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Arabismen in den deutschen Medien

Die Begriffe "dāʿiš, ḫilāfa und burquʿ"

Titre: Arabismen in den deutschen Medien

Thèse de Bachelor , 2019 , 39 Pages

Autor:in: Ali Shikh Nabi (Auteur)

Orientalisme / Sinologie - Arabe
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Im Zuge des sogenannten arabischen Frühlings und den daraus resultierenden Kriegszuständen in einigen Teilen der arabischen Welt und der darauffolgenden Ausrufung des sogenannten Islamischen Staates (IS) im Jahr 2014 fanden besagte Themen auch in deutschen Medien Beachtung.
Im Zuge dessen wurden auch neue arabische Begriffe in die deutsche Sprache übernommen und nicht übersetzt. Zudem erschienen auch arabische Begriffe, die bereits seit längerer Zeit in die deutsche Sprache übernommen wurden, seit 2014 wieder häufiger in den Medien. In diesem Hinblick stellt sich die Frage, ob sich die Bedeutung dieser Begriffe, die aus dem bloßen Lesen dieser für deutsche Leser nicht ersichtlich ist, verschoben hat. Diese Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt diese Frage zu beantworten. Genauer liegen dieser Bachelorarbeit folgende Fragestellungen zugrunde:
Kommt den drei Begriffen, nämlich dāʿiš, ḫilāfa und burquʿ in Zuge ihrer Verwendung in den deutschen Medien seit 2014 im Vergleich zu ihrer ursprünglichen Bedeutung im Arabischen eine veränderte Kernbedeutung zu oder nicht? Falls dies der Fall ist, wie kommt dies zum Ausdruck bzw. worauf basieren die differenten Bedeutungen/Intensionen?
Des Weiteren soll untersucht werden, in welchen Kontexten die ausgewählten Begriffe in deutschen Onlinezeitungen seit 2014 dargestellt wurden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Allgemeines

1.2 Kernfrage und Motivation

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Theoretischer Teil

2.1 Grundlegende Definitionen

2.1.1 Sprachkontakt

2.1.2 Lehnwort versus Fremdwort

2.2 Arabismen

2.2.1 Historischer Exkurs: Sprachkontakt zwischen Orient und Okzident

2.2.2 Aktuelle islamische Arabismen in den deutschen Medien

3 Praktischer Teil: Korpus und Hintergrundinformationen

3.1 Vorgehensweise

Exkurs: Korpusmaterial aus Boulevardzeitung und Qualitätszeitungen

3.2 Beschreibung der für die Analyse verwendeten Materialien

3.2.1 Der DWDS-Korpus Digitales Wörterbuch

3.2.2 Zeit Online-Zeitung

3.2.3 Bild Online-Zeitung

3.3 Definition ausgewählter Arabismen

3.3.1 Begriff dāʿiš

3.3.2 Begriff ḫilāfa

3.3.3 Begriff burquʿ

4 Darstellung der Begriffe dāʿiš, ḫilāfa und burquʿ in deutschen Onlinezeitungen

4.1 Begriff dāʿiš

4.2 Begriff ḫilāfa

4.3 Begriff burquʿ

5 Resümee & Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verwendung ausgewählter arabischer Begriffe (dāʿiš, ḫilāfa und burquʿ) in deutschen Online-Medien seit 2014 und analysiert, ob sich deren Bedeutung im Vergleich zum ursprünglichen Kontext verändert hat.

  • Semantische Analyse arabischer Lehnwörter im deutschen Journalismus
  • Untersuchung von Boulevard- versus Qualitätsmedien (Bild vs. Zeit)
  • Einfluss politischer und religiöser Konflikte auf die Begriffsverwendung
  • Theorie des Sprachkontakts und der Lexikologie
  • Analyse von Metaphern und Konnotationen in der Berichterstattung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Historischer Exkurs: Sprachkontakt zwischen Orient und Okzident

Führt man sich die geographische Distanz zwischen der arabischen Welt und Deutschland vor Augen, muss man zwangsläufig die Frage stellen, auf welche Art und Weise bzw. auf welchem Weg Arabismen in den deutschen Wortschatz eingegangen sind. Fakt ist jedoch, dass sich im Laufe der Zeit zwischen Orient und Okzident viele Überschneidungspunkte ergaben und durch diese ein Sprachkontakt zustande kam.

Diesbezüglich können zum Beispiel die Schriften antiker Philosophen genannt werden, welche in der Zeit des Mittelalters aus dem Griechischen in Arabische und etwas später aus dem Arabischen in das Lateinische übertragen wurden. Schließlich kam es im Laufe des 20. Jahrhunderts durch arabischsprachige Migranten und Einwanderer in Europa im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen zu einem Sprachkontakt zwischen der deutschen und der arabischen Sprache.

Ein für die vorliegende Untersuchung durchaus relevanter Aspekt, auf den Eva Jablonka hinweist, ist, dass die Bindung arabisch sprechender Menschen zu ihrer Muttersprache als enorm stark charakterisiert werden kann. Die Wissenschaftlerin konstatiert darüber hinaus, dass in der arabischen Welt auch heute noch die Auffassung vertreten wird, dass man nur dann ein Araber ist, wenn man auch der arabischen Sprache mächtig ist. Jablonka sieht die Ursache für diese weit verbreitete Ansicht in der Religiosität und damit natürlich auch den Koran – dies gilt zumindest für den muslimischen Teil der Araber. Letztlich kommt Jablonka zu dem Schluss, dass sich aus dieser Tatsache sowohl die Präsenz des Arabischen als auch die ethnolinguistische Vitalität der Sprache selbst erklären lassen. Als weitere Eckfeiler des Sprachkontaktes zwischen Deutschland führt beispielsweise Tazi Handelsbeziehungen zwischen Europa und der arabischen Welt an, die seit jeher bestehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Arabismen im Deutschen ein, stellt die Kernfrage nach der semantischen Veränderung der Begriffe dar und erläutert den Aufbau der Arbeit.

2 Theoretischer Teil: Hier werden grundlegende linguistische Konzepte wie Sprachkontakt, Lehnwort und Fremdwort definiert sowie ein historischer Überblick über Arabismen gegeben.

3 Praktischer Teil: Korpus und Hintergrundinformationen: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise, die untersuchten Online-Medien (Zeit und Bild) sowie die lexikalischen Definitionen der analysierten Fachbegriffe.

4 Darstellung der Begriffe dāʿiš, ḫilāfa und burquʿ in deutschen Onlinezeitungen: In diesem Teil werden konkrete Anwendungsbeispiele aus den Medien analysiert, um die Verwendung der Begriffe in Bezug auf ihre Kernbedeutung zu prüfen.

5 Resümee & Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und schlägt eine Ausweitung auf quantitative Analysen für zukünftige Forschungsarbeiten vor.

Schlüsselwörter

Arabismen, Sprachkontakt, Lehnwort, Fremdwort, Medienlinguistik, Daesch, Kalifat, Burka, Semantik, Online-Journalismus, Islam, Sprachwandel, Konnotation, Metapher, Migration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung von arabischen Lehnwörtern, die im Kontext islamischer Themen in deutschen Online-Medien verwendet werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Theorie des Sprachkontakts, die begriffliche Abgrenzung von Lehn- und Fremdwörtern sowie die mediale Darstellung spezifischer religiöser und politischer Begriffe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Begriffe Daesch (dāʿiš), Kalifat (ḫilāfa) und Burka (burquʿ) in deutschen Medien seit 2014 im Vergleich zu ihrer ursprünglichen arabischen Bedeutung eine Bedeutungsverschiebung oder negative Konnotation erfahren haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische, qualitative Untersuchung, bei der Artikel aus den Online-Medien Zeit und Bild als Korpus dienen, um die Verwendung dieser Begriffe zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zur Linguistik des Sprachkontakts und einen praktischen Bereich, in dem die ausgewählten Begriffe semantisch definiert und anhand von Medienbeispielen untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Arabismen, Sprachkontakt, Daesch, Kalifat, Burka, Semantik, Medienanalyse und Islam.

Warum wird zwischen Boulevard- und Qualitätszeitungen unterschieden?

Die Untersuchung soll herausfinden, ob es Unterschiede in der Konnotation und der Art der Begriffsverwendung zwischen den beiden Medientypen gibt.

Wie bewertet die Arbeit die Verwendung der Metapher "Krebsgeschwür" für den Begriff Daesch?

Die Arbeit identifiziert diese Metapher als persuasive Strategie, die den Rezipienten dazu bringen soll, die Bedrohung als existentiell und abzuwehrend wahrzunehmen.

Was schlussfolgert die Arbeit hinsichtlich des Begriffs "Kalifat"?

Der Begriff wird in deutschen Medien oft durch Anführungszeichen oder distanzierende Zusätze wie "so genannt" markiert, um eine Gleichsetzung mit traditionellen islamischen Werten zu vermeiden.

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Résumé des informations

Titre
Arabismen in den deutschen Medien
Sous-titre
Die Begriffe "dāʿiš, ḫilāfa und burquʿ"
Université
University of Leipzig
Auteur
Ali Shikh Nabi (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
39
N° de catalogue
V509371
ISBN (ebook)
9783346125279
ISBN (Livre)
9783346125286
Langue
allemand
mots-clé
arabismen medien begriffe Arabistik IS Kalifat Daesch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ali Shikh Nabi (Auteur), 2019, Arabismen in den deutschen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509371
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Extrait de  39  pages
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