das Modell der kognitiven Spielanforderung nach WESTPHAL/GASSE/RICHTERING sowie die methodische Umsetzung durch binnendifferenzierte Stationsarrangements.
Welches primäre Ziel verfolgt die Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist, dass die Lernenden ihre visuelle Wahrnehmungsfähigkeit gezielt erproben und bewerten, um durch den Einsatz von Sehschirmen die eigene Spielfähigkeit im Floorball-Geschehen systematisch zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erprobung verwendet?
Es wird ein induktives Übungs- und Spielarrangement im Stationsbetrieb genutzt, bei dem durch den Einsatz von Hilfsmitteln wie Sehschirmen die optischen Informationsanforderungen kontrolliert verändert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die längerfristigen Unterrichtszusammenhänge, die didaktische Legitimation der Unterrichtsstunde und die detaillierte schriftliche Planung inklusive Artikulationsschema und Sachanalyse.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wahrnehmungsschulung, kognitive Spielanforderung, Floorball, eigenverantwortliches Lernen und prozessbezogene Leistungsbeobachtung.
Wie werden Inaktive oder leistungsschwächere Schüler eingebunden?
Inaktive Schüler werden durch gezielte Beobachtungsaufträge und die Rolle als Schiedsrichter aktiv in das Unterrichtsgeschehen einbezogen, während Binnendifferenzierung an den Stationen verschiedene Niveaus ermöglicht.
Warum spielt das Modell von Westphal/Gasse/Richtering eine so zentrale Rolle?
Das Modell bietet das sportwissenschaftliche Fundament, um die Handlungskette "Wahrnehmen – Entscheiden – Handeln" für Schüler schülernah greifbar zu machen und sportliche Technik nicht als starre Form, sondern als situative Problemlösung zu begreifen.
- Citation du texte
- David Hanio (Auteur), 2016, Erlernen und individuelle Verbesserung der Spielfähigkeit unter dem Aspekt der Wahrnehmungsfähigkeit (Sehschirme, Augenklappen, Ohrstöpsel) durch induktive Übungs- und Spielarrangements im Floorball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508182