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Auswirkungen einer hochgradigen Hörstörung auf die Entwicklung des Wortschatzes

Title: Auswirkungen einer hochgradigen Hörstörung auf die Entwicklung des Wortschatzes

Term Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: keine Note

Autor:in: Manuela Ickler (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Die Arbeit gibt zunächst einen Überblick über die Entwicklung des Wortschatzes bei normalhörenden Kindern. Anschließend werden anhand einer Studie die Auswirkungen einer Hörstörung auf den Wortschatz dargestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Bedeutung und Bedingungen des Spracherwerbs

2 Hauptteil

2.1 Der Spracherwerb

2.1.1 Die Schreiphase

2.1.2 Die Lallphase

2.1.3 Einwortsätze

2.1.4 Zweiwortsätze

2.1.5 Mehrwortsätze und komplexe syntaktische Strukturen

2.2 Wortschatzaufbau

2.2.1 Wortschatzentwicklung bei hochgradigen Hörschäden

2.2.2 Untersuchung zum Wortschatz Hörgeschädigter von Peltzer-Karpf

2.3 Fördermaßnahmen

3 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen einer hochgradigen Hörstörung auf die Wortschatzentwicklung bei Kindern. Ziel ist es, den physiologischen Spracherwerb dem Verlauf bei hörgeschädigten Kindern gegenüberzustellen, Defizite aufzuzeigen und geeignete Förderansätze zu identifizieren.

  • Grundlagen des normalen Spracherwerbs bei Kindern
  • Einfluss von Hörschädigungen auf die Wortschatzentwicklung
  • Empirische Erkenntnisse zur Sprachstruktur bei Hörgeschädigten
  • Die Rolle der Frühförderung und pädagogischer Interventionen
  • Vergleich von aktivem und passivem Wortschatz

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Wortschatzentwicklung bei hochgradigen Hörschäden

Liegt eine Hörstörung vor, verändert sich die Sprachentwicklung. Sie wird in allen Phasen behindert und verläuft daher anders als beim normalhörenden Kind. Lallt das Kind im ersten Lebensjahr relativ wenig im Vergleich zu seines Altersgenossen, tritt erst spät das Sprechen von sinnbezogenen Wörtern auf, werden spät Zweiwortsätze gebildet, zeigt das Kind kein Verständnis für Worte oder Aufträge ohne unterstützende Gestik und Mimik oder ohne situativen Zusammenhang, kann das Kind im Alter von drei Jahren noch keine längeren Satzkonstruktionen produzieren oder hat es in diesem Alter eine für Fremde unverständliche Aussprache, können dies erste Anzeichen einer verzögerten Sprachentwicklung sein (vgl. Richter et al. 1997, S. 63/64).

Dabei ist immer zu bedenken, dass Art und Grad der Hörschädigung sehr verschiedene Auswirkungen auf den Spracherwerb haben und daher kaum allgemeine Aussagen getroffen werden können. Jussen (In: Möller-Marko 1980) gibt einen kurzen Überblick über die Auswirkungen unterschiedlich schwerer Hörbeeinträchtigungen auf die Sprachentwicklung. Danach haben Hörverluste bis zu ca. 40 dB eine herabgesetzte Hörweite zur Folge, einen verringerten Sprachschatz, ein herabgesetztes Sprachverständnis und leichte Sprachfehler. Liegt der Grad des Hörverlusts zwischen 30-70 dB, also im Bereich für normale Umgangssprache, bleibt die Sprachentwicklung deutlich zurück, das Kind zeigt größere Ausfälle im Sprachbesitz und im Sprachverständnis, außerdem können auffällige Sprachfehler beobachtet werden. Bei einem Hörverlust von 60-90 dB fehlt weitgehend eine normale Sprachentwicklung, das Kind ist angewiesen auf visuelle Informationsaufnahme, eine lautsprachliche Verständigung ist nur sehr begrenzt möglich und es findet nur eine partielle Laut- und Sprachbildung statt. (vgl. Möller-Marko 1980, S. 25). Man kann also sagen, dass die Ausprägungen der sprachlichen Rückstände und Verzögerungen proportional zum Grad der Hörstörung ansteigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Sprache für den Menschen ein und definiert den thematischen Rahmen der Arbeit hinsichtlich des Wortschatzaufbaus bei hörgeschädigten Kindern.

2 Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des physiologischen Spracherwerbs, die spezifische Wortschatzentwicklung unter den Bedingungen von Hörschädigungen sowie eine fundierte Analyse von Fördermaßnahmen.

3 Schluss: Im Schlussteil werden die Erkenntnisse zusammengefasst, wobei die Notwendigkeit einer frühzeitigen Intervention zur Unterstützung der sprachlichen und psychosozialen Entwicklung betont wird.

Schlüsselwörter

Hörschädigung, Wortschatzentwicklung, Spracherwerb, Frühförderung, Kommunikation, Lautsprache, Wortschatzaufbau, Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit, Sprachentwicklungsverzögerung, Semantik, Syntax, Sprachförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen hochgradiger Hörstörungen auf die Entwicklung des kindlichen Wortschatzes im Vergleich zu normalhörenden Kindern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen den natürlichen Spracherwerb, die spezifischen Herausforderungen bei Hörschädigungen und Möglichkeiten der gezielten sprachlichen Förderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Wortschatz von hörgeschädigten Kindern unterscheidet und welche pädagogischen Maßnahmen zur Förderung der Sprachkompetenz sinnvoll sind.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse bestehender empirischer Untersuchungen (u. a. von Peltzer-Karpf) basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Phasen des Spracherwerbs, die Auswirkungen verschiedener Hörverlustgrade auf das Sprachvermögen sowie konkrete Methoden der Frühförderung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hörschädigung, Wortschatzaufbau, Spracherwerb und Fördermaßnahmen charakterisiert.

Was besagt die "Substantivierung der Sprache" bei Hörgeschädigten?

Dieser Begriff beschreibt das Phänomen, dass hörgeschädigte Kinder verstärkt Substantive verwenden, da diese konkreter und ohne akustische Vermittlung besser begreifbar sind.

Warum spielt die Rolle der Eltern bei der Sprachförderung eine so große Rolle?

Eltern fungieren als primäre Sprachvorbilder; eine zu starke Reduktion der Kommunikation oder die Vermeidung ganzer Sätze kann die Sprachentwicklungsstörungen des Kindes zusätzlich verschlimmern.

Wie verändert sich die Sprache bei sehr hohem Hörverlust?

Bei einem Hörverlust von über 60-90 dB ist eine normale Sprachentwicklung weitgehend behindert; das Kind ist auf visuelle Kommunikation angewiesen und bildet oft nur partielle Sprachstrukturen aus.

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Details

Title
Auswirkungen einer hochgradigen Hörstörung auf die Entwicklung des Wortschatzes
College
University of Cologne  (Heilpädagogische Fakultät Köln)
Course
Wortschatzaufbau und -erweiterung
Grade
keine Note
Author
Manuela Ickler (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V50824
ISBN (eBook)
9783638469524
ISBN (Book)
9783638791663
Language
German
Tags
Auswirkungen Hörstörung Entwicklung Wortschatzes Wortschatzaufbau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Ickler (Author), 2005, Auswirkungen einer hochgradigen Hörstörung auf die Entwicklung des Wortschatzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50824
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