In der folgenden Arbeit analysiere und interpretiere ich den Film “Rebecca” von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1940. Die Analyse ist dreigeteilt, untersucht werden die Aspekte Struktur, Form und Narration. Sie beruht auf den gängigen Methoden zur Analyse eines Films. Dem geht eine Inhaltsangabe der Handlung des Films voraus. Aus den Ergebnissen der Analyse schlussfolgere ich eine Interpretation, in der ich mich auch auf Analysen und Interpretationen aus einschlägiger Fachliteratur stütze. Der Interpretation liegt die Frage zugrunde, inwiefern man den Subtext des Films mit Fokus auf eine psychoanalytische Betrachtungsweise deuten kann. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst und der Film einer abschließenden Betrachtung unterzogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Inhaltsangabe
3 Analyse
3.1 Struktur
3.2 Form
3.2.1 Analyse des Visuellen
3.2.2 Analyse des Auditiven
3.3 Narration
4 Interpretation
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht Alfred Hitchcocks Film "Rebecca" (1940) durch eine detaillierte Filmanalyse, die die Aspekte Struktur, Form und Narration in den Mittelpunkt stellt, um den Subtext des Werkes unter einer psychoanalytischen Perspektive zu deuten.
- Strukturelle Analyse der filmischen Erzählweise und Rahmenhandlung
- Formale Untersuchung der visuellen Gestaltung und Einstellungsgrößen
- Analyse des auditiven Einsatzes von Sprache, Geräuschen und Musik
- Psychoanalytische Interpretation der Identitätsentwicklung und Geschlechterrollen
- Untersuchung der Bedeutung des Anwesens Manderly als zentrales Symbol
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Analyse des Visuellen
Der Film startet mit dem Logo des Produktionsstudios “The Selznick Studio”. In Großbuchstaben sehen wir den Schriftzug auf einer Tafel, anschließend neigt sich die Kamera nach unten, wodurch sich uns der Blick auf den damaligen Hauptsitz des Selznick Studios in Culver City eröffnet. Es folgt der Vorspann mit den Namen der Schauspieler, des Regisseurs, den wichtigsten Produktionsmitarbeitern und des Produzenten Selznick. Im Hintergrund sehen wir Bäume auf einer Wiese oder in einem Park bei Mondlicht und Nebel. Begleitet wird der Vorspann von der Musik Franz Waxmans, die quasi als Ouvertüre funktioniert, also einen musikalischen Vorgeschmack gibt. Eine Schwarzblende leitet über zu einer Einstellung, die im Zentrum den Vollmond zeigt. Sogleich verschwindet er hinter einer weiteren Schwarzblende und wir stehen vor dem Eingangstor Manderlys.
Nun folgt eine Kamerafahrt, die uns vom Eingangstor, die lange Einfahrt hinauf zum zerstörten Anwesen führt. Die Kamera nähert sich dem Eingangstor, welches sich noch wie von selbst öffnet, bevor die Kamera sich weiterbewegt. Entlang der überwachsenen Zufahrtsstraße schlängelt sich die Kamera förmlich durch das Gestrüpp, das von Mondschein durchdrungen wird, was für eine mystische Atmosphäre sorgt, die von der Musik noch verstärkt wird. Diese Eingangssequenz bildet die Grundlage für das später oft beschworene märchenhafte Moment im Film. Die von der Erzählerin beschriebenen Lichter und Bewegungen in der Ruine Manderlys zeugen noch von jenem mystischen bis zauberhaften Impetus, der dem Rest des Films fehlt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Films "Rebecca" von Alfred Hitchcock, Einordnung in den historischen Kontext sowie die Darlegung der kreativen Differenzen zwischen Hitchcock und Produzent Selznick.
2 Inhaltsangabe: Eine detaillierte chronologische Zusammenfassung der Filmhandlung, von der ersten Begegnung in Monte Carlo bis zum Brand von Manderly.
3 Analyse: Untersuchung des Films hinsichtlich seiner dreigeteilten Struktur, der visuellen Formensprache, des auditiven Einsatzes sowie der erzählerischen Strategien.
4 Interpretation: Deutung des Films als Adoleszenzdrama einer jungen Frau unter Anwendung psychoanalytischer Ansätze wie des Elektrakomplexes.
5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung des Films als weibliches Adoleszenzdrama und Einordnung der Bedeutung des Anwesens Manderly als zentraler Antagonist.
Schlüsselwörter
Rebecca, Alfred Hitchcock, David O. Selznick, Filmanalyse, Manderly, Psychoanalyse, Elektrakomplex, Narration, Struktur, visuelle Form, auditiver Einsatz, Joan Fontaine, Laurence Olivier, Identitätsentwicklung, Hollywood.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse und Interpretation von Alfred Hitchcocks Film "Rebecca" aus dem Jahr 1940.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert sich auf die drei Säulen Struktur, Form und Narration, ergänzt durch eine psychoanalytische Interpretation der Identitätsfindung der Hauptfigur.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Subtext des Films vor dem Hintergrund einer psychoanalytischen Betrachtungsweise zu deuten und die formale Umsetzung zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden gängige Methoden der filmwissenschaftlichen Analyse angewendet, kombiniert mit literaturwissenschaftlichen Interpretationsansätzen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Inhaltsangabe sowie die methodische Aufarbeitung der filmischen Mittel (Visuelles und Auditives) und der erzählerischen Struktur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Filmanalyse, Psychoanalyse, Geschlechterrollen und die spezifische Ästhetik der Hitchcock-Inszenierung.
Welche Bedeutung kommt dem Anwesen Manderly im Film zu?
Manderly dient als symbolischer Stellvertreter für die verstorbene Rebecca und agiert als zentraler, ungreifbarer Antagonist, der die Protagonistin unter Druck setzt.
Warum unterscheidet sich das Ende des Films von der Romanvorlage?
Die Änderung des Endes, bei dem Rebeccas Tod im Film ein unglücklicher Unfall statt eines Mordes ist, war ein Zugeständnis an den damals in Hollywood geltenden Hays Code.
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- Victor Strauch (Autor), 2019, Analyse und Interpretation des Films "Rebecca" von Alfred Hitchcock von 1940, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509459