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Das harmonische Wechselspiel im Geschmack ohne bestimmten Begriff. Interpretation der "Kritik der ästhetischen Urteilskraft" von Immanuel Kant

Titel: Das harmonische Wechselspiel im Geschmack ohne bestimmten Begriff. Interpretation der "Kritik der ästhetischen Urteilskraft" von Immanuel Kant

Hausarbeit , 2015 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Philip Dilla (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zuge dieser Hausarbeit soll ein zentrales Thema aus der Kritik der ästhetischen Urteilskraft von Immanuel Kant nähere Erörterung finden, um dessen angemessene Interpretation und Auslegung seit jeher viele Gedanken von Forschern und Wissenschaftlern der Philosophie ihre Kreise gezogen haben. Es handelt sich um das Wechselspiel der Erkenntnisvermögen, welches Immanuel Kant beschreibt, wenn er auf das apriorische Prinzip der Zweckmäßigkeit in der ästhetischen Beurteilung des Schönen im Geschmacksurteil eingeht. Hier nun soll die Form eines Gegenstandes durch die reflektierende Urteilskraft als für unsere Erkenntnisvermögen zweckmäßig beurteilt werden. Dabei versetzt sie Einbildungskraft und Verstand in ein harmonisches Wechselspiel. Dass hierbei kein bestimmter Begriff Anwendung finden soll, wo doch die Kategorien a priori jede uns mögliche Erfahrung synthetisieren und der als schön beurteilte Gegenstand zugleich als Beispiel für die Anwendung eines empirischen Begriffs dienlich sein kann, birgt eine Problematik in sich, die hier entschlüsselt werden muss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1. Ansätze in der Forschung

1.1. Paul Guyer

1.2. Hannah Ginsborg

1.3. Ido Geiger

2. Die dreifache Synthesis

3. Wechselspiel ohne bestimmten Begriff

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem Erkenntnisvermögen und dem ästhetischen Geschmacksurteil in Immanuel Kants Kritik der ästhetischen Urteilskraft, insbesondere die Frage, wie ein harmonisches Wechselspiel ohne die Anwendung bestimmter Begriffe möglich ist.

  • Analyse der Forschungspositionen von Paul Guyer, Hannah Ginsborg und Ido Geiger.
  • Untersuchung der Rolle der dreifachen Synthesis aus der Kritik der reinen Vernunft.
  • Klärung der Vereinbarkeit von Erkenntnistheorie und ästhetischem Urteil.
  • Deutung der Zweckmäßigkeit und des Wohlgefallens am Schönen.
  • Synthese von ästhetischer Reflexion und kategorialer Erkenntnisstruktur.

Auszug aus dem Buch

3. Wechselspiel ohne bestimmten Begriff

Innerhalb der ersten, längeren Einleitung zur Kritik der Urteilskraft, finden sich Stellen, an denen Kant verhältnismäßig deutlich auf das harmonische Spiel der Erkenntnisvermögen eingeht. Er schreibt zum Beispiel :

[...] aber man kann eben dieses Verhältniß zweyer Erkenntnisvermögen doch auch blos subjektiv betrachten, so fern eins das andere in eben derselben Vorstellung befördert oder hindert und dadurch den Gemüthszustand afficiert und also ein Verhältniß, welches empfindbar ist, [...] Obgleich nun diese Empfindung keine sinnliche Vorstellung eines Objects ist, so kann sie doch, da sie subjektiv mit der Versinnlichung der Verstandesbegriffe, durch die Urteilskraft verbunden ist, als sinnliche Vorstellung des Zustandes des Subjects, das durch ein Actus jenes Vermögens afficirt wird, der Sinnlichkeit beygezählt und ein Urteil ästhetisch, d.i. sinnlich (der subjectiven Wirkung, nicht dem Bestimmungsgrunde nach) genannt werden, [...]

Nur wenig später folgt eine weitere Charakterisierung dieses Spiels :

[...] welche das harmonische Spiel der beyden Erkenntnisvermögen der Urteilskraft, Einbildungskraft und Verstand im Subjecte bewirkt, indem in der gegebenen Vorstellung das Auffassungsvermögen der einen und das Darstellungsvermögen der andern einander wechselseitig beförderlicher sind, welches Verhältniß in solchem Falle durch diese bloße Form eine Empfindung bewirkt, [...]

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einführung in die Thematik der ästhetischen Urteilskraft und der Fragestellung zur Vereinbarkeit von Erkenntnisvermögen und ästhetischem Wohlgefallen.

Einleitung: Darlegung der Forschungsproblematik und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise in drei zentralen Teilen.

1. Ansätze in der Forschung: Kritische Auseinandersetzung mit den Interpretationen von Paul Guyer, Hannah Ginsborg und Ido Geiger hinsichtlich ihrer ästhetischen Thesen.

2. Die dreifache Synthesis: Untersuchung der Bedeutung der transzendentalen Synthesis der ersten Kritik für die Möglichkeiten eines ästhetischen Urteils.

3. Wechselspiel ohne bestimmten Begriff: Synthetisierende Betrachtung des harmonischen Wechselspiels als subjektives, reflexives Geschehen im Rahmen der Kantischen Philosophie.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Kritik der ästhetischen Urteilskraft, harmonisches Wechselspiel, Erkenntnisvermögen, Geschmacksurteil, Einbildungskraft, Verstand, dreifache Synthesis, Zweckmäßigkeit, Ästhetik, transzendentale Apperzeption, Wohlgefallen, Erkenntnistheorie, sinnliche Vorstellung, reflektierende Urteilskraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung von Kants Kritik der ästhetischen Urteilskraft, speziell mit dem „harmonischen Wechselspiel“ der Erkenntnisvermögen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das ästhetische Geschmacksurteil, das Verhältnis von Einbildungskraft und Verstand sowie die Anwendung von Begriffen in der ästhetischen Reflexion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, wie das harmonische Wechselspiel in der ästhetischen Beurteilung funktionieren kann, ohne dass dabei eine Erkenntnis durch bestimmte Begriffe stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine hermeneutische Textanalyse der Schriften Kants sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert bestehende Forschungsansätze, die Beziehung zur transzendentalen Synthesis der ersten Kritik und charakterisiert das ästhetische Spiel als Zustand des Wohlgefallens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „harmonisches Wechselspiel“, „Kritik der Urteilskraft“, „Einbildungskraft“ und „Zweckmäßigkeit“ definiert.

Wie bewertet der Autor die Interpretation von Paul Guyer?

Der Autor hinterfragt Guyers psychologische Interpretation kritisch und verweist darauf, dass diese Gefahr läuft, sich von der transzendentalen Methodik Kants zu weit zu entfernen.

Welche Rolle spielt die „dreifache Synthesis“ für die Argumentation?

Die dreifache Synthesis dient als theoretisches Fundament, um zu zeigen, dass ästhetische Erfahrung nicht völlig losgelöst von den Bedingungen der Erkenntnis, aber in einer spezifisch „freien“ Weise erfolgt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das harmonische Wechselspiel im Geschmack ohne bestimmten Begriff. Interpretation der "Kritik der ästhetischen Urteilskraft" von Immanuel Kant
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,0
Autor
Philip Dilla (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V508776
ISBN (eBook)
9783346073457
ISBN (Buch)
9783346073464
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wechselspiel geschmack begriff interpretation kritik urteilskraft immanuel kant
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philip Dilla (Autor:in), 2015, Das harmonische Wechselspiel im Geschmack ohne bestimmten Begriff. Interpretation der "Kritik der ästhetischen Urteilskraft" von Immanuel Kant, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508776
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Leseprobe aus  22  Seiten
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