Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Grundlagen und Allgemeines

Lobbyisten in Deutschland. Wie viel Macht haben sie?

Titel: Lobbyisten in Deutschland. Wie viel Macht haben sie?

Hausarbeit , 2019 , 17 Seiten , Note: 14

Autor:in: Johanna Schmidt (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wird durch Wirtschaftslobbyisten das Gleichgewicht soweit verschoben, dass sie mehr Macht ausüben können, als Ihnen zusteht? Gefährden Sie damit das Wohl aller, gefährden Sie damit unsere freiheitliche Demokratie? Wie viel Macht haben Lobbyisten über unsere Gesellschaft? Diese Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit beantwortet werden.

Der Lobbyismus hat durchweg ein schlechtes Image in der öffentlichen Wahrnehmung. Wenn man jemanden nach seinem Berufswunsch fragt, antwortet wohl kaum jemand Lobbyist. Aber trotzdem gibt es welche und es sind nicht wenige. Themen und Skandale wie die Diesel-Affäre, die erneute Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat, übermäßige Nebeneinkünfte von Parlamentariern, der schnelle Wechsel von Politikern in die Wirtschaft und unzählige weitere Punkte unterstreichen diesen Eindruck. Man fragt sich: Wer regiert das Volk? Sind es noch unsere gewählten Parlamentarier? Bewahren und schützen unsere Abgeordneten ihre Unabhängigkeit ausreichend oder haben Lobbyisten zu viel Einfluss und Macht? Dabei ist das Thema Lobbyismus nicht nur ein Thema im deutschen Bundestag oder im Europaparlament. Es ist genauso bedeutend für Ministerien, Bundesländer sowie Städte und Gemeinden.

Lobbyismus spielt in allen Bereichen eine Rolle in denen Gesetze und Entscheidungen im öffentlichen Interesse gefällt werden. Nicht zuletzt ist Lobbyismus auch an Schulen ein Thema. So negativ der Lobbyismus auch wahrgenommen wird, ist er doch Ausdruck unserer Demokratie. Jeder darf seine Meinung frei äußern und mit jedem reden, der gewillt ist, ihm zuzuhören. Dies gilt auch für Lobbyisten. Lobbyismus ist nicht per se schlecht. Er gehört zur Demokratie und ist Ausdruck unserer pluralistischen Meinungsbildung.

Wenn eine Hilfsorganisation mit Parlamentariern spricht, um die Interessen von Hilfsbedürftigen besser vertreten zu können, gehört dies zur normalen Meinungsbildung im Parlament. Gleiches gilt auch für andere Interessenvertreter wie Gewerkschaften, Vereine, Bürgerinitiativen und andere. Dieses Grundrecht gilt selbstverständlich auch für wirtschaftliche Interessensvertreter. All dies sind Formen und Ausdruck des Lobbyismus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

2.1. Was ist Lobbyismus?

2.2. Wer sind die Lobbyisten?

2.3. Wer sind die Adressaten?

3. Lobbyismus in unserer Demokratie

3.1. Theoretische und rechtliche Grundlagen

3.2. Verhältnis des Lobbyismus zur Demokratie

4. Die Macht der Lobbyisten

4.1. Was machen Lobbyisten?

4.2. Muss die Macht der Lobbyisten beschränkt werden?

5. Schlussfolgerung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle des Lobbyismus in Deutschland, beleuchtet dessen Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse und hinterfragt kritisch, ob das bestehende Machtgefüge die demokratische Chancengleichheit gefährdet.

  • Definition und Erscheinungsformen des Lobbyismus
  • Die rechtliche Einordnung von Interessenvertretung in der Demokratie
  • Methoden und Instrumente der Einflussnahme durch Lobbyisten
  • Spannungsfeld zwischen legitimem Lobbying und demokratischem Missbrauch
  • Analyse von Transparenzdefiziten und Handlungsbedarf

Auszug aus dem Buch

4.1 Was machen Lobbyisten?

Die Tätigkeit eines Lobbyisten besteht zu einem großen Teil aus der Beschaffung und Verteilung von Informationen. So beinhaltet sein Alltag z. B. den Besuch verschiedener Veranstaltungen, Ausschüsse und Gremiensitzungen oder auch persönliche Gespräche. Seine Auftraggeber wollen möglichst früh über Gesetzespläne und Entscheidungen informiert werden, die ihre Geschäfte betreffen. Andererseits muss der eigene Standpunkt gegenüber Regierungsbeamten und Abgeordneten vertreten werden. Im Wesentlichen benutzen die Lobbyisten die folgenden Instrumente zur Einflussnahme:

Informationen: Ein Lobbyist handelt mit Informationen. Es geht vornehmlich um den Austausch von gesammelten und aufbereiteten Informationen. So liefert er aufbereitetes Expertenwissen z.B. als Argumentationspapier oder Briefings.

Kontaktnetzwerk: Die Überzeugungskraft eines Lobbyisten steht und fällt mit seinen Beziehungen zu Politikern und deren Mitarbeitern.

Suche nach Partnern und Allianzen: Ein politisches Thema betrifft meistens mehrere Interessengruppen. So liegt es nahe, immer nach Partnern zu suchen, die gleiche oder ähnliche Ziele haben. Gemeinsam ist man stärker.

Parteispenden: Parteispenden sind ein Grundpfeiler der Parteienfinanzierung und gesetzlich geregelt (siehe auch Punkt 3.1). Allerdings müssen Spenden unter 10.0000 € nicht im Rechenschaftsbericht der Parteien aufgelistet werden. Spenden über 50.000 € müssen dem Präsidenten des Deutschen Bundestages unverzüglich angezeigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des schlechten Rufs von Lobbyismus ein und stellt die Frage, inwieweit Lobbyisten die demokratische Unabhängigkeit von Parlamentariern beeinflussen.

2. Begriffsbestimmung: Hier wird der Lobbyismus als historisch gewachsener Prozess definiert, Akteure wie Unternehmensverbände oder NGOs werden vorgestellt und die verschiedenen Adressaten politischer Beeinflussung benannt.

3. Lobbyismus in unserer Demokratie: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Basis von Interessenvertretung im Grundgesetz und setzt diese in den Kontext der demokratischen Ordnung unter Berücksichtigung relevanter Gesetze.

4. Die Macht der Lobbyisten: Der Fokus liegt hier auf den konkreten Arbeitsweisen von Lobbyisten, der Nutzung von Netzwerken und der Notwendigkeit einer Machtbegrenzung aufgrund bestehender Ungleichgewichte.

5. Schlussfolgerung: Das Fazit fordert mehr Transparenz und neue gesetzliche Regelungen, um sicherzustellen, dass finanzstarke Akteure die pluralistische Willensbildung in der Demokratie nicht dominieren.

6. Literaturverzeichnis: Eine Auflistung der verwendeten Quellen, Gesetzesgrundlagen und weiterführenden Analysen.

Schlüsselwörter

Lobbyismus, Demokratie, Interessenvertretung, politische Entscheidung, Transparenz, Parlament, Wirtschaft, Gesetze, Parteispenden, Macht, Einfluss, pluralistische Gesellschaft, Politikberatung, Korruption, Lobbyisten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen Lobbyismus in Deutschland und untersucht kritisch, wie viel Einfluss interessengeleitete Akteure auf die Gesetzgebung und das politische System nehmen können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben der Begriffsdefinition werden die rechtlichen Grundlagen, die Instrumente der Lobbyarbeit sowie die Auswirkungen auf die demokratische Chancengleichheit behandelt.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie viel Macht haben Lobbyisten in Deutschland und in welchem Verhältnis steht diese Macht zur demokratischen Ordnung?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Gesetze, Berichte und wissenschaftliche Publikationen zum Thema Lobbyismus auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verankerung des Lobbyismus in der Demokratie, die Analyse der Instrumente zur Einflussnahme und die Diskussion über die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Lobbyismus, Demokratie, Einflussnahme, Transparenz, politische Partizipation und Regulierung.

Warum wird Lobbyismus trotz seines schlechten Images als notwendiger Teil der Demokratie bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass Lobbyismus Ausdruck einer pluralistischen Meinungsbildung ist und dazu dient, Entscheidungsträger mit fachlichen Informationen aus verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren zu versorgen.

Welches Problem identifiziert die Arbeit im Hinblick auf finanzstarke Interessengruppen?

Es wird aufgezeigt, dass ein Ungleichgewicht besteht: Während finanzstarke Konzerne komplexe Strukturen zur Einflussnahme unterhalten können, fehlt es zivilgesellschaftlichen Organisationen oft an den notwendigen Ressourcen, was die Chancengleichheit gefährdet.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lobbyisten in Deutschland. Wie viel Macht haben sie?
Note
14
Autor
Johanna Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V508812
ISBN (eBook)
9783346077387
ISBN (Buch)
9783346077394
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lobbyismus Lobbyisten Macht Demokratie Geld macht Macht Interessengruppen Transparenz Regeln Gesetze Richtlinien Intransparenz pluralistisch Gesellschaft Ungleichgewicht Konzerne
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Schmidt (Autor:in), 2019, Lobbyisten in Deutschland. Wie viel Macht haben sie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508812
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum