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Die Schweiz und die EWG

Title: Die Schweiz und die EWG

Essay , 2006 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Claudia Bartos (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Im Seminar „Die Gründung der EWG: Staaten, internationale Konstellation, Interessen, Strategien“ habe ich viel darüber erfahren warum diverse europäische Staaten der EWG beitraten und wann sie es taten. Die Schweiz, die bekanntlich nicht beigetreten ist haben wir nicht behandeln.
Nun interessiert mich, warum für die Schweiz ein Beitritt in die EWG uninteressant war.
Hierbei möchte mich auf drei Grundbereiche beschränken, die meiner Meinung nach eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben könnten: Die Wirtschaft, die Politik oder die generelle Neutralität als Maxime schweizerischer Außenpolitik.
Ich möchte in Erfahrung bringen, wie es um die Wirtschaft in der Schweiz zu Zeiten der EWG Gründung stand, wie das Staatssystem der Schweiz funktioniert und wie sich die Neutralität der Schweiz historisch begründet, vor allem welche Wirkung sie auf den Verzicht in der EWG hatte.
Vor allem interessiert mich, ob es nicht doch auch von Vorteil für die Schweiz gewesen wäre der EWG beizutreten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die schweizerische Wirtschaft und die EWG

2.2 Die Politik der Schweiz und die EWG

2.2.1 Das politische System der Schweiz

2.2.2 EWG Forderungen und die Politik der Schweiz

2.2.3 Neutralität der Schweiz

3. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für das Fernbleiben der Schweiz von der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob ein Beitritt für die Schweiz zu diesem historischen Zeitpunkt vorteilhaft gewesen wäre oder ob wirtschaftliche, politische und neutralitätspolitische Faktoren einen Beitritt konsequent unattraktiv machten.

  • Wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz zur Zeit der EWG-Gründung
  • Analyse des schweizerischen politischen Systems und föderaler Strukturen
  • Die Vereinbarkeit der EWG-Forderungen mit der schweizerischen Souveränität
  • Historische Begründung und Auswirkungen der schweizerischen Neutralität
  • Bewertung der Vor- und Nachteile eines möglichen EWG-Beitritts

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Neutralität der Schweiz

Laut Völkerrecht bedeutet Neutralität die „Nicht-Teilnahme an einem Krieg“. Auch heißt es, dass ein neutraler Staat die Kriegsführenden gleich behandeln muss. Das beides kann jeder Staat zeitweise machen.

In der Schweiz muss die Außenpolitik immer generell neutral sein, auch wenn kein Krieg herrscht. Am Wiener Kongress bittet sie darum, dass die Neutralität als Maxime international anerkannt wird.

Zusätzlich wird die Neutralität der Schweiz im Artikel 435 des Versailler Friedensvertrages verankert, so dass immer mehr Staaten die Maxime anerkennen.

Die Schweiz hat den Willen, keine äußere Hilfe in Anspruch zu nehmen, sondern sich aus eigener Kraft zu verteidigen. „Die dauernde Neutralität verpflichtet aber den Staat, nicht nur alles zu tun, um den Frieden zu erhalten, sondern alles zu unterlassen, was ihn in einen Krieg verwickeln könnte.“ Dieser Grundsatz kollidiert mit dem Interesse einer kollektiven Sicherheit des Völkerbundes, dem die Schweiz beitreten will. Jedoch findet sich eine Lösung: Die Schweiz muss nicht an militärischen Sanktionen teilnehmen und muss keine fremden Truppen durch ihr Land lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt die Motivation für das Essay dar und definiert die drei Grundbereiche Wirtschaft, Politik und Neutralität als Analysefokus zur Beantwortung der Nicht-Beitrittsfrage.

2. Hauptteil: Dieser Abschnitt beleuchtet detailliert die wirtschaftlichen Verhältnisse, das politische System und die völkerrechtliche Rolle der Neutralität, um die Auswirkungen einer EWG-Mitgliedschaft auf die Schweiz zu bewerten.

2.1 Die schweizerische Wirtschaft und die EWG: Es wird analysiert, dass die Schweiz zur Zeit der EWG-Gründung eine starke industrielle Basis hatte und die ökonomischen Forderungen der Gemeinschaft eher Anpassungsprobleme als Vorteile für das Land mit sich gebracht hätten.

2.2 Die Politik der Schweiz und die EWG: Die Untersuchung zeigt auf, wie ein Beitritt die bestehenden föderalen Strukturen und die politische Autonomie der Schweiz durch notwendige Harmonisierungen unter Druck gesetzt hätte.

2.2.1 Das politische System der Schweiz: Dieses Kapitel erläutert die Grundpfeiler des schweizerischen Systems, insbesondere die direkte Demokratie und den Föderalismus, als tragende Elemente der staatlichen Organisation.

2.2.2 EWG Forderungen und die Politik der Schweiz: Es wird verdeutlicht, dass insbesondere Anforderungen an das Steuerrecht und die Übertragung von Kompetenzen an den Bund im Konflikt mit dem bewährten schweizerischen Staatsaufbau gestanden hätten.

2.2.3 Neutralität der Schweiz: Die Autorin stellt fest, dass die Neutralität zwar ein zentrales außenpolitisches Dogma darstellt, aber nach Prüfung des EWG-Vertrags keine inhaltlichen Hinderungsgründe für einen Beitritt aus neutralitätsrechtlicher Sicht existierten.

3. Schluss: Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass ein EWG-Beitritt aus damaliger Sicht sowohl wirtschaftlich als auch politisch nachteilig für die Schweiz gewesen wäre und die Neutralität als offizielles Argument für den Nicht-Beitritt eher untergeordnet war.

Schlüsselwörter

Schweiz, EWG, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Neutralität, direkte Demokratie, Föderalismus, Wirtschaftswachstum, Außenpolitik, Zollunion, Europäische Integration, Industrialisierung, Souveränität, Römer Verträge, Agrarwirtschaft, politische Systeme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay?

Die Arbeit analysiert die Gründe, warum die Schweiz zur Zeit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) nicht beigetreten ist und ob ein Beitritt aus damaliger Sicht vorteilhaft gewesen wäre.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Analyse konzentriert sich auf die drei Hauptbereiche: die schweizerische Wirtschaftsentwicklung, das politische System (Föderalismus und direkte Demokratie) sowie die außenpolitische Maxime der Neutralität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachvollziehbar zu machen, warum der Beitritt für die Schweiz als unattraktiv galt und welche systemischen Hindernisse einem Beitritt im Wege standen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Untersuchung unter Rückgriff auf zeitgeschichtliche Literatur sowie den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft.

Was wird im Hauptteil detailliert diskutiert?

Im Hauptteil werden die spezifischen ökonomischen, politischen und neutralitätsrechtlichen Anforderungen der EWG den schweizerischen Gegebenheiten gegenübergestellt, um potenzielle Konfliktlinien aufzuzeigen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Zentrale Begriffe sind Schweiz, EWG, Neutralität, Föderalismus, direkte Demokratie, wirtschaftliche Anpassung und staatliche Souveränität.

War die Neutralität der Schweiz das entscheidende Hindernis für einen EWG-Beitritt?

Nein, die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Neutralität nach Prüfung der EWG-Vertragstexte wahrscheinlich kaum eine entscheidende Rolle spielte, da keine Verträge die Neutralität explizit infrage gestellt hätten.

Wie bewertet die Autorin die wirtschaftlichen Folgen eines Beitritts?

Die Autorin bewertet die wirtschaftlichen Folgen eines Beitritts als überwiegend negativ, da die Schweiz sich mit großen Anpassungsschwierigkeiten in der Agrar- und Industriepolitik hätte konfrontiert sehen müssen, ohne nennenswerte Vorteile zu erlangen.

Welche Rolle spielt der Föderalismus in der Argumentation?

Der Föderalismus wird als schützenswertes Gut hervorgehoben; ein Beitritt hätte durch die notwendige Harmonisierung des Steuerrechts und eine Stärkung der Bundesebene die kantonale Eigenständigkeit gefährdet.

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Details

Title
Die Schweiz und die EWG
College
University of Siegen
Course
Die Gründung der EWG: Staaten, internationale Konstellation, Interessen, Strategien
Grade
2,0
Author
Claudia Bartos (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V50928
ISBN (eBook)
9783638470360
Language
German
Tags
Schweiz Gründung Staaten Konstellation Interessen Strategien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Bartos (Author), 2006, Die Schweiz und die EWG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50928
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