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Bürgertum und Freimaurer in Sachsen

Titel: Bürgertum und Freimaurer in Sachsen

Hausarbeit , 2018 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ullrich Michael Rasche (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Geschichte der Freimaurer im Allgemeinen als auch im Speziellen über die Freimaurer in Chemnitz. Erste Erwähnung der Freimaurer fand 1717 in London statt. Hier fand die Vereinigung von vier Logen zu einem Dachverband, einer sogenannten Großloge, statt. Die Freimaurer entwickelten sich im Verlauf des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts zur erfolgreichsten geheimen Gesellschaft in Europa.

Die Freimaurerei war nicht in dem Sinne geheim, dass niemand von ihrer Existenz wusste oder wissen sollte, aber ihre Zusammenkünfte blieben der Öffentlichkeit unzugänglich. Jeder Freimaurer war zu strengstem Stillschweigen über das Geschehen in der Loge verpflichtet. Der Ursprung der Gesellschaft liegt noch weitgehend im Dunkeln, man geht jedoch davon aus, dass der Übergang von der Werkmaurerei, den Bruderschaften der Steinmetze, zur spekulativen Maurerei, auch andere Angehörige anderer Berufsgruppen, vor allem Gelehrte aufnahm.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Idee und Entstehungsgeschichte der Freimaurer

2. Gegner und Feinde der Freimaurer

3. Innere Strukturen

4. Geschichte der Chemnitzer Freimaurer und ihrer Logen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das historische Verhältnis zwischen dem aufstrebenden Bürgertum und der Freimaurerei, mit einem spezifischen Fokus auf die Entwicklung der Logenkultur in der Industriestadt Chemnitz. Dabei wird beleuchtet, wie Logen als soziale Räume funktionierten, welche Mythen sich um sie rankten und wie sie sich im gesellschaftlichen Wandel vom 18. bis zum 20. Jahrhundert positionierten.

  • Entstehungsgeschichte und ideologische Wurzeln der Freimaurerei
  • Soziologische Analyse der Logen als Orte bürgerlicher Geselligkeit
  • Auseinandersetzung mit antimaurerischen Verschwörungstheorien und Verfolgungen
  • Die Geschichte der Chemnitzer Loge „Zur Harmonie“
  • Symbolik, Aufnahmeriten und ethische Prinzipien der Bruderschaft

Auszug aus dem Buch

1.4. Das gesellschaftliche Abbild in den Logen

In eine Loge gelangte anscheinend nur, wer männlich und sich im Berufsleben durchgesetzt hatte. In den Aufnahmegesuchen wurde oft darauf hingewiesen, dass man den Wunsch um Aufnahme so lange hingeschoben habe, bis man endlich eine bürgerliche Existenz begründet hatte. Materielle und geistige Selbständigkeit, Besitz und Bildung, gehörten zu den Zugangsbedingungen. Offensichtlich war das „Logenpatent“ auch eine Art Ausweis dafür, dass man es „geschafft“ hatte, Freimaurer war man auf Lebenszeit. Arbeiter suchte man hier vergebens. Die Logen unterschieden sich in ihrer sozialen Zusammensetzung und gesellschaftlichen Bedeutung kaum von anderen exklusiven bürgerlichen Vereinen.

Den Schwerpunkt der Mitgliedschaft bildeten hier die gehobenen Kaufleute, Fabrikanten und Bankiers, Adlige, die neuen bildungsbürgerlichen Berufe, die Vertreter der staatlichen Herrschaftselite aus Militär und Bürokratie, Handwerkern und dem traditionellen Stadtbürgertum. Die Logen vereinten in ihrer Zusammensetzung das Neue und in geringerem Maße auch das Alte Bürgertum. Der gesellige Umgang im inneren der Logen kam daher der Vision einer „klassenlosen Gesellschaft“, die ausdrücklich die alten Mittelschichten einschloss, nahe. Klassenlos aber in dem Sinne, dass unterbürgerlichen Schichten, Frauen und Juden, der Zugang versperrt war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Idee und Entstehungsgeschichte der Freimaurer: Dieses Kapitel erläutert die Wurzeln der Freimaurerei im 18. Jahrhundert, ihre Entwicklung als erfolgreiche Geheimgesellschaft und die Ausbreitung der Logen in Deutschland.

2. Gegner und Feinde der Freimaurer: Hier wird die historische Verfolgung der Freimaurer durch Kirche und politische Ideologen sowie die Entstehung von Verschwörungsmythen, etwa im Kontext des Nationalsozialismus, thematisiert.

3. Innere Strukturen: Dieses Kapitel beschreibt die Prinzipien, die Hierarchie, die Aufnahmekriterien sowie die Bedeutung von Symbolik und Ritualen innerhalb einer Loge.

4. Geschichte der Chemnitzer Freimaurer und ihrer Logen: Der abschließende Teil widmet sich der lokalen Geschichte der Chemnitzer Loge „Zur Harmonie“, ihrer Verankerung im bürgerlichen Vereinswesen und ihrer Wiederbelebung nach der Wende.

Schlüsselwörter

Freimaurerei, Bürgertum, Loge, Chemnitz, Zur Harmonie, Geheimbünde, Vereinswesen, Aufnahmeritus, Verschwörungstheorien, Sozialgeschichte, Symbolik, Humanität, Industrialisierung, Geselligkeit, Tempelbau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung und soziale Rolle der Freimaurerei für das bürgerliche Leben, insbesondere in Deutschland und konkret in der Stadt Chemnitz.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ideengeschichte der Freimaurer, ihrer gesellschaftlichen Abgrenzung, den internen Strukturen der Logen sowie der spezifischen Entwicklung des Logenwesens in Chemnitz vom 18. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Freimaurerei als Instrument bürgerlicher Selbstdarstellung und Geselligkeit diente und welche Rolle sie bei der Vernetzung der städtischen Eliten spielte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur sowie spezifischen Quellen zur Geschichte der Chemnitzer Logen basiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Organisationsprinzipien (Strukturen, Aufnahmeriten, Symbole) und die spezifische Fallstudie zur Chemnitzer Loge „Zur Harmonie“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Zentrale Begriffe sind Bürgertum, Logenwesen, soziale Exklusivität, historische Transformation sowie das lokale Beispiel der Industriestadt Chemnitz.

Warum war die Freimaurerei für die katholische Kirche besonders suspekt?

Die Kirche betrachtete die Logen als Konkurrenzveranstaltung zur Religion, die sich durch Geheimhaltung und rituelle Symbolik der gesellschaftlichen Kontrolle entzog.

Welche Rolle spielte die Loge „Zur Harmonie“ in Chemnitz?

Sie fungierte als wichtiges Zentrum bürgerlicher Kommunikation und sozialen Engagements für die lokale Elite und war maßgeblich im Vereinswesen der Industriestadt vernetzt.

Wie veränderten sich die Aufnahmekriterien im Laufe der Zeit?

Während anfangs ein „Logenpatent“ und ein gesicherter bürgerlicher Stand essenziell waren, wandelten sich die Bedingungen hin zu einer stärkeren Öffnung, wobei die Prüfung durch eine Ballotage und eine „Bürgschaft“ durch bestehende Mitglieder stets erhalten blieb.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bürgertum und Freimaurer in Sachsen
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Europäische Geschichte)
Note
1,7
Autor
Ullrich Michael Rasche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
17
Katalognummer
V508618
ISBN (eBook)
9783346080844
ISBN (Buch)
9783346080851
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Freimaurer Geschichte Freimaurer in Chemnitz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ullrich Michael Rasche (Autor:in), 2018, Bürgertum und Freimaurer in Sachsen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508618
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Leseprobe aus  17  Seiten
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