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Welche Auswirkungen hatten die Fernsehduelle zwischen Schröder und Stoiber 2002 auf das Wahlergebnis?

Title: Welche Auswirkungen hatten die Fernsehduelle zwischen Schröder und Stoiber 2002 auf das Wahlergebnis?

Term Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kerstin Faßbinder (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Amerika, das große Vorbild. Obwohl viele Europäer die USA mit gemischten Gefühlen betrachten, gerade was ihre politische Führung betrifft, werden zahlreiche amerikanische Errungenschaften in „old europe“ kopiert. So auch, was den Wahlkampf angeht. Schon 1961, als Willy Brandt Elemente der vorangegangenen Kampagne John F. Kennedys übernahm, tauchte der als Vorwurf verwendete Begriff der „Amerikanisierung“ zum ersten Mal auf. Am 26. September 1960 trat der weitgehend unbekannte Senator aus Massachusetts gegen Vizepräsident Nixon zum ersten Fernsehduell in der Geschichte der
Präsidentschaftskampagnen an - und gewann. Kennedy war dynamisch, gut aussehendkurzum: telegen. Nixon hingegen soll so schlecht ausgesehen haben, dass sogar seine Mutter im Studio anrief, um sich nach seinem Zustand zu erkundigen. „Der Triumph im TV-Duell gab nach Auffassung vieler Experten den Ausschlag für den knappen Wahlsieg Kennedys. Nixons Niederlage vor der Kamera war jedenfalls so vernichtend, dass sich Amtsinhaber 16 Jahre lang nicht trauten, vor den Kameras in den Ring zu steigen.“Da hatten es die ersten seiner Vorgänger besser, die sich um ihre Medienerscheinung noch keine Sorgen machen mussten: Washington mit seinen Pockennarben, Jefferson, der im College zum reizlosesten Studenten gewählt worden war oder Lincoln, der so hässlich gewesen sein muss, dass er selbst über seine Erscheinung Witze riss. Meyrowitz sagt über sie: „Von ihrer äußeren Erscheinung her wären viele unserer früher ,großen’ Präsidenten nicht geeignet für die Fernseh-Politik.“

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitungsgedanke: Amerika das „Vaterland“ der TV-Duelle

2. Welche Auswirkungen hatten die Fernsehduelle zwischen Schröder und Stoiber 2002 auf das Wahlergebnis?

2.1. Taktische Aussagen vor den Duellen und subjektive Eindrücke

2.1.1. Durch Kandidaten, Parteien und ihre Wahlkampfmanager

2.1.2. Durch Medienvertreter

2.2. Wissenschaftliche Ansichten

2.2.1. In den „bürgerlichen“ Medien – Grundtenor: geringe Veränderungen könnten die Wahl entschieden haben

2.2.2. Die TV-Duelle 2002: Ereignisse für eine breite Masse und Thema in politischen Fachzeitschriften

2.3. Neuartige Forschungen mit kleinen, nicht repräsentativen Gruppen

2.3.1. Forschungsergebnisse von Thorsten Faas und Jürgen Maier – Einflüsse auf die Wahlentscheidung sind vorhanden, aber schwer zu kontrollieren

2.3.2. Forschungsergebnisse von Marcus Maurer und Carsten Reinemann – „kein TV-Duell ist wie das andere“

3. Schlussgedanke: Warten auf 2006

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die Arbeit untersucht die Wirkung der erstmals im deutschen Bundestagswahlkampf 2002 durchgeführten Fernsehduelle zwischen Gerhard Schröder und Edmund Stoiber auf das tatsächliche Wahlergebnis und die Wählerentscheidung.

  • Analyse der taktischen Erwartungshaltungen von Politikern und Medien vor den Duellen.
  • Gegenüberstellung wissenschaftlicher Ansichten zur Reichweite medialer Einflüsse.
  • Evaluation empirischer Forschungsergebnisse zu kurzfristigen Mobilisierungseffekten.
  • Diskussion der Thematik "Amerikanisierung" und Personalisierung im deutschen Wahlkampf.
  • Einordnung der Fernsehduelle als Teil eines komplexen Wirkungsgefüges neben anderen Ereignissen wie der Flutkatastrophe.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitungsgedanke: Amerika, das „Vaterland“ der TV-Duelle

Amerika, das große Vorbild. Obwohl viele Europäer die USA mit gemischten Gefühlen betrachten, gerade was ihre politische Führung betrifft, werden zahlreiche amerikanische Errungenschaften in „old europe“ kopiert. So auch, was den Wahlkampf angeht. Schon 1961, als Willy Brandt Elemente der vorangegangenen Kampagne John F. Kennedys übernahm, tauchte der als Vorwurf verwendete Begriff der „Amerikanisierung“ zum ersten Mal auf. Am 26. September 1960 trat der weitgehend unbekannte Senator aus Massachusetts gegen Vizepräsident Nixon zum ersten Fernsehduell in der Geschichte der Präsidentschaftskampagnen an – und gewann. Kennedy war dynamisch, gut aussehend – kurzum: telegen. Nixon hingegen soll so schlecht ausgesehen haben, dass sogar seine Mutter im Studio anrief, um sich nach seinem Zustand zu erkundigen. „Der Triumph im TV-Duell gab nach Auffassung vieler Experten den Ausschlag für den knappen Wahlsieg Kennedys. Nixons Niederlage vor der Kamera war jedenfalls so vernichtend, dass sich Amtsinhaber 16 Jahre lang nicht trauten, vor den Kameras in den Ring zu steigen.“

Da hatten es die ersten seiner Vorgänger besser, die sich um ihre Medienerscheinung noch keine Sorgen machen mussten: Washington mit seinen Pockennarben, Jefferson, der im College zum reizlosesten Studenten gewählt worden war oder Lincoln, der so hässlich gewesen sein muss, dass er selbst über seine Erscheinung Witze riss. Meyrowitz sagt über sie: „Von ihrer äußeren Erscheinung her wären viele unserer früher ,großen’ Präsidenten nicht geeignet für die Fernseh-Politik.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitungsgedanke: Amerika das „Vaterland“ der TV-Duelle: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung der Fernsehduelle ein und beleuchtet die Bedeutung des Mediums Fernsehen für die moderne politische Kommunikation.

2. Welche Auswirkungen hatten die Fernsehduelle zwischen Schröder und Stoiber 2002 auf das Wahlergebnis?: Das Hauptkapitel analysiert kritisch die subjektiven Einschätzungen von Akteuren, wissenschaftliche Analysen und spezifische Forschungsergebnisse zum Einfluss der Duelle auf das Wahlverhalten.

3. Schlussgedanke: Warten auf 2006: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der ersten deutschen Fernsehduelle und einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen für die Wahlforschung.

Schlüsselwörter

Fernsehduell, Bundestagswahl 2002, Gerhard Schröder, Edmund Stoiber, Politische Kommunikation, Amerikanisierung, Wahlentscheidung, Massenmedien, Mobilisierung, Meinungsforschung, Personalisierung, Medienwirkung, Wählerverhalten, Wahlkampf, TV-Duell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen tatsächlichen Einfluss die Fernsehduelle zwischen den Kanzlerkandidaten Schröder und Stoiber im Jahr 2002 auf das Wahlergebnis hatten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Wirkung von Massenmedien, die Professionalisierung des Wahlkampfs und die Frage, inwieweit Fernsehformate Wählerentscheidungen beeinflussen können.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den wissenschaftlichen Erkenntnisstand über die Auswirkungen der Duelle aufzuarbeiten und zu prüfen, ob die Duelle wahlentscheidend waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Sekundäranalyse, in der aktuelle Forschungsergebnisse, Medienberichte und Expertenmeinungen gegenübergestellt und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse taktischer Aussagen vor den Duellen, wissenschaftliche Ansichten sowie die detaillierte Darstellung spezifischer Forschungsergebnisse von Faas/Maier und Maurer/Reinemann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Fernsehduell, Bundestagswahl 2002, Amerikanisierung, Medienwirkung und Wahlentscheidung.

Hatten die Duelle laut den Autoren einen entscheidenden Einfluss auf die Wahl?

Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass eine pauschale Antwort nicht möglich ist, die Duelle jedoch bei dem extrem knappen Wahlausgang durchaus wahlmitentscheidend gewirkt haben könnten.

Welche Rolle spielte die Flutkatastrophe im Kontext der Analyse?

Die Arbeit erkennt an, dass neben den Fernsehduellen auch Ereignisse wie das Flutmanagement und die Diskussion um den Irak-Krieg wesentliche Einflussfaktoren auf den Stimmungsumschwung im Wahlkampf waren.

Warum betonen die Autoren das Warten auf 2006?

Die Forschung steckte 2002 noch in den Anfängen; die Autoren fordern weitere Analysen zukünftiger Duelle, um die Wirkungsmechanismen auf Basis breiterer Vergleichsdaten besser zu verstehen.

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Details

Title
Welche Auswirkungen hatten die Fernsehduelle zwischen Schröder und Stoiber 2002 auf das Wahlergebnis?
College
University of Passau
Course
Einführung in das Studium der politischen Systeme
Grade
1,3
Author
Kerstin Faßbinder (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V50901
ISBN (eBook)
9783638470162
Language
German
Tags
Welche Auswirkungen Fernsehduelle Schröder Stoiber Wahlergebnis Einführung Studium Systeme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Faßbinder (Author), 2005, Welche Auswirkungen hatten die Fernsehduelle zwischen Schröder und Stoiber 2002 auf das Wahlergebnis?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50901
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