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Was macht eine umfassende Fähigkeit zum schriftlichen Argumentieren aus?

Titre: Was macht eine umfassende Fähigkeit zum schriftlichen Argumentieren aus?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2018 , 27 Pages

Autor:in: Marina Molnar (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Diese Proseminararbeit beschäftigt sich zunächst mit dem strukturellen Aspekt des Argumentierens, da in der schulischen Praxis meist hier angesetzt wird. Denn die Struktur bildet für den Bereich der Argumentation vermutlich das augenscheinlichste Erkennungsmerkmal. Zu diesem Zweck wird Argumentieren als Vertextungsmuster betrachtet sowie Argumentationsarten und -fehler untersucht. Anschließend wird der Fokus auf die inhaltlichen Besonderheiten von Argumentationen gelenkt, indem materielle und formelle Topoi sowie der Adressatenbezug argumentativer Texte näher beleichtet wird.

Zudem beschäftigt sich diese Arbeit als dritten Punkt mit dem Kodierungsaspekt des Argumentierens und somit mit der Problematik der strukturellen Offenheit des Vertextungsmusters Argumentation und den damit verbundenen Abgrenzungsschwierigkeiten zu anderen Schreibhandlungen sowie mit der sprachlichen Kodierung des Argumentierens auf Textebene. Anschließend werden die wichtigsten Erkenntnisse dieser Arbeit zur Skizzierung einer Argumentationsfähigkeit zusammengefasst.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erarbeitung der Fähigkeit zum schriftlichen Argumentieren

2.1. Struktureller Aspekt

2.1.1. Vertextungsmuster Argumentation

2.1.2. Super-, Mikro- und Makrostruktur des Argumentierens

2.1.3. Argumentationsarten und -fehler

2.2. Inhaltlicher Aspekt

2.2.1. Materielle und formale Topoi im Text

2.2.2. Adressatenbezug

2.3. Kodierungsaspekt

2.3.1. Sprachliche Kodierung der Argumentation auf der Textoberfläche

2.3.2. Problematik der strukturellen Offenheit und Abgrenzung zu anderen Vertextungsmustern

3. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung eines theoretisch fundierten Konzepts der Argumentationsfähigkeit, das als Basis für die schulische Vermittlung dient. Die Arbeit untersucht dazu das Spannungsfeld zwischen Logik, Linguistik und Fachdidaktik, um ein praxisnahes Destillat der für das schriftliche Argumentieren notwendigen Kompetenzen zu erstellen.

  • Strukturelle Analyse des Argumentierens als Vertextungsmuster
  • Untersuchung inhaltlicher Aspekte wie Topoi und Adressatenbezug
  • Analyse der sprachlichen Kodierung auf der Textoberfläche
  • Abgrenzung der Argumentation zu anderen Schreibhandlungen
  • Reflexion der Anforderungen an die Schreibkompetenz von Lernenden

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Super-, Makro- und Mikrostruktur des Argumentierens

Das Vertextungsmuster der Argumentation umfasst mehrere Ebenen von Textstrukturen, nämlich die Makro- und die Mikrostruktur als konkrete Textstrukturebenen sowie die Superstruktur als Metaebene der Textstruktur. Während es auf Mikroebene um die Struktur der einzelnen Argumente geht, während auf Makroebene die komplexe Sprachhandlung des Argumentierens, die mehrere Argumente miteinander verknüpft und in Zusammenhang stellt, betrachtet wird. Die Superebene bildet einen theoretischen Überbau hierzu, der sich mit den abstrakten Kategorien und Teststrukturen auseinandersetzt, die bei der Textproduktion auf kognitiver Ebene zu beachten sind.

Auf der Mikroebene stehen zunächst einzelne Argumente auf Satz- und Sequenzstrukturebene im Mittelpunkt. Als speziellere Struktur auf niedriger Ebene bildet sie die Basis für argumentative Texte. Die grundlegende Form eines einzelnen Arguments besteht aus: Grund, Übergang und Konklusion, welche je nach Modell unterschiedlich bezeichnet werden. In ihrer Gesamtheit bilden sie ein Argument, das in der Logik als Verbindung von Aussagen bezeichnet wird, die in der Art verbunden sind, dass bestimmte Aussagen so verknüpft sind, dass sie eine weitere Aussage belegen können. Für die Untersuchung der strukturellen Realisierung von Argumenten auf Mikroebene wird in der modernen Argumentationsforschung meist Toulmins Modell herangezogen, das für das praktische Argumentieren entwickelt wurde und auf dem klassischen Syllogismus aufbaut.

Nach Toulmin lässt sich die allgemeine Struktur von Argumenten in sechs relationale logisch-semantisch definierte Kategorien einteilen. Die Konklusion, hier „claim“ genannt, repräsentiert das Textthema durch argumentative Gründe, von Toulmin „data“ genannt.

Der Übergang oder die Schlussregel, hier als „warrant“ bezeichnet, stellt den Zusammenhang zwischen den Daten und dem Claim her. Warrants sind dabei allgemeine, hypothetische Aussagen der Form: Wenn D, dann C. Die Zulässigkeit der Schlussregel wird durch Stützung, hier „backings“, sichergestellt. Diese verweisen auf Gesetze, Normen, Regeln etc. und drücken so „die besonderen inhaltlichen Standards des betreffenden Argumentbereichs (Handlungsbereichs) aus.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Argumentationsfähigkeit im gesellschaftlichen und schulischen Leben und skizziert die methodische Ausrichtung der Arbeit.

2. Erarbeitung der Fähigkeit zum schriftlichen Argumentieren: Das Hauptkapitel untersucht die strukturellen, inhaltlichen und kodierungsrelevanten Grundlagen der Argumentation.

2.1. Struktureller Aspekt: Hier wird Argumentieren als Vertextungsmuster analysiert und die hierarchische Struktur (Super-, Makro-, Mikrostruktur) sowie Arten und Fehler der Argumentation behandelt.

2.1.1. Vertextungsmuster Argumentation: Dieses Unterkapitel definiert das Argumentieren als eine der vier Grundschreibhandlungen und beleuchtet dessen Einbettung in den argumentativen Rahmen.

2.1.2. Super-, Makro- und Mikrostruktur des Argumentierens: Hier werden die verschiedenen Ebenen der Textstruktur erläutert, wobei insbesondere Toulmins Modell für die Mikroebene herangezogen wird.

2.1.3. Argumentationsarten und -fehler: Dieses Kapitel klassifiziert Argumente in strittige Argumente und Konsensargumente und erörtert die Problematik der Fehlschlüssigkeit.

2.2. Inhaltlicher Aspekt: Dieser Abschnitt widmet sich der Topik, also der inhaltlichen Fundierung von Argumenten, sowie der Bedeutung des Adressatenbezugs.

2.2.1. Materielle und formale Topoi im Text: Hier wird der Begriff des Topos als Fundort für Argumentationsmuster definiert und die Unterscheidung zwischen formalen und materiellen Topoi erläutert.

2.2.2. Adressatenbezug: Dieses Kapitel analysiert, wie sich der monologische Charakter des schriftlichen Argumentierens auf die notwendige Simulation des Gegenübers auswirkt.

2.3. Kodierungsaspekt: Hier liegt der Fokus auf der sprachlichen Gestaltung, insbesondere der Verwendung von Konnektoren und der performativen Nutzung von Verben.

2.3.1. Sprachliche Kodierung der Argumentation auf der Textoberfläche: Dieses Kapitel untersucht, wie argumentative Relationen durch sprachliche Mittel wie Junktoren und Konnektoren realisiert werden.

2.3.2. Problematik der strukturellen Offenheit und Abgrenzung zu anderen Vertextungsmustern: Hier wird die Herausforderung thematisiert, dass argumentative Texte oft implizit bleiben und sich mit deskriptiven oder explikativen Elementen vermischen.

3. Konklusion: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer interdisziplinären Sichtweise für die fachdidaktische Vermittlung der Argumentationskompetenz.

Schlüsselwörter

Schriftliches Argumentieren, Argumentationsfähigkeit, Vertextungsmuster, Makrostruktur, Mikrostruktur, Topoi, Adressatenbezug, Sprachliche Kodierung, Konnektoren, Schreibdidaktik, Argumentationskompetenz, Textanalyse, Kausalität, Konzession, Schuldidaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das schriftliche Argumentieren als zentrale Fähigkeit in Bildung und Beruf und versucht, ein umfassendes, theoretisch begründetes Konzept für die Vermittlung dieser Kompetenz im Deutschunterricht zu entwerfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse gliedert sich in die drei Hauptbereiche: strukturelle Aspekte (wie Textstrukturen und Argumentationsmodelle), inhaltliche Aspekte (wie die Topik und der Adressatenbezug) sowie der Bereich der sprachlichen Kodierung auf der Textoberfläche.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein verständliches und anwendbares Destillat aus der Argumentationsforschung zu erarbeiten, das geeignet ist, als Fundament für die Vermittlung der Argumentationskompetenz an Schülerinnen und Schüler zu dienen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert. Dabei werden Modelle aus der Linguistik, der Logik und der Fachdidaktik (wie das Toulmin-Modell oder Konzepte zur Topik) zusammengeführt und kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Struktur von Einzelargumenten und komplexen Argumentationen, der Bedeutung von Topoi für die inhaltliche Überzeugungskraft, der Notwendigkeit des Adressatenbezugs und der Herausforderung, Argumentation durch sprachliche Mittel auf der Textoberfläche sichtbar zu machen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Argumentationsfähigkeit, Vertextungsmuster, Makro- und Mikrostruktur, Topoi, Adressatenbezug, Sprachliche Kodierung, Konnektoren und Schreibdidaktik.

Warum ist das "Glaubwürdigkeitsdefizit" für die Argumentation zentral?

Das Glaubwürdigkeitsdefizit entsteht, wenn die Geltung einer Aussage bestritten wird (res dubia). Dies ist der Ausgangspunkt jeder Argumentation, da der Schreiber durch Argumente den Versuch unternimmt, dieses Defizit auszuräumen und den Leser vom eigenen Standpunkt zu überzeugen.

Was unterscheidet formale von materiellen Topoi?

Formale Topoi sind inhaltlich unbestimmt und für jedes Themenfeld anwendbar (Argumentationsschemata), während materielle Topoi inhaltlich zwar festgelegt, aber noch allgemein genug gefasst sind, um in verschiedenen Kontexten zu einer bestimmten Konklusion hin ausgestaltet zu werden.

Warum stellt die "strukturelle Offenheit" eine Herausforderung für Lernende dar?

Da argumentative Texte häufig implizit bleiben und narrative oder explikative Passagen enthalten, fällt es Lernenden oft schwer, argumentative Textabschnitte als solche zu erkennen und ihre eigenen Argumente sprachlich präzise zu markieren.

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Résumé des informations

Titre
Was macht eine umfassende Fähigkeit zum schriftlichen Argumentieren aus?
Auteur
Marina Molnar (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
27
N° de catalogue
V508843
ISBN (ebook)
9783346070197
ISBN (Livre)
9783346070203
Langue
allemand
mots-clé
fähigkeit argumentieren Textsortenkompetenz Vertextungsmuster
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marina Molnar (Auteur), 2018, Was macht eine umfassende Fähigkeit zum schriftlichen Argumentieren aus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508843
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Extrait de  27  pages
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