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Erkenntnistheorie, Kanonisierung und Wissensmanagement. Über Stephen Ramsays "Hermeneutics of Screwing Around"

Title: Erkenntnistheorie, Kanonisierung und Wissensmanagement. Über Stephen Ramsays "Hermeneutics of Screwing Around"

Term Paper , 2019 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Vanessa Hindinger (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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„So many books, so little time” (Ramsay, 2010), soll Frank Zappa einmal gesagt haben. Der amerikanische Computerphilosoph Stephen Ramsay glaubt nicht so recht daran, dass dieses Zitat von Zappa stammen soll. Was das angebliche Zappa-Zitat jedoch auf den Punkt bringt ist der Umstand, dass es viel zu viele Bücher gibt, um sie als Einzelner alle lesen zu können. Um das Ganze auf das 21. Jahrhundert zu beziehen: Es gibt viel zu viele Daten, um sie als Einzelner noch erfassen zu können. So hat es der Durchschnittsbürger in Europa täglich neben Büchern und Zeitungen, vor allem mit audiovisuellen Daten in TV, Radio und im Internet zu tun. Daten in Form von Text, Bild oder Video aus den sozialen Netzwerken kommen noch dazu.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung und Fragestellung der vorliegenden Hausarbeit

1.2 Über Datenerhebung in den Digital Humanities

1.3 Über Stephen Ramsays Theorien im Speziellen

2 Erkenntnistheorie

3 Kanonisierung

4 Wissensmanagement

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Hausarbeit untersucht im Kontext der Computerphilosophie die Herausforderungen der modernen Datenanalyse und Wissensvermittlung, insbesondere im Hinblick auf das von Stephen Ramsay thematisierte Problem des "Mismatch" zwischen begrenzter menschlicher Lesezeit und nahezu unendlichen Datenmengen. Dabei wird analysiert, wie digitale Methoden wie das "Distant Reading" und Suchalgorithmen klassische Konzepte von Kanonisierung und Wissensmanagement herausfordern und verändern.

  • Erkenntnistheoretische Grundlagen in der digitalen Ära
  • Kritische Analyse von Kanonisierungsprozessen
  • Die Rolle des Wissensmanagements im Web 2.0
  • Methodenvergleich: Close Reading vs. Distant Reading
  • Zusammenhang zwischen Mensch, Maschine und Wissenskonstruktion

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„So many books, so little time” (Ramsay, 2010, p.1), soll Frank Zappa einmal gesagt haben. Der amerikanische Computerphilosoph Stephen Ramsay glaubt nicht so recht daran, dass dieses Zitat von Zappa stammen soll. Was das angebliche Zappa-Zitat jedoch auf den Punkt bringt ist der Umstand, dass es viel zu viele Bücher gibt, um sie als Einzelner alle lesen zu können. Um das Ganze auf das 21. Jahrhundert zu beziehen: Es gibt viel zu viele Daten, um sie als Einzelner noch erfassen zu können. So hat es der Durchschnittsbürger in Europa täglich neben Büchern und Zeitungen, vor allem mit audiovisuellen Daten in TV, Radio und im Internet zu tun. Daten in Form von Text, Bild oder Video aus den sozialen Netzwerken kommen noch dazu.

Das „mismatch between time and thruth“ (Ramsay, 2010, p.1) als eines der ältesten, bereits seit der Antike bestehenden Probleme, beschreibt auch Stephen Ramsay (2010, p.1). Gemeint ist hier die bereits erwähnte Problematik des Close Reading. Diese Methode findet quasi ihre Begrenzung am ungleichen Verhältnis zwischen limitierter Zeit (zum Lesen) und nahezu unlimitierten Textdaten. Zur Problemstellung dieses sogenannten Mismatch soll ergänzt werden, dass wir es hier mit einem Ressourcenproblem von Zeit und Wissen zu tun haben – und das laut Ramsay nicht erst seit Kurzem. Bereits in der Antike war es dem allgemeinen Leser jedweder Literatur scheinbar ein Anliegen, seine Zeit möglichst effizient im Tausch gegen gewonnenes Wissen – wahlweise ersetzbar mit Freude oder Spannung – einzusetzen (Ramsay, 2010, p. 1). Denn Zeit ist bekanntlich Macht und Wissen ist Geld, weiß der Volksmund.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Informationsüberflusses und das daraus resultierende „Mismatch“ zwischen menschlicher Zeitkapazität und verfügbaren Daten ein.

2 Erkenntnistheorie: Das Kapitel beleuchtet die philosophischen Grundlagen der Erkenntnis im digitalen Zeitalter, wobei der Fokus auf Suchtechniken und der Idee einer vernetzten Wissenswelt liegt.

3 Kanonisierung: Hier wird die Problematik der Subjektivität und Machtstrukturen innerhalb literarischer und digitaler Kanonbildung kritisch hinterfragt.

4 Wissensmanagement: Der Abschnitt diskutiert Wissen als zentralen Produktionsfaktor der modernen Gesellschaft und wie computergestützte Systeme die Wissensverteilung verändern.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass trotz digitaler Fortschritte eine kritische Auseinandersetzung mit Methoden und Quellen unerlässlich bleibt, um echtes Tiefenwissen zu generieren.

Schlüsselwörter

Digital Humanities, Computerphilosophie, Stephen Ramsay, Kanonisierung, Wissensmanagement, Erkenntnistheorie, Close Reading, Distant Reading, Datenerhebung, Datenanalyse, Künstliche Intelligenz, Wissensgesellschaft, Informationsüberfluss, digitale Methoden, Medientheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie digitale Technologien und computerphilosophische Ansätze, insbesondere die Thesen von Stephen Ramsay, die Art und Weise beeinflussen, wie wir im 21. Jahrhundert Wissen sammeln, strukturieren und verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die drei Themenbereiche Erkenntnistheorie, die Dynamik der Kanonisierung sowie moderne Formen des Wissensmanagements.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, wie digitale Methoden geisteswissenschaftliche Fragestellungen erweitern und ob sie klassische Modelle der Wissenserschließung ersetzen oder sinnvoll ergänzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische und literaturwissenschaftliche Analyse, die verschiedene philosophische und medientheoretische Quellen zusammenführt und auf aktuelle digitale Problemstellungen bezieht.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Diskrepanz zwischen begrenzter Lesezeit und unbegrenzten Daten, der Frage nach der Objektivität bei der Kanonbildung und der Rolle der Statistik in den Digital Humanities.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Digital Humanities, Erkenntnistheorie, Kanonisierung, Wissensmanagement, "Mismatch", Close Reading und Distant Reading.

Wie unterscheidet Ramsay zwischen "Search" und "Browse"?

Ramsay beschreibt "Search" als eine zielgerichtete Suche mittels Katalogen und bibliographischen Mitteln, während "Browse" das explorative, eher zufällige Entdecken von Inhalten in einem Wissensraum bezeichnet.

Was bedeutet der Begriff "Screwmeneutical Imperative"?

Es ist ein von Ramsay geprägter Begriff, der eine Vision von einer dynamischen, durch ein Kollektiv vernetzten Bücherwelt beschreibt, in der Wissen durch interaktive Pfade und technologische Unterstützung erschlossen wird.

Warum ist ein "vollkommener Kanon" laut der Autorin nicht möglich?

Unter Bezugnahme auf Berger und Luckmann argumentiert die Autorin, dass Wahrheit und Wirklichkeit soziale Konstrukte sind und daher jeder Kanon nur eine subjektive Empfehlung darstellt, die keinen absoluten Wahrheitsanspruch erheben kann.

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Details

Title
Erkenntnistheorie, Kanonisierung und Wissensmanagement. Über Stephen Ramsays "Hermeneutics of Screwing Around"
College
University of Stuttgart  (Institut für Literaturwissenschaft. Digital Humanities M.A.)
Course
Seminar - Hausarbeit im Seminar: „Reflexion digitaler Methoden“
Grade
2,0
Author
Vanessa Hindinger (Author)
Publication Year
2019
Pages
22
Catalog Number
V508821
ISBN (eBook)
9783346070524
ISBN (Book)
9783346070531
Language
German
Tags
Erkenntnistheorie Kanonisierung und Wissensmanagement Stephen Ramsay Digital Humanities Textverarbeitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vanessa Hindinger (Author), 2019, Erkenntnistheorie, Kanonisierung und Wissensmanagement. Über Stephen Ramsays "Hermeneutics of Screwing Around", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508821
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