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Die Bedeutung des Hellenismus für den christlichen Glauben an die Auferweckung Jesu von den Toten und Jesu Himmelfahrt

Título: Die Bedeutung des Hellenismus für den christlichen Glauben an die Auferweckung Jesu von den Toten und Jesu Himmelfahrt

Elaboración , 2019 , 8 Páginas

Autor:in: Dr. Harald Schütz (Autor)

Teología - Estudio bíblico
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Es wird kurz dargestellt, dass das Urchristentum in mancherlei Hinsicht von der Ideenwelt des Hellenismus im damaligen Palästina beeinflusst wurde.

Ich bitte Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich mit mir in dieser Abhandlung gedanklich ein wenig in die Zeit der Entstehung der christlichen Evangelien, wie sie uns von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes überliefert wurden, zurück zu versetzen.
In dieser Zeit, also vor rund zwei Tausend Jahren, besaßen die Menschen ein Weltbild, das auch ihren Glauben an Gott und an dessen Wirken bestimmte. Dieses Bild von der Welt wich in mancherlei Hinsicht von unserem heutigen Weltbild ab, wobei ich in erster Linie die gebildeten, „aufgeklärten“ Menschen unseres Kulturkreises, dem auch ich angehöre, im Auge habe. Bitte erlassen Sie es mir es an dieser Stelle, die zahlreichen Abweichungen in den Weltbildern der Menschen der Antike und der heute lebenden Menschen, die mit ebenso vielen Abweichungen in den Glaubensvorstellungen verbunden waren, im Einzelnen aufzuzählen.
Zur Zeit der Entstehung des Christentums – aber auch noch Jahrhunderte später – konnten die Menschen „Glauben“ und „ Wissen“ noch nicht klar voneinander unterscheiden, logisches Denken und Denken in kausalen Zusammenhängen waren noch „unterentwickelt“, so dass viele Fragen nur unzulänglich oder sogar falsch beantwortet wurden und viele Probleme, besonders im Bereich der Naturwissenschaften, noch nicht oder nicht richtig gelöst werden konnten. Einige Jahrhunderte vor dieser Zeit hatten griechische Denker sich bereits intensiv bemüht, ihr Wissen über die Welt, über das Naturgeschehen und die Entstehung des Kosmos und unserer Erde, zu erweitern und waren bei diesem Bestreben bereits zu Erkenntnissen gekommen, die zum Teil heute noch Bestand haben, und zwar nicht nur innerhalb unseres Kulturkreises. Ich denke hier besonders an den griechischen Philosophen und Naturforscher Aristoteles (384 – 322 v. Chr), sowie an den griechischen Philosophen Demokrit (* um 460 v.Chr., gest. zwischen 380 und 370 v. Chr.) Nach Demokrit können alle Eigenschaften der Dinge auf Form, Lage und Größe von undurchdringlichen, unsichtbaren und unveränderlichen Atomen zurückgeführt werden (Atomismus). Mit dieser Lehre gehörte Demokrit zu den Begründern der Naturwissenschaft und war ein Vertreter einer rationalen Betrachtung des Naturgeschehens, eine Denkweise, die die Menschen zu der Zeit, die wir hier betrachten, weitgehend aufgegeben hatten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Glaubenswelt des Hellenismus

III. „hinabgestiegen in das Reich des Todes.“

IV. „aufgefahren gen Himmel“

V. Resumé

Zielsetzung und Themen der Abhandlung

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des griechisch-hellenistischen Zeitgeistes auf die Entstehung und Verbreitung der zentralen christlichen Glaubensinhalte, insbesondere der Auferweckung Jesu von den Toten und seiner Himmelfahrt. Dabei wird hinterfragt, inwieweit diese Erzählungen als zeitgenössische Wundergeschichten zu verstehen sind, die in einem von orientalischen Mysterienkulten und griechischem Sagen-Glauben geprägten Umfeld entstanden.

  • Die Analyse des hellenistischen Weltbildes zur Zeit Jesu.
  • Die Bedeutung von Wunderglauben und griechischer Philosophie für das Urchristentum.
  • Die religionsgeschichtliche Einordnung der Motive des Hades-Abstiegs und der Himmelfahrt.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der historischen Authentizität neutestamentlicher Wundererzählungen.
  • Das synkretistische Spannungsfeld zwischen jüdischem Glauben und hellenistischer Umwelt.

Auszug aus dem Buch

Die Glaubenswelt des Hellenismus

Zur Zeit Jesu war vielen Menschen, wenn nicht sogar den meisten Menschen, die in Palästina und den benachbarten Ländern lebten, das heißt in den Gebieten, in denen sich die Eroberungsfeldzüge Alexanders des Großen im 4. Jahrhundert v. Chr. ausgewirkt hatten, die Fähigkeit zum klaren, logischen Denken, das die Griechen der klassischen Periode der griechischen Kultur ausgezeichnet hatte, weitgehend abhanden gekommen.

Wie ist dies zu erklären? Die Zeit, in die wir uns hier versetzt haben, in der die Evangelien entstanden und in der allmählich das Urchristentum entstand, wird heute als die Epoche des Hellenismus bezeichnet („Hellenen“ ist eine andere Bezeichnung für Griechen). Diese geschichtliche Epoche wurde durch die Eroberungszüge Alexanders des Großen ausgelöst, der von 336 – 323 v.Chr. als makedonischer König regierte. Alexander, Sohn des makedonischen Königs Philipp II, war noch von Aristoteles erzogen worden. Nach dem Tode seines Vaters festigte er zunächst seine Herrschaft in Makedonien und Griechenland und begann dann einen Krieg gegen die Perser, die er 333 v.Chr. bei Issus schlug, und zog dann nach Ägypten, wo er 338 v.Chr. Alexandria gründete.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das hellenistische Weltbild ein und kontrastiert das antike Denken, welches stark von magischen Vorstellungen durchsetzt war, mit einem rationalen Weltverständnis.

II. Die Glaubenswelt des Hellenismus: Das Kapitel beleuchtet, wie die Eroberungen Alexanders den Boden für einen synkretistischen Wunderglauben bereiteten, der auch jüdische Gemeinden in Palästina und der Diaspora beeinflusste.

III. „hinabgestiegen in das Reich des Todes.“: Hier wird untersucht, wie griechische Vorstellungen vom Hades und dem Totenreich in das christliche Glaubensbekenntnis eingeflossen sind.

IV. „aufgefahren gen Himmel“: Dieses Kapitel analysiert die Himmelfahrt Jesu als ein Motiv, das in der antiken Welt für bedeutende Persönlichkeiten und Helden gebräuchlich war.

V. Resumé: Die abschließende Betrachtung stellt fest, dass das frühe Christentum wesentliche Züge aus einer jüdisch-hellenistisch gemischten Umwelt übernahm und als Teil eines zeitgenössischen Volksglaubens zu betrachten ist.

Schlüsselwörter

Hellenismus, Christentum, Auferweckung Jesu, Himmelfahrt, Wunderglaube, Hades, Mysterienkulte, Urchristentum, Synkretismus, Alexander der Große, Religionsgeschichte, Antike, Evangelien, Totenreich, Palästina.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Abhandlung?

Die Arbeit untersucht die historischen und kulturellen Hintergründe, die zur Entstehung der christlichen Glaubensinhalte über die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu führten, insbesondere unter dem Einfluss des Hellenismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ausbreitung griechischer Kultur, der Verbreitung von Wundergeschichten in der Antike und der Transformation jüdischer Glaubensvorstellungen durch den Kontakt mit der hellenistischen Umwelt.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Der Autor möchte aufzeigen, dass die Kernpunkte des christlichen Glaubens nicht isoliert betrachtet werden können, sondern als Synthese aus jüdischer Tradition und griechisch-hellenistischen Mythen und Mysterien zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine religionsgeschichtliche und historische Analyse, die Primärquellen sowie zeitgenössische fachwissenschaftliche Literatur heranzieht, um die Entwicklung der urchristlichen Überlieferung kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse der Lebenswelt zur Zeit Jesu, den griechischen Einflüssen auf das Judentum und der religionsgeschichtlichen Herleitung spezifischer Motive wie dem Hades-Abstieg und der Himmelfahrt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hellenismus, Wunderglaube, Synkretismus und Religionsgeschichte charakterisieren.

Inwiefern beeinflussten Mysterienkulte das frühe Christentum?

Laut dem Autor führte der Zusammenbruch des Rationalismus und des Vertrauens in traditionelle Stadtstaaten dazu, dass sich Menschen verstärkt Mysterienkulten zuwandten, was ein Klima für Wunderglauben schuf, in dem auch urchristliche Erzählungen an Anziehungskraft gewannen.

Wie bewertet der Autor die Rolle des „weiß gekleideten Jünglings“ bei der Auferstehung?

Der Autor interpretiert diesen als ein Motiv, das dem griechischen Volksglauben entlehnt ist, wonach solche Gestalten als Führer für Seelen in das Totenreich (den Hades) fungierten.

Final del extracto de 8 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Bedeutung des Hellenismus für den christlichen Glauben an die Auferweckung Jesu von den Toten und Jesu Himmelfahrt
Autor
Dr. Harald Schütz (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
8
No. de catálogo
V508190
ISBN (Ebook)
9783346075529
ISBN (Libro)
9783346075536
Idioma
Alemán
Etiqueta
Urchristentum Hellenismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dr. Harald Schütz (Autor), 2019, Die Bedeutung des Hellenismus für den christlichen Glauben an die Auferweckung Jesu von den Toten und Jesu Himmelfahrt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508190
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