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Geschichte der Psychiatrie. Vom Landeskrankenhaus zur gemeindenahen Psychiatrie in Rotenburg, Wümme

Title: Geschichte der Psychiatrie. Vom Landeskrankenhaus zur gemeindenahen Psychiatrie in Rotenburg, Wümme

Term Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Corinna Haugwitz (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit versucht aufzuzeigen, wie sich die psychiatrische Versorgung in Rotenburg (Wümme) vom Landeskrankenhaus Lüneburg zur gemeindenahen Psychiatrie vor Ort entwickelt hat. Des Weiteren wird untersucht, welchen Einfluss der Bericht der Enquete-Kommission von 1975 auf die Soziale Arbeit in der psychiatrischen Arbeit hatte.

Mit der von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Psychiatrie-Enquete wurde der Grundstein für eine bis heute weitreichende Veränderung im Bereich der Psychiatrie in Deutschland gelegt. Selbst wenn die zusammengetragenen Daten der Enquete-Kommission als nicht vollständig bewertet werden, wirft das Ergebnis ein erschreckendes Bild auf die Psychiatrie in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Ungeschönt wurden unhaltbare Zustände im Bereich der Psychiatrie offengelegt. Zum Teil unmenschliche Zustände herrschten in den Nerven-Heil-Anstalten und anderen Einrichtungen, in denen psychisch- und geisteskranke Menschen stationär behandelt wurden. Aber auch die ambulante Versorgung durch Nervenärzte war schlecht. Eine gemeindenahe Versorgung war in weite Ferne gerückt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Psychiatrie-Enquete von 1975

2.1. Das 19. Jahrhundert bis zur Enquete

2.2. Die Enquete

2.3. … mit Blick auf Niedersachsen

3. Das Landeskrankenhaus Lüneburg und die psychiatrische Versorgung

3.1. Wie alles begann

3.2. Der Übergang von der Anstalt zum Landeskrankenhaus

3.3. Auswirkungen der Enquete

3.4. Der Weg zur gemeindenahen Psychiatrie

4. Gemeindenahe Psychiatrie

5. Die gemeindenahe Versorgung im Landkreis Rotenburg (Wümme)

5.1. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Rotenburg (Wümme)

5.2. Anbieter für soziale Hilfen im Landkreis Rotenburg (Wümme)

5.2.1. GESO – Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Hilfen mbH

5.2.2. VSM – Verein für Sozialmedizin Bremervörde e.V.

5.2.3. Herbergsvereins - Wohnen und Leben e. V.

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und strukturelle Transformation der psychiatrischen Versorgung in Deutschland mit besonderem Fokus auf den Landkreis Rotenburg (Wümme). Ziel ist es, den Wandel von einer zentralisierten, institutionell geprägten Unterbringung in Landeskrankenhäusern hin zu einer gemeindenahen, integrierten Versorgung nach der Psychiatrie-Enquete von 1975 nachzuzeichnen und die Rolle der Sozialen Arbeit in diesem Prozess kritisch zu reflektieren.

  • Die Psychiatrie-Enquete von 1975 als Impulsgeber für die Psychiatriereform in der BRD.
  • Die historische Entwicklung des Landeskrankenhauses Lüneburg als psychiatrisches Versorgungszentrum.
  • Die gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen für die gemeindenahe Psychiatrie (z.B. Nds. PsychKG).
  • Das heutige Versorgungssystem im Landkreis Rotenburg (Wümme) inkl. Klinikstrukturen und Hilfsangeboten.

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Enquete

Nach einem Zwischenbericht 1973 legte die Enquete-Kommission 1975 die abschließende Fassung des Berichtes vor (s. Enquete 1975, Quelle Internet). Für die Erhebung wurden unzählige Daten und weitere Informationen zusammengetragen und ausgewertet. Unter anderem wurde erfragt, in welchen und wie vielen Einrichtungen psychisch Kranke behandelt wurden, wie viele Betten und Ärzte (und andere Fachgruppen) hier für Patienten zur Verfügung standen, mit welchen Diagnosen der Aufenthalt begründet war, wie lange eine stationäre Behandlung dauerte und wie viele niedergelassene Nervenärzte es gab. Die Befragung erstreckte sich auf die gesamte Bundesrepublik Deutschland (BRD) mit ihren damals elf Bundesländern.

Besonders die stationäre psychiatrische Versorgung befand sich vielerorts in einem desolaten Zustand. So wurden vielerorts eine Überbelegung der Einrichtungen und ein Mangel an Fachpersonal festgestellt. Beispielhaft habe ich in der folgenden Tabelle die Personalsituation in den 130 Fachkrankenhäusern für Psychiatrie und Psychiatrie/Neurologie (ebd., S. 88) dargestellt. In folgender Tabelle wird aufgezeigt, für wie viele Betten (Patienten) jeweils eine Fachkraft zuständig war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre Motivation durch eigene Praxiserfahrungen und formuliert das Ziel, die Entwicklung zur gemeindenahen Psychiatrie in Rotenburg (Wümme) aufzuzeigen.

2. Die Psychiatrie-Enquete von 1975: Dieses Kapitel erläutert die geschichtlichen Hintergründe und die Bedeutung der Enquete-Kommission für die deutsche Psychiatriereform sowie die statistischen Erhebungen zur damaligen Versorgungssituation.

3. Das Landeskrankenhaus Lüneburg und die psychiatrische Versorgung: Es wird die Historie der Anstalt von der Gründung bis hin zu den Auswirkungen der Enquete und der Einführung des PsychKG auf das Krankenhaus Lüneburg skizziert.

4. Gemeindenahe Psychiatrie: Hier werden die theoretischen Konzepte der Enquete-Kommission zu einer bedarfsgerechten, wohnortnahen psychiatrischen Versorgung definiert.

5. Die gemeindenahe Versorgung im Landkreis Rotenburg (Wümme): Detaillierte Darstellung der heutigen lokalen Angebote, einschließlich der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie verschiedener sozialer Hilfsträger.

6. Fazit: Die Autorin resümiert den Wandel der Psychiatrie, kritisiert die langsame Umsetzung früherer Reformen und bewertet das heutige Angebot als deutlich verbessert, wenn auch punktuell noch nicht vollkommen bedarfsgerecht.

Schlüsselwörter

Psychiatrie-Enquete, Gemeindenahe Psychiatrie, Soziale Arbeit, Landeskrankenhaus Lüneburg, Psychische Erkrankungen, Eingliederungshilfe, Sozialpsychiatrischer Dienst, Versorgungssystem, Psychiatriereform, Stationäre Versorgung, Niedersachsen, Rotenburg (Wümme), Psychiatrische Klinik, Patientenversorgung, Dezentralisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Transformation der psychiatrischen Versorgung in Deutschland, ausgehend von der Psychiatrie-Enquete 1975 bis hin zur heutigen gemeindenahen Struktur im Landkreis Rotenburg.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung psychiatrischer Einrichtungen, die Rolle der Enquete-Kommission, die Bedeutung von Gesetzen wie dem Nds. PsychKG und das aktuelle lokale Hilfenetzwerk.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den historischen Wandel von der zentralisierten Anstaltspsychiatrie zur gemeindenahen Versorgung am Beispiel der Region Lüneburg und Rotenburg (Wümme) nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine fachliche Ausarbeitung basierend auf einer Literaturanalyse, historischen Dokumenten, dem Enquete-Bericht von 1975 sowie persönlichen Einblicken aus einem Praktikum.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Situation vor und nach der Psychiatrie-Enquete, die Entwicklung des Landeskrankenhauses Lüneburg sowie die moderne Angebotsstruktur im Landkreis Rotenburg durch Kliniken und soziale Träger.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Psychiatrie-Enquete, gemeindenahe Psychiatrie, Soziale Arbeit und psychiatrische Versorgung definieren.

Warum war eine gemeindenahe Psychiatrie vor 1975 kaum umsetzbar?

Dies lag laut Arbeit vor allem an der zentralisierten, überfüllten Anstaltsstruktur, dem eklatanten Fachkräftemangel, mangelnden ambulanten Angeboten und der großen geografischen Distanz zwischen Wohnort und psychiatrischer Klinik.

Welchen Einfluss hatte das Nds. PsychKG auf die psychiatrische Versorgung?

Das Gesetz verpflichtete Landkreise und Städte zur Einrichtung eines Sozialpsychiatrischen Dienstes (SpD), was einen entscheidenden Schritt zur Dezentralisierung und Vernetzung der psychiatrischen Hilfen darstellte.

Wie bewertet die Autorin die heutige Versorgungssituation in Rotenburg?

Die Autorin bewertet die heutigen Angebote als sehr positiv im Vergleich zu den Zuständen vor 1975, weist jedoch darauf hin, dass es für manche Bereiche, etwa die stationäre Eingliederungshilfe, noch immer Wartezeiten oder Versorgungslücken gibt.

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Details

Title
Geschichte der Psychiatrie. Vom Landeskrankenhaus zur gemeindenahen Psychiatrie in Rotenburg, Wümme
College
Leuphana Universität Lüneburg
Course
Weiterbildender Studiengang "Bachelor Soziale Arbeit"
Grade
1,0
Author
Corinna Haugwitz (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V508558
ISBN (eBook)
9783346077516
ISBN (Book)
9783346077523
Language
German
Tags
Psychiatrie-Enquete psychiatrische Versorgung Landeskrankenhaus Lüneburg Irrenanstalt gemeindenahe Psychiatrie Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Rotenburg (Wümme)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Corinna Haugwitz (Author), 2013, Geschichte der Psychiatrie. Vom Landeskrankenhaus zur gemeindenahen Psychiatrie in Rotenburg, Wümme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508558
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