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Höfische Bildung und gesellschaftliche Akzeptanz der Tristanfigur in Gottfried von Straßburgs "Tristan"

Título: Höfische Bildung und gesellschaftliche Akzeptanz der Tristanfigur in Gottfried von Straßburgs "Tristan"

Trabajo Escrito , 2004 , 22 Páginas , Calificación: 1,6

Autor:in: Benedikt Fuchs (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Wer den Tristan Gottfrieds von Straßburg auch nur ein einziges mal gelesen hat, dem wird eines ganz sicher in Erinnerung geblieben sein: Die herausragende, fast schon strahlende Präsens der Tristanfigur, der fast in der gesamten ersten Hälfte des Romans bis zum Beginn der Minnehandlung überall wo sie auftritt Bewunderung und Respekt entgegengebracht wird. Ebenso wird dem geneigten Leser der nahezu blitzartige Aufstieg Tristans am Hof Markes von Cornwall aufgefallen sein, der für einen Jüngling bürgerlicher Abstammung, als der Tristan sich ja anfangs noch ausgibt, nahezu unglaubwürdig erscheint. Schaut man dann etwas genauer hin, welche Gründe uns der Text als Erklärung für diese übermäßige Akzeptanz, die der junge Tristan erfährt, an den entsprechenden Stellen liefert, so wird schnell klar, dass es neben seiner physischen Schönheit und Körpersprache vor allem eines ist das ihn über seine Umwelt erhebt: Seine höfische Bildung. Da auch mir dies beim Lesen schnell klar wurde, entschloss ich mich dem Zusammenhang von Tristans Bildung und der gesellschaftlichen Akzeptanz bzw. dem gesellschaftlichen Aufstieg den diese ihm ermöglicht, genauer nachzugehen und zum Thema meiner Arbeit zu machen.

Am Anfang dieser Arbeit steht im Sinne einer Klärung der Ausgangssituation der Versuch zusammenzufassen, was uns der Text über zeitliche Einordnung, Ablauf, Inhalt und auch Bewertung der Ausbildung Tristans in seinen Kinder und Jugendtagen mitteilt. Im Folgenden sollen dann die Ereignisse betrachtet werden, die Tristan im Zusammenhang mit seiner Bildung nach Cornwall an den Hof Markes bringen. Der gesellschaftliche Aufstieg den Tristan dort, wesentlich durch seine Bildung bewirkt, erfährt, aber auch die Schattenseiten des Ruhmes und des großen Ansehens das ihm eben diese verschafft, stehen dann im Zentrum der Arbeit und bilden den Hauptteil der Betrachtungen. Ziel eines abschließenden Fazits soll es sein, zu resümieren, was sich über die Bedeutung von Tristans Bildung für seine gesellschaftliche Akzeptanz bei Hofe ausmachen lies und zu einer Art Bewertung der Auswirkungen dieser auf die Person Tristans, im positiven wie im negativen Sinne, zu gelangen.

Dem Leser wird hierbei sicherlich die Vorgehensweise bei der Betrachtung der Ereignisse um Tristan auffallen, die sich weitestgehend chronologisch am Text orientiert. Ich hielt dies für sinnvoll, da sich so am besten die Chronologie des Aufstieges am Hof Markes erfassen und aus Tristans Bildung herleiten lässt. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.) Inhalt, Aufbau und Intention der Arbeit

2.) Die Beschaffenheit der Bildung Tristans

3.) Der Aufstieg Tristans am Hof Markes

3.1) Die Jagd und der Einzug in Tintajol

3.2) Die erste Zeit am Hof

3.3) Die Befreiung des Reiches und die Intrige der Höflinge

4.) Fazit

5.) Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen der höfischen Bildung der Tristan-Figur in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“ und deren gesellschaftlichem Aufstieg sowie der Akzeptanz bei Hofe. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, inwiefern Tristans Erziehung einerseits als Katalysator für seinen sozialen Status fungiert, während sie andererseits durch Neid und Intrigen der höfischen Umgebung zur Bürde wird und zu seinem sozialen Abstieg führt.

  • Analyse der Erziehung Tristans in seiner Kindheit und Jugend
  • Untersuchung der Bedeutung höfischer Fertigkeiten (Jagd, Sprachen, Musik) für den sozialen Status
  • Beurteilung der Rolle Tristans als „höfisches Wunderkind“ und dessen Auswirkungen auf das Hofgefüge
  • Kritische Betrachtung der Schattenseiten des Ruhms und der daraus resultierenden Intrigen

Auszug aus dem Buch

3.1) Die Jagd und der Einzug in Tintajol

Der junge Tristan also findet sich an der Küste Cornwalls wieder und ist zunächst orientierungslos, bis er auf zwei alte Pilger trifft, die er auf wohlerzogene Art anspricht, woraufhin diese „sîner zühte“ (Tr. V. 2077) gewahr werden und ihn ebenfalls freundlich begrüßen. Auf die Frage nach seiner Herkunft antwortet Tristan, der als „wol bedâht und sinnesam von sînen tagen“ (Tr. V. 2692-2693) beschrieben wird, mit einer erfundenen Geschichte: Er stellt sich als Einheimischer vor, der bei der Jagd seine Jagdgesellschaft verloren hat. Seine Besonnenheit, die für einen Jungen seines Alters ungewöhnlich ist, wie uns obiges Zitat verrät und wohl auch auf seine Bildung zurückzuführen ist, hält ihn davon ab den Fremden zuviel über sich zu verraten. Die Bildung mahnt hier gewissermaßen zur Vorsicht. So bittet er die Pilger sie zu ihrem Reiseziel, der Stadt Tintajol begleiten zu dürfen, worin diese, die Tristan bewundern, auch gerne einwilligen. Schon nach kurzer Zeit treffen sie auf eine Jagdgesellschaft Markes von Cornwall, Tristans leiblichem Onkel. Dieser Zufall kommt Tristan zu passe, kann er doch nun seine Lügengeschichte verifizieren, indem er vorgibt die Jagdgesellschaft sei eben die, die er verloren habe.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Inhalt, Aufbau und Intention der Arbeit: Diese Einleitung umreißt die Ausgangssituation Tristans und legt das Ziel fest, den Zusammenhang zwischen seiner Bildung und seinem Aufstieg am Hof von Cornwall zu untersuchen.

2.) Die Beschaffenheit der Bildung Tristans: Das Kapitel beleuchtet die Erziehung Tristans durch seine Pflegeeltern und seinen Lehrer Kurvenal, wobei der Fokus auf dem Erwerb ritterlicher und höfischer Kompetenzen liegt.

3.) Der Aufstieg Tristans am Hof Markes: Dieser Abschnitt analysiert die konkreten Etappen von Tristans Integration am Hof, von seinem ersten Auftreten bei der Jagd bis hin zur Etablierung als königlicher Favorit.

3.1) Die Jagd und der Einzug in Tintajol: Hier wird detailliert beschrieben, wie Tristan durch seine überlegene Kenntnis der Jagdkunst die Höflinge beeindruckt und seinen Einzug in Tintajol meistert.

3.2) Die erste Zeit am Hof: Dieses Kapitel zeigt, wie Tristan seine Position als Vertrauter des Königs durch musikalische und sprachliche Virtuosität festigt.

3.3) Die Befreiung des Reiches und die Intrige der Höflinge: Hier wird der Umschwung thematisiert, bei dem der Erfolg Tristans Neid bei den Baronen erregt und zu gefährlichen Intrigen gegen ihn führt.

4.) Fazit: Das Fazit resümiert, dass die höfische Bildung eine ambivalent zu bewertende Prädestination für Tristan darstellt, die einerseits sozialen Glanz ermöglicht, andererseits aber sein Schicksal als Outlaw einleitet.

5.) Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten Textausgaben und die wissenschaftliche Forschungsliteratur auf.

Schlüsselwörter

Gottfried von Straßburg, Tristan, höfische Bildung, hövescheit, Rittertum, gesellschaftlicher Aufstieg, Hofgesellschaft, Marke, Intrige, Erziehung, soziale Akzeptanz, Fachsprache, Jagdkunst, Minnehandlung, Ambivalenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Einfluss, den die umfassende höfische Bildung des jungen Tristan auf seinen sozialen Aufstieg am Hof von König Marke hat, und untersucht die damit verbundenen Vor- und Nachteile.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte der höfischen Erziehung (wie Sprachen, Jagd, Musik), die gesellschaftliche Stellung innerhalb der Hofhierarchie und das Motiv der Intrige als Konsequenz von Neid.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Tristans Bildung als zentrales Handlungsmovens sowohl seinen kometenhaften Aufstieg als auch seine spätere soziale Ausgrenzung und sein Unglück bedingt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung folgt einer weitgehend chronologischen Analyse des literarischen Textes und stützt sich auf einschlägige germanistische Forschungsliteratur zur höfischen Kultur und zur Tristan-Figur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Bildungsphasen Tristans, seine Bewährungsproben (Jagd, Musik, Kampf gegen Morold) und den daraus resultierenden Konflikt mit den Höflingen, der zum Bruch mit der Hofgesellschaft führt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind höfische Bildung, Tristan, soziale Akzeptanz, Intrige, Rittertum, Hofgesellschaft und die Ambivalenz des Erfolges.

Welche Bedeutung hat die Jagd-Episode für Tristan?

Die Jagd-Episode dient als entscheidendes Initialereignis, in dem Tristan durch sein fachliches Wissen über die „Bast“ seine überlegene höfische Bildung demonstriert und sich somit Respekt beim Hofstaat verschafft.

Warum wird Tristan trotz seines Erfolges zum Outlaw?

Sein Erfolg und seine Sonderstellung als Favorit des Königs lösen Neid und Missgunst bei den Landbaronen aus, die Tristan systematisch durch Intrigen verleumden, was ihn letztlich aus der Hofgemeinschaft verdrängt.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Bildung auf Tristan?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Bildung eine „Bürde“ und ein „Geschenk“ zugleich ist: Sie ist notwendig für den Aufstieg, führt aber durch die daraus resultierende Isolierung in die soziale Katastrophe.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Höfische Bildung und gesellschaftliche Akzeptanz der Tristanfigur in Gottfried von Straßburgs "Tristan"
Universidad
University of Bonn  (Abteilung für deutsche Sprache und ältere Literatur)
Curso
Gottfried von Straßburg: Tristan
Calificación
1,6
Autor
Benedikt Fuchs (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
22
No. de catálogo
V50891
ISBN (Ebook)
9783638470087
ISBN (Libro)
9783638764827
Idioma
Alemán
Etiqueta
Höfische Bildung Akzeptanz Tristanfigur Gottfried Straßburgs Tristan Gottfried Straßburg Tristan
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benedikt Fuchs (Autor), 2004, Höfische Bildung und gesellschaftliche Akzeptanz der Tristanfigur in Gottfried von Straßburgs "Tristan", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50891
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