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Einkommenspolitik in der europäischen Währungsunion

Title: Einkommenspolitik in der europäischen Währungsunion

Essay , 2006 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mario Göttling (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Die europäischen Güter- und Finanzmärkte sind seid langem stark verflochten und verwachsen noch weiter. Bereits vor der politischen Union war eine wirtschaftliche Verzahnung der nationalen Märkte weit vorangeschritten. Die Arbeitsmärkte bilden hierbei die Ausnahme. Zwar gibt es inzwischen koordinierte Aktionen und Absprachen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände, aber eine beschlussfähige Einheit konnte bisher nicht hergestellt werden. Vor allem für die Gewerkschaften stellt sich die Frage, ob die Lohnverhandlungen unter Umständen europaweit unter einer Dachorganisation vereint werden sollten. Es gibt verschiedene Optionen, die sich den Tarifpartnern innerhalb der Währungsunion bieten. In diesem Aufsatz sollen einige davon beschrieben und diskutiert werden. Ganz besonders sind die Möglichkeiten hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit zu prüfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangslage

3. Branchengewerkschaften

4. Anfänge der Koordinierung

5. Auswirkung stärkerer Koordinierung

6. Substitutionskonkurrenz

7. Inflationsziel

8. Regionale Unterschiede

9. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten einer europaweiten Koordinierung von Lohnverhandlungen innerhalb der Währungsunion und analysiert deren Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit, die Inflation sowie die Verhandlungsposition der Gewerkschaften.

  • Strukturen der europäischen Gewerkschaften und deren Einflussmöglichkeiten
  • Einfluss von Branchengewerkschaften auf Lohnforderungen und Arbeitslosigkeit
  • Bestehende Initiativen zur transnationalen Koordinierung (Doorn Gruppe, EMF, ETUC)
  • Zusammenhang zwischen Lohnpolitik, Inflationszielen der EZB und Beschäftigungsniveau
  • Vorschläge zur Bildung regionaler Tarifzonen als Mittelweg

Auszug aus dem Buch

Einleitung

Die europäischen Güter- und Finanzmärkte sind seid langem stark verflochten und verwachsen noch weiter. Bereits vor der politischen Union war eine wirtschaftliche Verzahnung der nationalen Märkte weit vorangeschritten. Die Arbeitsmärkte bilden hierbei die Ausnahme. Zwar gibt es inzwischen koordinierte Aktionen und Absprachen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände, aber eine beschlussfähige Einheit konnte bisher nicht hergestellt werden. Vor allem für die Gewerkschaften stellt sich die Frage, ob die Lohnverhandlungen unter Umständen europaweit unter einer Dachorganisation vereint werden sollten. Es gibt verschiedene Optionen, die sich den Tarifpartnern innerhalb der Währungsunion bieten. In diesem Aufsatz sollen einige davon beschrieben und diskutiert werden. Ganz besonders sind die Möglichkeiten hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit zu prüfen.

Die Tarifabschlüsse, also die Ergebnisse der Verhandlungen der Tarifparteien, haben einen Einfluss auf die Arbeitslosigkeit. Je höher die durchgesetzten Reallohnforderungen sind, desto mehr Rationalisierungsmaßnahmen müssen die Unternehmen in einem Markt, in dem sie als Preisnehmer agieren, durchführen. Je teurer die Arbeit ist, umso mehr muss sie beispielsweise durch Kapital ersetzt werden. Daher sollten die Gewerkschaften bei ihren Lohnforderungen auch immer die Arbeitslosigkeit mit in ihr Kalkül ziehen. Andersherum wirkt sich die Arbeitslosigkeit auf die Verhandlungsposition der Gewerkschaften aus. Die Machtverteilung während der Verhandlungen gestaltet sich dann zu Gunsten der Gewerkschaften, wenn das Arbeitsangebot sehr knapp ist. Dann werden die Tarifabschlüsse einen tendenziell höheren Reallohn hervorbringen. durch die dann steigende Arbeitslosigkeit würde die Verhandlungsposition der Gewerkschaften im Zeitverlauf wieder sinken.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Lohnverhandlungen innerhalb der europäischen Währungsunion ein und stellt die zentrale Frage nach der Notwendigkeit einer europäischen Koordinierung.

Ausgangslage: Hier wird der aktuelle Status quo der Gewerkschaften in Europa unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Mitgliederzahlen und Einflussraten analysiert.

Branchengewerkschaften: Es wird untersucht, wie der Fokus auf Branchengewerkschaften die Lohnfindung beeinflusst und welche Rolle dieser Organisationsgrad für die Arbeitslosigkeit spielt.

Anfänge der Koordinierung: Dieses Kapitel beleuchtet bisherige Ansätze transnationaler Zusammenarbeit, wie die Doorn Gruppe, die EMF und die ETUC.

Auswirkung stärkerer Koordinierung: Hier wird anhand theoretischer Modelle analysiert, wie Lohnkoordinierung das Beschäftigungsniveau und das Preisniveau beeinflusst.

Substitutionskonkurrenz: Es wird diskutiert, ob eine einheitliche Lohnverhandlung notwendig ist oder ob der Wettbewerb zwischen den Ländern disziplinierend wirkt.

Inflationsziel: Dieses Kapitel erörtert die Vereinbarkeit von Lohnforderungen mit den Inflationszielen der Europäischen Zentralbank.

Regionale Unterschiede: Es werden alternative Wege diskutiert, wie durch regionale Kooperationen zwischen strukturell ähnlichen Ländern eine effizientere Lohnpolitik erreicht werden kann.

Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Empfehlung zur Bildung einer zentralisierten Verhandlungsposition in einer Tarifzone aus Deutschland, Frankreich und Italien ab.

Schlüsselwörter

Europäische Währungsunion, Lohnverhandlungen, Gewerkschaften, Arbeitslosigkeit, Koordinierung, Reallohn, Branchengewerkschaften, Inflationsziel, EZB, Substitutionskonkurrenz, Tarifpolitik, Beschäftigungsniveau, Wirtschaftsraum Europa, Tarifzone, Strukturreformen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen verschiedener Lohnverhandlungsstrukturen innerhalb der Europäischen Währungsunion auf den Arbeitsmarkt und das Inflationsniveau.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die europäische Arbeitsmarktintegration, die Rolle der Gewerkschaften, die Koordinierung von Tarifrunden sowie die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmervertreter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Konsequenzen einer europaweiten Lohnkoordinierung aufzuzeigen und zu bewerten, wie diese zur Senkung der Arbeitslosigkeit beitragen könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt ökonomische Analysen und theoretische Modelle, insbesondere unter Einbeziehung des NAIRU-Konzepts (Non-accelerating inflation rate of unemployment), um Lohn- und Beschäftigungseffekte zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse bestehender Gewerkschaftsstrukturen, der Wirkung von Branchengewerkschaften, der Rolle internationaler Initiativen zur Koordination und den Risiken einer zu starken zentralen Lohnsteuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Europäische Währungsunion, Lohnverhandlungen, Arbeitslosigkeit, Koordinierung, Substitutionskonkurrenz und Tarifpolitik.

Warum wird die Bildung einer Tarifzone aus Deutschland, Frankreich und Italien vorgeschlagen?

Der Autor schlägt dies als Mittelweg vor, um die Verantwortung für die Inflation zu internalisieren, die Glaubwürdigkeit der EZB zu stärken und dennoch flexibel auf reale Schocks reagieren zu können.

Welche Rolle spielt die Europäische Zentralbank in diesem Kontext?

Die EZB ist entscheidend, da das Ziel der Preisstabilität durch koordinierte Lohnabschlüsse internalisiert werden soll, um eine europaweite Inflation zu vermeiden.

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Details

Title
Einkommenspolitik in der europäischen Währungsunion
College
Free University of Berlin  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Monetäre Integration Europas
Grade
2,0
Author
Mario Göttling (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V50878
ISBN (eBook)
9783638469982
ISBN (Book)
9783638782463
Language
German
Tags
Einkommenspolitik Währungsunion Monetäre Integration Europas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mario Göttling (Author), 2006, Einkommenspolitik in der europäischen Währungsunion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50878
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