Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Vorstellung des Konzeptes der Streitschlichtung. Ergänzt wird der theoretische Teil durch einen Erfahrungsbericht einer Schule für Gehörlose und Schwerhörige.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Wozu Streitschlichtung?
1.2 Geschichtliche Entwicklung der Mediation
2 Hauptteil
2.1 Die Ausbildung zum Streitschlichter
2.2 Die Mediationssitzung
2.3 Die Umsetzung der Streitschlichtung in der Praxis
3 Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Streitschlichtung in Schulen mit dem Ziel, sowohl den theoretischen Hintergrund des Schlichtungsmodells als auch dessen praktische Anwendung und die damit verbundenen Herausforderungen zu beleuchten.
- Theoretische Grundlagen und geschichtliche Entwicklung der Mediation
- Methodik und Phasen der Ausbildung zum Streitschlichter
- Ablauf und strukturierte Phasen der Mediationssitzung
- Praxisbeispiel: Streitschlichterkonzept an einer Schule für Hörgeschädigte
- Analyse von Erfolgsfaktoren und Hindernissen bei der Umsetzung
Auszug aus dem Buch
2.2 Die Mediationssitzung
Die Mediationssitzung gliedert sich in verschiedene Phasen. In der Vorphase nehmen Konfliktparteien Kontakt zu einem Streitschlichter auf. Wichtig ist, dass der Schlichter ausreichend Informationen sammelt und alle Beteiligten zu einer Teilnahme am Schlichtungsgespräch bewegen kann. Die Freiwilligkeit gilt als basales Fundament der Schlichtung.
Zu Beginn des Mediationsgesprächs ist eine freundliche, angstfreie, vertrauensvolle und kooperative Atmosphäre zu schaffen. Die Schlichter und Streitbeteiligten stellen sich vor. Dann wird geklärt wie es zu der Kontaktaufnahme mit dem Streitschlichter kam und welche Informationen dieser bereits gesammelt hat. Daraufhin folgt eine Bestätigung bzw. Korrektur. Die Teilnehmer sollen nun ihre Erwartungen an das Gespräch erläutern. Anschließend wird der Mediationsprozess erklärt, indem das Verfahren, die Rolle des Vermittlers und die Grundregeln erklärt werden. Grundlegend ist hierbei die Bereitschaft der Beteiligten sich auf das Verfahren einzulassen. Ist das gegeben, werden Themen der Sitzung gesammelt und festgelegt.
In dem nächsten Schritt legt jeder der Parteien ihre Sichtweise der Dinge dar. Dabei sollen sowohl Fakten als auch Gefühle erzählt werden. Der Schlichter hört aktiv zu, stellt Zwischenfragen und achtet auf die Einhaltung der Grundregeln, die Ausreden lassen, keine Beschimpfungen dulden und zuhören umfassen. Der Austausch zwischen den Parteien soll, wenn möglich, in direkter Kommunikation erfolgen, andernfalls spiegelt der Schlichter das Gesagte. Abschließend werden Gemeinsamkeiten und Differenzen festgehalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Konzept der Streitschlichtung ein und begründet die Relevanz des Themas für den Schulalltag sowie die Förderung sozialer Kompetenzen bei Kindern.
2 Hauptteil: Der Hauptteil erläutert die theoretischen Voraussetzungen der Ausbildung zum Streitschlichter, beschreibt die strukturellen Phasen einer Mediationssitzung und analysiert die Umsetzung des Konzepts anhand eines Praxisbeispiels an einer Landesschule für Schwerhörige und Gehörlose.
3 Schluss: Im letzten Kapitel wird die positive Bewertung des Programms resümiert, wobei zugleich auf die notwendige Auseinandersetzung mit organisatorischen und zwischenmenschlichen Herausforderungen hingewiesen wird.
Schlüsselwörter
Streitschlichtung, Mediation, Konfliktlösung, Schülermediation, Gewaltprävention, soziale Kompetenz, Empathie, Kommunikation, Ausbildung, Win-Win-Lösung, Schulalltag, Hörgeschädigte, Mediationssitzung, Praxisbeispiel, Selbstverantwortung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das pädagogische Konzept der Streitschlichtung an Schulen, um Schülern zu ermöglichen, Konflikte selbstständig und gewaltfrei zu lösen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Einordnung der Mediation, die Ausbildung von Schülern zu Streitschlichtern sowie die praktische Anwendung und Problemanalyse in einem schulischen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, das Schlichtungsmodell vorzustellen, seine Wirksamkeit zu begründen und aufzuzeigen, wie ein solches Programm in der schulischen Praxis erfolgreich implementiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Schlichtungsmodells sowie einer qualitativen Analyse durch ein Interview mit einer Verantwortlichen für das Streitschlichterprogramm.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ausbildungsinhalte für Schlichter, den strukturellen Ablauf einer Mediationssitzung und die Reflexion eines konkreten Praxisbeispiels an einer Schule für Hörgeschädigte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Streitschlichtung, Mediation, Konfliktlösung, soziale Kompetenz, Gewaltprävention und Selbstverantwortung.
Welche Besonderheiten weist die Streitschlichtung an einer Schule für Hörgeschädigte auf?
Es bestehen spezifische Kommunikationsbarrieren zwischen den Parteien, die durch den gezielten Einsatz von sowohl schwerhörigen als auch gehörlosen Schlichtern adressiert werden müssen.
Warum wird das Konzept trotz Herausforderungen als positiv bewertet?
Das Konzept stärkt die Selbstverantwortung der Schüler nachhaltig und fördert grundlegende Werte wie Toleranz und Akzeptanz, die weit über den Konfliktfall hinaus relevant sind.
- Quote paper
- Manuela Ickler (Author), 2005, Streitschlichtung an der Schule für Hörgeschädigte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50827