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Hybride Kriege. Ziele und Absichten Russlands im Ukrainekonflikt

Eine sozialkonstruktivistische Analyse einer neuen Bedrohung am Fallbeispiel des russischen Akteursverhaltens in der Ukrainekrise

Título: Hybride Kriege. Ziele und Absichten Russlands im Ukrainekonflikt

Trabajo Escrito , 2019 , 16 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Henri Uhlig (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Ziel dieser Arbeit ist es, den in der Ukraine noch immer andauernden Konflikt zu analysieren und anhand von vorher ermittelten Bestimmungsmerkmalen zur Einordnung bewaffneter Konflikte zu kategorisieren. Der Kategorisierung des Konfliktes wird sich eine sozialkonstruktivistische Analyse des außenpolitischen Verhaltens Russlands anschließen. Mit diesem Arbeitsschritt soll im Hauptteil die Leitfrage geklärt und im Fazit eine Aussicht auf die weitere Entwicklung des Konflikts gegeben werden. Dazu folgt der vorhergegangenen Einleitung eine Einführung über den methodischen Ansatz und den verwendeten Theorieansatz in dieser Arbeit. Anschließend wird im ersten Teil des Hauptteils eine Definition der Bestimmungsmerkmale, anhand derer der Konflikt analysiert und kategorisiert werden soll, aufgestellt. Diese Bestimmungsmerkmale werden anhand von Textbelegen an den Ukrainekonflikt angelehnt, um eine einheitliche Definition und Kategorisierung des Konfliktes zu erreichen. Abschließend soll das russische Vorgehen sozialkonstruktivistisch bewertet werden.

Die Leitfrage lautet: Wie lässt sich das Akteursverhalten Russlands im noch immer andauernden Ukrainekonflikt beschreiben und bewerten? Welche Ziele und Absichten sind der Ursprung für das kalkuliert offen-aggressive Vorgehen mit hybriden Kriegsmitteln und wie definieren sich diese? Eine sozialkonstruktivistische Analyse neuer militärischer Taktiken und politisch identitärer Motive.

Seit fast fünf Jahren herrscht im Osten der Ukraine ein von Russland angezettelter Krieg , welcher inzwischen mit mehr als 10.000 Toten nach dem Kosovo der verheerendste Konflikt der Neuzeit auf dem europäischen Kontinent ist. Dennoch scheint seit einigen Jahren das mediale Interesse am russisch-ukrainischen Konflikt aus dem Fokus der Öffentlichkeit zu verschwinden, obwohl sich die Situation stetig weiter zuspitzt. Der russisch-ukrainische Konflikt begann bereits in den Tagen nach der Maidan-Revolution, Anfang 2014.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und Leitfrage:

Methodisches Vorgehen und theoretischer Ansatz:

Charakterisierungskriterien und Einordnung des Ukraine Konflikts:

Sozialkonstruktivistische Analyse des russischen Akteursverhaltens:

Fazit:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist es, das russische Akteursverhalten im Ukrainekonflikt unter Anwendung sozialkonstruktivistischer Kriterien zu analysieren und das Vorgehen Russlands als hybride Kriegsführung zu kategorisieren sowie motivisch zu bewerten.

  • Analyse der Dynamiken im russisch-ukrainischen Konflikt seit 2014.
  • Einordnung des Konflikts in bestehende Kategorien bewaffneter Auseinandersetzungen nach Sven Chojnacki.
  • Untersuchung der Definition und Merkmale des Konzepts "Hybride Kriegsführung".
  • Sozialkonstruktivistische Bewertung russischer Identitätskonstruktionen und machtpolitischer Interessen.
  • Untersuchung der Rolle von ideellen Strukturen, Normen und Werten bei staatlichem Handeln.

Auszug aus dem Buch

Sozialkonstruktivistische Analyse des russischen Akteursverhaltens:

Nach der Analyse der russischen Taktik und Vorgehensweise auf der Krim und in der Ostukraine sowie der Einordnung dieser, als hybride Kriegsführung, soll sich dieser Abschnitt der Hausarbeit primär mit der Frage nach der Motivation und den Intentionen der russischen Regierung, in diesem Konflikt befassen. Es soll anhand von sozialkonstruktivistischen Bewertungskriterien ermittelt werden, welche Absichten der Kreml verfolgt und warum er sich dafür, der im Vorfeld definierten militärischen und nicht militärischen Taktiken, bedient. Um diese Frage in sich inhärent beantworten zu können, muss vorerst ein Verständnis für die russische Identität und das russische Rollenverständnis, in seinem geopolitischen Umfeld geschaffen werden. Im Besonderen hierbei im Verhältnis zur Ukraine. Entscheidend hierbei ist die identäre und poltische Selbstwahrnehmung Russland im postsowjetischen Zeitalter, welches für die Nation allem voran mit einer territorialen und politischen Einbuße begann.

Die Auflösung der Sowjetunion Ende 1991 bedeutete für den Großteil der russischen Bevölkerung nicht nur die Befreiung vom Kommunismus. Die Unabhängigkeitserklärungen der 14 früheren Unionsrepubliken (Ukraine, Belarus, Kasachstan sowie die baltischen, kaukasischen, zentralasiatischen und moldauischen Republiken) hatten die einstige Sowjetunion auf die Grenzen des Moskauer Reiches um die Mitte des 17. Jahrhunderts beziehungsweise auf 76 Prozent des vorherigen sowjetischen Territoriums zusammenschrumpfen lassen. An die 25 Millionen Russen befanden sich quasi über Nacht im "nahen Ausland“ ( Scherrer 2014:1)

Durch Scherrer's Zitat wird deutlich, das die russische Nation als ehemalige Führungsmacht des Sowjetischen Blocks mit dem Zerfall eben dieser, nicht nur einen beträchtlichen territorialen Teil seines Einflussgebietes abtreten musste, sondern das vor allem auch auf ideeller und identitärer Ebene , Teile der Nation als Ganzes auseinander gebrochen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Leitfrage: Dieses Kapitel führt in den russisch-ukrainischen Konflikt ein und definiert die Leitfrage hinsichtlich der Beschreibung und Bewertung des russischen Akteursverhaltens mittels hybrider Kriegsmitteln.

Methodisches Vorgehen und theoretischer Ansatz: Hier wird der Sozialkonstruktivismus als theoretischer Rahmen vorgestellt, um Staaten als Akteure über ihre Identität und politischer Motivation statt rein zweckrationaler Materie zu begreifen.

Charakterisierungskriterien und Einordnung des Ukraine Konflikts: Dieses Kapitel prüft verschiedene Kategorien bewaffneter Konflikte und stellt fest, dass das russische Vorgehen am ehesten dem Konzept der hybriden Kriegsführung entspricht.

Sozialkonstruktivistische Analyse des russischen Akteursverhaltens: Hier wird das russische Handeln aus einer identitätstheoretischen Perspektive analysiert, wobei das postsowjetische Selbstverständnis und die Rolle Russlands als Schutzmacht zentral sind.

Fazit: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass hybride Kriegsführung eine reale Herausforderung für Staaten bleibt und die russische Außenpolitik maßgeblich durch ein kulturhistorisch verankertes Identitätsverständnis motiviert ist.

Schlüsselwörter

Hybride Kriege, Ukrainekonflikt, Sozialkonstruktivismus, Russische Außenpolitik, Identitätspolitik, Machtpolitik, Krim-Annexion, Sicherheitsinteressen, Internationale Beziehungen, Geopolitik, Sonderbeziehungen, Konfliktanalyse, Irreguläre Taktiken, Souveränität, NATO-Osterweiterung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das russische Vorgehen im Ukrainekonflikt und analysiert, inwiefern dieses als "hybride Kriegsführung" eingestuft werden kann und welche identitätspolitischen Motive dahinterstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung hybrider Kriegsführung, die Analyse der Krim-Annexion sowie die Untersuchung der russischen Identität und des geopolitischen Selbstverständnisses nach dem Zerfall der Sowjetunion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, das Akteursverhalten Russlands im Ukrainekonflikt zu beschreiben und zu bewerten sowie die zugrunde liegenden Ziele und Absichten für den Einsatz hybrider Kriegsmittel zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt den Sozialkonstruktivismus als Metatheorie, um Akteurshandlungen durch ideelle Strukturen, Normen und Rollenverständnisse statt durch rein materielle Machtfaktoren zu erklären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definitionsphase hybrider Kriegsführung, deren Anwendung auf Fallbeispiele wie die Krim sowie eine konstruktivistische Analyse der russischen Außenpolitik und Identitätskonstruktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie hybride Kriegsführung, Sozialkonstruktivismus, Identitätspolitik, Geopolitik und die russisch-ukrainischen Beziehungen charakterisiert.

Wie bewertet die Arbeit die Wirksamkeit hybrider Taktiken?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass hybride Kriegsmittel – wie Propaganda, verdeckte militärische Operationen und Informationsverbreitung – hoch effektiv sind, da sie den Gegner unvorbereitet treffen und staatliche Akteure ihre Ziele erreichen lassen, während sie völkerrechtliche Verantwortung verschleiern.

Welche Rolle spielt die NATO-Osterweiterung in der Argumentation?

Die NATO-Osterweiterung wird aus russischer Sicht als direkte Bedrohung wahrgenommen, die nicht nur sicherheitspolitische Interessen gefährdet, sondern nach sozialkonstruktivistischer Auffassung auch das russische Identitätsverständnis penetriert und somit als Katalysator für aggressive außenpolitische Reaktionen dient.

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Detalles

Título
Hybride Kriege. Ziele und Absichten Russlands im Ukrainekonflikt
Subtítulo
Eine sozialkonstruktivistische Analyse einer neuen Bedrohung am Fallbeispiel des russischen Akteursverhaltens in der Ukrainekrise
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Calificación
2,3
Autor
Henri Uhlig (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
16
No. de catálogo
V509004
ISBN (Ebook)
9783346075130
ISBN (Libro)
9783346075147
Idioma
Alemán
Etiqueta
Russland hybride kriege ukrainekonflikt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Henri Uhlig (Autor), 2019, Hybride Kriege. Ziele und Absichten Russlands im Ukrainekonflikt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509004
Leer eBook
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